Test Pyramidenstumpf und Schifterschnitte

Lorenzo

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Hallo liebe Mitforenten :emoji_slight_smile:

Ein ganz kleines Projekt, und zwar im Wortsinne. Ich hab in nächster Zeit ja 3 größere Projekte geplant. Eines sind Stühle, das andere eine Kinderwiege (wenn ich mich nicht ranhalt wirds nix mit der Argumentation dass nach so nem aufwändigen Möbel das nur für so kurze Zeit Sinn ergibt, auch ein zweites Kind geben muss...:emoji_flushed:) und für das Dritte hab ich schon ein ganz gutes Konzept, aber dazu in Zukunft dann mehr.

Auf jeden Fall kommen sowohl bei den Stühlen als auch der Krippe einige Schifterschnitte und generell viele nicht rechtwinklige Verbindungen vor.

Um mal ein bisschen zu üben, also sowohl das Rechnen als auch das Herstellen hab ich kleinste Reste zu nem Kästchen zusammengebastelt.

Ich wollte ursprünglich eigentlich nen Deckel für ne Butterbox machen, damit das Übungsstück nicht völlig sinnfrei ist, aber zum Glück hab ich beim Ausmessen, oder richtiger beim Notizen machen einen Fehler gemacht, und so musst ich dann improvisieren und noch nen Deckel dazu basteln, damit es aussieht als obs Absicht gewesen wäre ein Döschen zu bauen.

Ich hab mir die Aufgabe gestellt einen 4 seitigen Korpus zu bauen, der nach oben konisch auseinander läuft. Wie so ein Bettkasten von ner Kinderwiege. Seitenlängen (und zwar an der Ober- und Unterseite der Seitenwände) und Korpushöhe waren gegeben. Den Rest hab ich dann errechnet.
Ich war schon recht gespannt ob das mit den Berechnungen so hinhaut, und noch gespannter was passiert wenn ich die errechneten Werte dann an der Kreissäge einstelle und die Teile so säge.

Meine liebe Frommia hat mich nicht enttäuscht. :emoji_slight_smile:

Ein Schifterschnitt war 10,14° am Ablänganschlag und 44,08° am Sägeblatt. Die 10,14° musst ich bei jedem Teil einmal nach links und einmal nach rechts schwenken um die 2 Schrägen die ich für die Seitenteile brauch sägen zu können. (Ich hab natürlich erst alle Teile mit einer Einstellung gesägt, dann einmal umgestellt und dann bei allen Teilen die jeweils andere Seite gesägt!)
Für die Nuten in die ein Boden eingelegt wurde musst ich das Sägeblatt 10,30° schwenken.
Also eher nicht die geradesten Werte. Und klar kann ich nicht auf 2 Stellen hinterm Komma genau einstellen. Aber eine Stelle geht gut, vor allem die Sägeblattschwenkung ist einfach und sehr exakt einzustellen (und läuft einfach butterweich :emoji_sunglasses:)
Auf jeden Fall ging alles gut zusammen, und das Ergebnis is auch noch ganz hübsch geworden.
Ich weiss auf jeden Fall jetzt wie ich den Korpus für die Kinderwiege berechnen und die Teile dafür zusägen kann. Die Kinderwiege wird zwar nicht auf Gehrung verleimt, sondern mit ner Trichterzinkung gemacht werden, aber auch dafür muss man die Seitenteile korrekt herstellen. Da gibts nirgendwo nen normalen rechten Winkel.
Ich hab bei diesen kleinen Teilen die obere und untere Kante der Seitenteile nicht mit nem Winkel angearbeitet (wären die schon erwähnten 10,30° gewesen). Erstens hat ichs bisschen eilig und wollte fertig werden, zweitens hab ich so automatisch ne schöne Schattenfuge zwischen Korpus und Deckel.

So, langer Rede kurzer Sinn: Ihr wollt ein paar Bilder sehen.
Korpus ist Apfel, Einlegeboden und Deckel Nuss. Der Knopf auf dem Deckel ist Buchs. (Nicht selbst gemacht...)
Und zum Glück hat sich aufgeklärt dass der Meerschweinchenstall von @PrimaNoctis doch nicht nur 4 Stunden gedauert hat, sonst hät ich mich nicht getraut das hier reinzustellen! :emoji_wink: Ich musst die Reste allerdings auch von Hand hobeln, weil die zu klein waren um sie durch die Dickte zu schieben. Hab über 4 Stunden gebraucht, hab aber zwischendurch, während des Verleimens, noch 2 Sägen geschärft.
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elmgi

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Gratuliere! Werkstücke, die die Welt der Rechtwinkligkeit verlassen, sind immer wieder eine Herausforderung.
Wie zu erkennen ist, hast Du diese Hürde aber locker genommen! :emoji_thumbsup:
 

Macchia

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die Rechnerei ist nicht ohne da müßte ich mich auch erstmal wieder reinfuchsen.
das letzte mal bei meinen Zimmererböcken.
Mittlerweile verlasse ich mich auf Sketchup.
Das ≈ Zeichen (wenn es denn auftaucht) ist zu vernachlässigen.

Sehr schönes Kästchen und auf die Trichterzinken bin ich auch schon gespannt...
 

Lorenzo

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@Macchia : SketchUp oder ähnliches schau ich mir irgendwann auch mal an, bis dahin probier ichs mit Dreiecks- und Pyramidenstumpfrechner und nem Blatt Papier. Momentan bin ich damit schneller.
Auf die Trichterzinkung freu ich mich schon sehr :emoji_slight_smile:

@sonicbiker : Ist ein Instrumentenwirbel, richtig. Bisschen kleiner als ein typischer Geigenwirbel, da hab ich auch ein paar, aber in Ebenholz. Das Kästchen is wirklich klein, Außenmaße ca. 130x90x60mm. Da wär ein Geigenwirbel schon recht groß :emoji_wink:
 
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Macchia

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SketchUp oder ähnliches schau ich mir irgendwann auch mal an
Sketchup ist mit seiner letzten Version "Make" dann raus aus der Freeware.
Gott sei Dank läuft das noch mit der 64 Bit Version meines neuen Betriebssystems.
Falls das doch mal abgeschaltet wird abonniere ich es auf jeden Fall, arbeite regelmäßig damit.
Wird dann etwa 360,- € im Jahr kosten.
Ein Vektorprogramm brauch ich nicht da keine CNC, BAZ oder 3D Drucker
außerdem habe ich nur wenig Lust mich in eine neue Software einzuarbeiten.
Noch dazu sind Entwürfe mit Sketchup auch meist ansehnlicher als die mit Vektorprogramme erstellten.
Zumindest von denen die ich hier ab und zu mal sehe...
einzig kinetische Abläufe zeichnerisch zu ermitteln wäre noch interessant aber so oft brauch ich das auch nicht und wenn,
bau ich ein Holzmodell.
 

olzwurm81

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Sketchup ist mit seiner letzten Version "Make" dann raus aus der Freeware.
Gott sei Dank läuft das noch mit der 64 Bit Version meines neuen Betriebssystems.
Falls das doch mal abgeschaltet wird abonniere ich es auf jeden Fall, arbeite regelmäßig damit.
Wird dann etwa 360,- € im Jahr kosten.
Ein Vektorprogramm brauch ich nicht da keine CNC, BAZ oder 3D Drucker
außerdem habe ich nur wenig Lust mich in eine neue Software einzuarbeiten.
Noch dazu sind Entwürfe mit Sketchup auch meist ansehnlicher als die mit Vektorprogramme erstellten.
Zumindest von denen die ich hier ab und zu mal sehe...
einzig kinetische Abläufe zeichnerisch zu ermitteln wäre noch interessant aber so oft brauch ich das auQ,wch
 

Macchia

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da habe ich mich missverständlich ausgedrückt,
Sketchup >Make< (2017) läuft noch autark ohne Abo und Cloud.
Das dass so bleiben wird hoffe ich zwar aber glaube ich nicht.
Dabei geht es mir nicht um etwaige Kosten sofern sie im Rahmen bleiben sondern
wie Sebastian schon angedeutet hat um die Netzabhängigkeit und deren weitere Nachteile.
 
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