Wer hat sich bewusst für eine (gute) TKS statt einer FKS entschieden?

Kerstenk

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jein, man steht leicht schräg, aber dass ich davon Beschwerden hätte, kann ich nicht ganz nachvollziehen oder bestätigen. War auch noch kein 2 h konstant schief gestanden :emoji_wink:

Fritz und Franz möchte ich für Kleinkram nicht mehr missen.
Liegt daran das man bei eine Tischsäge vor dem Blatt steht und bei einer Formatsäge seitlich daneben. Macht einen Unterschied, zumal das wegnehmen von solchen Teilen einfach besser geht, da man nicht um das Blatt greifen muss. Ich habe ja nicht behauptet, dass es nicht geht.
Ich schneide halt deutlich mehr an einer Säge, sind ein paar Tausend Teile die da zusammenkommen, im Jahr, da macht das einen deutlichen Unterschied.
Es ging darum das eine solche Maschine ihre Berechtigung hat und das es Dinge gibt die mit ihr einfach leichter gehen. Wenn man den Platz hat und eine Maschine haben will, die universeller ist, ist eine Formatsäge die bessere Wahl, habe schließlich auch eine. Früher sogar zwei Frommia, eine für Lang mit Vorschub, eine Quer. Sind beide weg, für Lang eine ein Altendorf mit kurzem Schiebetisch (nennt sich TKS) und Vorschub drauf.
Für die quer Kleinteile die Erika mit Druckluftvorschub :emoji_slight_smile: da steht man wie an einer TKS, das Schräge um mehr als ein Teil einlegen zu können, geht halt viel schneller.
 

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FrankRK

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Ich komme von einer Tischkreissäge mit Schiebeschlitten (Kity 619), mit ihr habe ich Jahre lang gearbeitet und wahr immer sehr zufrieden. Dann sah ich in den Kleinanzeigen eine Kity GF 819 Formatkreissäge in der Nähe und habe sie mir angeschaut und quasi direkt gekauft.

Die großen Vorteile sind in meinen Augen die Zuverlässigkeit beim ablängen, zuschneiden von Plattenmaterial, die Rechtwinkligkeit der Zuschnitte, das schnelle Besäumen, die Sicherheit (Fritz und Franz und die seitliche Bedienung), die Möglichkeit mit einen Doppelgehrungsanschlag zu arbeiten. Das meiste resultiert halt daraus, weil der Schlitten direkt am Sägeblatt herläuft.

Ich würde nicht mehr zurück tauschen wollen, aber das ganze ist eine Platz- und Geldfrage.
 

Johannes

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Liegt daran das man bei eine Tischsäge vor dem Blatt steht und bei einer Formatsäge seitlich daneben.
Hallo,
ich hatte vor meiner Hammer B3 eine EB PK250 mit Schiebetisch. Da habe ich immer links von dem Schiebetischprofil gestanden. Also etwa gleich weit seitlich vom Sägeblatt. Sich frontal vor das Sägeblatt zu stellen, ist, meiner Meinung nach, eine gefährliche Falschnutzung.

Es grüßt Johannes
 

fried.chycken

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Ich habe auch eine pk250, in Vollausstattung. Da kann man schon mit arbeiten... Manches ginge anders komfortabler oder schneller, aber nichts grundlegend anders...

Eine FKS wäre was feines, aber: 1. Ist die da und bezahlt und 2. steht die gerade in einer gemieteten Werkstatt. Wer weiß, ob eine jetzt für teuer Geld angeschaffte Säge den nächsten Umzug mit antreten könnte...
 

Lorenzo

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Sich frontal vor das Sägeblatt zu stellen, ist, meiner Meinung nach, eine gefährliche Falschnutzung.
Wenn ich so nen Schlitten benutze um Kleinteile, und das war alles bis ca. 70cm Länge, zu schneiden, dann steh ich vor dem Sägeblatt. Das ist auch überhaupt kein Problem, weil es einen duchgehenden Anschlag gibt, ich einen Teil des Holzes mit der Hand führe (wie bei der FKS, und der andere Teil frei ist, sich also nicht verklemmen kann. Der Schlitten lässt sich nur begrenzt weit in den Nuten führen, und das Sägeblatt verschwindet in dem Holzklotz, selbst komplett hochgefahren.
Das ist ergonomisch extrem angenehm, und sicher.
Bonuspunkte häts für die Makrolonscheibe oben drauf gegeben. Mir hat da die Oberschutzhaube gereicht, die ich soweit runter lass, dass gerade der Schlitten unten durch passt.
Da sägt man Kleinteile 10 mal so schnell wie mit nem 2,5m Schlitten. Ohne Buckelei.
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Ich steh auf Arbetissicherheit. Und ich hab nicht umsonst ne FKS zuhause. Ich merk oft das ich mit der nen Kompromiss eingehe.

Ich steh auch auf Ergonomie und geringen Kraftaufwand.
In der Arbeit werden viele Serienarbeiten eingerichtet, zum Beispiel für solche Untersetzer.
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Kistenweise. Da stellt sich niemand freiwillig an die FKS.

-Wenn man für sein Hobby den Platz und das Budget hat, Plattenmaterial verarbeiten, lange Teile auf der einen vorhandenen Säge besäumen will, und regelmäßig ausgewachsene Möbel baut: FKS mit dem Kompromiss bei Kleinteilen.

-Wenn nicht funktoniert die TKS ganz wunderbar, fürs Besäumen hat man dann ein Besäumbrett und verliert bisschen Schnitthöhe, oder man macht das auf Böcken zusammen mit dem Grobzuschnitt und ner Handkreissäge. Manche Gadgets sehen anders aus. Bei Kleinteilen hat man nen Vorteil.

Die Genauigkeit ist in derselben Maschinenklasse bei der TKS genauso gegeben. Bei nem Hobbybudget kanns aber gut sein dass ich mit der TKS in der besseren Maschinenklasse lande. Gebraucht definitiv.

Kurz zusammengefasst: Ich halts einfach für wichtig realistisch einzuschätzen was man vor hat. Und nicht davon auszugehen, dass sich mit der FKS die Möbel auf einmal von alleine bauen und alles alles alles einfach besser ist. Es kommt einfach drauf an.
 

mj5

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N' Abend!

Vielleicht sollten wir noch ein wenig die Begriffe definieren?
Eine Dewalt 74xx (habe selber eine) ist fuer mich eine mobile Baukreissaege. Aber weit entfernt von einer Tischkreissaege, wie sie z.B. Lorenz in Beitrag #33 zeigt. Und ein Schiebeschlitten macht fuer mich auch aus einer Mafell noch keine Formatkreissaege.

Weder eine Tisch- noch eine Formatkreissaege muessen fuer mich unbedingt "Eisenschwein" sein.
Aber "ein wenig mehr Substanz" als eine Dewalt, oder Bosch, oder... braucht es dann doch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dietrich

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Hallo Mattes,

unter einer Baukreissäge versteht man bei uns eigentlich das Teil mit dem die Maurer ihre Schalungen bauen und am Wochenende hängt das Teil am Stahlseil vom Kran, üblicherweise Sägetische aus verz. Stahlblech.
Die DeWalt, Bosch usw. sind eigentlich Innenausbau-Kreissägen.
Diese Kategorie schwappte wohl von den internationalen Baustellen bis hier her, hier hatte man früher zum Mitnehmen fürn Innenausbau Mafell Erika und Festo.
Für die Selbermacher im Land gab es ab etwa den 80igern neben den damals schon sehr teuren Profi-TKS wie Ulmia, Rapid, Frommia und Flottjet dann auch leichter und preiswerter gebaute Modelle die man teils auch sehr gut ausstatten konnte, bspw. Scheppach TS Modelle oder Metabo TK und E-B die PK Modelle.
Bei pfleglicher Behandlung und etwas geübtem Umgang konnte man auch damit Jahrzehnte arbeiten.

Gruß Dietrich
 

mj5

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Hallo Dietrich,

Du hast recht. Und ich erinner mich gut daran in den fruehen 1980ern die "Baukreissaege" abends anzuketten, wenn kein Kran da war. Sonst haette das Teil trotz seines Gewichts und seiner Sperrigkeit Beine bekommen... "Baukreissaege" ist das Zinkmonster, natuerlich nur echt ohne Spaltkeil!

Aber die Erika musste bei uns nicht nur im Innenausbau herhalten. Da kamen schon ein paar Quadrameterchen Terassen und Fassedenbekleidungen zusammen. Einigen wir uns fuer Dewalt 74xx und Vergleichbare auf "hochmobile Aussbaukreissaege"?

Klar, bei guter Behandlung halten die von dir aufgezählten Ulmia etc. Maschinen lange bis ewig.
Und man kriegt auch Martin und Altendorf kaputt...
Mit "etwas mehr Substanz" meinte ich, dass es fuer mich problematisch wird wenn das Werkstueck schwerer ist als die Maschine. :emoji_wink:
 

Heener

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Wenn ich so nen Schlitten benutze um Kleinteile, und das war alles bis ca. 70cm Länge, zu schneiden, dann steh ich vor dem Sägeblatt. Das ist auch überhaupt kein Problem, weil es einen duchgehenden Anschlag gibt, ich einen Teil des Holzes mit der Hand führe (wie bei der FKS, und der andere Teil frei ist, sich also nicht verklemmen kann. Der Schlitten lässt sich nur begrenzt weit in den Nuten führen, und das Sägeblatt verschwindet in dem Holzklotz, selbst komplett hochgefahren.
Das ist ergonomisch extrem angenehm, und sicher.
Bonuspunkte häts für die Makrolonscheibe oben drauf gegeben. Mir hat da die Oberschutzhaube gereicht, die ich soweit runter lass, dass gerade der Schlitten unten durch passt.
Da sägt man Kleinteile 10 mal so schnell wie mit nem 2,5m Schlitten. Ohne Buckelei.
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Ich steh auf Arbetissicherheit. Und ich hab nicht umsonst ne FKS zuhause. Ich merk oft das ich mit der nen Kompromiss eingehe.

Ich steh auch auf Ergonomie und geringen Kraftaufwand.
In der Arbeit werden viele Serienarbeiten eingerichtet, zum Beispiel für solche Untersetzer.
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Kistenweise. Da stellt sich niemand freiwillig an die FKS.

-Wenn man für sein Hobby den Platz und das Budget hat, Plattenmaterial verarbeiten, lange Teile auf der einen vorhandenen Säge besäumen will, und regelmäßig ausgewachsene Möbel baut: FKS mit dem Kompromiss bei Kleinteilen.

-Wenn nicht funktoniert die TKS ganz wunderbar, fürs Besäumen hat man dann ein Besäumbrett und verliert bisschen Schnitthöhe, oder man macht das auf Böcken zusammen mit dem Grobzuschnitt und ner Handkreissäge. Manche Gadgets sehen anders aus. Bei Kleinteilen hat man nen Vorteil.

Die Genauigkeit ist in derselben Maschinenklasse bei der TKS genauso gegeben. Bei nem Hobbybudget kanns aber gut sein dass ich mit der TKS in der besseren Maschinenklasse lande. Gebraucht definitiv.

Kurz zusammengefasst: Ich halts einfach für wichtig realistisch einzuschätzen was man vor hat. Und nicht davon auszugehen, dass sich mit der FKS die Möbel auf einmal von alleine bauen und alles alles alles einfach besser ist. Es kommt einfach drauf an.
so sehe ich das auch.
Die Amateure werden hier manchmal anhand ihrer vorhandenen Geräte etwas gering geschätzt. Nur manchmal, oder es klingt halt so durch.
Eine FKS zu haben, nur um sie zu haben obwohl ne gute TKS auch reicht, ist nicht so durchdacht.

Durch die Erfahrenen hier habe ich den Sprung von der Baukreissäge zur TKS geschafft und merke deutlich die Unterschiede. Für mehr Technik oder höherpreisige Geräte gibt es keinen Bedarf. Es passt so und das kann nur jeder selbst für sich entscheiden.
Man guckt sich manche Werkstätten gerne an und weiß trotzdem, dass das eben nix für einen selbst ist.

Die Leute, die damit Geld verdienen, müssen da natürlich anders rangehen als die Teilzeit- oder Basteltischler...
Viele Grüße
 

inselino

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Vielleicht sollten wir mal darüber reden, was der TE möchte?
Ich verstehe ja, das eine TKS ergonomische Vorteile bringen kann, aber wer schneidet denn im privaten Bereich kistenweise Leisten für kleine Untersetzer? Und will stattdessen nicht mal ein größeren Plattenstück für eine Schranktür drüberschieben?

Ich habe eine Metabo 1685 (und dank Lorenzo auch eine Frommia, die allerdings noch auf Drehstrom wartet) und merke wie man da gerade bei etwas größeren Teilen schon echt an die Grenzen kommt. Ja das geht alles aber da würde ich immer eine FKS vorziehen.
Um mal wieder mäßig passende Autovergleiche zu bemühen:

Die Debatte liest sich ein wenig wie die Frage ob jemand einen Smart sinnvoll einsetzt im Vergleich zu einem Was-auch-immer-Mittelklasse-wagen.
Ja wenn man dutzend mal am Tag in der Berliner Innenstadt einen Parkplatz braucht ist ein Smart ne gute Sache. Wenn man sich aber ungefähr im Nutzungsverhalten und den Anforderungen eines Durchschnittsbürgers bewegt ist irgendein Auto mit 4 Türen und nem Kofferraum schon deutlich passender.
 

Dietrich

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Hallo Inselino,

wenn Du eine TK 1685 Dein eigen nennst, so bist Du in der Lage (wenn nicht explizit die kurzen Führungsrohre bestellt wurden) vor dem Sägeblatt 122cm Plattenbreite am Queranschlag dies Schlittens zu sägen, mit original Verlängerungsrohren sogar 185cm.
Einer der wenigen Vorteile der alten Bauart, denn beim Trapez-Schiebetisch der letzten Bauart ist bei etwa 110cm Schluß,also ohne Verlängerung.
Damit kannst Du Einbauküchen, Schlafzimmer und eigentlich alles im normalen Haushalt bauen, auch Korpusse auf Gehrung.

Gruß Dietrich
 

ClintNorthwood

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Hätte ich eine FKS, dann wäre auch noch genug Geld übrig für eine kleinere Montagekreissäge für anfallende kleinere Teile.
Kann mir kaum vorstellen, dass das eine Fehleinschätzung ist.

Neben meinem Transporter habe ich schließlich noch ein alltagstaugliches Fahrrad.
Wobei ich rein theoretisch damit zum 250 m entfernten "Dorfbaumarkt" fahren könnte.
 

Lorenzo

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Ich verstehe ja, das eine TKS ergonomische Vorteile bringen kann, aber wer schneidet denn im privaten Bereich kistenweise Leisten für kleine Untersetzer?
Die passende Gegenfrage: Und wer schneidet in der Hobbywerkstatt palettenweise Plattenmaterial zu?
Die Antwort auf beide Fragen: praktisch niemand.

Auf den Rest wurde doch eingegangen: was ist der Bedarf, welches Werkzeug passt dazu? Oder welche Kombination aus Werkzeugen? Denn darauf läuft es sowohl in der Hobby- als auch in der Profiwerkstatt meistens raus.
 

Holzrad09

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Eine FKS zu haben, nur um sie zu haben obwohl ne gute TKS auch reicht, ist nicht so durchdacht.
Hallo
Etwa 2000 habe Ich mir eine private Holzwerkstatt aufgebaut, angefangen hab ich auch mit einer TKS. 2018 zog dann eine FKS ein, also gut 18 Jahre ging es mit der TKS.
Gemacht habe Ich damit nahezu alles auch besäumt, egal ob die Bohle 2m oder 4m lang war.
Die Baumkante wurde dazu angezeichnet und dann am Strich entlang geschnitten, so war es auch noch beim Altmeister üblich, wo wir ab und an mal aushelfen mussten. Es gab zwar ein 2,50m langes Besäumbrett aber das war eher umständlich, weil man sich jeweils noch einen Bock vor und hinter die Säge stellen musste.
Für große Sachen ist ne FKS natürlich bequemer und wenn man da noch ne Fräse mit drin hat, dann ist das schon ne tolle Sache. Für kleine Sachen kommt aber auch hin und wieder mal der Gedanke auf ne kleine TKS dazu zu stellen.
LG
 

Handjive

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Natürlich geht vieles mit einer TKS.
Natürlich kann ich mich auch mit Kernseife waschen!

Hatte selbst über 30 Jahre eine 1688.
Aber eine FKS - hab ich jetzt seit 2022- ist doch eine andere Liga und möchte die nicht mehr missen.

Gruss

peter
 

inselino

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Die passende Gegenfrage: Und wer schneidet in der Hobbywerkstatt palettenweise Plattenmaterial zu?
Die Antwort auf beide Fragen: praktisch niemand.
War ja auch nie mein Punkt. Es wundert mich nur einfach, dass viele hier selbst eine FKS im Hobbybereich haben und jetzt hier irgendwie wehement für die TKS gekämpft wird und dann eben mit solchen Punkten wie der Ergonomie bei Massenfertigung.

Geht ja hier auch sicherlich etwas auseinander, was Leute unter einer TKS verstehen und die Übergänge sind fließend. Die Frommia 635 ist ja jetzt auch bei weitem keine Hammer, Felder, SCM oder sonst was von der Größe her. Die Metabo 1688 hat schon einen Schiebeschlitten auf dem das Schnittgut aufliegt und man steht ebenso neben der Maschine. Ist das dann schon eine FKS? Wiki definiert es darüber. Kleiner als eine 1688/85 würde ich aber nicht gehen wollen im Hobbybereich und kann mir auch schlecht vorstellen, dass hier besonders viele damit glücklich wären.

Aus meiner Sicht hat Heiko im ersten Beitrag schon das wichtiges gesagt. Das was einem gerade auf Youtube etc. als TKS verkauft wird (Bosch GTS, Dewalt etc.) taugt für den Forumsdurchschnitt hier nicht. Und das wird auch mit noch so vielen teuren Anbauten nur mäßig besser.
Für das gleiche Geld bekommt man deutlich bessere Maschinen.

Wenn man also ne Bernado1600 (als FKS) mit ner Bosch GTS (als TKS) vergleicht dann werden wohl die wenigsten hier zur Bosch raten.
Wenn man ne Altendorf 90 mit ner Metabo 1688 (als TKS) vergleicht wird es wohl auch niemanden geben, der bedingungslos zur FKS rät.
 
Zuletzt bearbeitet:

teluke

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Ich habe, wie vermutlich die meisten Hobbyschreiner, mit einer TKS angefangen.
Meine 2. Maschine war eine Felder Kombi mit Schiebetisch.
Erst die 3, die ich heute verwende war eine richtige FKS.

Auch mit der ersten Maschine konnte ich alles machen, die Projekte und Ansprüche waren entsprechend kleiner als heute.
Die 2. Maschine war da aber schon wesentlich besser und ich konnte damit auch größere Projekte stemmen.
Nun bin ich bei der FKS.
Die ist nochmal ein ganzes Stück besser als alles was ich vorher hatte.
Ich stemme damit auch sehr große und umfangreiche Projekte.

Es sollte daher klar sein dass man mit allem arbeiten kann, mit Abstand am besten, schnellsten und einfachsten geht das aber mit einer ordentlichen FKS.

Diejenigen die das nicht glauben wollen haben eben noch nie dauerhaft mit den verschiedenen Typen von Sägen gearbeitet (oder zu viel YouTube gekuckt).
Das schließt nicht aus dass es gewissen Tätigkeiten gibt die auch auf der guten TKS richtig Spaß machen.
 

Kerstenk

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Wenn man also ne Bernado1600 (als FKS) mit ner Bosch GTS (als TKS) vergleicht dann werden wohl die wenigsten hier zur Bosch raten.
wenn man die zwei Typen miteinander vergleicht, sollte man auch richtig vergleichen. Die Bosch ist als Montagemaschine konzipiert und auch als solches zu sehen. Vergleich mal die zwei miteinander TK 250 F Bernardo Tischkreissäge da sieht es gleich ganz anders aus.
Solche Maschinentypen hatte früher jeder Maschinenhersteller, den Markt hat man aber abgegeben an Fernost, wie im Metallbereich die einfachen Dreh und Fräsmaschinen. Aus europäischer Fertigung gibt es nur noch hochpreisige Maschinen, hat aber nicht damit zu tun, wo und für was man sie einsetzen kann.
 

MTrp

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Danke für Eure zahlreichen hilfreichen Beiträge! Ich versuche nachfolgend mal auf ein paar der aufgeworfenen Themen einzugehen.

YT-Videos sind nicht der Anlass, warum ich momentan etwas in Frage stelle, ob eine FKS wirklich die richtige Entscheidung für mich ist. Mit einer „guten TKS“ meine ich auch nicht Sawstop, sondern eine TKS mit einem etwas größeren Tisch, der 100% plan ist, aus Stahl (so dass z. B. Magswitch-Geräte einsetzbar sind), zurückziehbarem Parallelanschlag, sauberer Schnittqualität, genaue Winkel einstellbar etc. etc.

Wie ganz richtig angesprochen wurde, stellt sich auch die ganz wesentliche Frage, was ich mit der Säge eigentlich machen will. Bis jetzt habe ich hauptsächlich Werkstatteinrichtung, Dinge für den Garten und ein paar erste kleinere Massivholz-Projekte gebaut. Jetzt möchte ich vermehrt mit Massivholz arbeiten: Kleine Deko- und Haushaltsartikel genauso wie Möbel. Betreffend Möbel stehen u. a. zwei Garderoben, ein Bett, ein Sitzbankfenster und zwei Arbeitszimmer auf meiner Liste. Es geht also kurz gesagt um Vielseitigkeit. Bezüglich Größe habe ich das bis jetzt immer nur von einer Seite betrachtet: Wie groß sind die größten Werkstücke, die ich voraussichtlich bearbeiten können möchte? Eure Beiträge haben mich darauf aufmerksam gemacht, bezüglich Größe nicht auf das andere Ende des Spektrums zu vergessen: Kann man kleine Teile vernünftig auf einer FKS bearbeiten oder passt das nicht so recht zusammen? Mit einem Schiebeschlitten auf einer TKS geht das nämlich schon gut und sicher. Verwendet Ihr auf der FKS auch manchmal einen Schiebeschlitten zum Sägen von Kleinteilen?

Betreffend Größe vs. Platz: Mit Blick auf Möbel wie Bett oder Schrank oder das Besäumen von Bohlen mit 2-2,5m Länge wäre aus dem Bauch heraus natürlich eine FKS mit 2,5m Schiebetisch ideal. Hierfür fehlt mir aber (voraussichtlich) der Platz. Dann bleibt natürlich immer noch die deutlich aufwändigere Option solche Schnitte mit Tauchkreissäge plus Führungsschiene zu machen. Wenn das Ideal eines 2,5m-Schiebetisch nicht möglich ist, wo ziehe ich dann die Grenze? Hier rückt für mich die Überlegung in den Vordergrund, dass ich eine kleinere Maschine vielleicht seltener umstellen muss und für viele Projekte auch reicht. Das hat mich auch dazu veranlasst vorsorglich noch einmal in Frage zu stellen, ob es wirklich eine FKS sein „muss“ oder ob eine gute TKS eine gute - oder vielleicht sogar bessere? - Alternative sein könnte und wie das andere sehen bzw. entschieden haben und in der Praxis erleben.

Betreffend Platz vs. Größe werde ich noch Pläne und Fotos nachreichen.
 
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