genähter Sperrholz-Stuhl

Manohara

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I Stimmvorrichtung bei einer Kora. Die ist aber schon sehr dick geflochten, um dem Druck der Saiten standhalten zu können. Anhang anzeigen 221006
........ hallo Flüsterholz,
dieses Bild kommt mir ab und zu in den Kopf.
Dieses Detail hat zwar wenig bis nichts mit dem Stuhl zu tun, beschäftigt mich aber doch:
Die Konstruktion sieht nicht besonders präzise aus und ist wohl entstanden, weil im Ursprungsland wenig Werkzeug oder andere Hilfsmittel zur Verfügung standen?
Gestimmt werden die Saiten von der anderen Seite aus? (die letzten Zwei finde ich sprachlich interessant-lustige Sätze :emoji_slight_smile: )
 

flüsterholz

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Ist schon anstrengend, so zu stimmen. Du veränderst die Stimmung durch hoch- oder runterschieben der geflochtenen Schnüre. Die bleiben dann aber in Position und halten die Stimmung. Aber gerade am Anfang, wenn man neue Saiten drauf hat, freut sich die Haut der Daumenkuppen über das ständige Nachspannen. Irgendwann gewöhnt sie sich aber dran, wie beim Gitarrenspiel die Fingerkuppen der Greifhand.
Inzwischen werden die geflochtenen Ringe aber oft durch Mechaniken oder Wirbel ersetzt. Aber da sich die Haut meiner Daumen inzwischen dran gewöhnt hat, habe ich es so gelassen.
 

Manohara

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Trommelheizungen und einer flexiblen Aluminiumplatte in einer Presse
solche Werkzeuge habe ich nicht in meiner Werkstatt (obwohl die rappelvoll ist).
Ob soche Biegungen auch ohne das zu machen wären? Erst warm machen, dann einspannen?

Eine andere Idee ist noch:
Einen Schlitz in das zu biegende Holz schneiden (geht natürlich nur so tief, wie mein Kreissägeblatt reicht und das sind glaube ich grade mal 8cm, und schon das kommt mir nicht "ungefährlich" vor) und ein Sperrholz krumm einleimen.
Oder 3mm auf der Außen-Seite weg-fräsen (geht auch tiefer) und ebenso kumm zusammenleimen. Das wird nicht so stabil, weswegen ich daran denke, von der entstandenen Rundung eine Fläche auf der Naht flach zu schleifen und dort auch wieder ein Holz aufleimen - und abrunden - wodurch die Nahtstelle gestärkt würde.
Das wäre aber ein ziemliches Gewurschtel ....
 
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Manohara

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eine durchgehende einteilige Rückenlehne bis zum Boden hin ohne abgesetzte Beine könnte ich mir gut vorstellen, aber die passt wahrscheinlich nicht in dein Konzept
Die Überlegung, die Rückenlehne ohne Bein-Ausschnitt bis unten durchlaufen zu lassen hatte ich auch. Dasselbe an den Seiten. Optisch fäde ich das durchaus interessant, aber ein wichtiges Detail "meines Konzeptes" ist es, dass Stühle leicht sein sollten.
Ich überlege "sogar" manchmal, wegen der Gewichtsersparnis auch in die Flächen noch Löcher zu schneiden.
 

Manohara

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Es wäre demnach also denkbar, diese 3 Stellen zu verleimen, wodurch das Holz in die gewünschte Form "gezogen" würde.
... das ist eine ziemlich grundlegende Änderung der bisherigen Planung, aber ich kann mir vorstellen, das das funktionieren würde, weil das Sperrholz ja durch die Fixierung an 3 Punkten (Oben, Unten, Mitte) schon automatisch einen gleichmäßigen Bogen macht und in sich relativ stabil ist.
Vor allem:
Das ließe sich wohl auch mit Schraub-Verbindungen machen, was ich immer sehr schätze, weil es sowohl für den Zusammenbau, als auch für Reparaturen oft praktisch ist.
Bei Thonet gibt es eine dicke Schlossschraube als Verbindung von Sitzfläche und Rücklenteil, die ich öfter schon auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt - und mich über ihre Einfachheit und Dauerhaftigkeit gefreut habe.

Für die Genauigkeit der Winkel der Armlehne und der anderen Verbindungsstellen wäre eine CNC-Fräse praktisch.
Bisher habe ich "sowas" nie benutzt. Ich weiß zwar, was es ist und kann, das ist mir aber zu modern (weil ich solche Berechnungen am Computer bisher nicht hin bekomme und auch nicht glaube, dass das bei mir noch was wird)
... aber wenn diese Verbindungs-Teile genau wären, wäre es gut für das Ergebnis.
Ich nehme an, es wird auch "aus dem Bauch heraus" funktionieren, aber ....

... damit "richtiges Holz" genommen werden kann und um kurzes Holzn zu vermeiden, könnten die Armlehnen je aus 3 Teilen bestehen, die jeweils eine Naht überbrücken.
Die Winkel setzen sich aus der 6-eckigen Gesamtform und den Schrägen der Seitenflächen zusammen, wobei die Verbindung zu den Seitenflächen genau genommen eigentlich krumm sein müsste, wie deren Biegungen.

das könnte man aber glaube ich vernachlässigen, ohne das es auffällt.


etwas später:
Ach, was ich bisher vergessen habe ist, dass in den Ausschnitten, durch die die Beine entstehen (also die Flächen nicht durchgehend bis unten verlaufen) an der Unterkante der Nähte ebenfalls ein Verbindungs-Holz eingesetzt werden müsste (um jeweils 3 Haltepunkte zu bekommen), aber das ließe sich ja genauso machen ...

aus meinem Nähkästchen:
in der letzten Zeit schreibe ich meine ganzen Design-Überlegungen meistens mit, weil ich sonst morgen wieder die Hälfte vergessen habe. Deswegen sind die Aufzeichnungen hier für mich "normal". Nur sie zu veröffentlichen nicht unbedingt, aber ich nutze die Vorteile :emoji_slight_smile:
 
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Manohara

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für mich ist Musik eine der "spirituellsten" Ausdrucksmöglichkeiten.
Das man Töne aufzeichnen und wiedergeben kann stellt eine ihrer wichtigsten Eigenschaften etwas in den Schatten: Das Vergängliche. Musik ist immer "jetzt", weil "gleich" ist sie verklungen.
 

Manohara

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wieder ein Schritt ...
GraupappeohneNaht.jpg

Es gab ein paar Punkte, die wollte ich verbessern, aber ich weiß nicht recht, was ich mit dem Ergebnis anfangen soll.
Zum Beispiel habe ich die Sitzfläche als vollständiges 8-Eck geformt, also die Vorderseite spitz, anders als beim Letzten, der vorne gerade aufhört. (das Loch vorne soll noch eine Abdeckung, bzw. Versteifung bekommen) Die Spitze sieht für mich okay aus, aber wie wirkt sich das beim Sitzen aus ... ? Es gibt ja einige Stühle, bei denen die Sitzfläche in der Mitte weiter nach vorne reicht als rechts und links ... wird also gehen, aber was ist besser?

Die Sitzfläche soll gepolstert werden ... und die Armlehnen dann wahrscheinlich auch.

Die Beine habe ich nicht ausgeschnitten, weil ich sehen wollte, wie das wirkt (und es weniger Arbeit ist).
Mir gefällt es ganz gut, aber meine Frau sagt mit Recht: "Unpraktisch für's Putzen" - und schwerer als mit Beinen ist es auch. Außerdem braucht man beim Sitzen Platz für die Unterschenkel.
Es spricht also für mich deutlich mehr für Beine als für keine.

Die Rundung oben an der Rückenlehne wollte ich gerne weniger spitz haben als beim letzten Modell, aber sie gefällt mir (erstmal) nicht besser als die alte.
Den Übergang zwischen den 2 Platten ganz hinten und denen, mit denen die Armlehnen anfangen, gefällt mir am besten, wenn da ein gleichmäßiger Übergang ist, also kein Knick, aber dadurch bekommt das Armlehnenstück eine dünne Spitze nach oben ... und die möchte ich gerne vermeiden, weil sowas immer anfällig ist.

An den 2 vorderen, senkrechten Platten müsste zum Bequem Sitzen rechts und links noch etwas ausgeschnitten werden (für die breiteren Menschen)

Ein "blödes Ergebnis" dieses Test-Modelles ist, dass die senkrechten Papp-Streifen sich nicht gleichmäßig durchbgebogen haben, sondern eher einen leichten Knick in der Mitte hatten.
Ich nehme an, dass das Sperrholz das nicht so machen wird, sondern einen gleichmäßigen Bogen, aber ich bin mir keineswegs sicher.

So vergeht der Tag für mich ohne erkennbar verbesserndes Ergebnis. ... außerdem nehmen die Pappteile inzwischen richtig Platz weg :emoji_angry:

2Sessel.jpg
 

Martin45

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Eine Mischung aus beiden wäre optimal.
- Beine ja, sieht leichter aus.
- Armlehnen tiefer, sind dann glaube ich gemütlicher und wirken nicht so wuchtig.
- Leicht ausgestellte Beine wie beim Rechten.
- Rückenlehne glaube ich auch leicht tiefer.
- Armlehnen weiter ausgestellt (eher wie rechts oder noch was mehr)

Finde insgesamt müssen bei so einem "Sesselstuhl" alle Ansichten (Von allen Seiten) optisch stimmig aussehen.
 

Manohara

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Armlehnen tiefer, sind dann glaube ich gemütlicher und wirken nicht so wuchtig.
Beim Linken ist die Sitzhöhe wie sie sein soll, beim Rechten ist bereits Platz gelassen für das geplante Polster.

Bei den Armlehnen hoffe ich das Sperrholz, mit einer befestigten Auflage, etwas nach Außen ziehen zu können.

Danke für die Vorschläge ...:emoji_slight_smile:
 

Manohara

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So viele Möglichkeiten haben es verdient, genutzt zu werden, wie soll man da entscheiden, wo es lang geht?

Einer der Gründe, warum ich mein Leben lang Gebrauchsgegenstände entworfen und gebaut habe ist, dass man da Leitlinien hat. Bei der Kunst - zum Beispiel - kann man machen, was man will ... ein Sessel "muss" bequem sein und hat noch manches Andere an klaren Vorgaben für "Gut".

Wenn ich was male, weiß ich meisstens nicht, wann ich aufhören soll, weil es immer "so" oder auch "anders" sein kann.
Funktionen und Stabilität sind einfach gute Orientierungshilfen.
... aber momentan finde ich wenige Kriterien, die mir bei meinen Entscheidungen helfen.

Ich jammer' nur so etwas herum ...
muss auch mal sein :emoji_sunglasses:
 

Manohara

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... komisch ...
heute fühlt es sich grad' wieder "andersrum" an:
Lauter klare Kriterien, die die Entscheidungen für's nächste Modell definieren, schweben durch mein Hirn.

Bisher hat mir bei den Modellen optisch ein 90cm hoher Entwurf besser gefallen, aber je höher die Stühle, um so unübersichtlicher wird der Wohnraum (habe ich so erlebt), dewegen plane ich jetzt 80cm.
Die Sitzfläche mache ich so klein wie möglich (und natürlich so groß wie nötig), auch, um ein leichtes, wenig störendes Möbel zu bekommen.
... so fühlen sich die nächsten Schritte irgendwie logisch an.

Ein Versuch von Gestern, aus 3mm MDF-Platten die von einer Verpackung noch rum standen habe ich zurecht geschnitten und weil es "Holz" war, ging das auf der Bandsäge angenehmer als das "Gewürge" mit der Graupappe.
Leider habe ich dann - typisch für meine Arbeitsvorgänge - im letzten Schritt, als ich nur noch schnell die Beinausschnitte machen wollte, Oben und Unten verwechselt (was bei mir oft passiert, auch weil ich so oft möglichst symmetrisch arbeite und alles gleich aussieht) und kann alles wegschmeißen.
... aber so 3 mm Sperrholz-Material habe ich noch von einer anderen Arbeit - wo ich mich beim Einkauf verschätzt hatte - übrig.
Möglicherweise kann man sich auf ein 3mm Modell sogar schon vorsichtig drauf-setzen ...

Heute steht ein 3 Stunden-Besuch im IMAX-Kino bei Odysseus an, deswegen weiß ich nicht, wie schnell es weitergeht.
Ich bin gespannt und habe wenig Lust auf die für ein Ergebnnis notwendige Arbeit.

:emoji_slight_smile:
 
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Manohara

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Heute Morgen eile ich mir selbst voraus.
Ich plane gerade, wie die Kanten der Seitenteile aussehen und hergestellt werden sollten (obwohl noch nicht Mal sicher ist, ob die bisherige Planung überhaupt was taugt und tatsächlich so wird)
Gut fände ich, wenn die Seitenkanten der Seitenflächen halbrund wären. Die stehen ja in einem bestimmten Winkel dicht beieinander. Dafür wäre eine Abrundung gut, damit sie nicht nur an der spitzen Ecke aneinander stoßen, sondern tiefer in der Mitte der 6mm Platten.
Halbrund-Fräser habe ich mir mal angeschafft (weil die mit den Kugellagern ja immer nur eine Seite rund rfäsen können, an der anderen hat das Lager nichs mehr für die Führung)
Dafür braucht es dann eine (bzw. 3) Schablonen, an der der Fräs-Teller der Maschine dann langrutschen kann.
Diese Schablonen müssen irgendwie in der Mitte der Sperrholz-Teile befestigt werden, damit ich rundum fräsen kann.
Momentan nehme ich an, dass ich mehrere Naht-Punkte herstellen werde (ähnlich wie bei einer chirurgischen Naht). Das ist wesentlich leichter zu machen als durchgehende Nähte, weil sie beim Herstellen sofort fest gezogen werden können, anders als eine lange Schnur, die erst in mehreren Schritten straff wird.
(vielleicht werden die Naht-Punkte auch garnicht nötig sein. In der Mitte sitzt der Sitz, unten die Füße und oben die Armlehne (also 3 Verbindungspunkte aus Holz)
Die Löcher für diese Verbindungen sitzen aber zu weit außen, als dass ich da die Schablonen dran festmachen könnte. Entweder, ich klebe die Schablonen mit Doppelklebeband auf, oder ich brauche Löcher in den Flächen.
Wo die Sitzfläche befestigt wird, wird es pro Bauteil in deren Mitte 2 Löcher für Schrauben geben - das wird aber vermutlich nicht reichen, um die Schablonen wackelfrei daran zu befestigen. Eine Kombination aus Schrauben und Doppelklebeband? ... gefällt mir nicht besonders, wäre aber möglich.
Eine andere Lösung wäre es, mehrere (2?) Löcher in die Flächen zu setzen, die für die Befestigung der Schablonen genutzt werden und im fertigen Möbel als Design-Element bleiben. ... gefällt mir auch erstmal nicht, könnte aber interessanter werden als ich meiner bisherigen Fantasie.

Ein (für mich jedenfalls :emoji_wink:) interessantes Detail:
Die Sitzfläche soll hinten 3 cm tiefer sein als in den Kniekehlen. Das hat kleine aber deutliche Unterschiede in den Winkeln, in denen Seiten und Sitz zusammenstoßen, zur Folge.
Der "Trick", den ich mir ausgedacht habe: ich runde die Außenkanten des 8-eckigen Rahmens für die Sitzfläche etwas ab, so dass bei egal welchem Winkel "die Mitte" des Holzes - wo auch die Schrauben durchgehen - aufliegt.
Auch, dass die Sitzfläche mit einer Höhe von 46cm nicht in der Mitte der 80cm hohen, kreisförmigen Biegung der Seitenteile sitzt, wird daduch weniger problematisch. (ich hoffe, meine Vorstellung ist so wie es dann tatsächlich sein wird. mir geht es so, dass ich bestimmte Details super voraus-plane, aber Probleme an ganz anderen Stellen entstehen, mit denen ich garnicht gerechnet hatte).
Die "Abrundung als Problem-Löser" ist dasselbe, wie oben bei den Seitenkanten der Sperrholzplatten beschrieben. Auch bei variierenden Winkeln stoßen 2 Bauteile sinnvoll und stabil aufeinander.

Wie oben auch schon erwähnt: Mir gefällt es immer, wenn eine Design-Entscheidung mindestens 2 Gründe hat.

In der Werkstatt liegen momentan 9 gleiche 3mm Sperrholz-Teile, die noch nicht vollständig ausgesägt wurden.
In den letzten Jahren macht es mir meisstens mehr Spaß, mir auf dem Sofa sitzend was auszudenken, als es dann tatsächlich zu bauen. ... Das ist nichts, was ich für sinnvoll oder erstrebenswert halte, aber so hat es sich entwickelt :emoji_sunglasses:
 
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Manohara

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Nähschwarz.jpg

für den Stuhl braucht es nur 8 Teile. Das Neunte (nicht auf dem Bild zu sehen) war aus Versehen entstanden und ist jetzt meine Reserve, falls ich was verkehrt mache.

.... was mir bei diesem Chaos leicht passieren könnte :emoji_wink:
StuhlCaos.jpg
 
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Manohara

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Stuhlganz.jpg

So vorsichtig wie er benutzt werden kann, ist er bequem. (obwohl meine Frau noch ein paar "Anmerkungen" hat, aber sie ist eine strenge Ratgeberin. Gerade der in meinen Augen besonders attraktive Schwung der Rückenlehne nach Hinten, ist ihr zu wenig Stütze ...)
Mit dem 3mm Sperrholz aus dem dieses Modell ist, ist der Stuhl sehr leicht, was mich besonders freut.
Ich schwanke zwischen der Überlegung, ihn aus so dünnem Material "in echt" zu bauen - und zu riskieren, dass das irgendwann "zu dünn
war" - oder dem 6mm Multiplex, wie es bisher geplant ist. (oder auch 4mm, neu zu besorgen ...)
Schon das 3er ist ziemlich sperrig - ich könnte auch sagen: widerspenstig.
Wie das mit dem 6er wird ... :emoji_astonished:

Es gibt ja das 3mm dicke Flugzeugsperrholz, das zwar wesentlich teurer, aber auch wesentlich stabiler ist ... grübel ...

Eine Lösung für die Schräge der Sitzfläche ist einfacher als ich bisher gedacht habe: Der Sitzflächen-Rahmen wird an seiner Oberseite schräg abgeschnitten ... dann kann er waagerecht eingebaut werden (was die Sache glaube ich sehr vereinfacht).

Schwieriger als mir bisher klar war, wird die Konstuktion der Armlehne.
SesselArm.jpg
Bisher sitzt da ein Provisorium, um die Oberkanten zu stabilisieren. Beim Anpassen wurde klar, dass die Winkel für mein Denkvermögen ziemlich unübersichtlich sind.
 
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Manohara

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weil das Nähen eine zwar interessante Holzverbindung ist, aber zusammen mit der Spannung, die durch die gebogenen Teile entsteht, doch relativ aufwändig, war ich froh, als ich zwischendurch davon ausging, dass Nähte mit Schnur vielleicht unnötig werden und durch feste Verbindungen an den Enden und der Mitte ersetzt werden können.
Der Vater dieses Gedanken war der Wunsch, es einfach zu haben. Das scheint aber nicht so gut zu klappen wie gehofft.
Nachdem ich damit rechne, dass die geplante 6mm Platte sich mindestens doppelt so schwer wie die 3mm vom letzten Test hinbiegen lässt - und das Nähen deswegen entsprechend fingerstrapazierend wird, bin ich etwas ernüchtert.
Die Möglichkeit, chirurgische Nähte zu machen, ist ein kleiner Lichtblick, weil: sich mit dem Nähen auf einzelne Punkte zu beschränken, diese Arbeit deutlich vereinfacht (es muss nichts "nachgestrafft" werden)

Eine zweite Stolperstelle ist, dass mir der Schwung, den die kreisförmig geschnittenen Seitenkanten der Bauteile erzeugen, zwar optisch gut gefällt, aber für den Rücken scheint das vielleicht "etwas zu viel" zu sein.

Momentane Überlegungen:
Die Bögen der Außenkanten der Teilstücke habe ich beim letzten Modell mit einem Schnur-Zirkel tatsächlich kreisförmig gemacht.
Vorher hatte ich der Einfachheit halber eine Metallstange zwischen 3 Schrauben geklemmt und den dadurch entstehenden Bogen nachgezeichnet.
Diese Methode hat den Effekt, dass der Bogen in den Mitte stark -, zu den Enden hin schwächer wird.
Das hat mir nicht so gut gefallen, weil es mir nicht so hübsch "geometrisch sauber" vorkommt, ist aber für den Rücken möglicherweise angenehmer ...
Zu der "Stangentechnik" werde ich vorerst zurück kehren.

Ein zweites Problem ist, dass das ganze Möbel, wenn die Teilstücke ringsum denselben Bogen haben, nach vorne ( die Beine) unnötig weit vorsteht. Nach hinten und zur Seite hin sollte der Stuhl weiter ausladend sein als nach vorne und oben mehr als unten.
Ich überlege deswegen, die Teile unterschiedlich zu formen. was die Sache allerdings deutlich komplizierter macht.

Damit befinde ich mich in der Zwickmühle, die ich durch "Symmetrie und Widerholungen" (also möglichst viele Gestaltungsdetails gleich zu machen) vermeiden wollte.
Es zieht nach sich, dass ich ausprobieren müsste, ob es "mit diesem oder jenem Bogen an dieser oder jener Stelle" besser oder schlechter wird, also jeweils ein tatsächlich mit dem Körper testbares Modell anfertigen. (und nicht, wie ich es bisher geplant hatte: einen Entwurf zu machen, der dann halt auch gut ist)
Dazu möchte ich in die Runde rufen:
Macht blos nicht den Fehler und versucht, einen Stuhl zu entwerfen.
Das ist elend umständlich und teuer ! (bisher hatte ich allerlei "Reste" zum testen. Die gehen mir aber grad' aus)

:emoji_angry:
 
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Manohara

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zwar habe ich grad' erst die vorletzten Gedanken aufgeschrieben, doch sind schon wieder neue unterwegs:

Mein ursprünglicher Plan war es, einen gleichwertig bequemen Sessel wie den "Victor" von Lloyd Loom zu basteln.
Die Methode, 3dimensionale Formen mit Sperrholz her zu stellen, indem es in 1 Richtung gebogen - und in der anderen rund geschnitten wird, hat mir so sehr eingeleuchtet, dass ich dachte: "das ist es!"

Nachdem ich jetzt ein Modell habe, das sehr dicht an meinen solchen Möglichkeiten dran ist, merke ich, dass das zwar ganz okay ist (so einen sollte und will ich zuende bauen), aber es kommt nicht wirklich an die "LLoyd Loom Bequemlichkeit" ran, weil: Holz ist hart - und Das L.L.-Draht-Papier-Gewebe gibt nach.

Deswegen grübele ich schon wieder an einer "richtigen" Pergament-Lösung herum, also einem Holz-Gestell, auf das das Pergament so gespannt wird, dass die Flächen frei sind, also etwas nachgeben.
Die Probleme dabei sind aus meiner jetzigen Sicht weit schwieriger, als der genähte Sperrholz-Stuhl, weil es zum Einen das Gestell braucht (was bei L.L ein Rattan-Gestell ist) und ich zum Zweiten keine Ahnung habe, wie sich mein ziemlich dickes Pergament benimmt, wenn ich es in einem mehrfach gebogenen Holz-Gestell verspanne. (die Sitzflächen, die ich bisher mit Pergament gemacht habe, sind alle plan in einer Richtung ... da ist nichts gebogen.
Halten wird es, nehme ich sicher an, aber davon, wie stark es sich beim Trocknen zusammen zieht, habe ich nur eine begrenzte Vorstellung.
Zum Einen kann ich mir vorstellen, dass es sich unterschiedlich stark spannt, je nachdem, welche Stelle des Tierkörpers wo sitzt, zum Zweiten weiß ich nicht, ob es sich soweit dehnen lässt, dass es sich um die Oberkante eines solchen Gestelles legen lässt und die Flächen innen trotzdem noch straff werden. Eine dritte Frage ist für mich, wie stabil so ein Gestell werden müsste, um die "Schrumpf-Kräfte" des Materials aus zu halten.
Das kann ich nur testen, indem ich es baue - und damit ist das Material verbaut - wenn's was wird, für gut, wenn's nichts wird, für nix.

Aber was wäre das Leben, wenn es keine Herausforderungen böte. :emoji_sunglasses:
 
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