Hilfe bei Abnahme: Massive Eiche gerissen, geschüsselt, offene Gehrungen, Trocknungsrisse

brubu

ww-robinie
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Daher fällt es mir schwer, die Aussage das dass komplett normal ist zu akzeptieren,
Nein normal ist das auf keinen Fall. Hab ja von Anfang an #21 geschrieben man sollte sogar die nächste Heizperiode abwarten. Risse in Tischplatten gibt es bei uns nicht oder sehr kleine werden geleimt.
 
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Lieber mache ich aus solchem Überseeholz noch ein schönes Möbel als das die Waldfläche für eine Palmölplantage oder Rinderfarm einfach nur nieder gebrannt wird.
Na das driftet jetzt aber ins absurde ab. Als nächstes sagt noch jemand die Elefanten wären ohnehin aufgegessen worden, eine Schande nicht noch schöne Klaviere gebaut zu haben??? Das ist mir persönlich zu abgehoben. Nicht alles was ich mir leisten könnte muss ich auch aus Prinzip machen.
 

methylase

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Zwei mal drei macht vier
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....

Ja der Microberlinia macht sich die Welt wie sie ihm gefällt..... tztztz
 
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Das in Verbund mit der Tatsache dass in einer Woche drei Risse auf der Tischfläche und sehr viele Risse auf der Sitzfläche aufgetreten sind, lässt mich halt mit dem Gefühl zurück dass das erst der Anfang war.
Ich kann dich gut verstehen, aber Eile ist hier nicht angesagt. Schreibe dir eine Termin 11 Monate nach Übergabe in deinen Kalender und beurteile die Situation dann. Mach Fotos mit Zollstock heute und dann kannst du die Situation nächstes Jahr beurteilen.
 

brubu

ww-robinie
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Noch ein Tipp. Die Breite der Tischplatte genau messen und beobachten wie sie vermutlich schwindet bis die nächste Heizperiode vorbei ist.
 

agnoeo

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Sind stehende Jahresringe von der Maserung für eine Tischplatte nicht langweilig ?
Je nachdem kann das mit den Spiegeln in Eiche schon ganz ansprechend oder aber völlig überladen wirken. Oder Buche. Sapeli wäre mir vermutlich auch zu unruhig. Kommt eben auch auf die Holzart an und auf's einzelne Brett.

Gruß, David
 

Schreinersein

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Kollege von mir hatte mal einen Küchentisch für sich selbst gebaut, Buche massiv, Bretter quer und nicht längs. Beine an den Ecken bis Oberkante Tischplatte, Tischplatte mittig fest. Im Winter waren da immer Lücken zwischen Bein und Tischplatte, mindestens 6mm. Massivholz bewegt sich halt. Und die Konstruktion muss das hergeben. Die Gehrung ist schon mutig beim Massivholz, ich hätte da einen stumpfen Stoß gemacht, so daß es vorne fixiert bleibt und hinten schieben kann. Hab vor einiger Zeit schon mal ne massive Podest- Antrittsstufe aus Eiche 270 tief verleimt+ ausgehobelt und dann doch noch kalte Füße bekommen und Eiche 3Schichtplatte aus dem Regal gezogen und nen Anleimer dran gemacht. Zuviel Respekt vor so einer tiefen Gehrung...
Würde jetzt auch den Kollegen erstsl machen lassen, dann abwarten und schauen, was kommt und dann ggf nochmals Nachbesserung verlangen
 

teluke

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Bei der Gehrung der Bankplatte würde ich hier aber kein Problem sehen.
Wenn mich meine Augen nicht trügen sind die Platten ja nicht miteinander verleimt.
Das einzige was da also passiert ist dass die Fuge, minimal, ungleichmäßig wird.
Das wird aber auch nur sichtbar sein wenn man genau darauf achtet.
 

Paulisch

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Bei der Gehrung der Bankplatte würde ich hier aber kein Problem sehen.
Wenn mich meine Augen nicht trügen sind die Platten ja nicht miteinander verleimt.
Das einzige was da also passiert ist dass die Fuge, minimal, ungleichmäßig wird.
Das wird aber auch nur sichtbar sein wenn man genau darauf achtet.
Das habe ich bei meiner Küchenbank mit Dübeln und Rastex gelöst. Wenn die Gehrung aufgeht, ziehe ich sie einfach nach.
Sieht aber fast so aus, als ob der Meister das ähnlich gelöst hat, oder ist das bei Bild Nummer 1 Leim?
Viel interessanter fände ich die Schiftergehrung von der Banklehne, die finde ich viel kniffliger.
 

magmog

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Ich bin da eher für stehende Jahresringe bei Tischplatten.
22cm Friesbreite habe ich natürlich nur wenn ich auch entsprechend breites Ausgangsmaterial habe.
Das habe ich natürlich nicht immer.


.... stehende Ringe ergeben ein langweiliges Maserungsbild und eine Eicheplatte mit jeder Menge Spiegeln ist auch nicht allen gefällig.
Und irgendwo müssen die Bohlen neben dem Kern auch wertig verwendet werden.
 

brubu

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Bei uns ist das Massivholz so teuer, dass wir sonst schon genug einzuteilen haben und nach dem Zuschnitt entschieden wird wie verleimt wird.
Das Bild ergibt sich dann wie es eben bei Massivholz ist. Wenn jemand wählerisch wäre gäbe es bei uns kein Massivholz.
 

Holzbienerich

ww-kastanie
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Neben meinen obigen Ausführungen darf man nicht vergessen, vor 110 Jahren war Spanplatte unbekannt, Tischlerplatte/Paneelplatte sauteuer (falls sie schon gab), und Sperrholz in Europa gerade am erwachen (in den USA schon lange in gebrauch). Also war die Arbeit mit Massivholz das tägliche Brot und die Tischler konnten damit umgehen.
LG Gerhard
Naja, sehr verbreitet vor 110 Jahren war Massivholz eher bei Stühlen oder Tischgestellen. Die Sitzflächen aus verleimten Lamellen, unterseits idR zwei breite Gratleisten, in der auch die Stuhlfüsse eingepasst wurden.

Ansonsten wurde fleissig furniert. Von einer meiner verstorbenen Omas (*1888 / Gründerzeit) gibts noch Tisch und Kommode, ersterer mit furnierter Tischplatte, letztere komplett aus Kiefer mit Nussbaumfurnier. Eine Tischuhr aus der Zeit in typischer "Tempel"-Bauform gibts auch noch, die Zierleisten und gedrechselten Halbprofile aus Nuss, der Korpus aus gebeizter Fichte!
 

weissbuche

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Natürlich haben die vor 110 Jahren mehr Massiv gebaut wie heute, aber die Herstellung von Tischlerplatten war gängige Technik. Viele Möbel wurden furniert (Schlafzimmer meiner Großeltern von 1919 existiert noch). Die ersten Flugzeuge ganz aus, beziehungsweise mit großen Komponenten aus Sperrholz, wurden auch schon gebaut. Phenolharzleime machten das möglich. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts hat die Tischlerei enorme Fortschritte gemacht. Der Bevölkerungswachstum war enorm und für diese Masse Mensch mußten natürlich auch Möbel her. (1870 rund 40 Millionen, 1910 über 60 Millionen) Das ließ sich handwerklich nicht mehr bewerkstelligen und so entstanden Fabriken in denen die benötigten Möbel hergestellt wurden. Bei uns im LK gab es bis in die 70er Jahre mindestens 4 solcher Fabriken in denen etliche Menschen gearbeitet haben.
 

magmog

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......... bei meinen Großeltern war eine furniert Arbeit noch etwas ganz besonderes
dass sich nur gut betuchte leisten können.
Das einfache Volk bekam Fichte auf Rahmen und Füllung gearbeitet.
Wer noch ein paar Groschen mehr hatte, dem wurde zusätzlich mit Bierlasur
und Zahnspachtelmaserung noch ein Mehrwert geboten.
 

flüsterholz

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Die Sitzflächen aus verleimten Lamellen, unterseits idR zwei breite Gratleisten, in der auch die Stuhlfüsse eingepasst wurden.
Was du meinst, sind wohl Brettstühle. Die gibt es schon seit dem Spätmittelalter, viel im süddeutschen Raum. Im 19.Jhd konnten die auch schon andere Stühle bauen.

Zahnspachtelmaserung
Das finde ich jetzt aber sehr vereinfacht ausgedrückt. Das war schon Kunsthandwerk und ein eigener Berufszweig. Aber ich lasse es mal so stehen. Mir ist es einfach zu heiß, um noch viel dazu zu schreiben.
 

welaloba

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Bin jetzt mehr oder weniger zufällig auf dieses Gespräch gestoßen. Da fällt mir der Barockschrank von ca. 1740 ein, genannt auch Frankfurter Nasenschrank aus massiv Eiche in allen Teilen, einschließlich Bodenplatte und Deckelplatte. (Momentan in meiner Werkstatt für kleine Reparaturen und Retuschen) Da kann ich keines der aufgeführten Phänomene entdecken. Die Jungs haben dem damals sehr kostbaren Holz sicher mehr Zeit zum Trocknen gelassen. Der Schrank hat jetzt 10 Jahre in einer Garage gestanden - mit allen Jahreszeiten. Da muss außer Abstauben nichts gemacht werden.
 

flüsterholz

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@flüsterholz
...das kleine Photo im Artikel zeigt die typische Eckausbildung eines "Frankfurter Nasenschrank"
Rainer
Danke, die hatte ich gesehen. Mir ist schon klar, dass diese Eckausbildung zu dem Namen führt. Ansonsten ist dieser Nasenschrank für mich aber optisch nichts anderes als ein Wellenschrank. Mich hätte jetzt interessiert, ob es noch andere Unterschiede gibt, oder ob das der einzige ist. Entschuldige, wenn meine Frage da nicht eindeutig genug war. Hier an der Bergstr/Odenwald findet man Wellenschränke zwar ab und zu, aber speziell einen Nasenschrank hatte ich noch nicht zum Vergleich. Daher mein Interesse.
 
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