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November 2018

Ring auf Ring

Florian Neuhaus siegt in NRW beim Wettbewerb »Die Gute Form«

Barschrank
Auf Platz zwei schaffte es Melwin Silvester Röllecke aus Meschede (Ausbildungsbetrieb: Fabri GmbH & Co. KG, Meschede) mit einem Barschrank.
Der ist so gebaut, dass er auch als Lichtmöbel funktioniert: Schmale Teakholzleisten werden von Acrylglasscheiben auf Abstand gehalten, sodass man die im Inneren eingesetzte LED-Beleuchtung auch von außen sehen kann.
»Proportion, Rhythmus, Genauigkeit« – die Jury hebt bei diesem Gesellenstück die grundsätzlichen Aspekte guter Gestaltung hervor. »Alle Beschläge sind filigran ausgeführt und bis an die Grenze des Möglichen reduziert. Und dabei erstaunlich praktisch, wie die Höhenverstellbarkeit des Fachbodens zeigt.«



Esstisch aus Esche und Stahl
Laurens Hübsch hat aus klassischen, handwerklichen Zutaten einen sehr stimmigen und gelungenen Esstisch gefertigt. Dafür zeichnet ihn die Jury mit dem 3. Preis aus. Der 23-Jährige hat bei der Schreinerei Hampel in Bonn gelernt und setzte für das Gesellenstück auf die Materialien Esche und Stahl. »Ich wollte mir einfach ein Möbel bauen, von dem man lange etwas hat – so hochwertig wie es geht aus Massivholz.« Die Jury fand die Materialkombination gelungen: »Die Sorgfalt der Holzauswahl und die handwerkliche Konstruktion verdeutlichen die lebendige Tradition, die im Tischlerhandwerk zuverlässig zuhause ist. Platte und Zarge werden von den Fußstollen aus scharfkantig gefügtem Stahlblech getragen – eine treffend ausgewählte Materialergänzung.«


Gute Form 2018 Wierz

Drei Belobigungen
Neben den drei Siegern zeichnete die Jury drei weitere Stücke mit Belobigungen aus: Matthias Wierz (Ausbildungsbetrieb: Tischlerei Frank Czasny, Langenfeld) gestaltete einen Sekretär aus Eiche, der an drei Seiten mit gerostetem Stahlblech eingefasst ist. Der Deckel des Korpus lässt sich mit einem ausgeklügelten Mechanismus nach hinten schieben, so dass Bewegungsfreiraum für den Benutzer entsteht. Diese Beschläge entwickelte er selbst, was die Jury vor allem lobenswert fand.

Gute Form NRW 2018 Fromm

Marcel Fromm aus Wuppertal (Ausbildungsbetrieb: Tischlerei Hans Bolender, Wuppertal) baute ein »Kantholzkarussell«: Es sieht zunächst aus wie ein Wandbild. Doch mit den Fingerkuppen lässt sich die kleine, geheime Öffnung ertasten, die herausgezogen einen Minischubkasten öffnet und hineingedrückt von einem auf der Rückseite eingebauten Karussell mitgenommen wird, das insgesamt vier kleine Auszüge wie Gondeln passgenau vor die Öffnung fährt.

Gute Form 2018 NRW Mazurek

Die dritte Belobigung erhielt Josua Mazurek (Ausbildungsbetrieb: Fachhochschule Dortmund) für seinen Schreibtisch aus Birke. Das sagte die Jury: »Die eingesetzten, gelb lackierten Blenden spielen mit dem zufälligen Muster geometrischer Formen in mehrlagiger Schichtung. Ganz so zufällig auch wieder nicht: vorausschauend geplant gibt es Kreuzungspunkte, die sich überlagern und so die Befestigung der Blende von innen ermöglichen.«

Chancen beim Bundeswettbewerb

Seit mehr als 30 Jahren prämiert der Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ Kreativität, Experimentierfreude und gute Umsetzung. Die drei Sieger bekommen Geldpreise in Höhe von 750, 600 und 500 Euro freuen. Die Siegerstücke auf Platz 1 und 2 nehmen im Mai 2019 am Bundeswettbewerb teil. Die Kür der Bundessieger erfolgt auf der Ligna in Hannover

Rubrik: holz & design • Rubrik: Wettbewerbe • (0) KommentarePermalink

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