Ahorn ohne Gilb die Drölfte

anobium60

ww-robinie
Registriert
9. Januar 2009
Beiträge
1.122
Ort
Tauberbischofsheim
Bis auf die Öle, die ich schon da hatte, habe ich darauf geachtet, dass möglichst kein Leinöl enthalten ist. Wie ich gelernt habe, ist das neben der UV-Strahlung maßgeblich für das Nachgilben heller Hölzer verantwortlich.
....das ist auch meine Erfahrung.
Ich habe 2020 für einen Kunden einen Schrank aus Bergahorn mit Legnoöl weiß von Adler gemacht, in der Hoffnung ein Vergilben zumindest zu minimieren. wie ich 2024 feststellen musste hat das nicht so richtig geklappt. Vielleicht hätte ich dafür Legno Color z.B. https://www.adler-lacke.com/de/prod...chs/legno-color-st-14-2-salam-aleikum~p157041
verwenden sollen, dieses enthält wesentlich mehr (weiße) Pigmente.

P1040365 (2).JPG 2024.JPG Rainer
 
Zuletzt bearbeitet:

Holzsinn

ww-robinie
Registriert
7. Mai 2012
Beiträge
1.203
Ort
Vaterstetten
Das Stück Ahorn hatte leider ausnehmend wenig Chatoyance gezeigt (muss das Wort jetzt möglichst oft benutzen um es mir zu merken :emoji_wink: ).
Klasse Begriff - Chatoyance - kannte ich noch nicht, danke fürs Teilen!
Probiers doch bei Ahorn auch noch mal mit Seife, meiner Erfahrung nach wird Ahorn dadurch noch heller und chatoyanter.

Melanie
NEU:www.holz-sinn.de
 

holzwurmangler

ww-pappel
Registriert
31. März 2026
Beiträge
2
Ort
Biebelsheim
Versuche es evtl. mit Seidenmatt (Osmo 3032). Habe meinen Schreibtisch aus MPX mit drei Schichten 3028 eingeölt (verwende generell TopOil, nicht das normale HWÖ).
Anhang anzeigen 203832
Wie das in Kombination mit Natural matt ist natürlich schwer zu sagen, wäre aber einen Versuch wert.
Das Holz auf dem Bild ist kein Ahorn das ist Birke zu 1000%
LG
 

Avogra

ww-esche
Registriert
14. Mai 2007
Beiträge
406
Ort
München
Probiers doch bei Ahorn auch noch mal mit Seife, meiner Erfahrung nach wird Ahorn dadurch noch heller und chatoyanter.
Das hab ich auf jeden Fall schon fest vorgemerkt. Leider muss ich mir jede Stunde in der Werkstatt aus den Fingern saugen. Deswegen hab ich jetzt auch ganze zwei Wochen gebraucht um einfach nur ein paar Brettchen zu schleifen und zu behandeln. Ich glaube, ein bisschen muss man schon eintauchen in das Seifen oder? Da brauch ich dann ein bisschen Muße dafür.
 

Microberlinia

ww-nussbaum
Registriert
26. Juni 2022
Beiträge
93
Ort
Halle Saale
Finde das Thema sehr Interessant. Für mich war es bisher immer der Lüsterglanz.

Ich finde am krassesten ist das bei Padouk, Pappelmaser, Sapeli, Sipo und Movingui.

Bei dem Lichtspiel in der Sonne geht einen immer das Herz auf.

Bei Ahorn könnte PNZ Arbeitsplattenöl Evolution gut funktionieren. Denn es gilbt nicht! Anschließend mit Oli Natura Holzpflegewachs aufschichten bis es genug Wasserbeständig ist.
 

hainwerker

ww-birnbaum
Registriert
5. März 2021
Beiträge
222
Ort
Wolfenbüttel
Ich habe mal zwei spannenden Artikel dazu in "fine woodworking" gelesen - einerseits ist vor allem eine makellose Oberfläche für das schimmern verantwortlich. Deswegen sieht ein french polish auch so extrem schillernd aus, ohne dass da eine dicke Schicht Klarlack drauf wäre.
In Bezug auf Öl bedeutet das: komplett plane Fläche und ordentlich schleifen. Wenn schimmern gefragt ist, oder auch die "chatoyence" zu maximieren auch gerne mehr als 240er!
Meine Empfehlung (aus dem zweiten Artikel, selbst mit mehreren Versuchshölzern in Esche getestet): bis 320 mit exenter, danach 400er mit der Maserung einmal von hand. Eine Schicht öl auftragen und wie gewohnt abnehmen. Die nächste Schicht mit nasschleifpapier (irgendwas von 600-1000er) auftragen und etwas mit der Maserung einmassieren. Das poliert das Holz quasi etwas und die Poren werden etwas mehr geschlossen. Dadurch glänzt es danach stärker. Das Öl verhindert ein Zusetzen des Schleifpapieres mit Schleifsaub.

Meine Esche ist auf jeden Fall sehr schön glänzend rausgenommen :emoji_slight_smile:

Bin sehr gespannt auf die weiteren Ergebnisse, immer schön, wenn jemand sich Zeit nimmt tiefer in ein Thema einzusteigen :emoji_slight_smile:
 

Beaconhill

ww-birke
Registriert
5. August 2023
Beiträge
57
Ort
Dresden
Hallo @Avogra,

Das hat bei mir doch jetzt ein wenig länger gedauert. Zum einen haben die TiPlas in der Lieferung 5 Wochen gebraucht, zum anderen habe ich die dann erstmal formatiert und bearbeitet, ehe ich mir weitere Gedanken über Öle gemacht habe. Und dann ist da ja noch die Familie :emoji_wink:
Zum Thema:
Ich habe Esche und Walnuss TiPlas und wollte beide mit einem Öl-Hersteller bearbeiten. Proben habe ich von Leinos und Osmo bestellt. Bei Osmo das Natural und die 4 Glanzgrade vom Hartwachsöl, bei Leinos die Äquivalente vom 290er: Glänzend, farblos (aka matt) und neutralisierend (entspricht dem Natural). Dazu noch 3 gefärbte Öle (Nuss, Eiche und Kirsche, wobei ich die letzten beiden noch nicht probiert habe. Aber wenn ich eh Versand bezahle…). Auswahl jeweils nach kurzer Rücksprache mit den Herstellern was bei TiPla zu empfehlen ist. (O-Ton: wie voll Holz zu betrachten)
Den geringen Unterschied in den Glanzgraden bei den Probestücke kann ich bestätigen, wobei man zwischen Matt und glänzend schon einen leichten Unterschied sieht. Aber seidenmatt/Seide glänzend sehe ich keine Differenz zum jeweils nächsten…
Auch der Unterschied zwischen Osmo und Leinos ist gering und mehr ne Geschmacksfrage. Wir sind am Ende bei Osmo gelandet, weil das meiner Frau ein wenig besser gefallen hat. Und zwar “matt” für die Esche und “glänzend” für die Nuss.
Das neutralisierende fand ich persönlich auch zu stark pigmentiert, aber das ist natürlich nötig für den UV Schutz. Mal schauen wie sich unsere Wahl über die Zeit schlägt. Also sowohl wie die Esche nach-gilbt und wie stark die Nuss aufhellt.
Ein Hinweis noch zu den Proben: die TiPla hab ich vorher immer nur kurz von Hand mit 180er Papier geschliffen, nichts mehr. Also vielleicht nicht ideal, für die Probe aber hat es mir gereicht.
Für die Kommode, die ich damit gebaut habe und auch was ich beim Osmo beim “Fläche-machen” gemerkt habe, schreib ich nochmal separat in einer Projektvorstellung auf.
 

Anhänge

  • IMG_3008.jpeg
    IMG_3008.jpeg
    172,6 KB · Aufrufe: 24
  • IMG_3007.jpeg
    IMG_3007.jpeg
    169,2 KB · Aufrufe: 24

magmog

ww-robinie
Registriert
10. November 2006
Beiträge
15.733
Ort
am hessischen Main & Köln
Guuden,

ich würde jetzt mal einen guten Teil der Muster Licht - und UV dicht abdecken und in die derzeitig optimale Sonne legen.
Alle Stunde die Abdeckung ein kleines Stück verschieben, sodass Streifen mit abnehmender Besonnung entstehen.
Zur Vereinfachung kann das Verschieben auch mit zunehmend längeren Abständen erfolgt,
Also 1 Std, 2 Stdn, 4, 8.... Ein Einblick in die Zukunft im Zeitraffer!
 
Oben Unten