Hammer N3700 vs Record Power Sabre 350

mrpexx

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Hallo zusammen,

derzeit plane ich meine Werkstatt um eine Bandsäge zu erweitern.
Zur Auswahl stehen wie oben geschrieben die Hammer N3700 e-classic und die Record Power Sabre 350. Beide liegen schon an der oberen Grenze meines geplanten Budgets.

Nach viel Internetrecherche und Durchwühlen verschiedener Themen und Beiträge weiß ich gerade aber nicht weiter, welche Bandsäge die bessere Wahl ist.
Leider findet man zu beiden Modellen nicht sonderlich viel im Internet. Am meisten aber noch zur Sabre in Form von Testberichten.
Folgende größere Unterschiede sind mir beim Vergleich aufgefallen:

Bandbreiten:
Sabre: 3-25mm
Hammer: 6-20mm

Durchmesser Umlenkrolle:
Sabre: 350mm
Hammer: 380mm

Schnittgeschwindigkeit:
Sabre: 440 und 1000 m/min
Hammer: 1200 m/min

Leistung:
Sabre: 1,5 kW
Hammer: 1,5 kW aber mit der Möglichkeit eines 400V Anschlusses

Bei der N3700 gäbe es auch noch die Möglichkeit eines Upgrades auf die X-Life Bandsägeblattführungen der größeren Hammer Modelle.

Zwei wichtige Punkte noch:
Da sich meine Werkstatt im Keller befindet und mein Treppenhaus relativ eng ist, scheiden sehr schwere und sperrige Modelle leider aus. Die Hammer mit ihren gut 150 kg ist da schon eher die obere Grenze.
Auch alte Modelle welche aufbereitet werden müssten möchte ich vermeiden, da mir zum Einen die entsprechenden Metallbearbeitungsmaschinen und zum Anderen auch das Know-How bzw die Erfahrung hinsichtlich der Auswahl einer geeigneten Maschine fehlen.

Da ich im Gebiet der Bandsägen noch ein Neuling bin, würde ich mich über Meinungen, Empfehlungen oder auch alternativen freuen.

Vielen Dank vorab und viele Grüße
Alex
 

tomkaes

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Hallo zusammen,
derzeit plane ich meine Werkstatt um eine Bandsäge zu erweitern.
Zur Auswahl stehen wie oben geschrieben die Hammer N3700 e-classic und die Record Power Sabre 350. Beide liegen schon an der oberen Grenze meines geplanten Budgets.
Alex
Die Fa. Miller hat gerade eine neuwertige Ausstellungsmaschine (N 4400) inseriert;
die liefern auch mit Spedition bezahlbar an.
170 kg sind zerlegt kein Thema, Tisch ab, 2 Leute zum anpacken, Treppenbelag mit Restholz schützen,
Gurte an den Ständer und runter in die Werkstatt.
 

OmnimodoFacturus

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mir wurde mal von einem Felder Mitarbeiter gesagt die N3700 ist eine N3800 ohne untere Sägeblattführung und 2cm weniger Schnitthöhe, ansonsten identisch. Wenn man größere Sachen auftrennen wollen würde, dann bräucht man die untere Sägeblattführung und dann ist man preislich bei der N3800.
 

mannimmond

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Bandbreiten:
Sabre: 3-25mm
Hammer: 6-20mm
Spielt keine Rolle bzw. ist vergleichbar. Ein 25iger Band wirst Du auf den kleinen Dingern kaum wirklich brauchen, und ein 3er läuft vermutlich auf der Sabre eh nicht sauber, weil es zu dünn ist.
Durchmesser Umlenkrolle:
Sabre: 350mm
Hammer: 380mm
Egal - viel wichtiger ist Schnittbreite und Schnitthöhe

Schnittgeschwindigkeit:
Sabre: 440 und 1000 m/min
Hammer: 1200 m/min
Reduzierung der Schnittgeschwindigkeit ist auf Neudeutsch "nice"

Leistung:
Sabre: 1,5 kW
Hammer: 1,5 kW aber mit der Möglichkeit eines 400V Anschlusses
400V war für mich das Hauptkriterium für die N4400. Heute würde ich die 510er Felder nehmen.

Bei der N3700 gäbe es auch noch die Möglichkeit eines Upgrades auf die X-Life Bandsägeblattführungen der größeren Hammer Modelle.
Lass das. Der Rahmen und der gekantete Blechhals auf dem die Führung befestigt ist, ist bei den Hammer Sägen relativ weich (das trifft vermutlich auf billigere und leichtere Sägen noch viel mehr zu). Da schleift die Keramikführung dauernd, und das Nachstellen ist aufwändig. Ich hab die normalen Führungen (übrigens auf Empfehlung des Beraters als ich nach der Xlife gefragt habe - nicht alle haben nur die Dollarzeichen im Auge), und werde sie gegen APA oder Hema austauschen, wenn sie irgendwann mal den Geist aufgeben.

Zwei wichtige Punkte noch:
Da sich meine Werkstatt im Keller befindet und mein Treppenhaus relativ eng ist, scheiden sehr schwere und sperrige Modelle leider aus. Die Hammer mit ihren gut 150 kg ist da schon eher die obere Grenze.
Das Argument zählt bei der Bandsäge wenig. Tisch und Rollen und eventuell Motor abnehmen, dann bekommst Du mit 2 bis 3 Mann auch deutlich schwerere Sägen in den Keller.

An der Sabre gefällt mir der hohe Anschlag gut, der der Hammer ist einfacher, aber vermutlich qualitativ etwas besser. Ich würde an Deiner Stelle vermutlich die Sabre testen. Das gesparte Geld würde ich dann bei Hema investieren (Du hast gesehen, dass die Preise im Webshop von Felder netto sind?). Bei der kleinen Säge sind vermutlich 400V zu 230V auch nicht der riesen Unterschied. Wenn Du das Budget auf machen kannst -> es loht sich.
 

DaBa

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Hallo Alex,

nur weil Du auch nach Alternativen gefragt hast…
ich würde als 400er ausschließlich diese in Betracht ziehen:


Die würde ich sofort kaufen wenn ich nicht schon eine Hema UH500 hätte. Die würde ich sogar einer Hema 400 vorziehen. Das ist nach meinem dafürhalten die schönste Bandsäge die je gebaut wurde.

Gruß Daniel

PS:
Ich weiß, das Du diese ausgeschlossen hast (zu alt, zu schwer, keine Garantie …) ist aber eben keine Rappelkiste …
 

HJH

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Hallo Alex
als erstes - offensichtlich kommen beide Bandsägen vom selben Hersteller (es sind identische Teile verbaut).
Es gibt aber noch weitere Unterschiede:
  • die Hammer hat scheinbar keine Möglichkeit das Blatt schnell zu entspannen wenn du die Maschine nicht nutzt oder für Bandwechsel
  • bei der Sabre hast du einen nutzbaren Unterschrank (je nach Werkstattgröße ggf. interessant)
  • bei der Sabre hat der Längsanschlag eine Schnelljustierung für die Winkligkeit
  • der Längsanschlag kann bei der Sabre links und rechts vom Blatt verwendet werden
  • ein Resaw Bar ist bei der Sabre im Lieferumfang enthalten und kann schnell und einfach am Längsanschlag befestigt werden
  • die Sabre ist mit 1900mm höher als die Hammer. Wenn dein Keller sehr niedrig ist (Lampen etc.) und du die Maschine anheben / verfahren willst ist das ggf. ein Kriterium
Wir haben eine 350-er Sabre in der Prototypenwerkstatt stehen - die Mitarbeiter arbeiten gerne damit und die Sabre bekommt regelmäßig mehr Betriebsstunden als die daneben stehenden großen Bandsägen.
Mit entsprechendem Blatt kann man mit der Sabre sehr genau arbeiten - reproduzierbare Schnittbreiten von unter 1mm gehen problemlos wenn man die Maschine nicht vergewaltigt, den Anschlag richtig eingestellt und ein scharfes Blatt aufgelegt hat.

Die Antriebsleistung 1,5kW / 220V ist absolut ausreichend für einen Großteil der Arbeiten- die möglichen 28 cm Schnitthöhe in alter Eiche ist sicher nicht das Alltagsgeschäft für so eine Bandsäge.

ein 3er läuft vermutlich auf der Sabre eh nicht sauber, weil es zu dünn ist.
Bei uns läuft ein 3mm Blatt problemlos (bei kpl. zurückgestellten Führungen)

Reduzierung der Schnittgeschwindigkeit ist auf Neudeutsch "nice"
Das sehe ich anders: wenn man z.B. auch mal Alublech oder Aluprofile sägt, dann ist die geringere Schnittgeschwindigkeit absolut sinnvoll und erforderlich. Wir schneiden mit der Sabre regelmäßig 10 mm Alu-Bleche und auch viele Profiltypen (mit Bimetall-Blatt)

Viele Grüße
Hans
 
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mannimmond

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Das sehe ich anders: wenn man B. auch mal Alublech oder Aluprofile sägt, dann ist die geringere Schnittgeschwindigkeit absolut sinnvoll und erforderlich. Wir schneiden mit der Sabre regelmäßig 10 mm Alu-Bleche und auch viele Profiltypen (mit Bimetall-Blatt)
nice bedeutet schön, nicht shice :emoji_wink:

Dass die Sabre und die Hammer vom gleichen Produzenten sind, wage ich zu bezweifeln. Ich würde es vermutlich trotzdem mit der Sabre versuchen. Das PL Verhältnis ist auf alle Fälle gut.
 

mannimmond

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Die Hammer Maschinen werden von Felder in Tirol zusammengebaut. Die produzieren wohl kaum für Record Power. Mag sein, dass teilweise die gleichen Bauteile verwendet werden.
 

Dietrich

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Hallo,

weder eine sog. Bandschnellentspannung noch eine Schnelljustierung der Winkligkeit des Parallelanschlages habe ich an Gewerbe-tauglichen Bandsägen gesehen.
Der Schnitt am Parallelanschlag längs wird an der oberen Bandsägenrolle eingestellt nicht am Anschlag.

Gruß Dietrich
 

mrpexx

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Vorab vielen Dank für die zahlreichen Antworten :emoji_slight_smile:

mir wurde mal von einem Felder Mitarbeiter gesagt die N3700 ist eine N3800 ohne untere Sägeblattführung und 2cm weniger Schnitthöhe, ansonsten identisch. Wenn man größere Sachen auftrennen wollen würde, dann bräucht man die untere Sägeblattführung und dann ist man preislich bei der N3800.
Eine „abgespeckte“ N3800 habe ich auch fast vermutet. Hätte gedacht gelesen zu haben, dass die N3700 auch schon eine untere Sägeblattführung besitzt.

@mannimmond
Danke für deine Meinung zu den einzelnen Punkten.
Egal - viel wichtiger ist Schnittbreite und Schnitthöhe
Beim Durchlesen der verschiedenen Themen habe ich den Eindruck bekommen, dass die Rollengröße schon immer recht wichtig war.

Zum vervollständigen des Vergleichs:
Schnittbreite:
Sabre: 350mm ohne Anschlag
Hammer: 360mm

Schnitthöhe:
Sabre: 285mm
Hammer: 290mm
Dh. in der Höhe nehmen sich beide nicht viel. In der Schnittbreite wäre die Hammer vorne.

@DaBa
Die wiegt doch weit über 200kg :emoji_grin:
Im Prinzip würde ich auch ein altes robustes Modell nehmen. Mir fehlen dazu aber einfach die Erfahrung und das Wissen über eine richtige "Restaurierung". Leider..
Auch der Punkt der Garantie wäre dabei sekundär.

Was ich beim Durchstöbern als Quintessenz mitgenommen habe war, dass neue Maschinen nicht die Langlebigkeit und robuste Bauweise wie die alten Modelle besitzen. Im selben Zug ist eine neue Maschine auf den ersten Blick überteuert für das was geboten wird. Man spart sich aber vermutlich ein (in meinem Fall) langwieriges und wenns blöd läuft kostspieliges Instandsetzen. Das trau ich mir trotz gutem handwerklichem Geschick einfach nicht zu.

@HJH
Danke für deine Ergänzungen und Erfahrungen zur Sabre. Die scheint sehr vielseitig einsetzbar zu sein.
Natürlich möchte ich damit auch gerne Hartholz bearbeiten. Aber wie du schon geschrieben hast ist ein regelmäßiges Auftrennen nicht der Haupteinsatzzweck.

Im Keller hab ich mit einer Deckenhöhe von 2,4m zum Glück keine Probleme was die vertikalen Ausmaße der Maschinen angeht, bin daher sehr flexibel.

Eine Frage noch zur Sabre:
Könnte man die Rollenführung der Sabre problemlos mit HEMA oder anderen Rollenführung aufrüsten, bzw. würde so etwas Sinn machen?

PS: Natürlich wäre eine Maschine mit 400 V schön, vor allem da ich aktuell sonst keinen Verbraucher an der 400V Leitung habe. Vermutlich würde man auch mehr Durchzug bei der Bandsäge haben. Leider bietet Record Power das nicht an.
 
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mrpexx

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@tomkaes
Danke für die Info. 1800€ sind schon nochmal deutlich mehr. Von mir aus wären es zwar nur 150km Strecke dh Versand würde entfallen. Aber das wär preislich 1,5 x die Sabre + Fahrtkosten. Das wird mir dann zu viel. Vor allem hab ich noch einige andere Werkzeuge auf meinem Wunschzettel :emoji_wink:
 

Dietrich

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Hallo,

ich lese immer instandsetzen, eine Bandsäge wie oben beworben "im top Zustand" ist natürlich betriebsbereit, d.h. ein mitgebrachter Laubholzabschnitt kann am Längsanschlag problemlos aufgetrennt werden, das ist der einzig sinnvolle Test an einer Bandsäge und er sagt mehr als 1000 Worte!
Jeder kann diesen Test durchführen...funktioniert es nicht...stehen lassen und nach anderer Maschine suchen.
Übrigens viele Maschinenhändler haben auch gebrauchte Maschinen die teils überprüft sind oder überprüft werden können vor einem Verkauf.

Ein Kollege hat es letztens geschrieben, auf die Frommia kannst Du die Sabre drauflegen und durchsägen.

Genau so eine Frommia Typ 650 (400er Maschine) hab ich mit einem Kumpel 2014 abgeholt, aus privatem Erstbesitz auf den Monat 50 Jahre alt und sah aus wie eben vom Händler geliefert...508€, grandios, in der Größe gibt es keine Bessere Maschine.

Gruß Dietrich
 

mannimmond

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@HJH
Danke für deine Ergänzungen und Erfahrungen zur Sabre. Die scheint sehr vielseitig einsetzbar zu sein.
Natürlich möchte ich damit auch gerne Hartholz bearbeiten. Aber wie du schon geschrieben hast ist ein regelmäßiges Auftrennen nicht der Haupteinsatzzweck.
Du hast die Aussage von HJH falsch interpretiert. Es ging nicht um Auftrennen, sondern um Auftrennen mit großer Schnitthöhe, insofern kannst Du sie 1:1 auf die Hammer übertragen. Wenn die Hammer keine untere Bandführung hat, würde ich auf jeden Fall die Sabre nehmen. Die Bandführung der Sabre scheinen mit den Kugellager ganz brauchbar konstruiert zu sein, und ich vermute, dass neue Lager auch nicht die Welt kosten. Insofern lohnen sich glaube ich APA Führungen an der Säge nicht unbedingt. Die APA sind auch keine Überfliegen, sondern nur grundsolide hochwertige Führungen zum entsprechenden Preis. Für den Hobby Einsatz eigentlich viel zu langlebig. Die halten ja schon im gewerblichen Einsatz ewig.
 

mrpexx

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Ein Kollege hat es letztens geschrieben, auf die Frommia kannst Du die Sabre drauflegen und durchsägen.
Das finde ich einen interessanten bildlichen Vergleich :emoji_wink: Also wäre deine Empfehlung warten bis ein passendes Angebot für eine Frommia kommt? Der Kleinanzeigen-Link wäre ja grundlegend interessant. Allerdings steht die gut 250 km entfernt.

Danke @mannimmond , das habe ich tatsächlich falsch verstanden.
Das mit dem Austausch der Führungen war nur so ein Gedanke. Dann wäre es wahrscheinlich sinnvoller mit dem Geld das Budget für die Erstanschaffung zu erhöhen:emoji_thinking: Dann kommt man natürlich in Richtung der N4400.

Zusammengefasst der aktuelle Stand:
Beim Budget bis 1200€ wäre die Sabre 350 oder, wenn es eine ältere sein darf, die Formmia 650 die für mich besten Alternativen.
Sollte ich das Budget erweitern können wäre die N4400 eine Empfehlung. Lieg ich so richtig?
 

HJH

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weder eine sog. Bandschnellentspannung noch eine Schnelljustierung der Winkligkeit des Parallelanschlages habe ich an Gewerbe-tauglichen Bandsägen gesehen.
Die mir bekannten Sägeblatthersteller empfehlen eine Entspannung des Bandsägeblatts bei Nichtgebrauch. Und so habe ich es auch gelernt. Und wenn man der Empfehlung folgt,, dann kann man es schnell oder langsam machen.
Eine Justiermöglichkeit des Parallelanschlags macht aus meiner Sicht absolut Sinn. Das ermöglicht es den "Drift" eines Blattes schnell zu kompensieren ohne aufwändig den Tisch ausrichten zu müssen.

Der Schnitt am Parallelanschlag längs wird an der oberen Bandsägenrolle eingestellt nicht am Anschlag.
Diese Aussage verstehe ich nicht
 

DennisS

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Hi Alex,

ich stand selbst vor kurzem vor der Frage, welche Bandsäge ich mir kaufen sollte.
Zusätzlich zu den genannten Punkten war mir noch wichtig wie gut die Absaugung funktioniert/konstruiert ist.
Dabei ist mir aufgefallen, das die Hammer im Vergleich zu den höherwertigen Felder nur einen Absauganschluss haben. Und das Sägemehl ungestört direkt zu den Rädern vorgelassen wird.

Ein weiterer Punkt beim Kauf neuer Maschinen gerne übersieht ist, das die Hersteller/Händler die Maschinen vielleicht vor Ort gut eingestellt haben, aber für das Aufstellen vor Ort keine Gewähr geben (die gesetzliche Gewährleistung/Hersteller Garantie mal ausgenommen). Man liest hier immer wieder, das zum Beispiel Felder den Kunden oft auf den zubuchbaren Aufbau-/Einstellservice verweist, sollten beim Einstellen der Maschine Probleme auftreten. Und das kann man bei längerem Transport oder Erschütterungen nie ganz ausschließen. (Klar bei manchen Maschinen vielleicht mehr als bei anderen).
Ich denke die Bandsäge gehört wahrscheinlich zu den sensibelsten Gerätschaften in der Holzwerkstatt, das sich jeder früher oder später mit den Einstellmöglichkeiten beschäftigen muss. Dazu fand ich das Buch von Guido Henn "Bandsäge" ganz hilfreich, aber auch das Video von MHM:
Bandsäge richtig einstellen
Spannend ist hier, das er im Video zeigt, das eine gut eingestellte Bandsäge Holz auch ohne Führung oben und unten auftrennen kann. :emoji_slight_smile:
Denn das vergisst man bei all der Diskussion über die richtige Führung auch zu schnell. Eine Führung kompensiert - bei geraden Längsschnitten - zu einem gewissen Teil nur die Ungenauigkeiten des Benutzers und der Maschineneinstellung.
Die hinteren Rollen verhindern, das das Band durch zu viel Vorschub des Nutzers von den Rollen gedrückt wird. Und die seitlichen Führungen minimieren ein Verdrehen des Sägeblatts bei Kurvenschnitten oder beim Längsschnitt eine ungenaue Führung des Werkstücks.
Gut ist auch auf die Bandsäge zu hören. Man hört, wenn man beim Verstellen der Rollen in die falsche Richtung dreht sofort.

Grüße,
Dennis
 

mrpexx

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@DennisS
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Wahrscheinlich kann man wirklich (egal bei welcher Preisklasse der Bandsäge) sehr viel durch richtiges und präzises Einstellen der Maschine erreichen.
Das Video von MHM hab ich mir schon im Vorfeld angeschaut. Das ist wirklich sehr hilfreich.

An die Absaugung hätte ich jetzt gar nicht gedacht. Wenn eine Bandsäge eine Dreckschleuder wie meine Kappsäge ist, wäre eine durchdachte Absaugung schon gut.
Sowas vergisst man echt schnell wenn man nur noch Leistungsdaten etc im Kopf hat :emoji_stuck_out_tongue:

Aber so wie sich das alles anhört würde ich mit der (richtig eingestellten) Sabre 350 vermutlich das beste Gesamtpaket erhalten mit einem recht großen Einsatzspektrum.
 

mannimmond

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Eine Kappsäge ist eine wesentlich größere Dreckschleuder als die Bandsäge. Doch die Bandsäge wird innerlich böse versaut, wenn man sie nicht gescheit absaug.
 

Dietrich

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Hallo Mrpexx,

eines kann ich Dir versprechen, wenn Du Dir die Frommia 650 ein einziges Mal detailliert angeschaut hast, wirst Du beim Begutachten der Sabre und der Hammer nur noch die Augen verdrehen und Dich abwenden, beide letztgenannten sind Maschinen können der Frommia nicht das Wasser reichen, die 650er Frommia ist ein Traum für jeden Maschinenbau-Freund!
Die wurde von Leuten gebaut die nicht nur ihr Handwerk verstanden, nein sie durften sie auch bestmöglich bauen und im Zweifel immer ein bischen mehr Materialstärke verwenden um nur keine Schwachstellen zu konstruieren.
Solch ein Auffassung vom Planer bis zum Lackierer gibt es heute nicht mehr.

Hallo HJH,

wie gesagt sieht man diesen Schnellspanner nur an Importmaschinen, der sagen wir mal preiswerteren Bauart, Hama, Panhans und andere haben ihn nicht. Der Unterschied zwischen der Betätigung des Handrades bei herkömmlichen Maschinen, geht das übrigens von vorn, und des Hebels nach dem man um die Maschine gelaufen ist, beträgt 2-4 Sek. Ich verzichte gerne auf dieses Schnellspanner...trotz der "Mehrarbeit".
Der sog. "Drift" wird bei den Amis in fast allen Videos und Informationen gedruckter Art behandelt, dabei gibt es den garnicht!
Der Drift ist keine Ursache sondern nur eine Folge von einem falsch positioniertem Sägeband auf dem Oberrad, und alle die, die ihre Bandsäge nicht einstellen können, doktern an der Folge dieses Fehlern, dem sog. "Drift" herum und verstellen mit jedem neuen Sägeband den Anschlag, das nenne ich Zeitvergeudung.

Läuft des Sägeband zu weit vorn auf dem oberen Rad, welches ballig geschliffen ist, wird das Werkstück vom Anschlag weg gezogen, da kann der Anschlag aber nichts für. Dieser muß einmal parallel zum Band eingestellt werden, meißt über die vordere Tischprofilschiene den den Anschlag trägt.
Die Lösung ist das Band langsam mit der Neigungsverstellung des Oberrades weiter hinten positionieren und ständig mit der Hand am Rad drehen, so daß, das Band wandern kann. Oft muß halbmllimeterweise die Position überprüft werden.

Und natürlich sägt das Band ohne jede Führung geradeaus, aber mit extrem wenig Vorschubdruck, denn auch die Führungen können eine schlechte Einstellung nicht kompensieren, aber sehr genau eingestellt (was mit APA und Hema am besten funktioniert) können sie diese Einstellung auch unter großem Vorschubdruck halten, sprich das Band vor zurückweichen und verdrehen sichern!


Nein, von den drei Maschinen die hier jetzt angesprochen wurden bietet die Frommia das mit Abstand beste Gesamtpaket an!
Und wegen 250 km fängt man garnicht an zu überlegen:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 

Mathis

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Beim Budget bis 1200€ wäre die Sabre 350 oder, wenn es eine ältere sein darf, die Formmia 650 die für mich besten Alternativen.
Sollte ich das Budget erweitern können wäre die N4400 eine Empfehlung. Lieg ich so richtig?
Nein, die Frommia ist wirklich absolute Königsklasse, die kleine Sabre 350 sicher eine gute Empfehlung bei den genannten Einschränkungen Preis, Gewicht und enges Treppenhaus, N4400 oder N3700 liegen da mindestens eine Klasse drunter.
 

seschmi

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Ich war übrigens überrascht, wie einfach es war, meine kleine (400er Räder) Bandsäge in den Keller zu kriegen.

Man kann problemlos den Tisch abschrauben (Tipps von Dietrich). Das ist normalerweise das breiteste Teil, dann wird sie deutlich schmaler und es sind auch schon ca 30 Kilo weg.

Die Rollen kann man auch abnehmen. Man braucht nur zwei Seegeringzangen. Die haben auch nochmal vielleicht 30 Kilo pro Stück.

Die kleinen Sägen haben aber sowieso nur ca. 150 Kg mit allem...
 
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