Wer hat sich bewusst für eine (gute) TKS statt einer FKS entschieden?

Maho68

ww-robinie
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Wie oft in Monat oder Jahr besäumst du?
Hast du Alternativen dafür, z.B. Schiene...
Alles andere geht auch gut mit der TKS.
Eine gute gebrauchte TKS ist auch günstiger.
Hatte neulich ne menge buche bohlen(14 stck. ) 2,4 x 0,45 x 0,052 m mit 1,6 m schiene samt Mafell k 85 EC die schwarten getrennt und ein Mittigen Trennschnitt, danach alles auf Rex KFZ 2 weitergetrennt
Kein Problem mit inneren spannungen bei ungedämpfter Buche (kammergetrocknet selbst verständlich ).
Hat mal Jemand gesagt: lieber das schneidwerkzeug zur bohle tragen ,als jede Bohle auf die FKs wuppen .Man wird nicht jünger !
 

willyy

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in Hobbit Werkstätten halte ich es für notwendig, dass man die Maschinen im Notfall bewegen kann. Dafür habe ich eine Fahreinrichtung, die ich in 10 min drunter montiert hätte und die FKS dann rumschieben könnte, wenn ich wollte.
Habe mich bewußt gegen einen Hubwagen enstschieden, weil mir sonst der die ganze Zeit im Weg um geht. Aber das muß sich jeder selber überlegen.
 

Avogra

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das ist der Punkt den viele FKS-Nutzer, Verfechter usw. vergessen, sieht super aus beim Tischler wenn er eine 2,5mx1,25m Tischlerplatte längs auf die FKS legt und mal eben in 2 Platten verwandelt.
So und nun in der heimischen Werkstatt, da brauchts für sowas gut 7m2 netto zusätzlich das was von der FKS noch unter der Platte raus schaut, da landet man bei ernsthaften 10m2
Aber da unterscheiden sich doch FKS und TKS in keiner Weise? Will ich 2,5m der Länge nach teilen, brauch ich auf beiden 5m + platz zum dahinter stehen. Wenn ich feststelle, 2,5m geht in meinem Raum nicht, nur 1,6m, dann kann ich das auch mit einer kleinen FKS statt ner TKS machen. Die großen Längsschnitte mache ich dann in beiden Fällen mit Führungsschiene. Aus meiner Sicht kein Kriterium, das für oder gegen FKS spricht.
Was schaut noch zusätzlich unter der FKS raus, so dass der Bedarf nochmal 3m² mehr ist?

Ich habe oft den Eindruck, dass viele Gegner unter einer FKS grundsätzlich ein Riesengerät ala Altendorf F90 oder so verstehen. Es gibt aber auch kleinere Optionen von mehreren Anbietern. Im Extremfall die Bernardo mit 1,25m Schlitten.
 

Dietrich

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Hallo,

Ich habe oft den Eindruck, dass viele Gegner unter einer FKS grundsätzlich ein Riesengerät ala Altendorf F90 oder so verstehen.
Man braucht aber auch nicht versuchen TKS Befürworter so ein ganz bischen "gaga" aussehen zu lassen.
Als ich mich vor gut 29 Jahren für eine damals neue fast voll ausgestattete TK 1688 entschied und gegen den schon erhältlichen Nachfolger TKU 1693 mit 1,8 m langem Formattisch, rechnete ich nur kurz nach:
60 oder 80 cm breite Leimholzplatte kann ich locker auf dem Schiebetisch der 1688 ablängen, eine 1,5x3,0m Holzwerkstoffplatte geht nicht, ginge aber auf der 1693 mit langem Formattisch benötigt aber mind. 9m2 netto ohne Anschläge und Maschinenüberstände.
9m2 in einem 25m2 Raum mit Hobelbank, Werkbank, Entstauber, Kantenschleifmaschine und Kapp/-Bohrstation.
Die Holzwerkstoffplatte teile ich unterm Carport mit der Akkumafell, kann sie dann besser tragen oder durchs Fenster in die WS schieben, nach dem Schnitt kann die Platte auf die TKS.
Besäumen geht dagegen gut auf der TKS aber ab einer gewissen Größe ist auch hier die HKS leichter, da ich die 1688 ziemlich in der 5x5m Raumdiagonale stehen habe, die 7 m beträgt und nutzbar ist, kann ich 3m Leisten ganz prima längs und auch quer sägen.

Räumlich muß die Werkstatt die Nutzung einer FKS schon hergeben, und vielfach tut sie das nicht, aber es ist eben hip:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 

IngoS

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Genau , oder auch Tauch- bzw Handkreissäge.
Ich glaube, der Anwendungsfall mit den 5m Stücken ist für 99% der Hobbywerkstätten eher nicht ausschlaggebend, um es vorsichtig zu formulieren X-)
Hallo,

hier z.B. und das ist, zumindest bei mir, kein Einzelfall. Ja, geht auch mit Japansäge, Stichsäge, Kappsäge, Tauchsäge... ist aber so viel einfacher, schneller und genauer, wenn man eine Kreissäge hat.

Gruß

Ingo
 

Lorenzo

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Ich habe oft den Eindruck, dass viele Gegner unter einer FKS grundsätzlich ein Riesengerät ala Altendorf F90 oder so verstehen.
Wo hast du denn einen Gegner der FKS gefunden? Ich bin keiner. Ich bin unter gewissen Umständen ein Befürworter der TKS. Ich hab auch von sonst keinem gelesen dass FKSen prinzipiell schlechter wären.

Werkstattgröße und oft auch damit verbunden wie wird der Rohzuschnitt gemacht sind zum Beispiel solche Umstände. Ich persönlich würde mich bei Platz für nur 1,2m Schlitten und beschränktem Budget für ne TKS entscheiden. Dass ich ne FKS mit 2,5m Besäumlänge stellen kann hat für mich den Ausschlag gegeben. So ist mein Rohzuschnitt nur noch auf das ganz grobe Ablängen beschränkt, den Rest mach ich dann auf der FKS.

Wenn ich nur 1,2m auf dem Schlitten schneiden kann, dann macht es für mich auch keinen großen Unterschied ob TKS oder FKS, da hab ich lieber die Maschine die schlichtweg besser gebaut und dadurch genauer ist. Und zwar dauerhaft. Ersatzteile interessieren mich dann auch nicht. Ich würd da ganz klar die Frommia vor der Bernardo nehmen. Ich will aber niemandem absprechen mit der Bernardo glücklich zu werden.

Den Rohzuschnitt inklusive besäumen mach ich dann auf Böcken. Ganz fette Trümmer schlepp ich auch jetz nicht erst mal in die Werkstatt. Lange 4 oder 5m Leisten oder Kanthölzer säg ich dafür auch gerne auf der FKS. Und früher auf der TKS. Spart den Platz für die Kappsäge.

Ich kenn auch FKSen und TKSen in allen Größen- und Preisordnungen.
Für den ganz gewöhnlichen Alltag nach dem grob zuschneiden macht es doch effektiv kaum einen Unterschied ob der Tisch/Schlitten am Blatt entlang läuft oder ob da noch bisschen fester Tisch dazwischen ist. Maß am PA oder Ablänganschlag einstellen und Holz durchs Blatt schieben. Fertig.

Jetzt gehts hier um den Rohzuschnitt, wie die Säge wo steht und was wie bei wem genau gemacht wird, und es gibt ganz offenkundig viele Wege. So is das halt. Sehr individuell.

Was ich so rausgelesen hab bringt mich übrigens eher zu der Vermutung, dass die Leute die der TKS ne Existenzberechtigung zusprechen auch Erfahrung mit FKSen haben, bei manchen die nur und ausschließlich die FKS in Erwägung ziehen fehlt glaub ich manchmal die Erfahrung mit einer hochwertigen TKS. Ich kann übrigens gut nachvollziehen dass man nen ganz schönen Aha-Effekt hat wenn man von ner Montagesäge zur kleinen FKS für 2000€ wechselt. Den gibts bei nem Wechsel von ner gleichwertigen TKS halt nicht.

Ende vom Lied. Viele Wege führen nach Rom. Und viele unterschiedliche Werkstattkonzepte können den jeweiligen Nutzer happy machen und dafür sorgen dass was passiert? Mit Holz gearbeitet wird, statt nur über die Ausstattung die man dafür gerne hätte nachzudenken.
 
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bello

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Meine fks steht auch an der Wand. Ich hab daher rechts vom sägeblatt " nur" 1,20 m. Links vom sägeblatt hab ich nicht ganz drei Meter. Ich hab deshalb noch eine kappsägestation. Damit kann ich dann so lange Bretter mittig aufschneiden.
Gruss

peter
Ich habe die gleiche Situation .
 

Avogra

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Man braucht aber auch nicht versuchen TKS Befürworter so ein ganz bischen "gaga" aussehen zu lassen.
Entschuldigung, ich hab mich durch die etwas pauschalisierte Aussage über "FKS-Befürworter" etwas dazu hinreißen lassen, tut mir leid.

Wieder zum Thema:
Der Schiebeschlitten macht natürlich den größten Unterschied aus. Eine TKS hat den ja nicht zwangsläufig. Wenn wir Formatkreissägen mit TKS mit Schlitten vergleichen, dann sind die Unterschiede natürlich nicht mehr allzu groß. Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass der Thread-ersteller TKS ohne Schlitten vs FKS mit Schlitten meint.

Wie ist es denn mit Fritz und Franz? Geht das auch wenn der Schlitten nicht am Blatt läuft? Oder gibt es da dann vergleichbare Hilfsmittel?

Ich war tatsächlich ziemlich überzeugt von der FKS, weil ich egal bei welchem Schnitt und welcher Werkstückgröße immer so arbeiten kann, dass die Hände nie in der Nähe des Sägeblatts sind. Die typischen nutgeführten Schiebeladen, mit der dann youtuber 5cm kurze Stücke links und rechts vom Sägeblatt ohne Haube vorbei schieben kann ich mir kaum anschauen.
 

IngoS

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Ich bin über den Beitrag gestolpert, weil es zum Thema passt

https://www.youtube.com/watch?v=AfS2Jg45IKU

Ob das brauchbar ist, soll jeder für sich entscheiden.
Hallo,

Ohne Schiebetisch ist das doch nur ne halbe Säge.
Wenn man sich da ammimäßig einen Querschnittschlitten draufbastelt, bleiben von der Schnitthöhe nur noch 60mm übrig.
Ist was für Leute die gern zusätzlich mit einer Kappsäge arbeiten.

Gruß Ingo
 

IngoS

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Aber genau das könnte ein Grund sein, auf diese platzsparende Kombi (TKS und Kappsäge) zu setzen im Vergleich zu einer FKS?
Hallo,

Sehe ich nicht. Die Kappsäge braucht bei langen Brettern sehr viel Platz zu beiden Seiten und ein exakter Längenanschlag ist schwierig.
Außerdem ist bei der kleinen Tischkreissäge für Platten die Auflage viel zu klein.
Ich habe ja nun über 40 Jahre schon meine Kombi mit Tischkreissäge und ordentlichem Schiebetisch. Auch wenn ich damit alles hinbekommen habe, was ich wollte und keinen Anlass sehe die Maschine in eine Formatkreissäge zu tauschen, würde ich heute auf jeden Fall eine Formatkreissäge nehmen, bei begrenztem Platz dann eher mit kürzerem Formattisch.

Gruß Ingo
 

Martin45

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Tks oder FKS ist irgendwie auch in Teilen Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Die kleinste FKS (die ich kenne) ist die Ulmia KS1, ernstzunehmen in der Funktion eher ab KS2-Größe.
Eine TKS bekommst du von z.B. Proxxon in XXS für kleinste Leistchen in etwas mehr als DinA4 Größe.
Bei wenig Platz stellt sich also nicht die Frage nach entweder...oder. Bei viel Platz nimmt man halt was das Budget her gibt. Sonderfälle wie bei @Kerstenk mal ausgenommen.
 
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