Werkstatt Tür bauen

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Hallo Holzrad,

wie gesagt ich hatte ein bischen Bedenken wegen der Zeit und hab dann mit Tempo und dem Heizkörperpinsel drauf, auch die Hobelbank hat was ab bekommen.
Ne ich lass es hart werden und schieb mit einem alten umgedrehten Stechbeitel die Nasen ab und danach den Handhobel, im Bedarfsfall den Exzenterschleifer, normal ist es aber soviel nicht was neben dran läuft.

Gruß Dietrich
 

Micha83

ww-robinie
Registriert
29. Januar 2014
Beiträge
2.071
Ort
01561
Nix Excenter Schleifer, kann den Kunz Leimkratzer nur wärmstens empfehlen.
Wir hatten mit der Leimflasche drei Spuren pro Profil angegeben und dann einmal mit einem Leimpinsel drüber zum verteilen.
Ist natürlich ne Übungssache.
Das hätte einen Anrungser vom Chef gegeben, wenn das so ein Schlachtfeld gewesen wäre.
Nebenbei hätte es die neue Barth Presse versaut.
 

Holzrad09

ww-robinie
Registriert
3. Februar 2015
Beiträge
12.317
Ort
vom Lande
Ich gehe weiterhin davon aus, daß der Leim Kratzer noch in Aktion tritt bevor da gehobelt wird.
Ich denke da wird nix mehr großartig gehobelt ....
Dietrich hat es zur Platte/ Füllung mittels Verleimprofil flächenbündig verleimt und Ich sehe da kein weiteres hobeln, seine Maschine kann auch nur 30cm.
Allenfalls Bandschleifer mit Schleifrahmen oder Exzenterschleifer.
Beim abkratzen von ausgehärtetem Leim mit dem Leimkratzer besteht halt immer das Risiko das man Holz mit ausreißt.
Besser den überschüssigen Leim vorher zurück in den Eimer und dann feucht abwischen.
LG
 

happyc

ww-robinie
Registriert
2. Dezember 2022
Beiträge
1.088
Ort
Einen a.d. Waffel
Ich warte bis der ausgetretene Leim angezogen ist, also die Oberfläche nicht mehr feucht ist, und kratze den Leim dann mit einer Spachtel ab. Wenn ich das richtige Zeitfenster erwische, löst sich der Leim super & hinterlässt auch auf dem Holz keine Spuren..
 

teluke

ww-robinie
Registriert
26. Oktober 2015
Beiträge
9.344
Ort
Pécs
Moin

Dann hat man im Vorfeld aber vergessen , ihn mit einem ( leicht ) feuchten Lappen abzuwischen :emoji_grin:

Ansonsten ein schönes Projekt , was Dietrich da zeigt .

Gruß

Genau auf diesen Hinweis warte ich schon die ganze Zeit.

Ich spanne die Bretter im Verleimständer ein.
Dann entferne ich sofort die Niederhalter.
Dann nehme ich ein feuchten Lappen und entferne alle Leimrückstände.

Das geht natürlich nur auf der Sichtseite.
Die geht dann beim Dickenhobel unten durch. Der hat mit den harten Leimresten auf der anderen Seite kein Problem.
Leim abgekratzt habe ich noch nie.

@Dietrich war da ein wenig großzügig mit der Leimangabe, aber klar besser als kein Austritt (zu wenig Leim, Leim ist doch nicht der Kostenfaktor).
Das ist sogar möglicherweise an einer Stelle (rechts 2.Brett von unten) der Fall. Dort tritt auch am Ende kein Leim aus.
Muss aber nichts heißen.

Projekt gefällt mir auch.
 

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Hallo,

also beim Leim gelobe ich Besserung, sind ja noch Füllungen zu machen.
Dickenhobel, die Füllung ist 73cm breit, ja schon klar gibts sowas, aber bei mir ist Hobbyliga...

Gruß Dietrich
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.497
Ort
29549 Bad Bevensen
Kein Mensch wäre früher auf die Idee gekommen unnötig breite Füllungen zu machen. Wie es teluke beschrieben hat ist es richtig, da wurde ein Steg eingebaut. Je breiter die Füllung, je größer ist das Risiko, Risse usw. zu riskieren. Zumal früher die Leime nicht so gut waren wie heute
 

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Lange nicht im Einsatz, hier immer wieder heiß diskutiert (fehlende Notwendigkeit), von mir gerne verwendet weil es einige Vorteile bietet, die Kronenfuge oder auch Verleimfräser.
Hallo Holzrad,

richtig hattest Du als Möglichkeit erwähnt, aber denk an obiges Zitat...und über was würden wir dann diskutieren!?
Die 73cm Breite sind auch kein Endmaß, kommt noch bissl was weg, einer der Nachteile der Kronenfuge ist ja das man immer etwas übers Maß schaffen muß, knapp 70cm breit wird die Füllung, also auch nicht so weit von 65cm, ist ja eher eine kleine Tür.

Evtl. könnte man mit einem Reststück Kronenprofil so ne Art Leimangeber/Streifer machen?

Gruß Dietrich
 

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Hallo Kollegen,

heute ging es ein bischen weiter, die kleinere obere Außenfüllung ebenfalls 30mm stark, gefräst mit der gleichen Einstellung des Verleimfräsers.
Das Angeben vom Leim habe ich etwas optimiert, mit der Zotte vom Propellerleim eine Zickzackwurst übers Profil, abgezogen mit einem 2mm Nadelholzspan, der beim Fräsen der 1. Leiste mit Abdeckband quer vorne drauf geklebt wurde, so hatte der Span, bzw. 2 Stück die Form des Profils, damit konnte man in einem Zug sehr sauber den Leimauftrag vergleichmäßigen/egalisieren.
Und auch der austretende Leim wurde gleich aufgenommen, war aber auch viel weniger.
Bilder:

Gruß Dietrich
 

Anhänge

  • ofüll2.JPG
    ofüll2.JPG
    101,5 KB · Aufrufe: 89
  • ofüll3.JPG
    ofüll3.JPG
    129,9 KB · Aufrufe: 88
  • ofüll4.JPG
    ofüll4.JPG
    101,5 KB · Aufrufe: 90
  • ofüll1.JPG
    ofüll1.JPG
    89 KB · Aufrufe: 89

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Hallo,

Fragen an die Haustür-Spezialisten:

Nimmt man für die Abdichtung zur Füllung einfach die gleiche Dichtung wie für Glasfüllungen?
Hinterschneidet man die Abplattung an der Unterkante der Füllung?
Die 3mm Radien an den Türfriesen zieht man nur innen durch, an der Außenseite entstünde ja sonst eine Art Wasserfang?!

Gruß Dietrich
 

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Hallo Holzwerker, hallo Tür-Interessierte,

nach einem Familien-weiten Infekt der uns nicht mehr loslassen wollte gibt es nun Besserung und auch die dringend benötigte Unterstützung.
Denn nachdem ich die Verbindungszapfen beidseitig geschlitzt hatte und aus ein paar Resten dunklen Kambala Holzes Keile gesägt hatte stand die Verleimung der Tür sprich die Verbindung der Türfriese an, eine Tätigkeit bei der Profis gerne ihren pneumatisch oder hydraulisch betätigten Verleimpressen vertrauen.
Hierfür wollte ich unbedingt einen Helfer dabei haben, manchmal fehlen einem regelrecht Hände wenn es gilt Zwingen zügig an zu setzen und mit Zulagen zu versehen.
Mein Freund und Helfer Wolfgang kannte das Projekt von Bildern und auch schon von einigen Tagen im Dezember wo er Unterstützung leistete.
So hatten wir Mitte der Woche das Türblatt verleimt, die Füllungen auf Endmaß gesägt und nahmen uns den gestrigen Freitag vor für die bereits verleimte Tür weiter an der Fräse zu bearbeiten.
Doch halt, die Tür besteht nun aus knapp 7 m langem 68x130 Eichenprofil also rund 60 Ltr Holzvolumen, hinzu die Fläche von knapp 2 m2, diese war zu groß um sie im "Maschinenraum", also dort wo die Fräse steht, zu bearbeiten.
Lediglich die Schmalseite konnte dank Abstützkonstrukt gefräst werden, für die beiden Längsseiten musste die Fräse in den "Bankraum" gefahren werden und so positioniert werden das wir mit der Tür in den Flur "fahren" konnten, solche Experimente mag ich eigentlich garnicht, denn sie verlangen viel Rüstzeit und bergen Fehlerquellen, aber es nutzt ja nichts.
Wir haben es dann mit angehängter Sonderschicht bis Freitag Abend gegen 20Uhr geschafft, nicht nur die Tür sondern auch noch die Türfüllungen zu fälzen.
Von dieser Stelle einen besonderen Dank an meinen Freund Wolfgang!

Ja klar gibt es wieder Bilder.

Gruß Dietrich
 

Anhänge

  • Türblatt1.JPG
    Türblatt1.JPG
    104,5 KB · Aufrufe: 117
  • Türblatt2.JPG
    Türblatt2.JPG
    172,1 KB · Aufrufe: 109
  • Türblatt3.JPG
    Türblatt3.JPG
    150,4 KB · Aufrufe: 110
  • Türblatt4.JPG
    Türblatt4.JPG
    126,8 KB · Aufrufe: 104
  • Türblatt5.JPG
    Türblatt5.JPG
    109,9 KB · Aufrufe: 102
  • Türblatt6.JPG
    Türblatt6.JPG
    95,4 KB · Aufrufe: 102
  • Türblatt7.JPG
    Türblatt7.JPG
    126,1 KB · Aufrufe: 104
  • Türblatt8.JPG
    Türblatt8.JPG
    93,8 KB · Aufrufe: 103
  • Türblatt9.JPG
    Türblatt9.JPG
    127,6 KB · Aufrufe: 105
  • Türblatt10.JPG
    Türblatt10.JPG
    144,3 KB · Aufrufe: 110
  • Türblatt11.JPG
    Türblatt11.JPG
    168,9 KB · Aufrufe: 111
  • Türblatt12.JPG
    Türblatt12.JPG
    95,7 KB · Aufrufe: 114
  • Türblatt13.JPG
    Türblatt13.JPG
    98,8 KB · Aufrufe: 112
  • Türblatt13.JPG
    Türblatt13.JPG
    98,8 KB · Aufrufe: 120

Dietrich

ww-robinie
Registriert
18. Januar 2004
Beiträge
6.587
Ort
Taunus
Hallo und guten Abend,

heute Nachmittag nach dem Doppelsieg der 4er Bobs im Eiskanal von Cortina hab ich erst mal die Werkstatt aufgeräumt.
Übrigens viel besser als Rollenböcke kann man parallel zur Fräse lange Hobelleisten auf 2 Böcken ausrichten und als verbreiterte Auflage bspw. für Türblatt oder auch Tischplatten nutzen.
Der Vorschub ist dabei natürlich Gold wert, bei der Stirnbearbeitung könnten die Anschlagbacken der Fräse bissl länger sein.
Die durchstoßenen Zapfen hatte ich mir so vorgestellt, war aber nicht ganz sicher obs auch so ansehenlich wird.
Vor dem Fälzen hatte ich die Zapfenüberstände mit dem Nr 62 von Kunz-Plus geglättet das nichts am Anschlag hängen bleibt oder kippelt, das ging auch sehr gut.

Ansonsten bis die Tage wenn es weiter geht:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 
Oben Unten