3D Druck in der Werkstatt - Projekte

gospat83

ww-buche
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Also, wenn du den beweglichen Mittelteil ganz an eine der Außenwände schiebst, hast du ziemlich genau 51 mm "Luft". Ich werde es aber eher zum Nuten nutzen und dann ohne Absaughaube (die danach wieder montiert wird). Außerdem ist das Teil super an der Abrichte zu gebrauchen denke ich.
 

inselino

ww-robinie
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Da ich gerade einen unverschämt günstigen 3D Drucker gekauft habe hatte ich überlegt, diesen im "interessante Angebote" Thread zu verlinken. Allerdings würde ich noch ein paar generelle Infos aufschreiben, warum ich das als gutes Angebot sehe und dachte, ich mache das mal hier und verlinke dann hierher.
Üblicherweise bin ich nicht so der Typ für "Produktwerbung" aber hier finde ich es mal angebracht auf einen Drucker mit enorm gutem Preis/Leistungsverhältnis hinzuweisen gerade für Leute, die in dem Bereich anfangen wollen. Abseits von Multifilament bringt er aber auch viel für anspruchsvollere Filamente und Drucke mit.
Es geht um den Elegoo Centauri Carbon. Das ist im Prinzip ein Bambu Lab P2S zum Kampfpreis. Die Dinger sehen sich auch ziemlich ähnlich von daher dürfte das aus der gleichen Fabrik rausfallen.
Für die 3D-Druck Neulinge muss man vielleicht ein paar Dinge voranstellen. Die chinesische Firma BambuLab hat vor einigen Jahren den Markt für 3D Drucker ziemlich aufgemischt. Ob sie jetzt die ersten mit der Technik waren weiß ich nicht aber sie haben auf jedenfall für massive Verbreitung gesorgt. Vereinfacht gesagt messen die Drucker ihre Eigenvibrationen und anstatt wie früher den G-Code stumpf auszuführen greifen sie aktiv ein und passen die Fahrweise an um entsprechende Vibrationen auszugleichen. Das Ergebnisse sind sehr saubere Drucke auch bei deutlich erhöhten Geschwindigkeiten. Mittlerweile gibt es immer mehr Modell mit dieser Technik eben auch den oben benannten Centauri.
Gleichzeitig hat BambuLab aber auch extrem günstige Preise angeboten bei gleichzeitig solider Ausstattung.
- Beheiztes Druckbett
- gehärtete Spitzen (für abrasive Filamente z.B. mit Carbonfaser)
- Drucktemperatur bis 300°C+
- Geschlossener Druckraum
- gute Größe (25x25x25 cm)
und eben hohe Geschwindigkeit.

Der Centauri treibt diesen Preiskampf jetzt noch weiter. Während der fast identische BambuLab P2S derzeit 520€ kostet, liegt der Centauri Carbon bei 280€. Wir haben das schon in der Firma diskutiert, es ist absolut unklar, wie das Ding zu den Kosten produziert werden kann. Allein das solide Alugehäuse mit Scheiben außenrum ist eher bessere Ausstattung, mit Technik etc. kann da eigentlich keine Marge mehr übrig bleiben ganz im Gegenteil, unserer Einschätzung nach muss das eigentlich hart subventioniert werden.
Vielleicht noch ein paar Anmerkungen im Vergleich zum Bambulab:
- Größtes Manko ist die fehlende Option für Multifilament, gerade für wasserlösliche Stützstrukturen oder mehrere Farben. Das soll wohl noch kommen aber so richtig glaube ich das nicht, der Chip ist von der Auslastung her jetzt schon am absoluten Limit.
- Zweites Manko ist die Lautstärke (ich weiß nicht wie es beim BambuLab ist, aber das Ding ist schon recht laut). Da es bei mir im Keller steht ist das aber egal.
- Der Centauri braucht keine Cloudanbindung. Man stellt ihn einfach hin und übergibt die daten per USB Stick. Damit funkt das Ding auch nicht ungewollt "nach Hause".

Ich habe jetzt das erste kg Filament komplett ohne Probleme gedruckt. Man merkt, dass die Druckgeschwindigkeit von 80-120mm/min an den Außenwänden bei Reliefstrukturen an ihre Grenzen kommt da das Gerät die harten Schwingungen die bei den schnellen Richtungsänderungen entstehen dann nicht ganz abdämpfen kann. Aber alles in allem super beeindruckende Ergebnisse ohne jegliches Feintuning.

Hier mal ein Bild vom typischen Boot. Vorbereitung: Gerät hingestellt, Initialisierung durchlaufen lassen, Druck ausgewählt, 14 Minuten Druckzeit, fertig.

1769454278044.png
 

FrankRK

ww-eiche
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Den Elegoo Centauri Carbon haben sie günstiger gemacht weil sie einen Version 2 mit Multicolor rausgebracht haben. Sie wollen ihre Kunden nicht verlieren die kürzlich erst den Vorgänger gekauft haben, da gibt es auch noch Rabatte für die Kunden die den alten Preis gezahlt haben.
Druckqualität und Ausstattung ist schon der Hammer für das Geld.

 

Avogra

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Ich finde, die größte Errungenschaft von BambuLab war gar nicht so sehr die Technik dahinter, Vibration Compensation und Pressure Advance für hohe Qualität auch bei hohen Geschwindigkeiten konnten davor schon die OpenSource Drucker mit Klipper Firmware. Die echte Leistung von BambuLab war, 3D-Drucker als echtes Consumer-Gerät gedacht. Das heißt Auspacken, Anstecken und mit hoher Qualität los drucken. Die Drucker erkennen viele Probleme von selbst und bieten direkt über einen QR-Code Schritt-für-Schritt Anleitungen um sie ohne Know-How zu lösen. Für mich war es der erste Drucker, bei dem ich nichts einstellen, justieren, optimieren erc. musste.
Das Gesamtpaket ist auch sehr sehr rund, da passt einfach alles und es gibt kaum Stellen bei denen ich mir denke "hätten sie doch" oder "würde er doch",... Die wenigen Verbesserungswünsche sind auch eher Kleinigkeiten.

Mittlerweile haben da einige andere Hersteller nachgezogen, aber was ich so höre noch nicht das Level von BBL erreicht.

Die 80-120 mm/s für Außenwände klingen jetzt eher langsam. BBL default sind 200 mm/s.

Für mich würde aber vor allem ein Drucker ohne AMS nicht mehr in Frage kommen. Gar nicht weil ich ständig multicolor Sachen drucke, sondern weil es so unglaublich komfortabel ist, das gewünschte Filament einfach beim Abschicken des Druckauftrags auszuwählen und los geht's. Gleichzeitig ist das Filament dauerhaft im geschlossenen AMS mit Trockenmittel vor Feuchtigkeitsaufnahme geschützt und trotzdem sofort verfügbar. Ich habe mir sogar noch ein zweites zum Preis eines Centauri Carbon dazu gekauft, weil ich bei 4 Slots noch deutlich zu oft Rollen wechseln musste.

Ich würde den Centauri Carbon ja eher mit dem P1S vergleichen und da sehe ich bis auf den nochmal etwas geringeren Preis keinen Grund den Centauri Carbon statt dem P1S zu kaufen.

Der CC ist deutlich lauter (und der P1S ist schon nicht leise), es gibt kaum Zubehör und für mich sehr wichtig: es gibt online so gut wie keine Ersatzteile. Ich vermute dass der Support von BBL besser ist (kann mich irren). Wenn es wirklich auf die 90€ Unterschied ankommt, würde ich vermutlich eher auf einen offenen Drucker wechseln, der dann nochmal günstiger ist.

Als der CC raus gekommen ist, war er wirklich ein Preiswunder. In der Zwischenzeit hat sich das aber schon wieder relativiert und ich finde es gibt mittlerweile interessantere Optionen.
 

Tokoloshe

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Ich rate noch immer zu Prusa. Deutlich teurer, aber ethisch deutlich besser zu vertreten, selbst reparierbar und innovativ (MMU3 damals, den fast alle irgendwie kopiert haben, jetzt INDX mit Bondtech zusammen) und klauen nicht einfach Open Source software und basteln sie nicht (illegal) in closed source software. :emoji_slight_smile:
 

inselino

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Wenn es wirklich auf die 90€ Unterschied ankommt, würde ich vermutlich eher auf einen offenen Drucker wechseln, der dann nochmal günstiger ist.
Naja ich habe mit Rabatt 270€ bezahlt vs 390€ das sind schon 120€ und damit vom Centauri gerechnet 45% Aufschlag. Da muss der auch 45% mehr können :emoji_grin: Für 400€ kriege ich dann den CC2 mit AMS. Und für mich wäre das auch durchaus eine Kaufentscheidung gewesen, für 120€ mehr hätte ich mir das nochmal gut überlegt, da wäre noch ein Monat mehr "Spielgeld" für draufgegangen.
Ich brauche halt kein Multifilament da ich im wesentlichen Funktionsteile drucke und meistens die Farbe egal ist.

@Tokoloshe ich finde du hast da an sich den besten Punkt, die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit, da ist Prusa vermutlich nach wie vor weit vorne. Ich achte da an sich sehr drauf, kann es aber auch nicht in allen Lebensbereichen umsetzen. Wenn das der entscheidende Grund ist, dann kommt BambuLab genauso wenig in Frage
 

Annis

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Ich hab auch aus "ideologischen" Gründen einen Prusa Core One (+). Als Kit gebaut und hat trotzdem nicht viel Justage gebraucht. Aber ich habe auch Erfahrung im Sachen bauen und wenn man die Anleitung wörtlich nehmen würde und keine Erfahrung hat sind ein paar Schritte, gerade die Ausrichtung von Elementen nervig, denke ich. Aber preislich natürlich nicht zu vergleichen. Druckt aber für mich gut, wobei "stabil" da wichtiger ist als hübsch. Ich nutze bisher nur das "structural" Profil, das explizit keinen Fokus auf eine schöne Oberfläche legt.
Das man input shaping und pressure advance nicht so einfach selbst konfigurieren kann (zumindest war das vor kurzem noch so) ist aber etwas blöd, denn da gibt es an scharfen Ecken im Druck schon Verbesserungspotenzial
 

Tokoloshe

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Das man input shaping und pressure advance nicht so einfach selbst konfigurieren kann (zumindest war das vor kurzem noch so) ist aber etwas blöd, denn da gibt es an scharfen Ecken im Druck schon Verbesserungspotenzial
Soweit ich weiß, kannst du das im Detail nachtunen.

Ich würde gerne noch nen Core One L kaufen, aber der ist mit dem (schon vorbestellten und angezahlten) INDX noch nicht kompatibel. Daher bleibt der Core One noch stehen. :emoji_stuck_out_tongue:
 

Annis

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Soweit ich weiß, kannst du das im Detail nachtunen.
Mein Stand war, dass das im Prusa slicer nicht direkt geht, sondern nur mit Orca slicer. Die Werte kann man dann im Prusa Slicer verwenden. Aber vielleicht ist die funktion jetzt bei Prusa Slicer integriert. Muss ich mal testen, den Beschleunigungssensor hab ich.
Aber jetzt mach ich Schluss mit Off-Topic.
 

Zappodrom

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Ich bin mir gerade nicht sicher ob du uns animieren möchtest auch kreativ zu werden oder einfach nur neidisch machen. :emoji_joy:

So oder so - saubere Arbeit! Top!
 

Avogra

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Wir haben vor kurzem ein Plattenlager für unsere Gemeinschaftswerkstatt gebaut. Ein Nachbar hat am Wertstoffhof über 40 Latten mit 44x73 und 2,7 bis 3,2m Länge vor der Entsorgung gerettet.
Dank 3D-Druck erschien mir mit unseren Mitteln Dübeln und Schrauben am einfachsten. Dafür habe ich drei Dübelschablonen genau passend für die Balken gedruckt, incl Absaugmöglichkeit.

Zeitlich haben wir uns bei dem Projekt zwar völlig verschätzt, aber an den Dübel- und Schraublöchern lag es nicht:emoji_stuck_out_tongue: Die knapp 400 Löcher in zwei Durchmessern hat eine Person in unter einer Stunde gebohrt und es hat alles perfekt zusammen gepasst.

Zusätzlich hab ich noch Füße gedruckt, damit das Holz nicht im Wasser steht, falls der Boden mal nass wird. Damit hab ich auch gleich das Problem gelöst, dass der Boden beeindruckend uneben ist. Wir mussten bis zu 1cm ausgleichen. Jeder Fuß hat deshalb eine individuelle Höhe bekommen.
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edit: hab mich grob verrechnet, waren nicht 150 sondern fast 400 Bohrungen.
 
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Annis

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Hab neulich Endanschläge für die Festool Schienen gebastelt, die auch mit der Führung für die Oberfräsen kompatibel sind.

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Hier gibt es die Druckdateien:
https://www.printables.com/model/1532149-end-stop-for-festool-tracks

Ich brauchte sie um Schlitze in Rahmen zum Einbauen von LED Panelen in eine gedämmte Kellerdecke zu fräsen. In die Schlitze haken sich die Bügel, die die Lampe in der Decke halten ein. Und bei 4 Lampen und jeweils 2 Seiten hat es sich gelohnt, das einmal einzurichten und dann alle Teile nacheinander zu fräsen.
 

Annis

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Außerdem hab eich einen Anschlagreiter für den Tisch meiner Bohrmaschine gebastelt.

Der Bolzen ist eine 8mmPasschraube. Das Loch im beweglichen Teil habe ich genau passend gezeichnet, es wird dann aber ein wenig zu eng. Ich habe es mit einer Verstellbaren Reibahle genau auf den passenden Durchmesser gebracht, dadurch bewegt sich der Anschlag spielfrei. Leider sind die Schraubenköpfe in der Schiene noch minimal zu hoch und der Anschlag lässt sich nicht gut verschieben, da muss ich noch nacharbeiten, oder ein Stück Flachstahl oder Alu statt dem gedruckten Teil mit der Mutter verwenden. 2026-01-28-10-52-35-073.jpg 2026-01-28-10-54-57-757.jpg
Die Druckdateien habe ich noch nicht online gestellt, irgendwie ist es doch immer Arbeit die Beschreibungen zu machen.
 

rawing

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Moin, zum Thema Elegoo Centauri Carbon kann ich nur Gutes berichten. Den Drucker habe ich im August 2025 bekommen und seitdem hat er über 300 Druckstunden angesammelt. Mit dem Drucker drucke ich von PLA über PETG-GF und CF bis ASA. Bei den wenigen Fehldrucken saß der Fehler meist vor dem Drucker. Inzwischen bekommt man den Drucker für ca. 270 Euro. Ich würde mir den sofort wieder kaufen, weil er auch eine Vollausstattung hat, mit Kamera, Beleuchtung, gehärtete Düse für Fasermaterial usw. Bei dem neuen Elegoo-Modell, mit automatischem Filamentwechsel, stört mich die lange Wechselzeit von fast 2 Minuten pro Wechsel und der Abfall der dabei entsteht. Da würde ich zum Snapmaker U-1 greifen, der allerdings erheblich teurer ist. Meinen Elegoo habe ich zusätzlich ausgestattet mit einer Kammerheizung und einer anderen Beleuchtung. Außerdem habe ich die Wände innen isoliert, mit einer 10 mm Isoliermatte.
 
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Helm

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Lochreihen / System 32 Bohrschablone

Ich hab eigentlich nur was gebraucht um Lochreihen für Regalböden zu Bohren. Frei Hand erschien mir einfach falsch und anstatt einer Wegwerf-Schablone hab ich mir fix das hier konstruiert. Funktioniert mit Festool 17mm Kopierhülse. Besteht aus 3 Modulen, da mein Drucker natürlich zu klein für das gesamte Teil ist. Um den richtigen Abstand zwischen den einzelnen Modulen zu gewährleisten, werden diese temporär mit kleinen Verbinder zusammengesteckt. Auf beiden Seiten mit CA-Leim zwei Leisten angeklebt und fertig. Funktioniert bisher super und geht schnell von der Hand.

IMG_1441.jpeg IMG_1442.jpeg IMG_1443.jpeg
 
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Martin45

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Sieht ja gut aus und ich verstehe wie du es gemacht hast. Aber was ist CA?
 
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