Tür umdrehen im Altbau

heinetz

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Ah, danke für den Tipp. Dann macht mein Plan natürlich keinen Sinn. Schade eigentlich :emoji_wink:
 

uli2003

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Bei 10mm Falz kannst du Glück haben, je nachdem wie dick die Futterplatte ist und wie gut der Tischler mit dem Hammer umgehen konnte.
Da du die Innenkante der Zierbekleidung eh wegfräsen würdest - nimm ein dünnes Nageleisen (Leistenheber) und hebel die Bekleidung etwas hoch. Dann solltest du sehen wo Nägel sind.
 

heinetz

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Ah, danke für den Tipp, der mich tatsächlich anspornt. Ich verstehe ihn so:

Die Bekleidung ist mit der Futterplatte zusammengenagelt worden, wo sie aufeinandertreffen. Je nachdem wo und wie die Nägel sitzen sind sie beim Fräsen nicht im Weg. Wo sie sitzen könnte ich prüfen, indem ich diese Verbindung löse, indem ich die Bekleidung, da wo beides aufeineindertrifft, etwas anhebe. Da da nun aus 100 Jahren Farbe drauf ist, müsste ich erstmal den Übergang (was ist noch Bekleidung und was schon Futter) finden. Dazu muss ich die Lackierung zerstören. Und dann kann ich noch Pech haben, dass mir die Nägel beim Fräsen im Weg sind.

Ich habe ersthaft drüber nachgedacht, bis ich eben mein Oberfräse aus dem Keller geholt habe und festgestellt, dass die Absenkmechanik vollständig verrostet ist.

Wenn es auch schwerfällt, stehen damit jetzt eindeutig die Zeichen auf Kreissäge :emoji_wink:

BTW. Meine Bosch POF 500 A ist bis auf die Mechanik vermutlich i.O. Wenn sie jemand will, würde ich sie lieber verschenken als zu entsorgen.

Das Angebot will oder findet wahrscheinlich so niemand.

Danke an alle bis hierher. Ich komme gern wieder. Spätestens mit Fotos vom Ergebnis wenn es mir nicht peinlich ist :emoji_wink:

beste gruesse,
heinetz
 

uli2003

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So, eben den Befreundeten Tischler hier gehabt. Der kennt meine Arbeitsweise und kann meine Fähigkeiten einigermassen eischätzen. Eir haben uns das ganze angeguckt und durchgesprochen, wie ich da rangehen werde. Passt aus seiner Sicht.
Der hätte dir aber auch sagen können, dass dort Nägel sind.
 

heinetz

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Der hätte dir aber auch sagen können, dass dort Nägel sind.
Mit dem hatte ich nur die Kreissäge-Variante durchgesprochen. Die Variante mit der Oberfräse hatte sich danach, als klar war, dass das mit der Kreissäge ein sicheres Ding ist und dass ich noch 2 Wochen Zeit haben werde, darauf rumzudenken, bis er aus dem Urlaub zurück ist und ich gutes Werkzeug von dem bekommen werde, in meinem Kopf verselbstständigt.
So ganz lässt mich die Idee auch immernoch nicht los, weil mir das mit der Schablone so gut gefällt. Aber ich arbeite an mir
 

heinetz

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Auf die Gefahr hin, dass Ihr mich langsam für bekloppt haltet :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:

... es lässt mich nicht los und deshalb habe ich mich nun auf die Suche unter dem ganzen Lack gemacht, was zur Zierbekleidung und was zur Futterbekleidung gehört und wie beides wohl miteinander verbunden ist. Dazu habe ich mal an einer Stelle testweise die oberste Schicht Lack abgefummelt und die Futterplatte angehoben (ein Nageleisen hab ich nicht, aber es ging mit einen alten Stecheisen) und hab mich Stück für Stück bis zum ersten Nagel vorbearbeitet. Der wurde da sichtbar, wo man sinnvollerweise einen Nagel einschlagen würde. Da wo das Holz der Zierbekleidung schon dick genug ist, dass es nicht beim Hämmern aufreisst. Das sind gut 2 - 2,5cm Abstand zum Futterbrett. Es erscheint also erstmal so, als würde mein Oberfräse daran vorbei fräsen.
Das könnte man nun rund herum sicherstellen und die Nägel so aufspüren. Abhängig davon wie dick das Futterbrett ist, könnte man das sogar mit zusätzlichen Nägeln stabilisieren.
Eine Unsicherheit habe ich trotzdem:
Wenn auf der anderen Seite in dem Futterbrett ein Falz von ca. 9mm ist, kann ich mich darauf verlassen, dass mein Brett auf der Seite, wo ich einen neuen Falz von 9mm fräsen will dick genug ist, dass ich hinterher noch die Türbänder einlassen und anschrauben kann? Oder anders:
Ist das Futterbrett auf beiden Seiten gleich dick? Es wäre ja dumm, wenn ich mir mit der Fräse den Platz für die Tür schaffen würde, aber sie sich nach dem Materialabtrag nicht mehr stabil in der Zarge verschrauben ließe.
 

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yoghurt

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Hallo,
ich gestehe, dass ich inhaltlich irgendwann ausgestiegen bin. Ist nicht böse gemeint, mir erschien es zu viel hin und her, zu viele Möglichkeiten und zum Schluss die Begeisterung dafür in eine eingebaute Türzarge mit der OF einen Falz zu fräsen….*

Anders gesagt habe ich da zuvor durchaus dran gedacht aber es eben nicht aufgeschrieben. Sorry!

Zumindest in Berliner Altbauten sind die stumpfen Türen alle mit Lappenbändern im Futterfalz angeschlagen und meist bleiben da nur 13-15 mm um die Schrauben zu befestigen. Deswegen ist dort normalerweise ein 20 mm dicker Klotz zur Verstärkung von außen am Futter. Wenn man die Zierbekleidung entfernt kann man meist ganz gut einen 18mm-Multiplexklotz mit etwas Leim in der Fuge zum Futter ergänzen - was sich auch bei der Ertüchtigung der Schlossseite anbietet.

Aber da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn die Bekleidungen zu entfernen wolltest Du ja gerne vermeiden.


*Das erscheint mir die mit Abstand ungünstigste Lösung zu sein. Ich wüsste kaum, wie ich eine Oberfräse auf so einer buckligen alten Türzarge führen sollte um beim horizontalen Fräsen eine annähernd lackierfähige Oberfläche in einem geraden und gleichmäßigen Falz zu erzielen. Das heißt nicht, dass das nicht geht, aber….

Aber die Erfahrung lehrt, dass es im Forum immer wieder Menschen gibt, die - aus meiner Sicht - völlig verkehrte Wege einschlagen und sehr gute Resultate erzielen!
 

heinetz

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Das klingt schlüssig.

Zu mir und dem ganzen Hin und Her:

Ich hab vor 100 Jahren mal Handwerk gelernt (Ölfinger), baue beruflich mittlerweile Dinge aus Daten und erfreue mich zum Ausgleich mehr und mehr daran echtes Material zu bearbeiten. Ich habe über mich gelernt, dass mir die Dinge gelingen, wenn ich mir die Zeit nehme, mich lange genug damit theoretisch zu beschäftigen um mein Werkstück zu begreifen. Das mache ich in Foren wie diesen und frag da die Leute, die sich auskennen.

Daher erstmal vielen Dank an alle, die sich hier beteiligt haben und vielleicht irgendwann einfach nur noch den Kopf geschüttelt haben. Ich weiss das wirklich zu schätzen!

Zurück zum Stück.

Ich habe mittlerweile ein Gefühl dafür, wie gut ich die Bekleidung abbekäme und was alles dran hängt. Sie von hinten zu verstärken, wenn man einen neuen Falz hinein fräst, klingt logisch.

Was die bucklige Oberfläche angeht, hatte ich mir ja überlegt, die Zarge MDF-Zuschnitte als Schablone in die Zarge zu schrauben.

So.

Nun gehe ich davon aus, einigermassen einordnen zu können, was mich meine "Lieblingslösung" an Aufwand kosten würde und was dagegen der Aufwand mit der Kreissäge wäre.

Das abzuwägen muss ich mit mir selbst ausmachen.

Nochmal 1000Dank an alle, die gelesen, vielleicht was beigetragen oder einfach nur den Kopf geschüttelt haben.

beste gruesse,
heinetz
 

heinetz

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Nun bin ich doch noch nicht weg aber meine Frage ist recht einfach ...
Meine Bänder werden in der Zarge auf der rechten Seite befestigt und wenn ich die Tür umschlage passen sie folglich wieder nur rechts.
Die Tür liesse sich links befestigen, wenn ich Ober- und Unterteil tausche, also das, was eigentlich an die Tür gehört, an die Zarge schraube und umgekehrt. Der Teil mit dem Zapfen wäre also an der Tür.

Mir fällt kein Grund ein, warum das nicht genauso funktionieren sollte. Beide Teile sehenbis auf den Zapfen gleich aus.
 

heinetz

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So, ich halte Euch auf dem Laufenden ...

Hab die Zierbekleidung auf einer Seite heil runterbekommen. Was man sieht, ist das Zargenbrett. Was mich beruhigt ist, dass ich problemlos einen 9mm Falz fräsen kann und mir weder Sorgen machen muss, dass das Zargenbrett hinterher zu dünn ist, noch ob meiner Fräse da Nägel im Weg sind.

Das war jetzt die linke, also falsche Seite. Die Lappenbänder werde ich entsprechend falsch herum anbauen. Es bleibt zu klären, was ich mit dem Schloss* mache.

Die rechte Seite: Hier überlege ich, ob ich das Brett auch abnehme oder ob ich es dran lasse und die Nägel mit Abbeizer freilege.

Zum Schloss:

Ich weiss, dass hier im Heizungskeller diverse Türen aus dem Haus liegen. Ich gehe im Moment davon aus, dass ich da eine Tür mit einem Schloss finde, dass baugleich aber anders herum ist. Was wenn nicht? Da wäre ich für Eure Einschätzung dankbar, womit ich rechnen muss.
Ist so ein Schloss für eine Zimmertür aus einem Altbau etwas, dass in 1000 verschiedenen Maßen gibt oder sind das Standarmaße, die sich bin heute nicht verändert haben, ich kann es ausbauen und damit als Muster in den Baumarkt gehen und ein baugleiches da herausholen?

beste gruesse,
heinetz

ps. ich bin weiterhin davon überzeugt, nicht die ganze Zarge herauszuholen und zu drehen.
 

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yoghurt

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Hallo,
hier in B gibt es Händler die auf solche Schlösser und Beschläge spezialisiert sind. Da ist nicht alles genormt und Überraschungen immer möglich. Ich hatte mal ein Schloss, dessen Existenz mir nicht geglaubt wurde….

Wahrscheinlich gibt es so einen ähnlichen Händler auch in HH, denn die Berliner Schlösser werden Dir wenig nützen.

Bestimmt findest Du etwas im Keller!
 
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