genähter Sperrholz-Stuhl

justplanesteve

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Mir gefällt der Stuhl aus Nr. 18 genau aus den von dir genannten Gründen: Eleganz gepaart mit einfacher Fertigung und einer effizienten Anzahl an Bauteilen.

Vielleicht ist nur ein einziges separates Element nötig: eine Rolle aus Holz oder mit Bezug für die vordere Armlehne, die mittels einer Nut an der Unterseite einfach oben aufgeklickt wird.

Ich denke, die Sitzfläche ließe sich im vorderen Bereich sanfter biegen, indem man die hintere Sperrholzschicht entfernt. Man könnte sie über einer Form biegen und dabei nur in diesem Bereich eine oder drei zusätzliche Furnierschichten einfügen. Das ist nicht kompliziert umzusetzen.

Du hast einen geflochtenen Stuhl erwähnt. Kennst du die Gehry-Stühle? Ich habe viel Zeit damit verbracht, sie für ein Fortune-500-Unternehmen zu reparieren, das das Modell „Power Play“ im Eingangsfoyer seiner weltweiten Zentrale einsetzte.

https://www.knoll.com/shop/en_us/li...hry-power-play-chair-and-ottoman/2582756.html

Soweit ich mich erinnere, lagen die Reparaturkosten im Durchschnitt bei 600 $ (manchmal etwas weniger, manchmal das Doppelte) pro Stuhl und Reparaturvorgang. Sie werden immer zurückkehren.

smt
 

Manohara

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flüsterholz

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:emoji_confused:

noch immer nicht verstanden ...

Die Form des Sitzes ist 7-eckig. ... und das ist sie, weil die senkrechten Flächen in der waagerechten Richtung gerade sind und zusammen ein Vieleck bilden.
... wo ist da eine Rundung, die flacher werden könnte?
Oh je, die Augen werden auch immer schlechter. Jetzt mach ich aus einem Siebeneck schon einen Halbkreis. Entschuldige.
Also dann denn mittleren Winkel zwischen den beiden Rückenteilen etwas stumpfer. Auf den Bildern wirkt er etwas spitz und dadurch ungemütlich, kann aber täuschen.
 

Manohara

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jetzt habe ich verstanden und verstehe, danke.

Sicherlich wird es vor dem tatsächlichen Bau noch Tests geben.
(wie ich das mache, ohne tatsächlich zu bauen weiß ich noch nicht)

'ne Kora?
Wasdasdan?
Musste ich nachsehen.
Hebe ich noch nie bewusst wahrgenommen.
Respekt.
Die Schnur ist wohl auch geflochten ... ... passt ja :emoji_wink:
 
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Manohara

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eine Möglichkeit für die Polsterung der Armlehnen fällt mir grade ein
(wobei ich bisher nach Möglichkeit nur mit Naturmaterialien arbeiten möchte ... mal abgesehen vom Leim im Multiplex)
: Ein Schlauch mit Wolle, Kokos oder Rosshaar gefüllt und durch Löcher dicht um die Oberkante der Seitenlehnen gewickelt ... das würde zu der genähten Bauweise passen.
 

Manohara

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Ein Schlauch mit Wolle, Kokos oder Rosshaar gefüllt und durch Löcher dicht um die Oberkante der Seitenlehnen gewickelt
wobei es nach meiner Erfahrung sehr aufwändig sein kann, so einen Stoff-Schlauch mit irgendwas zu füllen. Das dauert und wird ungleichmäßig ... Vielleicht finde ich ein dickes, und trotzdem weiches Seil ? ....
 

Manohara

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IMG_1193.JPG

gerstern ist noch ein "schmallippiger" Entwurf entstanden, der mir so wenig gefällt, dass ich ihn erst garnicht fotografieren wollte. Auf dem Bild hier sieht er besser aus als in echt :emoji_wink:

das Baumwollseil sieht super aus. Danke.
... wie man das nach 3 Jahren wieder sauber bekommt, weiß ich noch nicht ... vielleicht einfach ein Neues einziehen?

Ein Seil wäre auch mein Plan B, wenn das mit dem Pergament-Band nicht klappt. ( Da bin ich nur nicht sicher, ob ich nicht doch besser was aus Kunststoff nehmen sollte, weil es da weit weniger dehnbare Versionen gibt).
 
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wirdelprumpft

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hm, kurzer Test mit Paketschnur - bin mir nicht so sicher ob man das wirklich stabil hin bekommt.
Zumindest etwas fummelige Arbeit ähnlich Schürsenkel einziehen. Schnurende hatte ich mit Sekundenkleber stabil gemacht.
IMG_5949.jpeg IMG_5949.jpeg
 

Manohara

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:emoji_slight_smile:
... wie so oft: es gibt superviele Möglichkeiten.
bei meinen Versuchen mit dem Nähen von Holz habe ich die Schnur bisher immer auch zwischen den Holzteilen durchlaufen lassen.
Fummelig ist das, finde ich auch. Der Sekundenklebertrick hat mir auch geholfen.
Die Löcher mache ich groß genug, dass die Schnur einigermaßen leicht durch rutscht. Der Vorgang war bei mir immer so, dass die Schnur erst eingefädelt wird und in einem zweiten (mühsamen) Arbeitsgang fest gezogen.
Für bewegliche Teile eignet sich die Technik besonders gut (wie oben auch schon von Daniboy erwähnt: https://www.youtube.com/watch?v=TDQu3Md-d8s&t=330s) Ich habe so auch schon Möbeltür-Scharniere gebastelt (finde kein Bild). Das läuft extrem reibungsarm und ist angenehm zu nutzen. ... hängt allerdings nach etwas Zeit ein Bisschen tiefer als am Anfang.
Einen Buchenholz-Tisch habe ich mal gebaut (auch kein Bild da, momentan ... "muss" ich mal fotografieren), der wird ausschließlich durch Schnur zusammen-gehalten (bis auf die Tischplatte, da waren mir die Ritzen zu blöd) und ist seit vielen Jahren wackelfrei in Benutzung.
 

Daniboy

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Mit Verlaub, die Hintern der Leute werden immer dicker.
Der Entwurf von Beitrag #33 verlangt hier etwas mehr Öffnung finde ich.

Vielleicht wäre aber auch eine Art Notfall-Scharnier (mit Schnur) möglich,
wo man die Armlehne bei Bedarf etwas ausschwenken kann.

Das klingt vielleicht etwas lustig, ist aber zB in der Gastro ein echtes Thema. Ich kenne ein Lokal in der Wiener Innenstadt, das genau dafür extra breite, asymmetrische Stühle mit nur einer Armlehne einsetzt.
 

stefan.

ww-esche
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Was für das Seil auch interessant wäre: Schau mal nach alten Kletterseilen, manche Kletterhallen sammeln die z.B.
Wäre dann schön bunt :emoji_wink:
 

Manohara

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Der Entwurf von Beitrag #33 verlangt hier etwas mehr Öffnung finde ich.

Vielleicht wäre aber auch eine Art Notfall-Scharnier (mit Schnur) möglich,
wo man die Armlehne bei Bedarf etwas ausschwenken kann.

Das klingt vielleicht etwas lustig
:emoji_joy:

Gute Variante.
Die Größe des Einstiegs sollte bei meinen Plänen allerdings in jedem Fall auch für fülligere Menschen praktisch sein. Das gehört für mich zu den Entscheidungen, die am Zeichentisch fallen und da bin ich ja noch nicht. Das Bisherige sind alles Handgelenks-Entwürfe.
 

Manohara

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Eine Beobachtung, die mir mit dem letzten Entwurf (#33) klar geworden ist: Wenn die Steifen so schmal sind, stabilisieren sie sich nicht mehr gegenseitig. Das würde nur so funktionieren wie bei dem Entwurf: Alle unteren Teile der Streifen gehen bis zum Boden durch.
Obwohl mir die gleichmäßige Rundung im oberen Teil gut gefällt, habe ich diesen Entwurf innerlich erstmal beiseite gelegt.
Die im Prinzip 8eckige Sitzfläche des 2. Entwurfes muss vorne etwas aufgebogen werden, damit auch "dickere Hintern" (Zitat Daniboy) rein passen.
Jetzt plane ich ein Modell mit 9 Ecken, wovon die vorderen 3 Platten nicht nach oben durchlaufen (verständlich? Beim 8Eck waren nur 2 "übrig")
2 Flächen bilden die Rückenlehne und je 2 die Armlehnen.
Die Armauflagen würde ich gerne nähen. Zwar habe ich damit noch keinen Versuch gemacht, weiß aber, dass das eine stabile Konstruktion werden kann.


Ein für mich wichtiges Design-Kriterium ist, dass es für jede Entscheidung mindestens einen Grund geben sollte. Besser sind 2 oder mehr. Beispiel:
Die Armauflageflächen werden auf ihrer Länge durch die Armlehnen getragen, aber am Vorderende außen brauchen sie eine Unterstützung.
Plan: die Vorderbeine werden nicht innen sitzen, sondern sollen außen angenäht werden und bis unter die Auflagen reichen.
Gründe:
1. Die Vorderbeine sind am oberen Ende gleichzeitig Stützen für die Armauflagen
2. Die Sitzvorderkante kann aus Holz, und dick genug sein, dass sie auch dicke Hintern trägt
3. Dieses Holz wird durch die Seitenpatten gesteckt (kann dadurch schon nicht mehr nach unten sacken) und mit den Vorderbeinen verleimt
4. Die sich dadurdch nicht mehr verdrehen können
5. So braucht es unter der Sitzfläche keine weitere tragende Fläche, die in die Waden drückt, wenn man die Füße unter den Sitz schiebt


Wo ich mir grad' nicht entscheiden kann:
Die vernähten Flächen haben bisher eine gleichmäßig rund gebogene, kreisförmige Außenkante. Das finde ich, sieht elegant aus. Ob das für den Rücken angenehm ist, bin ich mir nicht sicher. Möglich wäre es, in der Mitte, wo der Sitz sitzt, einen Knick zu machen. dann wäre die Rückenfläche gerade. (und nach meiner Einschätzung die ganze Konstruktion ähnlich stabil)
Es gibt ja viele Sessel, bei denen diese Fläche sogar konkav - also andersrum gebogen - ist.


"Bei einem gut entworfenen Werkstück wird jedes Detail gebraucht. Nichts, was man wegnehmen kann, ohne das das Ganze nicht mehr funktioniert" ... ist ein wie ich finde guter Hinweis-Spruch ... an den ich mich manchmal gene halte :emoji_wink:

@Manohara
deine Herangehensweise an die Welt erfrischend!!!
das freut mich zu lesen. Ein wichtiger Teil dessen ist vermutlich, dass ich Rentner bin und nicht mehr auf schnellen Erfolg angewiesen.
 
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Manohara

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Der Urlaub ist vorbei. Jetzt fängt das schwere Rentner-Leben wieder an.
Zuerst habe ich mich an einem originalgroßem Modell aus dicker Pappe versucht, aber das Blöde ist: ich muss alle Maße selbst festlegen. Das hat jedenfalls nicht gut geklappt und vom Pappe-Schneiden hatte ich eine Blase am Daumen.
Ein paar Versuche für einen kleinen, neuen Entwurf aus dickem Papier haben ebenfalls nicht so ausgesehen, als sei ich auf der richtigen Spur.

Oben habe ich von Symmetrie und Widerholungen bei Entwürfen gesprochen und meine Ansicht, dass das die Sache "beruhigt". Ein Detail, was mir dazu aufgefallen ist: Wenn man so arbeitet, liegen viele Maße schnell fest, weil sie sich nach bereits vorhandenen richten.
Sind die Formen aber "völlig frei erfunden", muss man sich bei allen Details bewusst festlegen, was die Sache viel unübersichtlicher macht.

Da bin ich grade:
Meine symmetrischen Entwürfe hatten Schwachstellen und wenn ich ohne dieses Leitsystem vorgehe, muss ich "alles selber machen".

Da bin ich dabei und die Ergebnisse sind bisher nix zum vorzeigen.

Besonders die aus Sperrholz - also aus planen, nur in einer Richtung gebogenen Flächen - zusammegesetzte Armlehne weigert sich zu funktionieren.
In meinem Kopf sieht sie ziemlich einfach aus, aber aus Papier klappt es bisher garnicht. :emoji_angry:
 

Manohara

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Original-Größe aus Graupappe:

NähSesselPappeb.jpg NähSesselPappea.jpg

Was man auf den Bildern nicht so genau sehen kann: das Modell ist noch etwas zu schmal und öffnet sich noch nicht weit genug nach oben. Da geht für meine Einschätzung es um wenige Zentimeter.
Eventuell lasse ich dann die Beine auch noch etwas weiter auseinander enden.
Die Armlehnen sind mir etwas zu hoch und es fehlt noch die Auflagefläche daran. Für Letzteres muss ich noch irgendwie Tests machen.


Vom 6mm Sperrholz sind heute 2 Platten gekommen.

... bin schon sehr gespannt, wie sich "das Sitzen" anfühlen wird, aber vor dem ersten Holz-Modell will ich mit den Maß-Details noch sicherer sein und hoffe, dass ich das durch Hinsehen und Einschätzen möglichst gut voraus-planen kann.
Schon die Papp-Version ist einiges an Arbeit, finde ich.

Wie es beim Entwerfen bei mir meistens ist:
Mal bin ich ganz euphorisch, manchmal meine ich: "das wird alles nichts".

Augenblicklich fühlt es sich gut an :emoji_slight_smile:
 

Daniboy

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Wie kann man eigentlich verhindern, dass der Stuhl, durch die ganzen Nähte nicht wie "Frankensteins Monster" aussieht?

Bitte nicht falsch verstehen, dass ist nicht gehässig gemeint von mir, sondern nur als Input für Überlegungen zum Gesamtdesign gedacht. Wahrscheinlich kann man sich da aber ohnehin noch spielen damit im Feinschliff des Designs, durch die Art der Nähte, Stichweite, Fadenfarbe und Fadenart usw.
 

justplanesteve

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Es ist toll zu sehen, wie sich dein Projekt entwickelt!

Vielleicht liegt es an symmetrischen Bauteilen und dem Zuschnitt zur Materialersparnis? Ich vermute allerdings, dass der Stuhl – sobald die Sitzfläche montiert ist – diese zur Stabilisierung der Seitenform nutzen kann und dann keine Nähte mehr in den Seitenteilen benötigt. Die Form sieht nicht nach einer komplexen, doppelt gekrümmten Fläche aus – oder täusche ich mich?

Ich habe eine Zeit lang Schränke aus Sperrholz in Serie gefertigt. Bei den höheren Möbelstücken bogen sich die 18 mm dicken Seitenwände oft nach außen, bedingt durch die vielen Nuten an der Innenseite. Ich hatte noch gebogene Formstücke von einem anderen Projekt übrig; eines davon nutzte ich zusammen mit flach aufgelegten Trommelheizungen und einer flexiblen Aluminiumplatte in einer Presse, um die Seitenteile in die entgegengesetzte Richtung – also nach innen – in eine sehr nützliche Gegenkrümmung zu bringen.

Worauf ich hinaus will: Schon relativ mäßige Trockenhitze auf einer einfachen Form kann – bei einer zeitlich begrenzten Einwirkung von nur wenigen Minuten – stabile, positive Biegungen in dünnem Sperrholz bewirken, sogar mit leichter 3D-Formgebung.
 

Manohara

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Nicht falsch verstanden.
Für Humor und Kritik bin ich empfänglich.
Nachdem ich bereits einen Frankenstein-Tisch rumstehen habe, habe ich vor geschockten Gästen keine Angst :emoji_wink:

Meine Umgehensweise mit dieser Art Desigsnfragen ist fast immer: was handwerklich sinnvoll ist, ist es auch wert, gesehen zu werden. Oft entscheide ich mich so, dass mir der "normale Geschmack" kein Hindernis bei Experimenten ist.

In diesem Fall habe ich den möglichen Plan, die Innenflächen des Sitzmöbels mit Pergament zu beziehen. Das wäre ein "Ersatz" für eine stabile Oberflächenbehandlung und würde das Design stark bestimmen, so dass die Nähte kaum noch auffallen sollten.

Danke für die Überlegung.
 
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Manohara

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Nicht doppelt gekrümmt, nein ...

Worauf ich hinaus will: Schon relativ mäßige Trockenhitze auf einer einfachen Form kann – bei einer zeitlich begrenzten Einwirkung von nur wenigen Minuten – stabile, positive Biegungen in dünnem Sperrholz bewirken, sogar mit leichter 3D-Formgebung.
Spannend (und mir bisher unbekannt). Die vorderen Enden der Armlehnen würde ich gerne nach außen biegen, weil das für mein Gefühl was Einladenedes hätte. Da wäre es möglicherweise sinnvoll.
Das wäre zwar eine bisher nicht vorkommende Arbeitsmethode, was ich "normal" nicht so schick finde, aber bisher fällt mir nichts Besseres ein.
 

flüsterholz

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Mal wieder ein paar Gedanken, die mir beim aktuellen Stand so in den Sinn kamen.
Im Augenblick wirkt der Stuhl auf mich etwas kippelig, insbesondere wenn ich mich nach hinten lehnen wollte. Hier könnte ich mir weiter nach hinten, aber auch seitlich mehr ausgestellte Beine vorstellen. Insbesondere auch eine stärkere Krümmung, der Rückenlehne mit Beinen, nach unten hin.
Auch eine durchgehende einteilige Rückenlehne bis zum Boden hin ohne abgesetzte Beine könnte ich mir gut vorstellen, aber die passt wahrscheinlich nicht in dein Konzept und würde den Stuhl im Rückenbreite wahrscheinlich unbequemer machen.
Dann die Form der Seitenlehnen. Mich erinnert dein Stuhl schon die ganze Zeit entfernt an den "Feltri Chair". Auch wenn es ein ganz anderes Konzept ist, den Schwung der Seiten finde ich dort sehr gelungen. Ob man das auf Lehnen so einfach übertragen kann und es optisch dann auch so wirkt, kann ich aber nicht wirklich einschätzen.
Ich sitze aber weiterhin in der ersten Reihe und schaue dir gespannt zu.
 

Manohara

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Im Augenblick wirkt der Stuhl auf mich etwas kippelig
Sehe ich auch so. Zum Teil liegt das wohl auch an der verzerrenden Perspektive des Fotos, aber ja: die Beine ein Bisschen weiter ausstellen ist auch mein Plan und das obere Teil etwas weiter öffnen.

Ich nutze einen LLoyd Loom Sessel den ich habe als Vorbild für viele der Maße und Verhältnisse und bei dem laden die Hinterbeine auch nicht soo weit aus, was ich für praktisch beim Bewegen des Sessels halte ... und kippelig ist der überhauptnicht.
IMG_1258.JPG

was mir grade auffällt ist, dass die Enden der Nähte durch die Spannung beim Biegen die Tendenz haben, nebeneinander zu rutschen.
verschobene Enden.jpg
Wenn die Nähte sehr straff gespannt werden, muss das Holz theoretisch dadurch, dass die Fäden jeweils immer auch zwischen den einzelnen Teilen durchgeführt werden, eigentlich präzise aufeinander sitzen.
Aber in der Praxis fürchte ich, wird dieser Verrutscheffekt etwas bleiben.

... weswegen ich grade darüber nachdenke, das Nähen weg zu lassen und stattdessen nur Oben, Unten und in der Mitte eine Verbindung zu schaffen.
In der Mitte gibt es die Sitzfläche, an der man das Sperrholz nach innen ziehen kann, oben soll eine Auflage für die Armlehnen dran und unten ließen sich kurze Verbindungsstücke innen in die Füße einzusetzen, wodurch die Füße wohl auch schlanker werden könnten.
Es wäre demnach also denkbar, diese 3 Stellen zu verleimen, wodurch das Holz in die gewünschte Form "gezogen" würde.

Bisher war ich erfreut gespannt auf den "Beweglichkeits-Effekt" der geplanten Nähte und habe "was Korbstuhl-Ähnliches erwartet, also eine "gebremste Anpassung".
Dieser Effekt würde vermutlich durch eine Endverleimung verschwinden, wo zwar zwischen diesen Verleimungen sogar mehr Beweglichkeit wäre, aber wohl viel begrenzter.
(ich hoffe, man kann meine Beschreibungen verstehen)

keine Nähte mehr in den Seitenteilen
Diesem Gedankengang von Oben konnte ich (bisher) nicht ganz folgen, aber vielleicht war was Ähnliches gemeint?

Ein Effekt, der mir SEHR entgegen käme wäre, dass das aufwändige Nähen unnötig würde.

Den Plan, die Inneflächen mit Pergament zu beziehen gibt's ja auch noch und das hätte verschiedene Auswirkungen, die ich noch nicht alle überblicke. Zum Beispiel eine Abrundung der Ecken innen und eine gewisse Elastizität an diesen Stellen, was - nehme ich an - für die Bequemlichkeit förderlich wäre.

Das Fehlen der Nähte hätte auch den angenehmen Effekt, dass da nichts mehr vorsteht.

...
Ein weiterer Gedanke an dieser Stelle ist:
Statt der Nähte könnte ich auch Pergament-Streifen außen auf die Nahtstellen setzen.
Ich habe die Idee, das Pergament mit kleinen Schräubchen und Unterlegscheiben
UScheibe.jpg
zu befestigen. Ob das allerdings bei 6mm dünnem Holz klappt, müsste erst getestet werden.

... jetzt muss ich (gerne) mit'm Hund .... :emoji_slight_smile:
 
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