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September 2006

Möbel specken ab

Leichtbauwerkstoffe für den Möbelbau im Überblick

Die Wiederentdeckung und Weiterentwicklung der Wabenkernverbundplatte war es, die Leichtbaumaterialien zum Durchbruch verholfen hat, schreibt Winfried Hänel.

Verbreitet sind Platten mit Spreizwabenkern (Honicel) und festen Rahmen/Riegeln. Mit solchen Platten kann man jedoch nur Bauteile in festgelegten Größen realisieren.

Flexiblere Zuschnitte erlauben die in jüngster Zeit entwickelten riegellose Platten mit kleinzelligeren Waben, die einen festeren Kern bilden (Sinuswaben von SWAP) und daher ohne den Rahmen funktionieren. Beplankt werden sie beispielsweise mit Sperrholz (Lorbeer), Dünnspanplatte, HDF oder HPL (Niemann, Toms Gerber) in einem diskontinuierlichen Prozess. Demnächst wird es auch möglich sein, Wabenkernverbundplatten kontinuierlich zu produzieren (Egger).

Riegellose Wabenplatten wiegen 150 bis 250 Kilogramm pro Kubikmeter, sind stabil genug für den Möbelbau und ökonomisch sinnvoll ab 25 Millimetern Dicke, fasst Hänel zusammen. Problematisch sind sie allerdings was die Anbringungen von Kanten und Beschlägen anbelangt.

Die Kanten kleben bei den riegellosen Wabenplatten in der Regel nur an den angeschnittenen Deckschichten, und das ist besonders bei dünnen Deckschichten wie HPL oft zu wenig Haftfläche. Um abzuhelfen kann man Stützkanten einbringen (IMA Klessmann) oder die angeschnittenen Wabenstruktur mit aushärtenden Flüssigkeiten auffüllen (Homag, Klebchemie Becker).

Die bisher zur Verfügung bestehende Verbindungstechnik eignet sich bis lang nur für Deckschichten ab 5 Millimetern (Häfele, Fischerwerke) oder ist kaum wirtschaftlich zu verarbeiten, weil zum Beispiel Befestigungspunkte über Ultraschalll eingeklebt werden müssen.

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