Könntest du noch was zu den freistehenden Hochbeeten sagen?
Maße der Konstruktion? Welches Holz? Welche Maße? Bodenaufbau etc.?
Was würdest du anders / besser machen?
Gerne:
Die Hochbeete haben 270x120cm (Außenmaß). Bei der Breite ist berücksichtigt, dass man die Hochbeete von beiden Längsseiten bearbeiten kann. Die Höhe ist ca. 82cm (circa, weil das Gelände ein leichtes Gefälle hat): Für mich (187cm) passt das gut, für meine bessere Hälfte (163cm) ist es etwas grenzwertig.
Der Handlauf hat eine Breite von 15cm. Auf der Außenkante des Handlaufs habe ich als Schneckenkante ein L-Profil aus Alu geschraubt. Im Nachhinein hat sich das als unnötige herausgestellt, weil quasi noch nie Schnecken die Hochbeete raufgekrochen sind. Vielleicht liegt das aber auch am Kies (dort finden wir gelegentlich Schnecken, die sich recht plagen) und/oder am „Überhang“ im Sockelbereich.
Wichtig fand und finde ich die Bewässerung, die direkt in die Hochbeete eingeleitet ist. Die Befüllung ist grundsätzlich „klassisch“, wobei wir im unteren Bereich mangels Strauchschnitt o. dgl. teilweise Hackschnitzel eingefüllt haben. Dadurch hat sich die Befüllung in den ersten Jahren auch nicht ganz so stark gesetzt wie sonst. Eine große Arbeitserleichterung war, dass wir die Befüllung vom Acker aus mit Scheibtruhen über eine Rampe quasi ebenerdig durchführen konnten. Von Styropor kann ich aus bereits genannten Gründen nur dringend abraten. Auch ein Zwischenboden mit Hohlraum darunter macht für mich wenig Sinn, denn irgendwann ist der Boden verrottet und bricht durch, und dann hast Du richtig viel Arbeit. Ein Hochbeet sollte mit dem Boden verbunden sein. Wenn eine Volumenreduktion im unteren Bereich wichtig ist, dann würde ich die Wände noch etwas mehr bzw. weiter nach oben einrücken und/oder ein paar Baumstämme o. dgl. hineinlegen.
Die Hochbeete wurden im Spätherbst 2016 gebaut und sind noch in einwandfreiem Zustand. Die Handlaufbretter werden vermutlich in den nächsten 2-3 Jahren zu tauschen sein, aber so war es ja auch gedacht. Sie haben sich sehr bewährt und ich würde sie genauso wieder bauen. Lediglich die Komposter haben sich mit 120x90cm als etwas zu klein für unseren Garten herausgestellt. Der Deckel sorgt nicht nur für die notwendige Beschattung, sondern macht die Komposter auch zu praktischen Pflanztischen.
Ich habe übrigens auch Frühbeet-Aufsätze für die Hochbeete gebaut. Sie haben sich ebenfalls sehr bewährt, die Planung und der Bau waren aber eine ziemlich zeitaufwändige Spielerei. Die Seitenwände und das Dach sind auf beiden Seiten öffenbar, auf der Südseite sind die Dachteile mit Fensterhebern ausgestattet. Die Aufsätze sind zum Einlagern in den warmen Monaten zerlegbar: Pro Aufsatz zwei Giebelteile, zwei Satteldach-Elemente, vier kleine Seitenwände, ein paar Profile, L-Winkel aus Edelstahl als Sturmsicherung.
