Wir arbeiten teilweise mit Herstellern aus China zusammen, und viele davon sind beeindruckend große Produzenten. Ein Beispiel: Ein Hersteller fertigt rund 100 CNC‑Maschinen pro Monat – allerdings von einem einzigen Maschinentyp. Diese Firmen sind fast ausschließlich auf dem asiatischen Markt aktiv und haben wenig Interesse an Europa. Das liegt nicht an mangelnder Größe, sondern daran, dass unsere Anforderungen für sie oft schwer nachvollziehbar sind.
In Asien werden mit einer CNC häufig riesige Mengen Spanplatten bearbeitet – einfache Geometrien, hohe Stückzahlen, wenig Varianten.
Bei uns hingegen sieht die Realität völlig anders aus: Clamex‑Verbinder, Winkelgetriebe, komplexe Software, flexible Fertigung.
Das ist ein ganz anderes Niveau an Komplexität.
Deshalb bin ich froh, dass ich große europäische Maschinenhersteller an meiner Seite habe, die mir nicht nur die passenden Maschinen importieren sondern auch Service, Support und technische Anpassungen bieten. Das ist ein Mehrwert, den man erst richtig erkennt, wenn er fehlt.
Und ja – das Thema CE‑Kennzeichnung ist heikel. Kaufen kann man weltweit fast alles.
Aber betreiben darf man eine Maschine in Europa nur, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Sonst wird es schnell teuer, riskant und im schlimmsten Fall illegal.