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Juli 2007

Rasterfahndung für Holz

Datenbank ermöglicht WWF und DBU den Nachweis von Holz aus Ländern mit illegalem Holzeinschlag

Die neue Methode solle voraussichtlich ab Anfang 2008 in ersten Regionen einsatzbereit sein. Sie sei nötig, so der WWF, weil es gesetzliche Vorgaben in Deutschland bislang nicht gibt. Ein geplantes Urwaldschutzgesetz, das den Handel mit illegalen Hölzern in Deutschland unter Strafe stellen sollte, wurde beispielsweise erst im Herbst 2006 gekippt. 

Bereits heute sind nach Angaben des WWF 80 Prozent der einstigen Waldfläche der Erde für immer verloren. Eine der Ursachen ist der illegale Handel mit Holz aus Amazonien, Zentralafrika, Südostasien und Russland. Der WWF schätzt, dass weit mehr als die Hälfte des in Deutschland erhältlichen Tropenholzes aus illegalen Quellen stammt. Laut WWF gelangt jedes Jahr allein aus Indonesien illegales Holz im Wert von 150 Millionen Euro nach Deutschland. Die illegalen Machenschaften umfassen Ernte, Transport, Einkauf und Verkauf von Holz, wenn dabei gegen nationale oder internationale Gesetze verstoßen wird – zum Beispiel indem geschützte Baumarten gefällt, Landrechte verletzt, die Nutzungsrechte am Wald durch korruptes Vorgehen erschlichen oder Zolldokumente gefälscht werden, die Ernte unerlaubt in Schutzgebieten stattfindet und mehr Holz geerntet wird als offiziell erlaubt ist.

Mehr Info:
www.wwf.de

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