Da ich gerade einen unverschämt günstigen 3D Drucker gekauft habe hatte ich überlegt, diesen im "interessante Angebote" Thread zu verlinken. Allerdings würde ich noch ein paar generelle Infos aufschreiben, warum ich das als gutes Angebot sehe und dachte, ich mache das mal hier und verlinke dann hierher.
Üblicherweise bin ich nicht so der Typ für "Produktwerbung" aber hier finde ich es mal angebracht auf einen Drucker mit enorm gutem Preis/Leistungsverhältnis hinzuweisen gerade für Leute, die in dem Bereich anfangen wollen. Abseits von Multifilament bringt er aber auch viel für anspruchsvollere Filamente und Drucke mit.
Es geht um den Elegoo Centauri Carbon. Das ist im Prinzip ein Bambu Lab P2S zum Kampfpreis. Die Dinger sehen sich auch ziemlich ähnlich von daher dürfte das aus der gleichen Fabrik rausfallen.
Für die 3D-Druck Neulinge muss man vielleicht ein paar Dinge voranstellen. Die chinesische Firma BambuLab hat vor einigen Jahren den Markt für 3D Drucker ziemlich aufgemischt. Ob sie jetzt die ersten mit der Technik waren weiß ich nicht aber sie haben auf jedenfall für massive Verbreitung gesorgt. Vereinfacht gesagt messen die Drucker ihre Eigenvibrationen und anstatt wie früher den G-Code stumpf auszuführen greifen sie aktiv ein und passen die Fahrweise an um entsprechende Vibrationen auszugleichen. Das Ergebnisse sind sehr saubere Drucke auch bei deutlich erhöhten Geschwindigkeiten. Mittlerweile gibt es immer mehr Modell mit dieser Technik eben auch den oben benannten Centauri.
Gleichzeitig hat BambuLab aber auch extrem günstige Preise angeboten bei gleichzeitig solider Ausstattung.
- Beheiztes Druckbett
- gehärtete Spitzen (für abrasive Filamente z.B. mit Carbonfaser)
- Drucktemperatur bis 300°C+
- Geschlossener Druckraum
- gute Größe (25x25x25 cm)
und eben hohe Geschwindigkeit.
Der Centauri treibt diesen Preiskampf jetzt noch weiter. Während der fast identische BambuLab P2S derzeit 520€ kostet, liegt der Centauri Carbon bei 280€. Wir haben das schon in der Firma diskutiert, es ist absolut unklar, wie das Ding zu den Kosten produziert werden kann. Allein das solide Alugehäuse mit Scheiben außenrum ist eher bessere Ausstattung, mit Technik etc. kann da eigentlich keine Marge mehr übrig bleiben ganz im Gegenteil, unserer Einschätzung nach muss das eigentlich hart subventioniert werden.
Vielleicht noch ein paar Anmerkungen im Vergleich zum Bambulab:
- Größtes Manko ist die fehlende Option für Multifilament, gerade für wasserlösliche Stützstrukturen oder mehrere Farben. Das soll wohl noch kommen aber so richtig glaube ich das nicht, der Chip ist von der Auslastung her jetzt schon am absoluten Limit.
- Zweites Manko ist die Lautstärke (ich weiß nicht wie es beim BambuLab ist, aber das Ding ist schon recht laut). Da es bei mir im Keller steht ist das aber egal.
- Der Centauri braucht keine Cloudanbindung. Man stellt ihn einfach hin und übergibt die daten per USB Stick. Damit funkt das Ding auch nicht ungewollt "nach Hause".
Ich habe jetzt das erste kg Filament komplett ohne Probleme gedruckt. Man merkt, dass die Druckgeschwindigkeit von 80-120mm/min an den Außenwänden bei Reliefstrukturen an ihre Grenzen kommt da das Gerät die harten Schwingungen die bei den schnellen Richtungsänderungen entstehen dann nicht ganz abdämpfen kann. Aber alles in allem super beeindruckende Ergebnisse ohne jegliches Feintuning.
Hier mal ein Bild vom typischen Boot. Vorbereitung: Gerät hingestellt, Initialisierung durchlaufen lassen, Druck ausgewählt, 14 Minuten Druckzeit, fertig.
