Benötige Hilfe bei meiner neuen Metabo BS0633 Bandsäge

julioiglesias

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Hallo,

meine BS0633 ist nun endlich da und auf dem Untergestellt montiert. Um das Paket kompakt zu halten und Verpackungskosten zu sparen hatte der Vorbesitzer die abstehenden Teile der Maschine inkl. Tisch abmontiert. So konnte ich mich um eine gründliche Reinigung kümmern und auch den Aufbau der Maschine kennenlernen. Der Vorbesitzer hatte die seitlichen Bandführungen (Pertinaxklötzchen) durch Doppelkugellager ersetzt, hat aber die originalen Teile (fast) alle mitgeliefert sodass ich die Maschine wieder in den Originalzustand zurückgebaut habe.

Nun die Probleme offensichtlich sind einige Teile nicht mit verpackt worden und die Chancen stehen gering dass er die Teile noch bei sich findet. Es fehlen (siehe Bilder von der Feder, der Hülse und den anderen Teilen):

  1. Knauf (Nr. 152, 150, 10, 53) zum Festziehen der Sägeblattführung (habe ich mit einer Flügelmutter provisorisch gelöst)
  2. Eine von zwei (konische?) Buchse (Nr. 46) zur zentrischen Führung der Gewindestange mit den seitlichen Bandführungen in der Sägeblattführung. Ohne diese wackelt die Gewindestange!
  3. Beide Druckfedern (Nr. 98 und ein Federteller (Nr. 114) die die obere und untere Gewindestange mit den seitlichen Bandführungen unter Spannung halten und überhaupt erst mit der Rändelschraube einstellbar machen!

detail_feder.jpg fehlteile_bs0633_1.jpg konische_huelse.jpg

Wer hätte diese Teile über und und würde sie mir verkaufen wollen?

Alternativ
  • Federn: wer könnte mir die Maße der Federn (Drahtdicke, Aussendurchmesser, Windungszahl, Länge im entspanntem Zustand) ermitteln? Eine ungefähre Angabe zur Federkonstante wäre auch hilfreich (z.B. Verkürzung der Länge gegenüber entspannten Zustand bei Beaufschlagung mit einem bestimmten Gewicht). Dann könnte ich Federn versuchen zu bestellen. Übrigens laut Explosionszeichnung scheinen beider Federn gleich zu sein.
  • Hülse: hat jemand die Möglichkeit eine solche nachzudrehen? Ich könnte die Maße bereitstellen?

Weitere Fragen:
  • Ich habe irgendwo aufgeschnappt dass die Kugellager zur Abstützung des Bands im Original 8 (Innendurchmesser) x 22 (Außendurchmesser) x 7 (Dicke) mm groß wären. Kann das jemand bestätigen?
  • Original Metabo Sägebänder waren dabei. Gibt es eine zuverlässige Methode zu bestimmen ob die unbenutzt bzw. verschlissen sind?
  • Meine BS0633 hat zum Einstellen der Bandspannung einen schwarzen Knauf auf der Oberseite anstatt der üblichen Kurbel, ich vermute das ist so Original, kann das jemand bestätigen?
  • Bandagen sind nicht spröde und leicht ballig. Kann mir jemand die Solldicke der Bandagen mitteilen, dann könnte ich den Verschleiß einschätzen.
Schöne Grüsse, Antonio

PS. Suche noch nach einer Kreisschneidevorrichtung und der Tischverbreiterung.....
 

PeterL

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Hallo Antonio,
Ich habe selbst eine Bs0633 wieder her gerichtet und kann dir evtl. weiterhelfen. Was aber ziemlich wichtig ist: welche Serien-Nr. hat Deine Maschine? Die steht auf dem Metabo-Maschinen Schild drauf. Dann kann z.B. geklärt werden ob Kurbel oder Knauf zur Einstellung der Bandspannung im Auslieferungszustand verbaut war.
Gruß. Peter
 

julioiglesias

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@ Peter,

Seriennummer ist 34553495000, unter dem Funkentstörsymbol steht "1983". Kannst Du bei der Feder auch helfen?

@ Fred,
danke für die Bestätigung der Maße.

Gruß, Antonio
 

PeterL

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Hallo Antonio,

Am WE zerlege ich die obere Bandführung und schaue mal nach den Feder-Daten.

Was mir auffällt: Deine Maschine ist von 1983 - eine der ersten Maschinen. Die Explosionszeichnungen, die für die Maschine mit Kurbel gelten, nutzen aber andere Nummernkreise bei den Einzelteilen, da gab es ein Update auf die Kurbel-Variante.
Ich selbst habe auch ein Exemplar aus 1984 mit dem Knauf oben drauf für die Bandspannung. Also Ja. Es gab Maschinen, bei denen war der Knauf und nicht die Kurbel Grundausstattung. Deshalb auch die 4 Seiten der Ex-Zeichnung mit der dazu gehörigen Stückliste. Die Zeichnungen passen aus meiner Sicht besser zu deiner Maschine.

Grüße Peter
 

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Bastelheiko

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Wenn die Feder fehlt, kannst du die Säge lieber in Einzelteilen verkaufen.
Für meine Einzelteile bekam ich knapp über 350 €.
Meine war quasi neu bzw. fast nicht gebraucht.. Nur die Feder für die Bandspannung war müde.
Kosten eine Feder herstellen zu lassen kostet um die 60 €. Brauchst aber eine originale als Muster.

Ich war es einfach leid zu basteln. Jetzt habe ich nur noch das Plastikgehäuse, den Schalter und das Alugußgestell.

VG
 

julioiglesias

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Hallo Peter,
danke für de Aufklärung, und auch für die Klasse Scans. Ich hatte nur die neuere Doku zur Säge. Würdest Du mir auch die restlichen Seiten der Anleitung scannen?

Bin sehr gespannt auf die Federdaten, da bin ich guter Hoffnung mit Deinen Angaben etwas passendes zu finden. Bei der Führungshülse bin ich darauf angewiesen dass jemand eine übrig hat wenn nicht muss ich die eine die ich habe vermessen und mir eine drehen lassen.

Die Halter für die Führungsklötzchen sind bei mir beide in der Mitte eingesägt, da hat wohl jemand in den letzten ca. 40 Jahren das Band zu weit hinten laufen gehabt so dass es sich in die Führung eingraben konnte. Hast Du ne Ahnung wo ich sowas noch bekommen könnte? Ebenso die Bandagen, sehen aus meiner Sicht noch gut aus aber wenn sie mal fällig wären, wo bekomme ich sowas her?

Und da wären noch vor lauter Perfektionismus die Gummipufffer an der Innenseite der ausschwenkbaren Gehäusehälfte. 5 sind vorgesehen, eine ist noch dran gewesen. Kennst Du eine Bezugsquelle?

Nochmals vielen Dank, auch im Voraus für Deine Mühen!
Grüsse, Antonio
 

Dietrich

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Hallo,

Pertinax gibt es als Platten und Stäbe, passend sägen und feilen sollte für einen Holzwerker möglich sein.
Auch ein Stückchen Pockholz könnte man nehmen.
 

PeterL

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Hallo Antonio,
Hier technische Eckpunkte zu den beiden Druckfedern 98, die an den beiden Bandführungen verwendet werden.
Außendurchmesser unbelastet: 17,3 mm (die ist wirklich so groß!)
Drahtdicke: 1,25 mm
Unbelastete Länge: 57,0 mm
Länge belastetet mit 490g: 53,5 mm
Länge belastetet mit 2030g: 43,1 mm
Wirksame Windungen: 5 Stück
Alle Windungen (inclusive Anfang und Ende): 7 Stück
Beide Enden der Feder sind geschliffen, die Feder hat eine schwarzgraue Oberfläche vom Vergüten.
Aufgrund der geometrisch recht großzügigen Auslegung der Feder gehe ich nicht davon aus, dass Metabo hier eine Sonderfeder verbaut hat. Also ein Serienartikel z.B. von Gutekunst Federn: Die haben einen Federnshop mit 12.000 verschiedenen Federn ab Lager. Viel Erfolg beim Suchen.

Stichwort Einschnitt in der Bandführung: Mein Vater hat hier auch zu großzügig das Spiel des Bandes eingestellt mit der Folge, dass ich auch an beiden Führungen diese Einschnitte habe. Läßt sich das ändern? Metabo hat seit rund 10 Jahren keine Ersatzteile mehr für die Magnum - Maschinen. Ist der Einschnitt ein Problem? Ich denke eher nicht. Es werden ja nur die beiden Klötzchen zur Bandführung gehalten, also keine hohen Kräfte. Die höchsten Kräfte, die auftreten können, sind beim Verschrauben der Klötzchen. Um ein weiteres Einschneiden zu vermeiden ist es wichtig, die beiden Kugellager, die das Band nach hinten abstützen, korrekt einzustellen. Ich habe mal gelesen: so rund 0,5 mm Luft zwischen Bandrücken und dem stützenden Kugellager sind in Ordnung. Und der Betriebspunkt sollte ohne streifen des Bandes in der Führung eingestellt sein.
Ich habe übrigens meine vermurksten Kreuzschrauben durch passende Sechskant-Schrauben ersetzt. Da rutscht man nicht mit dem Schraubendreher aus dem Schraubenkopf.

Zu deiner Tellerfeder 114: in meiner Anleitung ist das eine Scheibe und eben keine Tellerfeder.

Grüße Peter

IMG_0333.jpg IMG_0338.jpg IMG_0337.jpg
 

julioiglesias

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Hallo,

klasse Forum hier!

@ Dietrich,
hier handelt es sich um ein Missverständnis: ich meinte die Halter der Klötzchen, siehe Bild. Die Klötzchen habe ich noch und habe auch schon Pertinax Quellen gefunden. Wenn nötig Säge ich mir mit der BS0633 aus einer Platte Streifen raus :emoji_wink:, der Rest dann mit Feile.

Man sieht dass die eingeschnitten sind, wie schon Peter beschrieben hat wohl Folge einer Fehleinstellung. Ich überlege gerade den Spalt mit Epoxiharz zu füllen, festigkeitsmäßig bringt es nichts aber so habe ich einen Sicherheitsanschlag sollte ich mal zu weit vorne einstellen wollen. Sollten die eines Tages auseinander brechen habe ich noch den Kugelllagerumbau des Vorbesitzers.....

obere_fuehrung.JPG

@ Peter,
danke sehr nochmals für die Mühe mit den Federn, ich denke passende werden zu finden sein, ohne Notwendigkeit zu einer Maßanfertigung. Das mit dem Federteller ist richtig, inzwischen habe ich auch die Info dass sich um eine Scheibe handelt, also kein Problem.
Wie ich sehe fehlt Dir auch eins dieser Bleche die die Klötzchen halten :emoji_frowning2:

Auf meinem Bild sieht man auch die konische Führungshülse, ohne die geht es erstmal genauso wenig wie ohne die Federn. Da ist meine Hoffnung auch gering ein Teil angeboten zu bekommen. Muss nun jemanden finden der bereit ist mir sowas zu drehen...

Den Knauf zur Arretierung der Höhenverstellung habe ich in England bei Powertoolspares gefunden, angeblich lieferbar, aber teuer....

Danke auch für die Anleitung, ich sehe auf den ersten Blick keine technischen Unterschiede zu späteren Versionen mit Kurbel statt Knauf.....

@ Dietrich,
das Gute ist das die Säge sich auch komplett ohne Führungen erstmal so einstellen lassen sollte damit der Schnitt nicht verläuft. Erste Sägeversuche haben gezeigt dass dies nötig ist. Dazu habe ich mir Deine Hinweise aus anderen Posts gemerkt. Was meintest Du genau als Du schriebst "ein dünnes Brett mit sehr vorsichtigem Vorschub mit zurückgezogenen Führungen sägen"? Das Brett hochkant oder flach auf den Tisch aufgelegt? Ich vermute letzteres wegen den nicht wirkenden Führungen, liege ich da richtig? Sägebänder habe ich 9 original Metabo mit der Säge dazu bekommen einige angeblich im Neuzustand (wie kann ich das überprüfen?).

Schöne Grüsse, Antonio

PS: hat jemand Tips zu den Bandagen?
 
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PeterL

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Stichpunkt Blech unter den Klötzchen: auf meinem Bild ist unter der linken Schraube ein selbst gebogener Blechstreifen, der den Druck der Schraube besser flächig auf das Klötzchen weiter gibt. Bei der Übernahme der Maschine war das eine Klötzchen ohne Blech an der Stelle, wo das Gewinde der Schraube die Klemmung aufbaut ziemlich ramponiert. Ein Nachstellen war kniffelig, weil das Gewinde immer wieder in die Delle der vorherigen Einstellung gerutscht war. Der nachgebogene Blechstreifen verhindert das.

Mit dem Thema Bandagen habe ich mich noch nicht beschäftigt.

Grüße, Peter
 

julioiglesias

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Hallo, ein kurzer Blick in den Konfigurator bei Gutekunst Federn zeigt dass sich etwas passendes finden lässt. Beispiel: 3 mm kürzer, Drahtstärke 1,4 mm etwas höhere Federkonstante => 2,88€ pro Stück
Grüße, Antonio
 

PeterL

ww-kastanie
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Guten Morgen,

Das Thema mit den fehlenden Federn hat sich dann ja wohl geklärt.:emoji_slight_smile:

Beim Thema Schärfe von Sägebändern arbeite ich mit folgender Aussage:
"Bei Sägebändern wird die Schärfe mit einer 10x Lupe kontrolliert. Bei einem neuen Band ist die Zahnspitze noch tatsächlich spitz. Mit zunehmender Benutzung geht die Schärfe verloren und es bildet sich eine Verrundung, deren Glanz mit der Lupe erkennbar ist."
Damit bin ich bisher gut gefahren. Ob es eine bessere Methode gibt? Ich kenne keine Bessere.

Grüße Peter
 

julioiglesias

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Hallo Peter, schon wieder danke. Lohnt sich ein Schärfen von stumpfen Bändern heute und wird das heute noch gemacht?
Gruß, Antonio
 

PeterL

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Also was das Schärfen angeht, da bin ich außen vor. Ich habe genügend Sägebänder - ich glaube die reichen locker bis zur Rente ...
Wenn man dem Internet Glauben schenkt, so gibt es schon den einen oder anderen Hinweis, wie solche Bänder nachgeschärft werden können. Da kann ich keine qualifizierte Aussage machen.

Die Frage ist halt auch: Was kostet ein neues Band? Ich vermute mal, dass diese Bandlänge bei den typischen Herstellern immer noch gefertigt werden. Metabo hat die Bänder bestimmt nicht selber hergestellt. Und wenn ich mit gutem Ergebnis schärfen will: was brauche ich da an Hilfsmitteln, Halterungen und Schärfwerkzeugen? ...
Grüße Peter
 

julioiglesias

ww-ahorn
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Hallo,

selbst Schärfen kommt für mich nicht in Frage und genau überlegt sollten Schärfdienste auch kaum weniger Kosten als ein neues Band heute. Hier zwei Beispiele für neue und benutzte Bänder aus der Beilage meiner Säge :emoji_slight_smile:

IMG_2531.JPG IMG_2533.JPG

Ich habe nun ein Brettchen gesägt, ganz nach der Anleitung von Dietrich: alle Führungen zurückgezogen und ganz langsam Vorschub gemacht. Die gute Nachricht :emoji_slight_smile: fast) kein Verlauf selbst ohne Führung (die 10mm Dicke Leiste hatte 9,0 und 9,5mm Breite an den Enden)!

IMG_2536.JPG

Die nicht so schöne Nachricht :emoji_disappointed:: das Band eiert vor und zurück, siehe Video:


Die Einstellung der Bandspannung dazu, mit neuem Band ca. 16mm breit:

IMG_2547.JPG

Ich muss noch sagen dass ich entgegen der Explosionszeichnung zwei Anlaufscheiben (24) , die mit dem quadratischen Querschnitt, hinter dem oberen Rad habe.

Anlaufscheibe_vorne.JPG Anlaufscheibe.JPG

In der Explosionsdarstellung des neueren Models gibt es aber davon (24) zwei vor dem Rad:

Anlaufscheiben_neu.JPG

Ideen für/gegen das Schwingen?

Schöne Grüße, Antonio
 

julioiglesias

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Hallo das ist meine erste Bandsäge im Leben. Also entschuldigt bitte die penetrante Fragerei. Erfahrung kann ich erst sammeln wenn die mal läuft.

@ Dietrich, Du empfiehlst, wenn ich mich nicht täusche dünne HEMA Bänder. Schärft HEMA auch selbst, oder kannst Du einen Schärfdienst empfehlen?

Gruß, Antonio
 
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julioiglesias

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So,
die Federn sind bestellt. Sollten die passen gebe ich hier die Berechnung, den Typ und die Bezugsquelle weiter, vielleicht hilft es auch jemand anderen.
Gute Nachricht: der fehlende Knauf ist beim Verkäufer aufgetaucht...
Gruß, Antonio
 

raziausdud

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Hallo Antonio,

ich habe auch eine ähnliche etwas ältere Metabo Bandsäge. 2 Dinge dazu von mir:
a) Die Bandstärke sollte etwa 1/1000 des Rollendurchmessers sein, dickere brechen sehr schnell.
b) Offensichtlich wird bei Deinem Modell die Bandspannung angezeigt (Foto in # 17). Dann ist alles einfach, und Du brauchst nicht weiterzulesen. Ansonsten, vielleicht aber auch trotzdem: willst Du unbedingt den Knauf zur Regulierung der Bandspannung nutzen? Ich fand den Knauf bei meiner Säge (ohne Anzeige der Bandspannung) sehr unpraktisch und habe da extra eine Kurbel draufgesetzt. Denn mit dem Knauf schafft man maximal eine halbe Umdrehung pro "Zugriff" und dieser Zugriff ist auch weniger genau definiert als eine Kurbelumdrehung. Vorm Nutzen der Säge erhöhe ich die Bandspannung nämlich immer genau um zwei Kurbelumdrehungen, nach dem Benutzen geht es immer genau zwei Umdrehungen zurück in den Zustand kurz vorm völligen Entspannen (zur Schonung des Bandes und der Bandagen). Mit einem Knauf ist das meines Erachtens nicht so schön zu machen.
Rainer
 
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seschmi

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Es gibt ein Buch von Guido Henn, „Stationärmaschinen: Bandsäge“, in dem ist ganz gut beschrieben, wie man die Bandsäge einstellt, speziell das untere Rad. Das könnte eine Ursache für das Schwingen sein.

Man muss beim Einstellen ziemlich methodisch vorgehen, sonst verzettelt man sich leicht.

Metabo empfiehlt ja 0,5 mm dicke Blätter. Ich habe auf meiner Socomec mit 400er Rädern auch 0,5mm Blätter von Hema drauf, das hat mir Hema so empfohlen (die haben eine kompetente Telefonhotline), also etwas dicker als die Regel (1/1000). Ich habe auch mal ein Blatt mit 0,36mm probiert, aber das läuft deutlich schlechter geradeaus.

Bei der Einstellung bin ich ein Fan der Snodgrass-Methode. Dabei wird das Band so eingestellt, dass der Zahngrund auf der dicksten Stelle der Bandage liegt, und nicht die Mitte des Bandes. Dadurch ist die Bandspannung vorne im Band höher als hinten, was das Verlaufen verhindert. Der Effekt war bei mir verblüffend.
 

julioiglesias

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@ Rainer, das mit dm Knauf ist richtig. Ich habe ja erst zweimal damit gesägt um den Verlauf zu prüfen und fand es auch mühselig die Bandspannung einzustellen. Mein Ziel ist es die Säge möglichst im Originalzustand zum Laufen zu bringen. Die Notwendigkeit sie zu optimieren wird sich dann aus dem Gebrauch ergeben.

@seschmi, danke für den Hinweis zum Buch, das schaue ich mir mal an. In der Zwischenzeit werde ich zunächst mit der relativen Stellung des oberen Rads zu unteren "spielen", auf der Basis der beiden gleichen Ringe die am oberen Rad montiert sind. Vielleicht bringt ein Ummontieren dieser ja etwas.
Snodgrass habe ich mir inzwischen angesehen, ob sich damit aber das Schwingen vermeinen lässt?

Grüsse, Antonio
 

seschmi

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Nein, die Snodgrass-Methode verbessert das Verlaufen, weil eben das Band an der Hinterseite weniger gespannt ist.
Das Schwingen beeinflusst das nicht.

Du musst mal schauen, ob beide Räder wirklich rund laufen, einschließlich der Bandagen. Die sind machmal ungleichmäßig abgenutzt.

Wenn das OK ist, liegt es an der Stellung der Räder. Dazu hilft das Buch, das ist zu kompliziert, um es in einem Forumsbeitrag zu erklären.

Wichtig ist viel Geduld: Immer Band entspannen, kleine Verstellung, Band wieder spannen uns ausprobieren. Das kostet Zeit, man macht es aber nur einmal. Wenn man hektisch mal hier, mal da verstellt, dann ist es nachher schlimmer als vorher...
 

julioiglesias

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Hallo,

habe bzgl. Schwingen weiter geforscht. Zunächst habe ich das obere Rad demontiert und die gesamte Spannmimik demontiert, gereinigt neu geschmiert. Die Welle ist nicht eingelaufen sie zeigt nur optische Glättungsspuren von den Rollenlagern. Allerdings ist ein minimales Spiel zwischen Lager und Welle feststellbar. Dieses ist nur feststellbar wenn die Welle im ausgebauten Zustand in das Lager gesteckt wird und man dann dran wackelt, im eingebauten Zustand ist es nicht feststellbar.

IMG_2555.JPG

Bei dieser Gelegenheit habe ich auch die Bandage des oberen Rads fotografiert. Was man hier sieht ist dass die Bandage leicht ungleichmäßig zu den Seiten abfällt. Ist nicht viel, beim unteren Rad ist es ebenso. Die Balligkeit kann ich schwer bewerten da ich den Neuzustand nicht kenne. Ich habe in der Folge das Rad umgedreht montiert um die ungleichmäßige Balligkeit in die andere Richtung laufen zu lassen, was aber das Schwingen nicht abgestellt hat.

bandage_oben.JPG
Die (Anlauf-) Scheiben habe ich dann wieder in der bezeichneten Reihenfolge montiert, was auch auf Grund der verschiedenen Innendurchmesser auf der Welle eigentlich nur so Sinn macht.

reihenfolge.JPG

1. und 2. hinter das Rad auf die Spannmimik, 3. und 4. vor das Rad, zuletzt der Wellensicherungsring.

Die Reihenfolge nach der passenden Explosionszeichnung wäre folgendermaßen, sollte also passen.

reihenfolge_scheiben.JPG reihenfolge_scheiben_hinten.JPG

Dann breites Band (15,5 mm) montiert und gespannt: Schwingt immer noch (der Strich im Vordergrund gibt in etwa die Amplitude an)!


Im Anschluss schmales Band (3,5 mm) montiert

schmales_band.jpg

und erneut laufen lassen: SCHWINGEN IST WEG! (Bei Rückbau auf verschiedene breite Bänder war es wieder da). Hier sieht man auch schön die unsymmetrische Balligkeit der oberen Bandage.


Auch das Sägen mit diesem Band ergab null Verlauf, das ist also definitiv nicht das Problem dieser Säge

Dann habe ich mir das untere Rad angesehen und beim Drehen ein Klappern festgestellt welches ich nach dem entfernen der Riemen als Spiel im Lager des großen Rads definieren konnte (ob es die Motorwelle oder das Radlager ist kann ich noch nicht sagen). Sieht aber nach Längsspiel der Motorwelle aus, ist das normal?



So nun stellt sich mir die Frage ob hauptsächlich die festgestellten Spiele für das Schwingen breiter Bänder verantwortlich sind. Wobei das untere subjektiv stärker ausgeprägt ist als das obere. Oder ob die Bandagen einen wesentlichen Beitrag zum Schwingen leisten.

Würde mich über Einschätzungen oder Erfahrungswerte dazu freuen. Ebenso über Angaben zu den Spezifikationen der Radlager oben und unten damit ich bei Bedarf diese besorgen kann. Oder kann man das Längsspiel einstellen?

Grüße, Antonio

PS: ich habe jetzt einige Bänder gewechselt und gespannt. Die Einstellung der Bandspannung über den Knubbel nervt, wahrscheinlich ist eine Kurbel wirklich praktischer.
 
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