Kleine Fragen, schnelle Antworten

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ww-pappel
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Auf der Rechnung des ursprünglichen Möbelstücks (den Tischler gibt es leider nicht mehr, bereits lange her) steht nur "gebürstet und geölt" - glaube also nicht, dass es gebeizt wurde.

Danke euch jedenfalls, ich werds mal mit Leinölfirnis probieren.
 

MarcBerlin

ww-robinie
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Bedenke, dass die Anfeuerung der Eiche stark davon abhängt, wie fein Du schleifst. Wenn Du schon am Testen bist, kannst Du ja mal ein Stück Eiche auf K80, K120 (m. E. eine sinnvolle Körnung für den Endschliff) und dann noch mal viel zu fein (beliebter Heimwerker-Fehler) also K240 oder mehr. Beobachte die unterschiedliche Einfärbung.

Gebürstete Eiche nimmt eher viel Öl auf und wird daher tendenziell etwas dunkler beim Ölen. Meist wird das mit Kunststoff-Bürsten gemacht, bei denen auch eine Körnung angegeben wird - meist max. K80. Man kann diese Angabe allerdings nicht ganz mit den Angaben zur Körnung flacher Schleifmittel gleichsetzen. Ich finde die 80er Bürsten für Eiche gut geeignet.
 

WinfriedM

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Wenn du wissen willst, wie das mit Leinölfirnis aussieht, aber gerade nichts da hast, nimm einfach Rapsöl oder Sonnenblumenöl aus der Küche. Nur als Farbtest und nicht wirklich für eine Behandlung einer Oberfläche.

Falls Anfeuerung alleine nicht reicht, kann man durchaus mit leicht farbigen Ölen nachhelfen. Muss sich aber bewusst sein, dass jedes Holz sich auch über die Zeit noch etwas farblich verändert. Heißt also: Was frisch dann passt, kann nach 3 Jahren wieder nicht mehr passen. Wobei geölte Eiche sich nach meiner Beobachtung nicht so stark verändert. Oder gibts da andere Erfahrungen?
 

Djslimer

ww-ulme
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Git es eigentlich eine möglichkeit, Holz aufzuhellen, insbesondere bei Eiche würde mich das interessieren.
Aktuell habe ich noch unbehandelte Eiche da.
Gibt es sowas weiße Beize oder eine At Bleiche?
 

Djslimer

ww-ulme
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Mag sein, dass die Frage Quatsch ist, aber nun gut.
Bei welchem Problem ist ein Langlochbohrer DER Gamechanger?
Ich bilde mir ein zu wissen, was ein Langloch ist. Nämlich ein langes Loch :emoji_wink:
Sinnvoll in Metall, weil Holz arbeitet, um grundsätzlich um Werkstücke ausrichten zu können.
Ich kann mir noch versteckte Holzverbindungen (Zapfenverbindungen) vorstellen, so ähnlich wie bei der Domino. Da stelle ich mir aber vor, dass es schwierig ist, das Gegenstück zu schnitzen uns dass es mit der Oberfräse und einer Vorrichtung einfacher geht.
Klar ist mir aber auch, dass ich zu wenig Profi-Anwendungsfälle kenne, um echte Erleichterungen erkennen zu können.

Also ist eine LaLo nice to have oder ein echter Game-Changer in bestimmten Fällen?

Danke :emoji_grin:
 

isso

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Langlochbohrmaschinen können halt auch im Raster Dübel bohren. Ist besonders bei Rahmenkonstruktionen ganz gut. Korpusseiten eher nicht.

Langlöcher herstellen ist also nur ein Teil, Bohrungen in Kanten ist mehr verbreitet. Oder besser ebenso verbreitet.

Es gibt für die einzelnen Arbeiten aber auch oft Alternativen.
 

Djslimer

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Also alles, was auch mit einer Fräse geht.
Hat die Benutzung der Vorrichtung Vorteile? Z.B. weil der Bohrer an der Maschine und das Werkstück auf einem geführten Tisch fixiert ist?
 

Lorenzo

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Mit der Lalo spart man sich den Bau vieler Vorrichtungen, das Werkstück ist fixiert, die Hände weg vom Werkzeug, die Ergebnisse präzise, die Maschine schnell eingerichtet.
An Kanten von großen Werkstücken zu arbeiten ist völlig unproblematisch. Bohrer sind billig und halten lange.
 
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IngoS

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Hallo,

meine Langlochbohrmaschine nutze ich sehr oft. Bei vielen Arbeiten wesentlich einfacher und schneller, als mit der Oberfräse, weil eben Spannvorrichtung und Anschläge immer da sind und sich schnell einstellen lassen. So sind auch Serienarbeiten leicht und wiederholgenau zu bewerkstelligen. Ich könnte nicht auf die Lalo verzichten. Kürzlich habe ich erst gemerkt, dass man damit sogar mit nem Scheibenschneider prima runde Zapfen in Hirnholz schneiden kann.

Gruß Ingo
 

brubu

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Und mit 2 verschiedenen Scheibenschneidern Zierzapfen anfertigen wie man sie im Treppenbau braucht. Geht manchmal schneller als lange suchen.
 

MarcBerlin

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Noch mal zum Thema mit Öl aufhellen...
Es gibt Weißöl, aber keine Ahnung, wie gut das auf Eiche funktioniert.
Das funktioniert schon, wenn man sich über den Effekt im Klaren ist.
Weiß pigmentierte Öle funktionieren in der Tat sehr gut auf Eiche
Genau, aber man sollte testen, denn Thema ist komplex...
Es gibt inzwischen von ein paar Herstellern (sogar vom von mir gerne gescholtenen Osmo) Öle, die so dezent pigmentiert sind, dass der aufhellende Effekt des Weißpigments und der anfeuernd-verdunkelnde Effekt des Öls sich ungefähr aufheben. Das ist eine tolle Lösung, wenn einem der Ton des rohen Holzes gut gefällt. Ich vermute dass in diesen Ölen nicht Titandioxid sondern Zunkweiß zum Einsatz kommt, ein leicht lasierendes Weißpigment.

Ansonsten sind die Weißöle recht unterschiedlich stark pigmentiert und ergeben zum Teil einen deutlich "gekälkten" oder milchigen Effekt. Bei der Eiche ist der Effekt durch die Ringporen (die längs ja eher "Strichporen" sind) immer recht deutlich. Außer bei sehr schwach pigmentierten Ölen ist die Färbung in Form der weißen Poren recht deutlich sichtbar. Das kann schon gut aussehen, aber es sieht eben gefärbt aus und nicht wie helles Holz - das muss man wollen. Eine ganz leichte Aufhellung erreicht man im Übrigen noch mit einer Vorbehandlung mit Oxalsäure, aber ich empfinde den Effekt als eher gering. Was auf Eiche nicht funktioniert, ist die 2-komponentige Bleichung mit Lauge und Bleichmittel, die man für Weichholz einsetzt.
 

MarcBerlin

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Ja, hast natürlich recht. Aber leider nehmen es die Hersteller mit der Terminologie nicht so genau und etliche nennen ihr pigmentiertes Hartöl eben auch "Weißöl". Diese kleine Ungenauigkeit finde ich auch verzeihlich, denn es gibt ja keinerlei Verwechslungsgefahr.
 

Djslimer

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Könnt ihr einen Hersteller empfehlen, oder Einzelne Produkte?

Bin mir aber ehrlicherweise noch nicht sicher, was ich haben will. Das, denke ich, werden mir dann die Experimente zeigen.
Die dunkle Eiche wirkt auf mich düster und schwer, dem will entgegenwirken.

Wenn ich dann mal was teste und weitere Fragen habe werde ich das in einen eigenen Thread auslagern.
 

MarcBerlin

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Ganz wichtiger Hinweis: Weißlich nachölen von Holz, was bereits farblos geölt war, bringt wenig bis nichts. Gute Effekte erzielt man nur auf rohem Holz.

Um experimentieren zu können, ist es sinnvoll, eine eigene Mischungen zu machen. Man besorgt sich Titandioxid und mischt es einfach ins Hartöl seiner Wahl. Um systematisch zu testen, macht man eine Mischung, die noch spürbar zu weiß ist und merkt sich das Verhältnis Öl zu Pigment. Diese verdünnt man dann mit Öl bis der Effekt passt, wobei man die zugegebenen Mengen misst. Dann hat man seine Rezeptur.
 

meharis

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Kurze Frage: ich würde gerne in einer Küche die Arbeitsplatte austauschen. Ich suche daher zwei Platten mit den Maßen ca. 260 * 63,5 * 3,8cm in Eiche. Wichtig ist, dass das in Bayern geliefert werden kann. Hat da jemand eine Empfehlung für eine gute Bezugsquelle? Danke im Voraus!
 

Djslimer

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Kennen tu ich da nicht wirklich was, aber bei der Suche nach Holz für meinen Carport habe ich nach Sägewerk oder Holzwerk gesucht.
Die bieten teikweise auch bearbeitetes Holz an. Da habe jeweils entweder auf der webseite geschaut oder angerufen und gefragt, was die alles machen.
Alternativ im Zuschnitt der Baumärkte mal nachfragen, die haben dort nochmal anderes Material verfügbar als in der Auslage.
Oder auch Kleinanzeigen, dort habe ich auch diverse Holzhändler gefunden gehabt.
 

isso

ww-robinie
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Ganz wichtiger Hinweis: Weißlich nachölen von Holz, was bereits farblos geölt war, bringt wenig bis nichts. Gute Effekte erzielt man nur auf rohem Holz.
Meist, nicht immer, hilft ein erneutes schleifen. 60 bis 80er zum Anfang, bis 120 oder 150er, das kommt wieder aufs Öl, den Anteil der Pigmente und das gewünschte Ergebnis an.
 
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