Anhänger/Kipper Boden Erneuerung

Bigcubefan

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Servus zusammen,

unser alter Anhänger ist mittlerweile etwas stark mitgenommen und wir kommen nicht umhin den Boden zu erneuern (s. Bilder).
Der Boden hat die Maße 1,80 m x 4,50 m x 25 mm
Die jetzigen Bretter sind 110 mm breit, aber im Prinzip ist die Breite flexibel durch die Klemmung auf der Unterseite.

Der jetzige Boden ist schon der Zweite und vor vielen Jahren wohl aus Fichte (?) gemacht worden.
Jetzt war die Frage aus was man den neuen Boden am besten macht?

Entweder aus Fichte/Tanne/Kiefer, alles eher weich und wenig widerstandsfähig, dafür aber preiswert.
Oder aus Lärche/Douglasie, etwas härter, aber schon etwas teurer.
Oder aus Buche/Eiche, deutlich härter, aber auch prinzipiell am teuersten.
Andere, seltenere Hölzer scheiden natürlich aus.

Beschaffen könnte ich im Prinzip alles, entweder aus eigenem Wald oder vom Sägewerk/Holzhändler.
Theoretisch könnte man auch die erforderliche Nut-Feder-Verbindung selber mit einer Oberfräse herstellen, oder was meint ihr? Nötig wäre sie logischerweise nur auf der Längsseite.

Also, im Prinzip sind es zwei Fragen:
1. Welche Holzart?
2. Fertig gehobelt und mit Nut-Feder kaufen oder selber aushobeln und fräsen?

Vorstellen kann ich mir jede Möglichkeit, aber mich würde interessieren, was ihr an meiner Stelle machen würdet.
Quasi einfach ein bisschen Input zur schnelleren Entscheidungsfindung.

Danke!
 

Anhänge

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marcushobelt

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Ich würde Fichte/Tanne nehmen. Wenn du eigenen Wald hast, dann bietet sich das ja an, falls eh was weg muss.
Wenn du eine Hobelmaschine hast, dann spricht nichts gegen selbst aushobeln.
Nut und Feder kannst du auch mit einer Kreissäge machen, sofern vorhanden.
 

magmog

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Guuden,

im Herbst 2. Wahl Terrassendielen aus dauerhaftem Holz besorgen.
Oder mechenisch gut erhaltene, ausgebaute, aus Renovierung suchen.
Gibt's in den Marktplätzen des www.
Wäre eine gute Verlängerung der Nutzung von Exotenholz.
Besser als gleich in den Ofen.
 
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Martin45

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Keine Buche. Wenn die öfter mal nass wird geht die schneller in die Knie als dir lieb ist.
Eiche nur, wenn es "eh da" Holz ist.
Der Hänger sieht Jahrzehnte alt aus, wenn das der zweite Boden ist, wird auch wieder Fi/Ta reichen und lange genug halten. Zumindest wenn der Hänger meist trocken steht
 

Bigcubefan

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Moin,

Holz passt zwar zu dem Anhänger, ich würde aber einen Stahlplatte einsetzten.

Gruß Jörg
Meinem alten Herrn nach zu kostspielig.
was wird den hauptsächlich transportiert und abgeladen?
Im wesentlichen Holz in all seinen Verarbeitungsformen.
Der Wagen wird aber auch jährlich als Faschingswagen umgebaut, was auch mit ein Grund ist für die Erneuerung, weil man nicht mehr wirklich sicher drauf stehen kann.
 

Paulisch

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Ich würde den Boden wieder stumpf aneinander verlegen. Eine Nut-und-Feder-Verbindung ist als Rieselschutz zwar grundsätzlich sinnvoll, hier aber nicht erforderlich, da ausschließlich Holz transportiert wird.

Außerdem ist Nut und Feder bei einem Anhängerboden aus fachlicher Sicht nicht ideal, wenn Feuchtigkeit ein Thema ist: In den Fugen kann Wasser länger stehen bleiben, die Fläche trocknet langsamer ab, und das kann die Holzschädigung begünstigen. Eine stumpfe Verlegung kann deshalb praktischer sein, weil sie leichter abtrocknet und weniger Feuchtigkeit in der Verbindung hält.
 

kberg10

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So gesehen ist eine 5 mm Fuge besser als zusammenstehen lassen. Nur sollte die Fuge nicht verdrecken, sondern hin und wieder ausgeblasen werden.
 

brubu

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Mir wäre wichtiger zu überlegen ob und wie die Ladung rutschen oder nicht rutschen soll und wie man allenfalls die Ladung fixieren kann.
Da ist Stahl nicht der Hit. Es gibt viele alte Wagen mit Holzbrücken, also einfach ersetzen.
 

WoodyAlan

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In unseren weiten belegen die Bauern bei solchen Hängern eigentlich immer mit Fichte da ausreichend verfügbar, schnell ausgebessert und ausreichend langlebig. Bei schüttgut stahlplatte.
 

ClintNorthwood

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leider auch mit Abstand die teuerste Variante.
Ich habe mit dieser teuren Variante 10 Jahre lang begeistert transportiert. Rechts und links waren Verzurrmulden eingeschweißt. Konnte so immer regelkonform die Ladung sichern.
Ich glaube 4 mm Stahlblech hatte ich verwendet. Die rostige Oberfläche war einerseits rutschhemmend, andererseits konnte man sehr bequem Schüttgüter schaufeln.
Hierzu hatte ich als Spezialwerkzeug eine Schaufel mit seeeehr langem Stiel zum gemütlichen Herunterschaufeln ohne auf den Anhänger klettern zu müssen.
Oder Abbruch rauf werfen.
Weiterer Nachteil wäre rein theoretisch gewesen, dass das Leergewicht nun nicht mehr stimmte, was ein fieser ungnädiger Prüfer beantstanden könnte.
Für einen 4 m langen Anhänger kann man auch mehrere Segmente aufbauen und zusammenschweißen.

Aber ich habe auch noch einen kleinen Klaufix-Anhänger. Bei diesem habe ich eine dünne und billige gerade Schalungsplatte als Ersatz für einen durchgegammelten Siebdruckboden verwendet. Auf den habe ich mit einer Zahnkelle (Parkettklebebereich) Hybridkleber ganzflächig aufgetragen und eine glatte Blechplatte von einem Trapezblechhersteller aufgeklebt. Ränder mit Wedi 610 versiegelt.

Solange niemand Betonbrocken draufwirft, bleibt die Fläche schön glatt und ist bei sachgemäßem Gebrauch bestimmt 80 Jahr nutzbar ohne Einbußen.

Brubus Einwand hatte ich glatt übersehen. Falls man doch mal Ladung sichern muss, schraube ich noch Ösen rechts und links unterhalb der Sicke der Seitenwände an, um dann noch Spanngurte dort zu befestigen.

Bei hoher Ladung kann man auch Spanngurte um den Anhänger drumherum verwenden wenn gewährleistet ist, dass keine scharfen Kanten einen übergenauem Autobahnpolizisten ins Auge springen.
 
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Kerstenk

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......
Solange niemand Betonbrocken draufwirft, bleibt die Fläche schön glatt und ist bei sachgemäßem Gebrauch bestimmt 80 Jahr nutzbar ohne Einbußen.
das möchte ich nicht in Abrede stellen und wenn man einen Hänger viel nutzt und vielleicht auch noch draussen steht, gibt es keine bessere Variante. Aber das wurde ja schon als zu teuer angesehen, man hat wohl auch noch einen anderen, zumindest sieht man den.
Und wie Du schreibst, 4mm, besser dicker, ein Freund meinte er könne einen (PKW)Hänger mit einer 1mm Platte schützen, der Schuss ist voll in den Ofen geflogen, war nach kurzer Zeit nur noch ein knitterhaufen.
 

ClintNorthwood

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das möchte ich nicht in Abrede stellen und wenn man einen Hänger viel nutzt und vielleicht auch noch draussen steht, gibt es keine bessere Variante. Aber das wurde ja schon als zu teuer angesehen, man hat wohl auch noch einen anderen, zumindest sieht man den.
Und wie Du schreibst, 4mm, besser dicker, ein Freund meinte er könne einen (PKW)Hänger mit einer 1mm Platte schützen, der Schuss ist voll in den Ofen geflogen, war nach kurzer Zeit nur noch ein knitterhaufen.
Habe inzwischen noch ein bisschen dazugeschrieben.
Und ja, es gibt unachtame Menschen die immer alles kaputt bekommen.
Nebenbei bemerkt kaufe ich ab und an mal Schalungsplatten für den Betonbau, die 2,50 m x 1,50 m sind und 25 mm stark. Eine kostet mich 20 € nagelneu. Die gibt allerdings auch gebraucht.

Bei einem solchen langen Anhänger ist das Raster unter der Platte entscheidend. Bei einem zu großen Abstand und Beladung von feuchtem nassen und schweren Baumstämmen gibt es halt keine billige Lösung, die gegen jegliche rücksichtslose Beladung resistent ist.
 

Bigcubefan

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Ich würde den Boden wieder stumpf aneinander verlegen. Eine Nut-und-Feder-Verbindung ist als Rieselschutz zwar grundsätzlich sinnvoll, hier aber nicht erforderlich, da ausschließlich Holz transportiert wird.

Außerdem ist Nut und Feder bei einem Anhängerboden aus fachlicher Sicht nicht ideal, wenn Feuchtigkeit ein Thema ist: In den Fugen kann Wasser länger stehen bleiben, die Fläche trocknet langsamer ab, und das kann die Holzschädigung begünstigen. Eine stumpfe Verlegung kann deshalb praktischer sein, weil sie leichter abtrocknet und weniger Feuchtigkeit in der Verbindung hält.
Wenn ich jetzt im Sommer erneuere, dann müsste ich aber wohl immer 1-2 mm Fuge lassen, damit im Winter bei hoher Luftfeuchte sich nicht alles verwirft, oder?
Auf jeden Fall interessanter Punkt, da aktuell fast alle Bretter im Bereich der Nut-Feder Verbindung kaputt sind.

Jetzt hab ich ein paar mal gelesen, dass Fichte ausreichen würde. Von Lärche/Douglasie für eine längere Lebensdauer haltet ihr generell nichts?
 

brubu

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Wir hatten hier einmal einen Forenkollegen aus dem Bau von Schwertransportfahrzeugen. Der hat beschrieben für welche Zwecke sie welche Hölzer einsetzen. Stahl ist gut für Schüttgut, sonst eher nicht.
 

WoodyAlan

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Wenn ich jetzt im Sommer erneuere, dann müsste ich aber wohl immer 1-2 mm Fuge lassen, damit im Winter bei hoher Luftfeuchte sich nicht alles verwirft, oder?
Auf jeden Fall interessanter Punkt, da aktuell fast alle Bretter im Bereich der Nut-Feder Verbindung kaputt sind.

Jetzt hab ich ein paar mal gelesen, dass Fichte ausreichen würde. Von Lärche/Douglasie für eine längere Lebensdauer haltet ihr generell nichts?
Geht genauso. Ich würd nehmen was verfügbar ist bzw die geringsten Kosten verursacht. Fichte hält auch lange wenns ned dauerhaft nass bleibt. Nut und Feder würd ich lassen wenn nicht zwingend erforderlich wegen schüttgut etc. Letztes Jahr beim Bekannten den Hängeboden seines kleinen Traktors erneuert. Da waren 25 Jahre lang 40er Fichte Bretter drauf. Mussten aber auch nur runter wegen nem Baumstamm bei sehr rüpelhafter Beladung desselbigen.
 

Paulisch

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Wenn ich jetzt im Sommer erneuere, dann müsste ich aber wohl immer 1-2 mm Fuge lassen, damit im Winter bei hoher Luftfeuchte sich nicht alles verwirft, oder?
Auf jeden Fall interessanter Punkt, da aktuell fast alle Bretter im Bereich der Nut-Feder Verbindung kaputt sind.

Jetzt hab ich ein paar mal gelesen, dass Fichte ausreichen würde. Von Lärche/Douglasie für eine längere Lebensdauer haltet ihr generell nichts?
Bei Schnittholz sollten keine festen Fugen eingeplant werden, da das Holz nach dem Einbau noch deutlich nachtrocknet und sich dabei selbst zusammenzieht. Mit der Zeit entstehen dadurch ohnehin natürliche Fugen, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Für einen Nutzboden auf einem Anhänger kann Fichte trotzdem ausreichen, wenn der Boden regelmäßig kontrolliert, konstruktiv vor Feuchtigkeit geschützt und nicht dauerhaft stark beansprucht wird. Fichte ist preisgünstig, leicht zu bearbeiten und für viele Einsatzzwecke ausreichend belastbar, hat aber im Außenbereich nur eine geringe natürliche Dauerhaftigkeit. Sie nimmt Feuchtigkeit leichter auf, ist weniger widerstandsfähig gegen Pilzbefall und verschleißt unter wechselnder Witterung schneller. Lärche oder Douglasie können deshalb Vorteile haben, weil sie von Natur aus dauerhafter, robuster und feuchtigkeitsbeständiger sind. Gerade wenn der Anhänger häufig draußen steht oder stärker belastet wird, kann sich ihr Einsatz lohnen, auch wenn sie teurer und etwas anspruchsvoller in der Verarbeitung sind.

Lärche ist deutlich dauerhafter als Fichte. Sie ist harzhaltiger, robuster und kommt mit Feuchtigkeit besser zurecht. Für einen Anhängerboden ist das ein klarer Vorteil, weil die Belastung durch Nässe, Schmutz und mechanische Beanspruchung höher ist als bei vielen anderen Holzbauteilen. Auch wenn Lärche teurer und etwas härter zu bearbeiten ist, hält sie im Außenbereich meist länger.

Wenn es nur um eine wirtschaftliche Lösung für eine begrenzte Nutzungsdauer geht, kann Fichte ausreichen. Wenn der Boden aber länger halten soll und regelmäßig Feuchtigkeit ausgesetzt ist, hat Lärche klar die besseren Voraussetzungen.
 
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