Ironwood

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Darf ich fragen ob du beruflich eher mit Holz oder mit Metall arbeitest?
Metall / Maschinenbau - und für Metaller war die Genko ja laut Dietrich auch gedacht... Dafür ist sie aber zu labberig.
Und für Holzbearbeitung ist so ein 180 kg Trumm der technische Overkill.

Eine normale handelsübliche Säulenbohrmaschine mit Schwenktisch und hoher Maximaldrehzahl ist da eindeutig die bessere Lösung.
Und wenn es das Budget hergibt, eine mit Frequenzumrichter oder Variomatic. Denn meistens ist man zu faul die Riemen "nur für eine Bohrung" umzulegen und bekommt dann suboptimale Ergebnisse. Dann noch ein qualitativ hochwertiges, rundlaufendes Schnellspannfutter wenn man in Metall arbeiten will und man ist als Hobbyanwender perfekt ausgerüstet.

Ich kenne viele Schreinereien, da stehen Optimum, Bernardo, Holzmann und Co. Für das was da gebraucht wird reichen die im Normalfall dicke aus. Besser geht immer...

Gruß - Paul
 

beppob

ww-robinie
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Ein guter Maschinenschraubstock sollte auch nicht fehlen.

lieber für Metall eine extra Maschine, mit niedriger Drehzahl, dann verdreckt man sich auch nicht das schöne Holz, wenn die Maschine voll Kühl- bzw. Schmiermittel ist.

und für's Holz eine mit einer schönen tiefen Ausladung.

jeweils mit drei Spindeln, damit der Senker gleich einsatzbereit ist.

sorry für die schlechte Bildqualität
 

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Ruffle

ww-birke
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Bei welcher Arbeit brauchst du einen schrägen Bohrtisch?
Auf die Schnelle fallen mir nur Stuhlbeine ein.
Genau, Stuhlbeine z. B. Zapfenlöcher für Sitzbänke, schräge Tischbeine etc.
Ist auch kein Muss, hatten in meinem Ausbildungsbetrieb eine mit schwenkbarem Tisch. Fand das ab und an recht praktisch und bei meinen Arneiten ist nicht immer alles im rechten Winkel sondern gerne auch mal schräg eingezapft oder so.
Wie gesagt, kein Muss..

Also ich sehe schon es führt wohl kein Weg daran vorbei geduldig die Gebrauchten zu sichten, ggf mal weit fahren wenn es vielversprechend ist und vlt doch das Budged nochmal nach oben anzupassen :emoji_neutral_face:...

Naja ich danke euch vielmals für eure Tipps und Erfahrungen, ich bleibe wachsam und schlage bei Gelegenheit dann irgendwann eben zu :emoji_left_facing_fist:!

Zur Idee Optimum seid ihr ja ziemlich einstimmig und ratet eher davon ab.
Dachte mir schon dass das eher nichts ist, wäre zu schön gewesen :emoji_laughing:
Dann lass ich das aber auch, danke fürs abbringen von dieser Idee :emoji_grin:!
 

PrimaNoctis

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Ich habe jetzt nicht genau die Optimum Maschine, die du dir angeschaut hast, sondern die etwas einfachere B32. Die meisten Daten sind ja gleich. Für mich reicht die vollkommen und ich bin damit zufrieden. Würde ich sie neu kaufen? Vermutlich nicht, für das gleiche Geld bekommst du gebraucht eine Flott oder Ixxion.

Im Gegensatz zu anderen, leichteren Maschinen bohrt sie rechtwinklig, verwindet sich nicht gleich und steht stabil genug. Die 120mm Bohrtiefe sind oft wirklich praktisch.
Verarbeitung und Funktion ist einfach und ausreichend, nicht mehr und nicht weniger. Der Motor könnte besser durchziehen, habe ihn bei scharfem 11mm Holzbohrer schon öfter zum Stillstand gebracht, wenn man dachte, das letzte bisschen geht noch, ohne erneutes hochziehen.

Mein Tisch steht immer auf 90° und ich bin froh, dass er dort bleibt. Für 45° bei abnehmbaren Tischbeinen habe ich eine Vorrichtung. Die letzte Maschine (auch Optimum) blieb nicht bei den 90°, sondern hatte Spiel.

Im Forum bekommst du oft alte, schwere und möglichst große Maschinen empfohlen. Oftmals ist das auch nicht unbedingt falsch. Am häufigsten merkst du das bei Bohrmaschinen und Bandsägen. Als Hobel tut‘s dann aber wieder ein 26er von Elektra Beckum. :emoji_wink::emoji_grin:
Du musst wissen, was du brauchst und was du ausgeben möchtest. Ich denke, eine gebrauchte Optimum für einen Bruchteil ihres Neupreises ist nicht verkehrt. Kauf aber in der Baugröße nichts mit 60, 70kg. Woher ich das weiß? Rate mal. :emoji_cold_sweat:
 

Dietrich

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Hallo Stefan,

Bandsägen und Stationärbohrmaschinen in guter Bauweise sind kaum größer als solche mit schlechten Konstruktionen und lassen sich recht schnell in einige Teile zerlegen bzw. man kann sie abbauen, Gewicht spielt dann nicht mehr so eine große Rolle.
Ganz anders bei einer ADH da hat man schnell Längen von 1,4 oder sogar 1,8m Länge, dazu deutlich mehr Maschinengewicht und schlecht zu zerlegen.
Eine 260iger ADH ist immer ein Kompromiß, eine gute TBM ist eine Anschaffung fürs Leben.

Hallo Beppo, beeindruckende Auswahl!

Gruß Dietrich

PS: Hallo Paul,
bez. labberig, bei der Holzbearbeitung sind eigentlich die Zeiten vorbei mit schräg gestellten Maschinentischen (abgesehen von der Bandsäge, aber der Profi der das braucht und Geld mit verdient wird auch hier zum schrägstellbaren Aggregat tendieren), man stelle sich vor schräge Bohrungen in Serie in einem 2 m langen Werkstück an zu fertigen, auf einem schrägen Bohrtisch, ohne Hilfauflegen...passt ja nichts, viel Spass.
Da spielt die Bauweise der Genko dem Anwender ins Handwerk, links und rechts ein Rollenbock, kann man 200 Löcher in einen 10 m langen Leimbinder bohren, jedes in einer anderen Gradzahl wenn es sein muß...
 
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FrankRK

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Hallo,

ich besitze seit gut 25Jahren eine Ixion BST-13 (Baujahr weiß ich nicht, weil das Typenschild fehlt), die läuft noch genauso präzise und ruhig wie am ersten Tag. Weil aber bei der Ixion die Drehzahlen eher für Holz ausgelegt sind habe ich mir eine zweite Standbohrmaschine zugelegt, damit kann man auch in Stahl Senkungen machen ohne den Senker auf Dauer zu schrotten. Die Optimum B32 ist für Holz bei weitem präzise genug, bei Stahl für den „normalen Stahlbau“ auch, aber für mehr nicht. Dass die Qualität einer Alzmetall und deren Konkurrenz eine komplett andere Welt ist sollte jedem klar sein, damit werden halt Werkzeugmacher bedient die diese hohe Präzision benötigen. Die Diskussionen kommen ja immer wieder, aber man sollte sich überlegen ob diese hohe Präzision für Holz wirklich notwendig ist, in meinen Augen nicht.

Standbohrmaschinen_2.jpg

Das Pinolenspiel kann man bei der B32 mit zwei Schrauben einstellen.

Standbohrmaschinen_1.jpg
 
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Holzrad09

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Dietrich

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Hallo Holzrad,

ein Reststück Plattenmaterial legt man sowieso unter, wer will schon mit dem Holzbohrer den Guß anbohren!?

Gruß Dietrich
 

beppob

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Grüß Dich Dietrich, grüß Dich Christoph,

ja, klar stehen die bei mir, Schlosserei und Schreinerei, strikt getrennt !

wieviel Löcher, manchmal bin ich vielleicht den ganzen Monat nicht in der Werkstatt, aber wenn, dann braucht ich die Bohrmaschine recht oft und als "Maschinen-Fetischist" :emoji_blush: Steh ich mehr auf schwer und groß, dann lieber alt und selbst verbessert !!! Als neu und "billig"
 

Ironwood

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Da spielt die Bauweise der Genko dem Anwender ins Handwerk, links und rechts ein Rollenbock, kann man 200 Löcher in einen 10 m langen Leimbinder bohren, jedes in einer anderen Gradzahl wenn es sein muß...
Genau von dieser Aufgabenstellung vor der jeder Anwender zuhause immer wieder steht (200 Löcher in 10m langen Leimbinder einbohren), hat der TE ja gesprochen. Das braucht man schließlich jeden Tag...:emoji_joy:
Und weil so ein 10m langer Leimbinder ja auch immer nur höchstens ca. 300mm hoch ist passt er natürlich auch perfekt auf so eine Genko (600mm Höhe über Tisch minus Bohrfutter minus Bohrer).
Der Pinolenhub (max. 120mm?) ist natürlich auch ideal um ausreichend tiefe Löcher in einen Leimbinder zu bohren.

Hallo - und unabhängig davon, dass die Maschine für die von die genannte Anwendung (Leimbinder) absolut nicht geeignet ist:
welcher Privatanwender braucht so ein Ding für die Holzbearbeitung ??? Ist so sinnvoll wie eine 5-achs CNC zu kaufen um Brotzeitbrettchen zu fertigen. Das ist technischer Overkill pur um Löcher in Holz zu machen.

Und das empfiehlst du hier dem TE ?!?

Gruß - Paul
 

DZaech

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Hallo zusammen

Wo es hier gerade um Overkill-Bohrmaschinen für die Holzbearbeitung geht...

Ich habe mir kürzlich für meine Schreinerei diese schöne, ca. 30 jährige Getriebebohrmaschine zugelegt. Sowas liegt durchaus auch im Bereich des Budgets vom TO! Und Platzbedarf ist meist weniger als der einer ordinären Ständerbohrmaschine. Im Grundriss misst die Maschine nur 50cm Breite bei 60cm Tiefe!

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Und weshalb habe ich sie gekauft? Weil sie einerseits vergleichsweise günstig war (1200 Franken, vom Maschinenhändler), der lästige Riemenwechsel entfällt, der grosse Bohrtisch eine fixe Höhe hat und 100mm Pinolenhub vorhanden sind. Zudem passt der Drehzahlbereich von 350 - 4400 U/min in 8 Gängen super im Holzbereich. Ab nächstem Jahr wird das Schätzchen in meiner Schreinerei ihren Dienst tun. Natürlich werde ich damit ab und an auch mal etwas Stahl bohren, grössere Metallarbeiten erledige ich aber nicht in der Schreinerei sondern in meiner Metallwerkstatt.

Für Metallarbeiten ist diese Maschine eh nur bei kleineren Sachen einsetzbar, da die Drehzahl echt hoch ist und sie nur MK2 hat. Für den Holzbereich aber perfekt.

Platzmässig braucht meine AEG Tb15 in der alten Werkstatt genau so viel Raum (eher mehr), als die Getriebebohrmaschine in der neuen Werkstatt brauchen wird. Und das ewige Verstellen von Tisch und Keilriemen entfällt endlich.

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Die nächsten 30 Jahre muss mich das leidige Thema Bohrmaschine jedenfalls nicht mehr beschäftigen. Zumal die TBM in einer Schreinerei eh nicht so oft zum Einsatz kommt, wo doch (zumindest bei mir) noch zwei Blum-Bohrmaschinen und eine Langlochbohrmaschine vorhanden ist.

Grüsse
David
 

teluke

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Deine Getriebebohrmaschine gefällt mir.
Auch die ließe sich in einen großen Bohrtisch einbauen. Das bringt zwar ca. 4-5cm Bohrtiefenverlust aber das erachte ich nicht als Problem.
Die Pinolenhöhe bleibt ja voll erhalten.
Einfach weil der Motor mit Getriebe in der Höhe verstellt wird und nicht das Tischchen (wie bei der anderen Maschine).
Die Genko hat zwar darüber hinaus den Vorteil der größeren Ausladung was man aber eher selten benötigt.
Auch die Schwenkbarkeit des Aggregats ist zwar sehr schön aber verzichtbar.
 

DZaech

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Die Maschine ist übrigens auf den Blechsockel nur aufgeschraubt, auch eine Montage auf einen kleinen, stabilen Schubladenschrank wäre gut möglich. An sich ist die Maschine (Tisch, Säule und Getriebe) gleich gross wie die üblichen Opti B23 und co. Tischbohrmaschinen, nur um ca. 10 Nummern stabiler und robuster gebaut. Und mit den „echten“ 550 Watt meiner Maschine bohrt mann auch mit dem 50er Forstner in Eiche ohne den geringsten Drehzahlabfall...

Anbei noch einen Massvergleich mit der 371C aus meiner Metallwerkstatt. Dieser instabile Haufen fernöstlicher Wertarbeit braucht tatsächlich 10cm mehr Tiefe als der gusseiserne Trümmer.
 

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Wrchto

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Mir geht es wie dem TE. Ich habe auch ein Budget zwischen 500,- und 1.000,- und suche seit ewigen Zeiten nach einem gebrauchten Schnäppchen. Genko, Cordia, Alzmetall, Flott, Maxion, etc. Nur leider findet sich von diesen Marken in von mir "normal" erreichbaren Entfernungen nur äußerst selten etwas, und wenn, dann sind das so Sache wie "Vorschub müsste mal angesehen werden", oder "funktioniert nicht richtig" oder sonstwie komplett abgewrackt.
Ich bin langsam so weit, dass ich mir etwas Neues kaufen möchte, sonst komme ich überhaupt nie zu irgendwas. Na ja, im Preisbereich zwischen 500,- und 1.000,- bleibt dann aber nicht viel übrig, außer den üblichen Verdächtigen: Bernardo, Optimum, Jet, Elmag. Und die sind sich alle irgendwie ziemlich ähnlich. So gesehen, muss man da wohl einen Kompromiss eingehen, wenn man neu kauft, und nicht 3k oder mehr ausgeben möchte.
Oder habe ich bei der ganzen Bohrmaschinengeschichte etwas übersehen?
 
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PurplePony

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So eine vergleichsweise leichte Radialbohrmaschinen hat im Holzbereich durchaus seine Darseinsberechtigung.

Ich hatte zu meiner Genko eine Zeit lang noch eine Alzmetall AB3 mit Vario. Eine tolle Maschine. Trotzdem, geblieben ist die Genko. Die ist viel handlicher und universell Einsetzbar. Allein die Tiefe und Auflagefläche des Tisches ermöglicht ein viel näheres Arbeiten am Bohrer. Die zweite Arbeitsachse macht viele Arbeitsschritte erst möglich. Der feste Tisch und verstellbare Kopf sind viel angenehmer zum arbeiten als eine Höhenverstellung des Tisches bei festem Kopf.
Ich würde sie nicht mehr missen wollen.
Bei der Arbeit haben wir auch welche ähnlicher Bauform.
Da stehen die Gesellen aus dem Bankraum täglich dran.

Wenn möglich auch von mir klare Empfehlung zur Radialbohrmaschinen bei der Holzbearbeitung.
Das Arbeitsweisen unterschiedlich sein können und viele Wege nach Rom führen wird der TE für sich sortieren können.
 

Ruffle

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Mir geht es wie dem TE. Ich habe auch ein Budget zwischen 500,- und 1.000,- und suche seit ewigen Zeiten nach einem gebrauchten Schnäppchen. Genko, Cordia, Alzmetall, Flott, Maxion, etc. Nur leider findet sich von diesen Marken in von mir "normal" erreichbaren Entfernungen nur äußerst selten etwas, und wenn, dann sind das so Sache wie "Vorschub müsste mal angesehen werden", oder "funktioniert nicht richtig" oder sonstwie komplett abgewrackt.
Ich bin langsam so weit, dass ich mir etwas Neues kaufen möchte, sonst komme ich überhaupt nie zu irgendwas. Na ja, im Preisbereich zwischen 500,- und 1.000,- bleibt dann aber nicht viel übrig, außer den üblichen Verdächtigen: Bernardo, Optimum, Jet, Elmag. Und die sind sich alle irgendwie ziemlich ähnlich. So gesehen, muss man da wohl einen Kompromiss eingehen, wenn man neu kauft, und nicht 3k oder mehr ausgeben möchte.
Oder habe ich bei der ganzen Bohrmaschinengeschichte etwas übersehen?
Danke @Wrchto ganz genau so sieht es bei mir auch aus ^^, hätte es nicht besser beschreiben können :emoji_confused:
 

19rudi99

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