Buchsbaum verleimen

Manohara

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mein Plan ist ein Kleinst-Möbel aus Buchsbaum (ca. 40cm hoch, 20cm breit und tief).
Dabei wird es Schubladen geben.
Buchabaum wähle ich, weil ich welchen habe und er so wunderbar stabil ist, dass man sehr dünn daraus bauen kann - was mir für den Zweck gut gefällt.
Bei den Schubladen denke ich an Seitenwände mit 3mm, was von der Stabilität her bei 20cm länge und ca. 5 cm Höhe gut machbar wäre.

Worüber ich jetzt nachgrübele ist, wie ich die Ecken gestalte.
Normalerweise mache ich bei Schubladen - wie üblich - eine Zinkenverbindung hin.
Bei 3 mm gruselt es mich etwas vor der nötigen Präzision und ich überlege, ob ich besser ein 3eckiges Stück Holz innen in die Ecken setze.
Das Beeindruckende am Buchsbaum ist ja seine Zähigkeit - auch quer zur Faser ... weswegen ich diese Eck-Hölzer vielleicht in derselben Laufrichtung wie die Seitenwände schneiden will.
Aber möglicherweise wäre (mit Epoxi als Kleber) auch das gesperrte Verleimen kein Problem?

Noch ist nicht entschieden, wie hoch die höchste der Schublädchen werden soll und es könnten bis zu 8cm werden. In meiner Lehre (lange her) wurde glaube ich gesagt, gesperrt sollte man nicht mehr als 8cm verleimen. Das Holz ist ja das gleiche, aber die Leime sind deutlich besser geworden. Das sollte also gehen?

Hat jemand eine halbwegs fundierte Vorstellung davon, ob dieser Plan, - also 2 Stück Buchsbaum auf 8cm gesperrt verleimt - eine Chance hat?
 

derdad

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Bei 8cm hätte ich überhaupt kein Problem. Ich hab gelernt, es sollte bei (luft)trockenem Holz nicht mehr als 15-17cm sein.
LG Gerhard
 

Manohara

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Bei mir ist das Internet grad‘ etwas stolpernd.
danke für die Antwort.
ich koennte mir vorstellen, dass buxbaum etwas andere Verarbeitungsregeln braucht als andere europaeische hoelzer, aber genau das weiß ich nicht
 

anobium60

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Nur stumpf verleimen würde ich auch nicht. Wenn ich es machen würde:
Geeignete Werkzeuge vorausgesetzt: Dicke 4- 5 mm, Nut in die Seiten, Falz in Vorder-/ Hinterstücke.
Oder erst stumpf verleimen, stehen lassen und dann von außen "Dübel" bohren mit 2 mm, dafür handelsübliche Zahnstocher verwenden.
Rainer
 

flüsterholz

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Ich hab eher ein Problem damit, dass du Buchsbaum für die Seitenwände von Schubladen nehmen möchtest. Das wäre mir zu Schade für so einen Zweck. Also eher ein Luxusproblem. Altbestände?
Als Verständnis zur Konstruktion. Wie soll denn der Boden aussehen? Eingenutet bei 3mm Seitenwandstärke? Oder was hast du dir überlegt? Die Front wird aber doch wahrscheinlich dicker? Da könnte man dann doch sicher einen Falz anbringen, wenn du nicht zinken möchtest und dort die Seitenwände verleimen? Das gleiche bei der Rückwand. Ich habe Buchsbaum noch nie für Korpusbau verwendet, seine Eigenschaften kenne ich da leider nicht. Als Sägefurnier bei alten Möbeln ist mir noch in Erninnerung, dass es oft gerissen war (ich vermute ein Trocknungsproblem) und dass man neue Einsatzstücke nur sehr schlecht beizen konnte. Da Buchs, ebonisiert, teilweise als Ersatz für Ebenholz genommen wurde, war das manchmal ein Riesenproblem.
 

Manohara

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ein Luxusproblem ist das sicher. :emoji_grin:

Bei meiner "Methode", Gegenstände zu entwerfen, spielen die Eigenschaften eines Materials immer eine wichtige Rolle. Spezielles soll nach Möglichkeit speziell deutlich werden.
Und "Buchs" ist speziell.
Ich habe vor vielen Jahren mal einen relativ dicken Stamm "geerntet" und der hat sich gut gehalten.
Jetzt brauche ich für meine Frau, der ich ihren bisherigen, japanischen Kasten aus Versehen zerschmissen habe (vom Festerbrett hat gereicht), einen würdigen Ersatz - und da ist mir "Bestes" gerade gut genug.

Wenn ich dieses Holz beschreibe, erzähle ich immer, man könne mit normalen Händen ein Buchsbaum-Streichholz nicht zerbrechen. Ich bin nicht mehr sicher, ob das stimmt (und momentan fern von meiner Werkstatt), erinnere mich aber so. Und auch quer zur Faser ist dieses Holz besonders stabil.
Deswegen kann man zum Beispiel ein Möbelbein daraus viel dünner machen als mit anderen Hölzern. Sowas finde ich spannend.

Inzwischen habe ich mich gegen die oben erwähnte, geklebte Eckverbindung entschieden und plane, die Zinken halt so klein zu machen wie das Material es von mir "fordert". Ich erinnere mich in einem ähnlichen Fall die Zinken mit einer Laubsäge ausgesägt zu haben. Das ging ganz gut.

Von der Stabilität her werden 3mm Wandstärke völlig ausreichen.
Die Böden werden aus Flugzeugsperrholz (hauchdünne Lagen in 1mm dicker Platte) gebaut und mit Leder beklebt. Das wird um die Kante gezogen, so dass eine gewisse Elastizität in der Fuge besteht und die Böden straff in die Lade rein-gedrückt werden können. An der Unterkante werden die Schubladenseiten einen Falz bekommen, worauf die Böden liegen - und weil sie mit dem Leder klemmen, auch nicht klappern.
Das hätte den Vorteil, dass - nach Jahren - wenn das Leder möglicherweise mal erneuert werden soll, das einfach zu machen sein wird.

Momentan habe ich 2 Entwurfs-Ideen, wie das Teil aussehen soll:
... und habe jetzt lange dran rum gemacht, aber die Bilder ließen sich hier nicht einfügen (wurden nicht runter- bzw. rauf-geladen). Keine Ahnung, woran das liegt. Vermutlich an meiner miesen Internet-Verbindung.
 

flüsterholz

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Die Böden werden aus Flugzeugsperrholz (hauchdünne Lagen in 1mm dicker Platte) gebaut und mit Leder beklebt. Das wird um die Kante gezogen, so dass eine gewisse Elastizität in der Fuge besteht und die Böden straff in die Lade rein-gedrückt werden können. An der Unterkante werden die Schubladenseiten einen Falz bekommen, worauf die Böden liegen - und weil sie mit dem Leder klemmen, auch nicht klappern.
Das hätte den Vorteil, dass - nach Jahren - wenn das Leder möglicherweise mal erneuert werden soll, das einfach zu machen sein wird.
Coole Idee, hab ich von dir aber auch nicht anders erwartet. :emoji_wink:
Feinsäge mit 0,3mm Blatt und 30tpi müsste aber auch einen Sägeschnitt geben, der sauber genug ist. Ich versuche mich aber auch gerne vor der Laubsäge zu drücken. :emoji_grin:
 
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Manohara

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... dass du Buchsbaum für die Seitenwände von Schubladen nehmen möchtest. Das wäre mir zu Schade für so einen Zweck.
Das ganze Teil (bis auf die Schubladenböden, wie momentan geplant) wird ja aus Buchsbaum.

Als Kind fand ich es blöd, dass die Stellen an einem Möbel, die man als Erwachsener nicht sehen kann, mit deutlich weniger Sorgfalt gemacht waren, als die sichtbaren.
Ich lag oft auf dem Boden und konnte ("musste" ) mir Stuhl und Tisch von unten ansehen.
Das war schrecklich!!! - kann ich Euch sagen :emoji_wink:

eben hat es geklappt mit dem Hochladen der vorläufigen Ideenskizzen.
Das sind kombinierte Tischchen und Schubladenkästen. Beide sehr klein. ... ca. 30cm hoch.

Schmucky2.jpg Schmuckkasten3.jpg
 

Manohara

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inzwischen haben sich die Pläne geändert. (ich erzähle halt so ein Bisschen)
Sowohl die Form, als auch das Material.
Padou.jpg PadoukKasten3.jpg PadoukKasten4.jpg

In meinen Vorräten liegt (lag) seit langem ein Stück Amboina Maserholz "herum". Daraus werden die Schubladenfronten (ca. 14cm breit) Der Kasten ist sowas wie eine Entschuldigung bei meiner Frau, der ich aus Versehen einen solchen (ganz anders gemachten) Kasten aus Japan kaputt-geschmissen habe und weil ich gerne in guter Erinnerung bleiben möchte, gebe ich mir besondere Mühe.
Das Ganze wird ein Würfel aus Padouk (7mm dicke Bretter (ebenfalls sehr lange bei den Vorräten) aus denen man eigentlich sonst garnichts machen kann, weil sie so dünn sind) mit 3 Schublädchen.
Die Griffe sollen nicht vorstehen, deswegen weden sie in den Ladenfronten versenkt (15mm Platz).
Weil ich mit Amboina kaum Erfahrung habe, traue ich mich nicht, verdeckte Zinken da rein zu stemmen und werde die Buchsbaum-Schubladenseiten (jetzt nur noch die Seiten) mit Uhu Plus und Buchsbaum-Dübeln besfestigen.

Was mich gerade sehr beschäftigt ist, wie viele 1000 Möglichkeiten man hat, wenn man etwas entwirft. Das Zusammenspiel von Material, Werkzeug, Bauweise, Handhabbarkeit, Optik und Ausstrahlung ist so vielschichtig und begeistert mich, bei gleichzeitiger Genervtheit. Jede kleinste Entscheidung hat Auswirkungen auf mehrere dieser Kriterien und mein Ziel ist es, dass die Künstler von Tut Ench Amuns Grabstätte mich respektieren :emoji_wink: .
 

flüsterholz

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Gute Idee Amboina so zu verarbeiten. Das hat manchmal richtig weiche Stellen zwischendrin. Da zieht es beim Stemmen regelrecht die Fasern raus. Auf Uhu plus wäre ich jetzt aber nicht gekommen :emoji_thinking: Warum? Ansonsten viel Erfolg mit deiner roten Kiste.
 

Manohara

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was mich bei dieser Arbeit beschäftigt, bzw. begleitet ist, dass ich zwar einerseits was "Gelungenes" herstellen möchte, aber andererseits kein besonderer Könner bin, was diese Arbeiten betrifft und Präzision finde ich zwar wichtig, aber sie nervt.
Vieles mache ich "aus dem Bauch heraus", weil mir oft die Geduld fehlt, die Sache wirklich handwerklich anzugehen. Bei den Zinken bin ich froh, dass kein Zahnrad draus geworden ist. Rechnen, anzeichnen und überprüfen sollte ich eigentlich sorgfältiger, denn das Gefühl, "ich weiß ja, wie es werden soll" lässt mich oft im Stich. Dann denke ich: "ist doch klar", säge die Zinken ohne die Richtung der Schräge an zu zeichnen und habe hinterher völlig unterschiedliche Eckverbindungen.
Schuhuk.jpg

Ob es an meinem Alter und den tatterigen Fingern oder der Glätte des Buchsbaumes liegt weiß ich nicht, aber um die Schwalbenschwänze an zu zeichnen, musste ich eine Schraubzwinge einsetzen. Das blöde Teil ist beim Halten mit der Hand immer weg-gerutscht.
Schuhud.jpg

Angenehm fand ich, dass ich bei dieser Größe rundum mit der Laubsäge schneiden konnte. Stemmeisen waren nicht nötig.
Schuhuc.jpg

Beim Verleimen habe ich mit Augenmaß gearbeitet, statt die Diagonalen nach zu messen (und hoffe, dass das ausreichend genau war. Es war allerdings auch wenig Platz für einen Zollstock)
Schuhue.jpg

Uhu Plus nehme ich, weil damit die Lücken in den Verbindungen gleich gefüllt werden.
In diesem Fall habe ich mich völlig verschätzt und fast dreiviertel der angemischten Menge sind übrig geblieben.

... macht mir grad' Spaß, davon zu berichten ... :emoji_slight_smile:
 

Manohara

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heute früh aufgestanden ...
Die Schubladen bekommen einen nur eingelegten Boden (nicht in einer Nut, sondern in einem Falz)
Weil das Material nicht gereicht hat, sie aus einem Stück zu sägen, habe ich den Falz angeleimt.
Weil die Teile so klein sind und sie über die Kreissäge zu schieben unangenehm ist, werden sie erst dann auf ihre endgültige Dicke gebracht, wenn sie am Schubkasten fest sind. (3mm sind geplant)
Um sie anzubringen braucht's wieder einen haufen Zwingen .
Und wegen der erwähnten fehlenden Präzision sind nicht alle Fälze gleich ... was mich ärgert, aber bei solchen Arbeiten ist es ja auch oft interessant zu sehen, dass sie "handgemacht" sind und wenn die Funktion funktioniert, kann das auch seinen Charme haben. ... darauf hoffe ich jedenfalls :emoji_thinking:

Diese angeleimten "Falz-Hölzer" werden die Laufflächen der Schubladen sein und weil sie aus Buchsbaum sind, hoffe ich auf ein fluffiges "Rutschgefühl". (der Kasten wird aus Padouk und damit auch die Flächen, auf denen die Laden laufen - das hat eine porenreiche Oberfläche, aber wenn eine Hälfte gut rutscht, wird man es schon fühlen, nehme ich an)
 

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bast_ig

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Interessantes Projekt!

Kannst Du das noch gut hobeln, obwohl das schon fertig zusammengebaut ist? Das ist recht zart oder?
 

Manohara

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gestern habe ich mit dem Kasten angefangen und mich mit den Maßen vertan. Jetzt habe ich einen angefangenen Padouk-Würfel der deutlich zu groß ist.
Das Thema hat zwar hier eigentlich nichts zu suchen, aber weil es mich natürlich beschäftigt und in diesem Zusammenhang Auswirkungen hatte, erzähle ich auch davon: Mein Gedächtnis lässt stark nach, so, dass das spürbar lästig wird. (Nein, Demenz ist es nachgewiesenermaßen nicht :emoji_nerd:)
Das war eine der Ursachen für diesen blöden Fehler. Ich habe meine Berechnung nicht kontrolliert, was ich sonst eigentlich immer mache.
... und ich versuche, einen brauchbaren Umgang damit zu finden, aber außer "Aufschreiben" (das hilft an vielen Stellen überhaupt nicht), "Entspannen" (das klappt dank jahrelanger "Meditationsversuche" einigermaßen) und "Humor" (das ist schwierig und macht Manches leichter) habe ich bisher keine wirklich hilfreiche Methode gefunden.
Folge: Die fehlerhafte Arbeit muss halt wiederholt werden (glücklicherweise habe ich noch genug Material dafür, obwohl ich vom Vorhandenen schon das Beste rausgesucht hatte)
Eine Überlegung ist, die Wände des Kastens entsprechend dicker zu machen und dem irgendwie einen Grund zu geben, also eine Funktion zuzufügen, die einen Sinn hat.
Bei meinen Kriterien für Design und Funktion gehört "es muss einen Sinn haben" zu den Wichtigsten. Ich liebe es, wenn Gestaltungselemente möglichst mehrere Gründe haben.
Allerdings bezweifele ich, dass mir für diesen Fall was einfällt.

Ein Detail - wo ich mich aus Platzgründen bisher dagegen entschieden hatte - wäre ein schicker Magnetverschluss auf der Rückseite der Schubladen.
Das Ganze soll ja ein Würfel werden und die Ladengriffe sitzen extra tiefer in der Front, damit sie nicht vorstehen und man daran hängen bleibt.
Mit den Magneten wäre das Herumtragen des Minni-Möbels sicherer.

Es gibt sogenannte Konusmagnete
Konusmagnet.jpg
Die könnte ich einem Hohlraum so anbringen, dass sie fest, aber beweglich sitzen
Meine Idee ist, die üblichen Magnetverschlüsse "um zu drehen". Nicht der Stahl sitzt locker, sondern der Magnet.
Hinten an der Schublade wäre ein magnetischer Stahl fest und der Magnet sitzt in einem konischen Loch in der Rückwand lose drin.
Die Idee gefällt mir ganz gut, aber ob ich das hin bekomme, weiß ich noch nicht. Den Platz dafür wäre jetzt jedenfalls da. (den braucht es natürlich nur auf der Rückseite)

Ein "Problem" dabei ist, dass die Magneten die ich gefunden habe entweder zu stark - oder zu schwach sind.

Ihr merkt schon ... mein Leben ist schwierig :emoji_dizzy_face:

Danke für's Lesen
 

Manohara

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3,5 Schritte:
1. Die Böden der Schubladen sind mit Leder beklebt
Weichmachera.jpg
2. Die Griffe sind gedrechselt
Weichmacherb.jpg
3. Die leider doch ziemlich schiefen Schubladen wurden in den Rechten Winkel gebracht.
Einer der Gründe für die Verleimung mit Uhu Plus war, dass man das Material mit Hitze wieder weich bekommen kann. So wie hier hatte ich das noch nie gemacht und war überrascht und erfreut, wie gut das funktioniert hat. Zwinge schief angesetzt und mit Heißluft warm gemacht.
Jetzt sind sie ziemlich genau im Winkel (und ich hoffe, sie bleiben so)
Weichmacherc.jpg

Den Kasten brauche ich nicht neu machen. Der vorhandene lässt sich "auf's richtige Maß bringen". Da bin ich jetzt dabei und das wird vermutlich eine Weile brauchen.
 

Manohara

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Farben.JPG
Die Schubladenböden sind drin und ich bin damit zufrieden.

Momentan habe ich mit meiner Nase zu tun.
Die läuft und es sieht so aus, als läge das am Padouk.

Vor etwa einem Jahr wurde ich auf Allergien untersucht und es wurde eine Überempfindlichkeit -Hausstaubmilben betreffend- gefunden.
Das wollten sie dann noch genauer wissen und haben nochmal einen aufwändigeren Test gemacht. Da kam heraus: das mit den Milben war ein Irrtum und auch sonst habe ich "keinerlei" allergische Reaktionen.
Dem widerspricht die jetzige Situation entschieden. Sobald ich mit diesem Holz arbeite, läuft's, sobalt ich den Raum verlasse, wird's wieder besser.
Mein Luftfilter von 3M ist aufwändig an zu ziehen und unpraktisch zu nutzen, aber heute habe ich ihn aufgesetzt und es hat auch ein Bisschen geholfen. Aber nach 2-3 Stunden ging es trotz Filter wieder los.

... na, mal sehen wie ich damit weitermache ....
 

agnoeo

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Padouk kann sensitivieren. Je mehr man sich dem (Staub) aussetzt, desto schlimmer wird die Reaktion. Gibt einige andere Hölzer für die das auch zutrifft.

Gruß, David
 

Manohara

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inzwischen ging es wieder weiter ...
Die Nase tropft zwar - was unter dem Atemschutz-Helm extrem unpraktisch ist - aber es ist etwas besser geworden und so konnte ich meine Zinkenverbindung vorantreiben und Einkerbungen für die Zwischenböden setzen (mit meiner Oberfräse mit Kreuzsupport)
An einer Stelle ist sehr viel Platz in der Zinkenverbindung :emoji_rage: . Den habe ich mit meinem geschätzten UhuPlus gefüllt. (was den Nachteil hat, dass es lange braucht, um aus zu härten. Ich wer' mir für den Rest wohl noch die schnellere Version holen.
Es sieht schrecklich aus, aber ich bin zuversichtlich, dass das nicht mehr so auffällt, wenn alles glatt geschliffen ist.
Leider ist es mir auch mit meiner Korrektur nicht gelungen, den Platz um die Schubladen schmal zu halten. die Klappern schon ziemlich ... aber so ist das bei meinen Arbeiten oft. Präzision gelingt mir nur manchmal.
Wenn ich nicht dazu sage, dass es keine Absicht ist, fällt es niemanden auf. :emoji_sunglasses:

IMG_0777.JPG IMG_0779.JPG
 

Manohara

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Schmuckoco1.jpg Schmucoco.jpg Schmuckcoco.jpg

so, inzwischen ist es fertig.
Das Padouk-Holz habe ich vor ca 45 Jahren in Berlin von einem Holzhändler geschenkt bekommen. Der hatte es von einem Tischler, der pleite gemacht hatte und wurde es wohl nicht los.
Aus den dickeren Brettern habe ich ganz ähnliche Würfel mit 40cm Seitenkante gemacht, die bei uns Teil eines Regales sind.

Das Ganze hat was von "Abschluss" für mich.

Dass es so wenig Kommentare dazu gibt überrascht mich etwas, aber ich kenne das schon aus Foren, dass die Reaktionen unerwartet sein können.
Alles gut.
Danke für's Lesen.
 

wasmachen

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HinternDiwan
...ich sag mal was dazu... das mit dem Buchsbaum war mir zu speziell um etwas zu sagen.
Und um mich als potenzieller 'Erbe' für deinen Schraubstock hier zu outen, war ich zu schüchtern :emoji_wink:

Hat aber was !
 

bast_ig

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Hallo @Manohara,

ich bin dem sehr interessiert gefolgt und habe auch extra einen Kommentar da gelassen. :emoji_slight_smile: Du erklärst halt eh schon so viel, dass nicht so viele Fragen offen bleiben.

Viele Grüße
 

stefan.

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Dass es so wenig Kommentare dazu gibt überrascht mich etwas, aber ich kenne das schon aus Foren, dass die Reaktionen unerwartet sein können.
Liegt vielleicht auch daran, dass es ein Thema im Profi fragt Forum ist und nicht im Projektvorstellung-Teil.
Ich finde dein Kästchen sehr gelungen, schöne Maserung in dem Holz.
 
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