Tür umdrehen im Altbau

Martin45

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Erkenne es auf deinem Bild nicht wirklich. Eine Schwelle ist nicht vorhanden oder nicht Teil deines Futters?
Sonst hättest du die in deiner virtuellen (gedanklichen) Planung vergessen.
 

heinetz

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Ja, ich erinnere mich düster, dass wir mal da angefangen hatten :emoji_wink:

Und ich habe mich aktuell (erstmal) davon verabschiedet, aus der rechten Tür eine linke zu machen. Das kann ich mir immernoch überlegen, wenn die einfache Drehung der ganzen Zarge funktioniert hat und ich mich mit der Anschlagrichtung nicht dauerhaft anfreunden kann. Ein linkes Schloss hab ich ja schon :emoji_wink:

Aber zur Erinnerung:
Die Hinweise versuche ich zu verstehen. Aber es gelingt mir leider nicht. Tür und Zarge sind aktuell gleichermassen schief und passen also zueinander. Wenn ich die Zarge versteife bevor ich sie heraushole wie beschrieben bleibt sie doch in der Form, die jetzt hat. Diese Versteifung dient quasi als Platzhalter für die Tür. Wenn ich sie also so als Ganzes von der anderen Seite in die Maueröffnung stecke und fixiere, dürfte ich doch den „Platzhalter“ abschrauben können und die Tür müsste passen.

Oder mache ich einen Denkfehler?

beste gruesse,
heinetz
 

yoghurt

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Hallo,
Du kannst doch die Zarge wieder einbauen und verschrauben statt nageln. Dann kannst Du gut während der Montage die einzelnen Schrauben rein und wieder raus schrauben. Du beginnst an der Bandseite und stellst die Zarge so gut als möglich ins Wasser indem Du im Spalt zwischen Mauerwerk und Futterbrett Unterlegmaterial oder Klötze anordnest*. Dann hängst Du das Türblatt ein, stellst die Wasserwaage beiseite und richtest die Bandseite nach der Tür aus und verschraubst auch diese.

*Tischler schleppen gerne irgendwelche Behältnisse mit kleinen Stücken Unterlegmaterial und Keilen mit sich herum. Das können Sperrholz- und Furnierreste sein oder - wem das zu 90er ist - man kann sowas kaufen, farbig sortiert je nach Dicke mit Schlitz zum Aufstecken auf Schrauben. Als ich noch gewerblich war, fand ich das sehr praktisch.
 

heinetz

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Guten Morgen,
das klingt logisch. Ich will versuchen, Deinen Ansatz nachzuvollziehen ...
  • Ich befestige die Zarge in der Maueröffnung grundsätzlich wieder so, wie sie aktuell befestigt ist. Nur mit Schrauben statt Nägeln.
  • Mit den Schrauben richte ich sie durch rein oder rausschrauben aus
  • Zwischen Futterbrett und Mauerwerk stecke ich Klötze
  1. Ich stelle die Zarge in die Maueröffnung und richte sie darin grob mit der Wasserwaage aus
  2. Ich bohre Löcher für die Verschraubungen durch die Zarge in die Klötze im Mauerwerk vor
  3. Ich drehe die Schrauben auf der Bandseite soweit rein/raus, dass sie laut Wasserwaage gerade steht
  4. Ich hänge die Tür ein und richte die Zarge auf der Schlosseite nach der Tür aus indem ich da die Schrauben rein/raus drehe
a) Was ich nicht ganz kapiere ist, wie Du das mit den Klötzen meinst. Klar ist, dass sie dazu dienen den Abstand zwischen Mauerwerk und Futterbrett zu definieren. Aber beim Ablauf bin ich mir nicht sicher. Schraube ich durch sie hindurch oder klemmen sie einfach in der Nähe der Verschraubungen?

b) bei den eingemauerten Klötzen stelle ich mir vor, dass die ja nun schon 100 Jahre eingemauert sind und je nach Zustand des Mörtels nicht mehr die Stabilität hergeben, die sie vor 100 Jahren hergegeben haben. Eventuell muss ich sie neu im Mauerwerk befestigen, oder?

c) Soll ich die Zarge nach dem Ausrichten zusätzlich einschäumen?

beste gruesse,
heinetz
 

yoghurt

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Hallo,
a) Genau! Die Klötze definieren den Abstand. Sie zu durchbohren ist natürlich gut aber fummelig, wenn Du dann merkst dass nach anziehen der Schraube der Klotz einen halben mm hätte dicker oder dünner sein müssen. Deswegen klemme ich Klötze jeweils oberhalb und unterhalb der Schraube. Oder verwende die erwähnte Kaufvariante.

b) Meistens halten die alten Klötze in der Wand. Ansonsten dübele ich.

c) Frei nach Sedlmeir: „Kann, muss aber nicht!“
 

heinetz

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Sehr gut, damit habe ich einen Plan. Nun brauche ich noch etwas Zeit für Vorbereitung, um alle potentiellen Störungen aus dem Weg zu schaffen und werde berichten, sobald es Bewegungen gibt.

beste gruesse,
heinetz
 

heinetz

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Eine Frage zur Vorbereitung habe ich noch …

Ich gucke auf meine noch eingebaute Zarge ohne Zierbekleidung, habe einen Fahrplan, wie ich sie samt Falzbekleidung aus der Maueröffnung herausbekomme und wie ich sie von der anderen Seite wieder hineinstecke, ausrichte und das Futter in der Wand befestige.

Meine Lücke ist diese:

Die Fläche (wenn man sie denn so nennen will), die durch die Falzbekleidung verdeckt werden wird (die vorher durch die Zierbekleidung verdeckt war) ist alles andere als eben und ich rechne nicht damit, dass, wenn ich das Futterbrett im Lot im Mauerwerk verschraube, der Falzbeleg glatt und gleichmässig auf der „Fläche“ aufliegt.
  1. Muss die Falzbekleidung ausserdem an der Wand befestigt werden?
  2. Muss ich die „Fäche“ vorher irgendwie behandeln?
  3. Reicht es, wenn ich das Futter lotrecht ausgerichtet befestige und mich hinterher darum kümmere, die Lücken um den Falzbeleg zu schliessen?
  4. Wie würde ich bei 3 vorgehen? Unebenheiten mit Gipsspachtel verspachteln und dann verbleibende Lücken mit Acryl schliessen?
Ich frage das, um einschätzen zu können, was an Arbeit/Zeitaufwand auf mich zukommt bis ich die Tür wieder schliessen kann, bevor ich die Zarge heraushole und was ich vorher an Material besorgen muss.

beste gruesse,
heinetz
 

yoghurt

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Hallo,

1. frei nach Sedlmeir "kann aber muss nicht!"
2. Nein, die siehst Du dann ja eh nicht mehr! Allerhöchstens fachgerecht "wegkloppen" was Dir vielleicht im Weg ist!
3. Ja!
4. Genau!

Du schuldest uns dann aber ein Foto der vollbrachten Tat - das ist schon klar?
 

uli2003

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ich rechne nicht damit, dass, wenn ich das Futterbrett im Lot im Mauerwerk verschraube, der Falzbeleg glatt und gleichmässig auf der „Fläche“ aufliegt.
Kann sein, wird aber wahrscheinlich nicht. Die Wasserwaage bleibt bei solchen Aktionen bei mir im Schrank und ich baue diese Türen rein nach Funktion ein. Das wird alles nicht so gerade sein dass es sauber im Lot stehen wird, zumal sich die Elemente im Laufe der Jahrzehnte durchaus an das Gebäude, welches auch nicht ganz ruhig ist, anpassen.
 

heinetz

ww-ahorn
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Dann bin ich jetzt gut davor:
  1. Verbindung zwischen Falzbeleg und Wand checken / vorsichtig lösen.
  2. Zarge stablisieren, damit sie nicht zusammenklappt.
  3. Klötze spalten, um an die Nägel zu kommen.
  4. Nägel absägen.
  5. Zarge vorsichtig in den Raum drücken und dabei Verbindung zwischen Falzbeleg und Wand entgültig trennen
  6. Zarge einsammeln und damit in die Küche laufen
  7. Zarge reinstecken und ...
  8. entsprechend #post-1311226 befestigen
Danach dürfte die Tür drin sein / auf und zu gehen und der Rest ist dann nur noch aufhübschen entsprechend #post-1311723

Was brauche ich für 1 - 8 an Werkzeug / Material:
  1. Spachtel etc. / nix
  2. Bohrer, Schrauber / paar Streifen aus MDF, passende Schrauben
  3. Lattenhammer, Stecheisen / nix
  4. Pukisäge / nix
  5. 2 Hände, eventuell irgendwas um den Falzbeleg vorsichtig zu lösen falls er vernagelt ist
  6. 2 Hände / nix
  7. 2 Hände, u.U. Säge oder Flex falls Nägel im Falzbeleg stecken / nix
  8. entsprechend #post-1311226
    1. Wasserwaage im Schrank / nix
    2. Bohrer, Senker / nix
    3. Wasserwaage im Schrank, Schraubendreher / Klötze
    4. 2-4 Hände, Schraubendreher / Klötze
  9. entsprechend #post-1311723
    1. Gips, Acryl
Das klingt, als würde ich ...
  • relativ wenig Werkzeug / Material benötigen
  • damit loslegen können und an einem Wochenende gut damit durchkommen
Super! danke
 
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heinetz

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Und dann wa doch noch was :emoji_wink:

Auf einem der Fotos im Anhang sieht man:
  1. den rechten Zierbeleg liegend. Ich habe versucht, ihn im Profil zu fotografieren, damit man den Falz erkennt. Der ist etwa 1cm tief / 4cm breit / 120cm lang
  2. den Grund, warum der Falz sein muss. Die Fliesen tragen etwa 1cm auf der Wand auf.
Nun bin ich ja bisher um die Oberfräse herumgekommen. Dafür werde ich sie benötigen zumal der Falzbeleg am Futter fest ist.

Habt Ihr eine andere Idee, wie ich den Falz herstelle / Ist eine Einhandfräse dafür geeignet (der Falz wird ja nach dem Einbau nicht zu sehen sein, muss also auch nicht sooo sauber sein)

beste gruesse,
heinetz
 

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Pareto

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Kannst du mit der Einbandfräse machen.:emoji_thumbsup:

Noch ein Wort zur Wasserwaage:
Es ist richtig, dass zwei Seiten des Futters (oben und am Schloss) nicht ins Wasser, sondern zum Türblatt ausgerichtet werden.
Dennoch würde ich die Bandseite definitiv ins Wasser stellen: Wenn die schief ist, wird die Tür zwar funktionieren, aber vermutlich auf- oder zulaufen.
Eine Tür sollte in jeder Position stehen bleiben.
 

uli2003

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Dennoch würde ich die Bandseite definitiv ins Wasser stellen: Wenn die schief ist, wird die Tür zwar funktionieren, aber vermutlich auf- oder zulaufen.
Das sieht man doch, wenn man sie einsetzt. Dazu braucht es ebenfalls keine Wasserwaage.
Solch alte Sachen bekommt man nur schwer exakt ins Lot. Das meiste gibt das Gebäude vor.
 

heinetz

ww-ahorn
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Ok, zum Lot oder nicht gibt es offenbar unterschiedliche Meinungen ... ich einige mich auf einen Kompromiss:

„kann, muss aber nicht“

Damit kann ich arbeiten :emoji_wink:
 
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