Wer hat sich bewusst für eine (gute) TKS statt einer FKS entschieden?

MTrp

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Mich beschäftigt seit einiger Zeit das Thema Formatkreissäge. Ich habe zur Zeit nur eine einfache Tischkreissäge (DeWalt 7492) und plane mittelfristig ein Upgrade. Ideal wäre natürlich eine FKS (bzw. FKS-Fräse-Kombi), allerdings ist das bei mir mit dem Platz als auch der Mehrfachnutzung der vorhandenen Räumlichkeiten nicht so einfach. Ideal wäre vermutlich eine FKS mit 2,5m-Schiebeschlitten, aber das geht sich ziemlich sicher nicht aus. Bei einem kürzeren Schiebeschlitten stellt sich ev. die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Ich würde mit diesem Thread gerne etwas Klarheit in meine Entscheidungsfindung bringen.

Daher meine ganz konkreten Fragen:
Wer hat sich bewusst für eine gute TKS statt einer FKS entschieden?
Gab es außer Platzmangel auch noch andere Gründe für diese Wahl?
Welche TKS ist es geworden?
Wie hat sich das für Euch bewährt?
 

heiko-rech

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Hallo,
Bei einem kürzeren Schiebeschlitten stellt sich ev. die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Ich würde mit diesem Thread gerne etwas Klarheit in meine Entscheidungsfindung bringen.
Jeder noch so kurze Schiebeschlitten ist besser, als ein Schiebetisch oder so ein unsägliches Teil, das in den Nuten im Tisch geführt wird. Bitte lass dich nicht von den im Moment vielen YouTube Videos blenden, in denen jeder mit mehr als 500 Abonnenten eine Sawstop in die Werkstatt gestellt bekommt und diese als die beste Säge anpreist, die es gibt. Sawstop ist sinnvoll, keine Frage, aber da hätte man auch eine gescheite Säge drumherum bauen können.
Eine Formatkreissäge ist vielseitiger und bei richtiger Anwendung auch sicherer als eine herkömmliche Tischkreissäge. Wenn der Platz für eine Formatkreissäge reicht (auch wenn es nur eine kleine ist), ist das mit Sicherheit die bessere Wahl.
Mal anders gefragt: Was spricht denn für dich gegen eine Formatkreissäge und für so eine altmodische Tischkreissäge?

Gruß
Heiko
 

willyy

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Ich wäre bei einer FKS oder gleich Säge-Fräse Kombi.
Wenn Du den Platz und die finanziellen Mittel hast, kauf eine FKS. Den Schiebetisch kann man bei jeder feststellen, dann hast Du eh deine TKS.

In 90 % schneide ich "Kleinteile", so dass mir mein 1,6 m Tisch locker reicht und es ist bequem und sicher.
Für die 5 -10 % der Fälle, wo Du die ganze Länge brauchst, mach sie dreh oder bewegbar. Tür auf und dann durch die Tür sägen o.ä.
Auch mit kürzerem Schiebetisch kann man mit einem in der Nut geführten Brett längere Teile sägen. Es müssen aus meiner Sicht keine 2,5 m Tischlänge sein, wenn das bei Dir knapp wird.
Jede kleinere FKS wäre für mich sinnvoller als eine TKS.

Grüße
Thomas
 

Dietrich

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Hallo,

man fragt sich warum immer noch Tischkreissägen neu angeboten werden, wenn doch die FKS alles besser kann?
Und teils sogar zum mehrfachen Preis, wie bspw. bei der Rapid PK 100.
Müsste ich heute was kaufen, würde ich mir die tschechische OP 201 in Vollausstattung mal genau ansehen, oder eben eine möglichst vollständige Ulmia 1710 oder Flottjet 3000 Profi.
Ein Standardzubehör für TKS Modelle wäre ein Verstellnuter, der bei einigen FKS Modell wohl nicht reinpasst, auch gibt es zu TKS Modellen vielfach eine Lalo, mir ist keine FKS bekannt die das ermöglicht.
Also besonders variabel scheint gerade die TKS zu sein.
Auch viv. Einstellarbeiten scheinen einfacher bei der TKS.
Zu guter letzt entscheidet aber die eigene Arbeitsweise und Vorliebe.

Gruß Dietrich
 

FredT

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Nun, weil nicht alle Nutzer und Käufer eine ständige Werkstatt zur Verfügung haben und die Säge dann auch mal weggestellt werden muß, wenn sie der Allgemeinheit im Weg zu sein scheint(?) Mit einer FKS stelle ich mir das sehr schwervor, die hochkant irgendwo in eine Ecke rollen zu müssen. Auch das Budget der Familie könnte mehr nicht zulassen?
 

Lorenzo

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Ich hatte als erste Säge eine Frommia 635, danach eine FKS mit relativ kurzem Schlitten, SCM SI 150. Für mich war das Arbeiten an der TKS (Schiebeschlitten der in den Tischnuten läuft, war vorhanden) angenehmer. Und die FKS konnte mit dem kurzen Schlitten ihren konstruktionsbedingten Vorteil nicht ausspielen. Das sägen kleiner Teile fand ich mit dem Schiebeschlitten deutlich angenehmer. Sämtliche Einstellungen waren extrem gut abzulesen und 100% präzise.
Die Frommia ist halt Maschinenbau auf höchstem Niveau. Die SCM sicher auch nicht schlecht, aber den Unterschied merkt man schon.
Letzter Punkt: die Frommia hat 1500€ gekostet (mit Langlochbohrmaschine und Oberschutzhaube), die SCM 2000€ (kein Zubehör, musste Teile nachfertigen). Das geht in die Beurteilung schon mit ein. Kleine FKS sind sehr beliebt, und daher auch gebraucht noch ziemlich teuer.

Ich bin übrigens kein Influencer, das sind einfach persönliche Erfahrungen.

Bereut hab ich den Kauf der SCM nicht. Ich die sauber hergerichtet und gut verkauft. Inzwischen hab ich ne FKS/Fräse (ich lass die Fräse mal außen vor) mit ner 2,5m Besäumlänge. Die hat dann für mich endgültig nen wirklichen Vorteil gegenüber der TKS, weil ich sehr komfortabel sämtliche Besäumarbeiten an dieser machen kann.

Zusätzliche Info: ich verarbeite bis auch homöopatische Ausnahmen Massivholz.

Hier hast du Lesestoff:
https://www.woodworker.de/forum/threads/frommia-635-erfahrungsaustausch-und-anleitung.107106/
https://www.woodworker.de/forum/threads/neuzugang-scm-si150-formatkreissäge.120694/

Und noch eins: Ja, ich steh auf den Maschinenbau von Frommia. Das ist zum einen recht persönlich zum anderen aber durchaus in der top Funktionalität begründet.

Hier noch ein Beispiel für die Präzision: Schifterschnitte. Ausgerechnet, eingestellt, gesägt und verleimt. Top Ergebnis. Die Maschine war von 1974, und ich hab sie aus ner Schreinerei übernommen.
https://www.woodworker.de/forum/threads/test-pyramidenstumpf-und-schifterschnitte.114048/

P.S. Letztlich sind persönliche Erfahrungen und Vorlieben bei so ner Beurteilung oft Grund für unterschiedliche Meinungen. Ich mag zum Beispiel meine jetzige Knapp FKS/Fräse, auch wieder ohne Berücksichtigung der Fräse, viel lieber als die Altendorf in der Arbeit. das würden sicher auch einige anders sehen.
 
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Maho68

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Mich beschäftigt seit einiger Zeit das Thema Formatkreissäge. Ich habe zur Zeit nur eine einfache Tischkreissäge (DeWalt 7492) und plane mittelfristig ein Upgrade. Ideal wäre natürlich eine FKS (bzw. FKS-Fräse-Kombi), allerdings ist das bei mir mit dem Platz als auch der Mehrfachnutzung der vorhandenen Räumlichkeiten nicht so einfach. Ideal wäre vermutlich eine FKS mit 2,5m-Schiebeschlitten, aber das geht sich ziemlich sicher nicht aus. Bei einem kürzeren Schiebeschlitten stellt sich ev. die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Ich würde mit diesem Thread gerne etwas Klarheit in meine Entscheidungsfindung bringen.

Daher meine ganz konkreten Fragen:
Wer hat sich bewusst für eine gute TKS statt einer FKS entschieden?
Gab es außer Platzmangel auch noch andere Gründe für diese Wahl?
Welche TKS ist es geworden?
Wie hat sich das für Euch bewährt?
Kurze FKS wäre ne SCM SC 2 c Holzkraft-die hat ja gute resonanz im forum hat
Schnittlänge kann man angeblich bis 1,85 m ausreizen ! ansonsten

ich hab ne REX KFZ 2 Kreissäge-Fräse kombi =grünes eisenschwein -geht auch, wenn man überwiegen massivholz verarbeitet und ebenerdigen zugang zur Werkstatt hat die gibts für ~1000 bis 2500 €
 

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KaiX0

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Auch ich leide unter Platzmangel und hätte gerne eine FKS. Geht aber nicht. Also ebenfalls die DeWalt 7492, dazu einen Schlitten https://www.feinewerkzeuge.de/INCRA-Miter-Express/314568 und Anschlag https://www.feinewerkzeuge.de/INCRA-Telescoping-Flip-Fence-ausziehbarer-Klappanschlag/314940-main und den hier https://www.feinewerkzeuge.de/INCRA-Incremental-Flip-Shop-Stop-Metrisch/314866 von Inca sowie den HongDui TB01 https://de.banggood.com/HONGDUI-HD-...h-Quick-0-22_5-45-67_5-Setting-p-2030993.html.

Ist immer noch keine FKS, leider, aber damit geht schon sehr viel. Und ziemlich präzise. Und ich rolle die Säge bei Nichtgebrauch in die Ecke.
 

Heener

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Ich.
Das ist die Antwort auf die Eingangsfrage.
Einige meiner Gründe sind:
- finanziell
- Flexibilität und Vielseitigkeit
- Häufigkeit der Anwendung
- Platzmangel
- gute Transportmöglichkeit
- geringe Ansprüche angesichts meiner Projekte
- geringeres Gewicht und Größe der Grundmaschine (passt in PKW)
Grüße
 

Curby

ww-eiche
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Beides. Eine kleine TKS für kleine Werkstücke und eine FKS für große und zum Ablängen (ganz vereinfacht ausgedrückt). Ansonsten bekommst du eine Hammer B3 auch mit kurzem Schiebeschlitten. Und beachte: vor und hinter der Säge brauchen alle Sägen gleich viel Platz, egal of FKS oder TKS.

Bitte lass dich nicht von den im Moment vielen YouTube Videos blenden, in denen jeder mit mehr als 500 Abonnenten eine Sawstop in die Werkstatt gestellt bekommt und diese als die beste Säge anpreist, die es gibt.

Dieser Trend ist mir auch schon sehr negativ aufgefallen.
 
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welaloba

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Die Formatsäge brauchte ich ein einziges Mal, das war dann die von einem Bekannten. Ich hatte damals eine Bestellung für einen Dreimetertisch. Der Bekannte hatte dann auch die entsprechende Hobelausrüstung. Hier habe ich eine in den späten 80er Jahren gekaufte EB250 ohne Schiebedings, die reichte mir immer für alles was ich zu bauen hatte-
 

joh.t.

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Immer FKS, kein Spielzeug

Da gibt's kleine Bernardos für günstiger als ne Erika.
Mit Schiebeschlitten!!

Und das Problem steht meistens an der Maschine.
 
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IngoS

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Hallo,

als ich meine Kombi gekauft habe, gab es in der Kombination keine Formatkreissägen.
Mit selbst gebautem Besäumbrett kann ich aber auch 2,5m besäumen. Das ist auch eine Lösung, wenn man eine kleine Formatsäge mit nur geringer Besäumlänge hat. Ansonsten habe ich mit der Tischkreissäge alles hinbekommen, was ich machen wollte.

Gruß Ingo
 

bast_ig

ww-buche
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Ich würde mir eher eine Formatkreissäge kaufen, wenn es ginge, gerade was großformatige Teile betrifft. Ich kann auch eine kleine Formatkreissäge nutzen.

Möchte aber eine Lanze für diese Schiebetische an der Führungsnut brechen. Ich habe mir letztens als Spleen eine ganz kleine Tischkreissäge aus dem 80ern geholt. Die Tische waren verzogen, nicht stark, aber spürbar. Habe mir dann in ziemlich kürzer Zeit aus Resten so einen einfachen Schlitten gebaut. Es ist wirklich erstaunlich, dass man den ohne großen Aufwand sehr genau einstellen kann. Damit kann ich absolut präzise sägen.

Grüße

PXL_20260125_144435997.LS_exported_4576.jpg
 

magmog

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....... es ist auch möglich nur mit Handwerkzeug die wunderbarsten Ding zu bauen,
hat ja auch Jahrtausende funktioniert. Aber eine gute FKS erleichtert die Arbeit enorm,
und die ganze Knochenschinderei bleibt eim erspart.
Selbst das gefährliche und mühsame Schieben der Hölzer über die Abrichte
erspart einem eine FKS weitgehend.
Ein anderer Aspekt wäre für mich: lieber ein Workout in der Werkstatt als in der Muckibude.
Nur so musste ich glücklichqerweise bisher nicht mein Geld verdienen. :emoji_wink:
 
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Kerstenk

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Aber eine gute FKS erleichtert die Arbeit enorm,
und die ganze Knochenschinderei bleibt eim erspart.
durchaus richtig
Ein anderer Aspekt wäre für mich: besser ein Workout in der Werkstatt als in der Muckibude.
Nur so musste ich glücklichqerweise bisher nicht mein Geld verdienen. :emoji_wink:
ja genau, Kleinzeug schneiden und nach zwei Stunden bricht einem das Kreuz auseinander, an der Formatsäge, weil sie dafür ergonomisch einfach nicht geeignet ist. Ich säge sehr viel kurzes Zeugs (quer), würde nie auf die Idee kommen, das an meiner Formatsäge zu machen.
Jedes Werkzeug hat seine Stärken, auch eine Tischkreissäge. Auch wenn die Formatsäge die universellere ist und sich deshalb auch durchgesetzt hat, bei all denjenigen die universell Arbeiten ausführen müssen.
 

tomkaes

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Hallo,
man fragt sich warum immer noch Tischkreissägen neu angeboten werden, wenn doch die FKS alles besser kann?
Und teils sogar zum mehrfachen Preis, wie bspw. bei der Rapid PK 100.
Die ideale Hobbymaschine neu ab 11 K€ (LLB nicht lieferbar)
Müsste ich heute was kaufen, würde ich mir die tschechische OP 201 in Vollausstattung mal genau ansehen,
Schnittbreite max. 60 cm, kein Verstellnuter möglich
Anbieter mgh24.de vorrübergehend geschlossen, Holzprofi nicht mehr im Programm. Preis > 4 K€ kein Oberschutz lieferbar.

oder eben eine möglichst vollständige Ulmia 1710 oder Flottjet 3000 Profi.
Nur gebraucht, Ersatzteilversorgung?
Ein Standardzubehör für TKS Modelle wäre ein Verstellnuter, der bei einigen FKS Modell wohl nicht reinpasst
Selbst bei der neuen kleinsten Hammer TKS/FKS lieferbar.
, auch gibt es zu TKS Modellen vielfach eine Lalo, mir ist keine FKS bekannt die das ermöglicht.
Nur noch OPP + gebrauchte, s.o.
Also besonders variabel scheint gerade die TKS zu sein.
Welche?
Auch viv. Einstellarbeiten scheinen einfacher bei der TKS.
Sägeblatt zu Tischnuten / Schlitten / PA hier 1x pro Woche hinterfragt.
Zu guter letzt entscheidet aber die eigene Arbeitsweise und Vorliebe.

Gruß Dietrich
Freiwillig habe ich nicht mit der alten PK 100 gearbeitet; rein P/L und ich konnte/wollte mir selbst helfen.
Schau mal sehenden Auges selbst in eine 1 Mann Schreinerei im 3. Jahrtausend rein. :emoji_wink:
 

willyy

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Ja, ich steh auf den Maschinenbau von Frommia
100 % Zustimmung für den Maschinenbau + Frommia.
ABER: die Dinger gibts m.W. nur noch gebraucht und eine gute zu erwischen, die nicht völlig fertig ist, zu einem vernünftigem Preis und in Reichweite wäre Glückssache. Ich würde nicht drauf vertauen wollen. KA in DE sieht gerade düster aus.
Und man muß Metall basteln können und wollen oder einen guten Spezl haben.

Das sägen kleiner Teile fand ich mit dem Schiebeschlitten deutlich angenehmer.
ja, bei Kleinteilen kostet eine FKS echte Umstellung. Der Spalt am Sägeblatt ist deutlich größer und es verschwinden da viel öfter kleine Abschnitte drin, manchmal schepperts. Da muß man seine Arbeitsweise anpassen lernen.

Platzbedarf in der Breite als Bsp:
Wenn ich meinen Auslegertisch abbaue und den Gelenkarm nach hinten klappe und nur mit Winkelanschlag schneide braucht sie gut 31 cm weniger Platz. Solche kleinen Zusatztische gibt es zu allen Maschinene, kann man auch selber bauen.
Zu 80 -90 % nutze ich den "kleinen Aufbau"

Anschläge_seitlich.jpg

Anschlag_delta 31 cm.jpg

Kleinzeug schneiden und nach zwei Stunden bricht einem das Kreuz auseinander, an der Formatsäge, weil sie dafür ergonomisch einfach nicht geeignet ist.
jein, man steht leicht schräg, aber dass ich davon Beschwerden hätte, kann ich nicht ganz nachvollziehen oder bestätigen. War auch noch kein 2 h konstant schief gestanden :emoji_wink:

Fritz und Franz möchte ich für Kleinkram nicht mehr missen.

Ganz generelle Empfehlung:
Papierplan von Werkstatt machen und ein paar Sägekandidaten maßstäblich machen und rumschieben gehen.
die max. Abmessungen gesrichelt, dann siehst Du am besten wo es hakt. Auch ein Menschenmodell von Dir mit Armen, Schulter- und Bauchbreite :emoji_slight_smile:emoji_wink:emoji_slight_smile:, damit man ein Gefühl bekommt, wie eng es zum durchschlüpfen wird.

Optionen: Verstellnuter, Vorritzer: hab mich mal geärgert, dass ich keinen Verstellnuter montieren kann, aber ehrlich gesagt hab ich ihn noch nie wirklich vermißt ode dringend gebraucht.
Vorritzer nutze ich oft für MPX und Sperrholz, da ist er eine Wohltat. Aber es geht natürlich auch ohne ...
 

Lorenzo

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Ach, gute gebrauchte TKSen gibts immer noch recht häufig. Und ne Tischkreissäge is ja auch keine Tube Zahnpaste.

Und Fritz und Franz an der FKS mit langem Schlitten is ergonomisch nicht zu vergleichen mit nem Schlitten auf der TKS. Wir haben in der Arbeit nicht umsonst ne Ulmia 1710s rumstehen. Neben 2 FKSen, ner Graule und ner speziellen Ablängsäge mit pneumatischem Druchbalken für richtig Meter.

Unterschiedliche Maschinen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Und je nach Arbeitsschwerpunkt kann die sinnvolle Wahl unterschiedlich aussehen. Nein, sollte sie unterschiedlich aussehen.
 

KaiX0

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Wie oft in Monat oder Jahr besäumst du?
Hast du Alternativen dafür, z.B. Schiene...
Alles andere geht auch gut mit der TKS.
Eine gute gebrauchte TKS ist auch günstiger.
Ich z.B. einige wenige Bohlen/Jahr. Auf dem Boden mit untergelegten Extruderschaumplatten und der Führungsschiene. Sieht bestimmt blöde aus, geht aber :emoji_wink:. Kürzere Bohlen gehen über die TKS.
 

bello

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Daher meine ganz konkreten Fragen:
Wer hat sich bewusst für eine gute TKS statt einer FKS entschieden?
Gab es außer Platzmangel auch noch andere Gründe für diese Wahl?
Welche TKS ist es geworden?
Wie hat sich das für Euch bewährt?

Vor der Frage stand ich vor 27 Jahren als ich mit dem Holzwerken begann. Mit absolut wenig Ahnung stand ich vor einer Festool CS 70 und einer Metabo als FKS mit kurzem Schlitten.

Entscheidend war dann das die CS 70 Set transportabel war. Mit der habe ich dann 12 Jahre sehr viel gearbeitet und sie dann noch sehr gut verkauft.
Dazu gab es eine Festool TS mit Schiene.

Danach kamen eine neue Altendorf WA 6 mit 2600er Schlitten, als der Platz geringer wurde eine neue Bernardo 1600 N und dieser folgte als Übergangslösung eine gebrauchte Sicar Kombi mit 1500er Schlitten, aber Besäumlänge 1950 mm. Der Übergang hält noch an.

Mit der CS 70 würde ich jederzeit wieder arbeiten. Auch machte keine der anderen Maschinen Probleme. Einen Verstellnuter habe ich nie vermisst, dafür gab es die Oberfräse. Fritz und Franz habe ich auch nie gehabt.
 
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