Dauerhafter Holzschutz im Aussenbereich

Flycat

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Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Jahren eine neue Brücke gebaut.
- alles aus Lärche -
Nun meine Frage: Was empfehlt Ihr als dauerhaften Holzschutz ?
Bisher habe ich das aller 2 Jahre mit Halböl gestrichen.
Gibt es da noch etwas effektiveres ? Ich hab mal was über Kiefernteeröl gehört..
Doch bevor ich da was sinnloses drauf streiche wollt ich hier mal um Expertenrat fragen..

VG; Mehli
 

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dsdommi

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Warum lässt du das denn nicht schön vergrauen ? Würde doch super in die Umgebung passen.
Übrigens. Sehr schöne Brücke
 

Roterbischof

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Hallo, es gibt ein paar Öle die man ordentlich erwärmen kann, streicht man diese an warmen Sommertagen auf, dringt das tiefer ein und bildet so einen besseren Schutz, aber für die Ewigkeit ist leider gar nichts. Mfg
 

Djslimer

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Darf ich eine Verständnisfrage einbringen?
Ich dachte Lärche (vor allem sibirische Lärche) ist von Haus aus resistent.
Was bringt eine zusätzliche Behandlung?
 

Roterbischof

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Hallo , ja was bringt das. Sehr grob gesagt, ist Lärche eine Fichte mit mehr eingelagerteingelagerten harzen und ölen. Mit zusätzlichem einlagern solcher Stoffe wird das Holz noch etwas Resistenter. robinie lagert zum Beispiel noch Blausäure und gerbsäure ein, also wirklich gift. So werden Hölzer immer Resistenter.
 

flüsterholz

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Moin
Ich kenn das Zeug noch von den Jägerzäunen, die damit früher öfter gestrichen wurden, oder auch von Zaunpfählen. Das hat schon immer mehrere Jahre gedauert, bis die nachgestrichen wurden. War halt meistens ziemlich dunkel, gab aber wohl auch etwas hellere Farbtöne. Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Anstriche auch immer eine Zeitlang klebrig. Wobei ich jetzt wirklich nicht mehr weiß, wie lange.

Edit, ich sehe gerade, dass du von Kiefernteeröl redest. Das kenne ich nicht, ich meinte Kiefernteer.
 
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Holzsinn

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Lärche wird in eine deutlich höhere Resistenzklasse als Fichte eingestuft aufgrund ihrer Inhaltsstoffe. Das heißt aber nicht, dass sie dauerhaft im Aussenbereich "überlebt". Streichen mit Holzschutzmitteln verlängert die Dauerhaftigfkeit um eine gewisse Zeit. Und die Regelmäßigkeit einer solchen Behandlung ist dafür die Voraussetzung. Insofern ist alle zwei Jahre nachzuölen schon mal nicht schlecht gewesen. Grundsätzlich schützen aber vor den agressiven UV Strahlen die zusätzlichen Pigmente in einem Anstrichmittel. Ich würde also in Zukunft mit pigmentierten Aussenöl, z.B. dem Terrassenöl von Natural streichen. Wenn es in der Eigenfarbe des Holzes gefärbt ist, fällt die Farbe auch kaum auf - in Gegenteil- es wirkt frischer und neuer.
Genauso wichtig ist die Konstruktion, bzw. der konstruktive Holzschutz. Ob Holz senkrecht oder waagrecht verbaut ist, macht einen großen Unterschied. Der Boden einer Treppe wird eher verrotten als senkrechte Pfosten, deren freiliegende Hirnholzanschnitte abgedeckt sind, was hier ja schon mal der Fall ist.
Es ist beides möglich, entweder regelmäßig streichen oder in Ehren grau werden lassen. Die Lebensdauer vor allem des Bodens ist konstruktionsbedingt begrenzt - 15 Jahre mindestens müsste er aber so oder so durchhalten.
Melanie
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weissbuche

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Lärche wird auch schon mal in 2 eingestuft. Allerdings nicht die Lärche aus der Erstdurchforstung mit Jahrringbreiten von 8 mm und mehr, die dann im Baumarkt landet. Wir haben hier solche Lärche mit 2 mm Jahrringbreite und die würde ich wohl schon in 2 einordnen. Die Brücke ist gut gemacht, ich hätte allerdings Eiche oder Robinie genommen oder Accoya und dann auf Anstrich verzichtet. Unsere alte Brücke über die Ilmenau hat, mit gelegentlichen Reparaturen, 80 Jahre gehalten, die neue mit wasserverträglichen Imprägnierung, nur 20 Jahre. Bei Anstrichmitteln für Bauwerke an Gewässern würde ich immer darauf achten, daß diese nicht Inhaltsstoffe haben, die ausgewaschen werden können und dann wassergefärdend sind. Hier bei uns haben einige Leute ihre privaten Stege zurückbauen müssen und auch noch Strafe bezahlt. Die hiesigen Angelvereine haben sowas im Blick und zögern nicht mit Anzeigen.
 

Glismann

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Und wenn schon dann von allen Seiten, gerade unten und an den Auflagern gammelt es meistens.

Nur oben ist nur Optik.
 

brubu

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Für "dauerhaften Holzschutz" gibt es kein Rezept. Lärche ist sehr unterschiedlich. Am Wasser hält es längstens 15 Jahre. Es fault eher von innen nach aussen weil die Feuchtigkeit durch Risse eindringt. In Bergregionen sind die Bedingungen für das Pilzwachstum meist schlechter wegen tieferer Temperaturen, dann hält es länger.
 

Flycat

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Lärche wird in eine deutlich höhere Resistenzklasse als Fichte eingestuft aufgrund ihrer Inhaltsstoffe. Das heißt aber nicht, dass sie dauerhaft im Aussenbereich "überlebt". Streichen mit Holzschutzmitteln verlängert die Dauerhaftigfkeit um eine gewisse Zeit. Und die Regelmäßigkeit einer solchen Behandlung ist dafür die Voraussetzung. Insofern ist alle zwei Jahre nachzuölen schon mal nicht schlecht gewesen. Grundsätzlich schützen aber vor den agressiven UV Strahlen die zusätzlichen Pigmente in einem Anstrichmittel. Ich würde also in Zukunft mit pigmentierten Aussenöl, z.B. dem Terrassenöl von Natural streichen. Wenn es in der Eigenfarbe des Holzes gefärbt ist, fällt die Farbe auch kaum auf - in Gegenteil- es wirkt frischer und neuer.
Genauso wichtig ist die Konstruktion, bzw. der konstruktive Holzschutz. Ob Holz senkrecht oder waagrecht verbaut ist, macht einen großen Unterschied. Der Boden einer Treppe wird eher verrotten als senkrechte Pfosten, deren freiliegende Hirnholzanschnitte abgedeckt sind, was hier ja schon mal der Fall ist.
Es ist beides möglich, entweder regelmäßig streichen oder in Ehren grau werden lassen. Die Lebensdauer vor allem des Bodens ist konstruktionsbedingt begrenzt - 15 Jahre mindestens müsste er aber so oder so durchhalten.
Melanie
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Hallo Holzsinn,
die Produkte von Natural verwende ich schon seid vielen Jahren...Topp das Zeug - nur im Aussenbereich hab ich es noch nicht versucht.
Nach Deiner Empfehlung werde ich das mal machen...
 

Flycat

ww-pappel
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Guuden,

nicht ohne Grund haben bereits die Römer bis hin zu den Siedlern in Neuengland ihre Holzbrücken überdacht.
Justus, so etwas gefällt mir natürlich auch sehr gut und habe das sehr oft in Oregon gesehen..
Das Ding ist, - ich wohne erstens in der Klimatisch beschissensten Ecke Deutschlands - nein nicht in der Eifel sonder in der Oberlausitz -
Und 2. würde das optisch nicht bei mir passen...
 
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