Wer hat sich bewusst für eine (gute) TKS statt einer FKS entschieden?

Curby

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Meine Gedanke (Vorteile) zur BS sind folgende: geringer Stellflächenbedarf (max 1m x 0,5m), auch verrollbar bei Bedarf.
Auch hier gilt, dass du fast die gleiche Gesamtlänge brauchst, wenn du eine 2m Bohle auftrennen willst. Die muss auch bei einer BS bei z.B. 2m auf einer Länge von 4m geführt werden. Der Platz muss vor und hinter der BS frei sein (so halbwegs).
 

Dietrich

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Hallo,

das ist der Punkt den viele FKS-Nutzer, Verfechter usw. vergessen, sieht super aus beim Tischler wenn er eine 2,5mx1,25m Tischlerplatte längs auf die FKS legt und mal eben in 2 Platten verwandelt.
So und nun in der heimischen Werkstatt, da brauchts für sowas gut 7m2 netto zusätzlich das was von der FKS noch unter der Platte raus schaut, da landet man bei ernsthaften 10m2, also bei mir gehts nicht, oder ich müsste alles mögliche verbannen, ne mach ich nicht, da hol ich lieber 1 mal im Monat die HKS und die Schiene raus für diesesn einen Schnitt, und brauch nicht die halbe WS ausräumen...weil die FKS ja auch mal genutzt werden will.

Gruß Dietrich
 

teluke

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Ich habe eine BS. Es würde mir aber nie einfallen mit der die FKS ersetzen zu wollen.
Sie ist da in keiner Weise konkurrenzfähig.

Für eine TS mag es gute Argumente geben, z.B. Platzmangel oder Kosten.
Eine Konkurrenz für die FKS ist sie aber nicht.
 

Avogra

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@MTrp , vielleicht kannst du ja einen Grundriss deiner Werkstatt und die geplanten Maschinen und sonstige Einrichtung zeigen? Ich denke, damit lassen sich mögliche Optionen viel besser besprechen.

Ich habe vor drei Jahren eine Gemeinschaftswerkstatt eingerichtet und war wirklich erstaunt wie viel sich durch geschickte Planung erreichen lässt. Wir haben 32 m² und konnten dort eine ältere kombinierte FKS ( Bernardo SF2300, ähnlich Holzmann SF2) mit 2,30m Schlitten und 2,50m Besäumlänge unterbringen. Eine Größe, die am Anfang völlig utopisch erschien. Die Säge nimmt auf den ersten Blick ein Drittel der Werkstatt ein, aber der Raum, den man vor und hinter der Säge braucht, konnten wir hervorragend doppelt nutzen. Ebenso den Platz an der Wand über der Säge und unter der Tischverbreiterung. Der Auslegertisch ist mit wenigen Handgriffen abgenommen, wenn wir etwas mehr freie Fläche brauchen. Ich bin immer noch sehr glücklich mit dieser Entscheidung.
Dein Bedarf scheint ja schon vorwiegend Möbelbau zu sein. Ich denke da kann eine FKS ihre Vorteile voll ausspielen.

Bestimmt ist dein Raum anders und vermutlich eine kleinere Säge passender. Der Platzbedarf einer ordentlichen TKS dürfte meiner Meinung aber kaum weniger sein als der einer kleinen Formatkreissäge. Das Material muss ja immer vor und hinter die Säge passen. Die günstige Bernardo gäbe es sogar mit nur 1,25m Schlitten. Und auch für FKS gibt es Fahreinrichtungen um sie bei Bedarf zu bewegen.

Bzgl. kleine Teile:
Ich säge auch regelmäßig kleine Teile für Schatullen etc. Vor kurzem erst habe ich 60 15cm lange Stücke aus 2,60 Vierkantholz gesägt. Das ging ratz fatz. Parallelanschlag eingestellt und zurück gezogen. Ganze Leiste auf den ausgezogenen Ausleger gelegt und dann Nachschieben, durch, nachschieben, durch, usw. Nächste Leiste aufgelegt und weiter. Wenn du nicht vorhast täglich mehrere Stunden kleinste Teile zu sägen, sehe ich im Hobbybereich kein Problem bzgl Ergonomie / Kraftaufwand.
 

bello

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Gehört zu einem blutroten Sägeblatt kein Spaltkeil oder ist der nicht sichtbar?
Doch, der liegt doch dahinter. Was soll denn die Frage? Bei MDF ist der doch nicht erforderlich. Bei dieser Vorrichtung und dem seitlichen Stand und einsetzen des Werkstücks weit vor dem Sägeblatt brauchen wir keine Sicherheitsdiskussion beginnen.
 

brubu

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Ich würd mal sagen der Spaltkeil ist so gut wie obligatorisch.....................................

Nachtrag: Uns wurde in der Lehre demonstriert was ohne passieren kann. Da wird jedes Teil das von hinten vom Sägeblatt erfasst wird zum Geschoss.
 

magmog

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...........naja, ich muss meinen Kumpel mal wieder animieren,
den Film mit dem wegen eines fehlenden Spaltkeils frei fliegenden Stücks Pappe aufzunehmen.
Das hat bereits einigen den Sinn des Spaltkeils eindrücklich vor Augen geführt.
Der eine oder andere erinnert sich vielleicht, damals in Bonn z.B..
 
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Dietrich

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Hallo Bello,

nö, frag mich nur wieso die das nachmachen, gibt wohl auch schon blaue Sägeblätter aus der Schweiz, ich bleib bei blanken Sägeblättern.

Gruß Dietrich
 

Avogra

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Is das hier jetzt auch schon egal, oder machen wir da ein eigenes Thema auf?
Das verstehe ich nicht, was meinst du mit "auch schon egal"? Die Frage ist doch zum Thema und könnte für Mrtp auch interessant sein?

Moin Avogra,
wie habt ihr den genutzt?
An der Wand senkrecht zur FKS steht ein ADH. Vor und hinter dem ADH brauchen wir ja auch Platz um Material zuzuführen und abzunehmen, genau wie bei der Säge. Diese beiden Bereiche überschneiden sich. Man kann also nur eine Maschine gleichzeitig benutzen. für längere Werkstücke muss man den ADH in die Raummitte fahren. Außerdem steht dort (demnächst) ein mobiler Wagen, der niedriger als die Oberfläche der FKS ist. Zum Hobeln muss ich den dann zur Seite rollen.
Was wirklich extrem geholfen hat, war ein Plan, in dem für jede Maschine der Grund-Platzbedarf eingezeichnet ist, sowie der maximale Bedarf im Betrieb, also der maximale Verfahrweg des Schlittens mit der größten realistischen Platte drauf. Diese Bereiche dürfen sich gerne überschneiden. Die FKS braucht im Bereich hinter der Maschine eigentlich nur auf Höhe des Oberfläche+ vllt. 50cm Platz. Die FKS steht direkt an der Wand. Oberhalb haben wir über fast die ganze Länge des Raums ein Kragarm-Regal für Bretter bis 50cm Breite und für Leisten / Balken. Hier könnte man auch gut Hängeschränke aufhängen. Einen Ikea-Küchen-Oberschrank haben wir noch neben dem Kragarmregal, in dem das ganze Zubehör für die Kreissäge liegt. Unter die Tischverbreiterung kommt demnächst noch ein Trockenwagen mit vielen Stangen um auf kleinem Raum ein komplettes Projekt nach dem Ölen oder Lackieren zu trocknen. Der dient dann gleichzeitig als Transportwagen für große Platten, die im Fahrradkeller lagern.

Was mir noch einfällt: Ich glaube eine FKS kann man deutlich näher (oder ganz) an die Wand stellen, weil man bei Querschnitten immer den langen Abschnitt links vom Sägeblatt auflegen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man eine TKS deutlich weiter in die Mitte des Raums stellen muss, um den langen Abschnitt auf dem Tisch aufzulegen, da man sonst zu viel Hebelarm bekommt. Sehe ich das richtig? Oder ist das bei massiveren TKS auch kein Problem?
 

Lorenzo

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Das verstehe ich nicht, was meinst du mit "auch schon egal"? Die Frage ist doch zum Thema und könnte für Mrtp auch interessant sein?
Klar, könnte für Mtrp interessant sein. Aber auch für andere die vielleicht über die Suchfunktion nach Themen suchen in denen es um die Einrichtung der Werkstatt geht. In einem TKS vs. FKS Thema versteckt findet man die Infos dann halt nicht.
 

IngoS

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Was mir noch einfällt: Ich glaube eine FKS kann man deutlich näher (oder ganz) an die Wand stellen, weil man bei Querschnitten immer den langen Abschnitt links vom Sägeblatt auflegen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man eine TKS deutlich weiter in die Mitte des Raums stellen muss, um den langen Abschnitt auf dem Tisch aufzulegen, da man sonst zu viel Hebelarm bekommt. Sehe ich das richtig? Oder ist das bei massiveren TKS auch kein Problem?
Hallo,

höre ich immer wieder, das die Säge ander Wand stehen kann.
Ich erlebe allerdings häufig was Anderes.
Wenn ich 4, oder 5m lange Bretter in 2m Stücke teilen will brauche ich rechts vom Sägeblatt auch gut 2m.

Gruß Ingo
 
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Handjive

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Meine fks steht auch an der Wand. Ich hab daher rechts vom sägeblatt " nur" 1,20 m. Links vom sägeblatt hab ich nicht ganz drei Meter. Ich hab deshalb noch eine kappsägestation. Damit kann ich dann so lange Bretter mittig aufschneiden.
Gruss

peter
 

teluke

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@IngoS hat recht, so einfach ist es mit dem Aufstellen der FKS nicht.

Meine steht auch direkt an der Wand, für das grobe Auftrennen bei solchen Längen habe ich aber noch eine Pendelsäge.
Dann brauche ich die FKS da nur zum genauen formatieren.
 
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