Kaufentscheidung Exzenterschleifer - Profiklasse

ThomasKO

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Ich möchte mir, nachdem ich mir einen Absaugtisch gebaut habe, nunmehr mal einen vernünftigen Exzenterschleifer kaufen und meine Billigschleifer (<80€, Werbegeschenk, ...) vergessen.
Einsatzgebiet: Weichholz, Hartholz (80% Einsatzgebiet), Lacke, Blech (wenig) und das alles flächig.
Einsatzdauer: 20 Jahr, wöchentlich 1 Stunde (Wunsch), wenig Überkopf, wenig ohne Absaugen, 90% Werkstatt.

In meiner Auswahl ist:
Nr 1: Hilti WFE 450 E (400€) - mit Hilti nur gute Erfahrung (Akkuschrauber, -bohrhammer, -flex, -stichsäge)
Nr. 2: Mafell EVA 150 E 5mm (500€)- hat mein Sohn gute Erfahrung gemacht
Nr. 3: Festool Rotex RO 150 (550€) - Festoakkuschrauber 2* druchgebrannt,deswegen skeptisch bei Festo
Nr.4: Bosch GET 75-150 (300€) - allseits gelobt

Bis jetzt habe ich nirgends einen Vergleichstest dieser Produkte gefunden,- könnt ihr mir weiterhelfen?
Mich interessiert Schleifqualität, Abrieb, Standfestigkeit, Handhabung, Vibration, Lebensdauer bevor ich über € nachdenken muss.

Zusatzfrage: Macht eine Umrüstung auf Abranet mit mittelharte Platte Sinn?

Vielen, vielen Dank für jeden Hinweis.
Thomas
 

marcus_n

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Mirka? Hinsichtlich Schleifqualität hat sich gezeigt, dass die markeneigenen Schleifmittel am besten funktionieren. Bosch und Festool sind beides keine reinen Excenterschleifer, aber gut.
 

Undead

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Warum ist kein Mirka in deiner Auswahl ? Muss es so ein Getriebemonster sein ? Dann Festool. Einfach weil ich Beruflich damit nur Gute erfahrungen gemacht habe. Ich selber habe mich aber für Mirka Deros und würde ihn immer wieder kaufen. Klein und Leicht. Kostet keine 400€ und Mirka ist absolut "Profi" im Schleifen. Mirka ist Schleifmittel Hersteller und gerade im Automotiv Bereich sehr sehr Stark vertreten. Ich kenne eigentlich nur KFZ Lakiererein die mit Mirka arbeiten. Selber bin ich auch absolut überzeugt von den Produkten. Die Schleifmaterialien laufen auf der Breitband , den Kantenschleifern , Schleifpapier von der Rolle und die Schleiffließe damals schon auf dem Rotex und jetzt auf den Hauseigenen Maschinene.

MfG Olli
 

blueball

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Nutze den Rotex 150 mit Granat schon paar Jahre und bin mehr als zufrieden und begeistert.
 

michaelhild

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Bunte Mischung an Getriebeexzenter und Normale.
Erstmal klären, was es sein soll.

Zusatzantwort: Nein. Abranet muss bei Holz nun wirklich nicht sein, außer man folgt dem Hype.
 

ThomasKO

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Hallo marcus_n und Olli,

von Mirka war mir nur bekannt, dass er hervorragende Schleifmittel herstellt, die auf vielen Maschinen "fremd" genutzt werden.
Soviel ich weiss, baut Mirka Maschinen in der ersten Generation. Muss nichts Schlechtes heissen, hab nur keinen Bock auf "Kinderkrankheiten", die in einem Entwicklungsprozess ganz normal und unvermeidbar sind. Aber vielleicht täusche ich mich? (Der Golf I war ja "zeitgemäss" auch ganz passabel)
 

marcus_n

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Thomas: Ich finde Mirka als reinen Excenterschleifer deswegen interessant, weil er genauso gut ist wie die anderen Hersteller, in der höheren Preisklasse wohlgemerkt. Die schenken sich da nichts, dafür ist er aber preislich attraktiv, die Verarbeitung ist gut und es sind zwei verschieden große Schleifteller im Paket (125 und 150). Bei Excenterschleifern immer auf den Schleifhub achten. Holzbearbeitung benötigt 6mm, Lackfeinschliff etwa 3mm, und dann gibts da noch rare Exoten mit 8mm Hub. Ansonsten kannst Du dir jeden Bosch, Festool, Metabo oder was auch immer Markenexcenter kaufen. Bisserl auf die Lochung achten, da gibt es Unterschiede und immer mit Absaugung arbeiten. Fehlende Absaugung erzeugt Schleifkringel. Für reinen Holzschliff würde ich Korundschleifmittel nehmen, also normale Papierschleifscheiben. Für Lackschliff Netzschleifmittel.
Gruß Marcus
 

carsten

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Hallo

ist bestimmt schon die 2. wenn nicht sogar 3. Generation. Die Kindekrankheit der ersten war der Kabelstecker Maschinenseitig, da gab es mit der Zeit Kontaktprobleme, wurde aber durch kostenfreien Ersatz gelöst. Mit den enuern hab ich diverse mal gearbeitet und mir sind keine Probleme in Erinnerung geblieben.
Aber wie micha schon schreibt deine Liste beinhaltet Getrieb wie "normale" Exzenterschleifer. Letztere würde ich dann empfehlen wenn viel "grob" zu schleifen ist also evtl dickere Lackschichten abschleifen, Überstände bei selbst verleimten Leimholz angleichen ( wobei ich da einen scharfen Handhobel empfehlen würde. Ansonsten Mirka DEROS 650CV 5,0 oder Festool ETS EC 150/5. Mit beiden schon selbst gearbeitet und mir liegen beide gut in der Hand und saugen gut ab, bzw können gut abgesaugt werden. Auch der Festool ETS 150/5 ist ein top Exzenter. Finde den EC aber handlicher.
 

michaelhild

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Vielleicht kannst Du mir für meine Anwendung was empfehlen? Danke!
Um ehrlich zu sein, ich sehe keine. Nur Materialien.

Threads über Exzenterschleifer gibt es schon hunderte, von daher wäre es schon nett, wenn Du detailliertere Auskunft geben würdest, für was Du den brauchst. Die Schleifmaschine, die alles gleich gut kann, gibt es nicht.
 

ThomasKO

ww-kiefer
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Micha:
Einsatzgebiet: Weichholz, Hartholz (80% Einsatzgebiet), Lacke, Blech (wenig) und das alles flächig.
Einsatzdauer: 20 Jahr, wöchentlich 1 Stunde (Wunsch), wenig Überkopf, wenig ohne Absaugen, 90% Werkstatt.
Gerne noch etwas präziser:
Buche und Eiche habe ich über 10 Jahre gelagert. Fräse, Dickte, Abrichte habe ich alte Schreinereimaschinen.
Verleimen tu ich bis 100*100cm im Rahmen, danach mit Zwingen und Bahnschienenbalast.
Danach geht es zur Oberflächenbearbeitung.
Bis dato mit einem Starkstromtreppenstufenbandschleifer, in Zukunft mit dem Exzenter.
Dazu brauch ich erst wegen den Verleim"stufen" viel Abrieb, danach Feinschliff,- gerne mit dem gleichen Gerät.

PS
Gibt es jemand der den Mafell vergleichen kann?

Vielen Dank für eure Inputs
 

michaelhild

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Na damit kann man arbeiten. :emoji_slight_smile:

Wenn auch Versatz beim Verleimen mit dem herausgeschliffen werden soll, dann einen Exzenter mit Zwangsantrieb.....(oder Bandschleifer mit Rahmen).

Für mich gibt es da eigentlich nur den Rotex. Viele Jahre bewährt, ein Arbeitstier und Dauerläufer. Getriebe erwärmt sich nur etwas mehr als andere.

Ob der Bosch (Nachbau) dem Rotex wirklich das Wasser reichen kann, wird sich zeigen. Das Gerät ist noch zu neu auf dem Markt für Langzeiterfahrungen.
 

joh.t.

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Thomas: Ich finde Mirka als reinen Excenterschleifer deswegen interessant, weil er genauso gut ist wie die anderen Hersteller, in der höheren Preisklasse wohlgemerkt. Die schenken sich da nichts, dafür ist er aber preislich attraktiv, die Verarbeitung ist gut und es sind zwei verschieden große Schleifteller im Paket (125 und 150). Bei Excenterschleifern immer auf den Schleifhub achten. Holzbearbeitung benötigt 6mm, Lackfeinschliff etwa 3mm, und dann gibts da noch rare Exoten mit 8mm Hub. Ansonsten kannst Du dir jeden Bosch, Festool, Metabo oder was auch immer Markenexcenter kaufen. Bisserl auf die Lochung achten, da gibt es Unterschiede und immer mit Absaugung arbeiten. Fehlende Absaugung erzeugt Schleifkringel. Für reinen Holzschliff würde ich Korundschleifmittel nehmen, also normale Papierschleifscheiben. Für Lackschliff Netzschleifmittel.
Gruß Marcus
Bekannte empfehlen aber eher den Ceros als den Deros weil der an Werkstück noch handlicher ist.
Den Deros gibts baugleich in Tannengrün, Dietrichs Lieblingsfarbe. Den Hersteller könnt ihr nun raten.
 

marcus_n

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joh.: Ich kenne nur den Deros. Manche kommen mit dem Einschalter von Mirka nicht klar, die nehmen dafür dann lieber Festool oder Bosch.
 

gand-alf

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Hallo

so weit ich weiß ist der Deros der Nachfolger des Ceros. Auf der Homepage von Mirka findet sich auch nur der Deros.
Der Ceros hat einen externen Trafo und ist daher noch leichter als der eh schon leichte Deros. Bei waagerechtem Schleifen (nicht über Kopf) ist das ziemlich egal. Ansonsten ist weniger Gewicht schon ganz nett. Die Verfügbarkeit von 125er und 150er Tellern für die gleiche Maschine finde ich auch "einmalig".
Ist halt ein Exzenterschleifer, d.h. für heftigen Abtrag nicht geeignet. Da passt dann eher ein Getriebe-Exzenter oder halt ein Bandschleifer (mit Schleifrahmen). Den letzteren benutze ich zum Angleichen bei Verleimung breiter Platten, die nicht mehr durch meinen 300er Hobel passen. Danach den Exzenter zum "fein machen".
Gruß
Reinhard
 

TomfromMuc

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Hallo Thomas,

ich hab den Makita BO6050J und bin sehr zufrieden damit, der harte Teller bringt nochmal was. Habe auch schon mit dem Rotex gearbeitet und fand gefühlt keine wirklichen Vorteile.

LG Tom
 
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warum die Rotex und nicht den normalen ETS 150 - hatte erst die Rotex und habe dann auf die ETS gewechselt - welch ein Genuss vom Handling und vom Gewicht - nie wieder Rotex, die liegt seitdem in der Ecke - ich glaube bräuchte man nur wieder wenn es an Treppenstufen schleifen geht...

noch eine Ergänzung - Verleimstufen vermeide ich mit Lamellos, dann schafft den minimalen Versatz die ETS auch wunderbar
 

blueball

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Rotex kann von grob bis fein und kommt einer eierlegenden Wollmilchsau verdammt Nahe. Man kann auch Auto polieren.
Kommt immer drauf an was man macht. Schleift man nur bissel Holz, tut's auch der ets. Aber Grobes würde ich mit dem ets nicht machen wollen.
 
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ich mache inzwischen alles was aus der Dickte / Abrichte kommt ab Körnung 60 mit der ETS. Das Handling, Gewicht und Ermüdungsfreiheit ist einfach viel besser. Und das Ergebnis bekommt die auch hin....
 
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