Mein erstes Groß-Projekt: Schuppen mit Hühnerstall und Voliere

Martin45

ww-robinie
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Finde gut, dass du dir trotz Anfängerstatus schon vorab Gedanken um technische Details machst.
Die sind es ja, die ungeklärt hinterher zu Problemen führen.

So kleines Update und noch einige Anfängerfragen meinerseits:
(1) Werde das Projekt jetzt doch privat durchziehen, da es sonst einfach das Budget sprengt
(2) H-Träger und Erdbohrer stehen bereit und ich denke nächstes Wochenende kann es dann ohne Bodenfrost losgehen

Dimensionierung/Aufbau:
- Pfosten: 10x10
- Schwelle: 10x10
- Pfette: 12x10
- Sparren: 6x10
- Dachlattung: 4x6
- Trapezblechdach

Link zum Projekt: https://app.sketchup.com/share/tc/e...vXhAL7CL63n2jr0zSboY6BL6ZnfscUT1aXSkoETv75oS-

Offene Fragen:
(1) Wie genau kann ich das Dach am First und Traufe komplett dicht bekommen und "rattensicher"? Irgendwie kann ich mir das im Kopf noch nicht vorstellen, wie ich dort genau die Verschalung anbringe. (siehe Bild 1)
In Flucht mit der Seitenwand einen extra Sparren einplanen und dann noch aus paar Resten vertikale Hölzer und daran hoch verschalen.

(2) Analog die Frage für den Ortgang? (siehe Bild 2)
Hier kamen ja schon Hinweise z.B. zu vertikalen Hilfslatten o.ä.
Die Sparrenzischenräume Dann verkleiden ist dann recht viel Arbeit, wegen der ganzen, genauem Schnibbelei auf Länge.
(3) Brauche ich beim Trapezblechdach umlaufend ein Blech zum Verkleiden von First, Ortgang, Traufe? Habe ich das richtig verstanden?
Würde ich so machen/empfehlen.
(4) Macht es Sinn die Sparren oberhalb des Stalls genau mit den Stallwänden auszurichten um daran die Stalldecke zu befestigen? (Bild 3)
[/quote
Kannst natürlich auch eine "abgehängte" Decke machen. Viele Wege führen nach Rom.
 

Alter Polier

ww-buche
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Die Lösung der Spartenzwischenräume hab ich doch schon geschrieben# 65.
Das , so ausgeführt ist keine Schnibbelei o.ä.
 

Schnubbihh

ww-kastanie
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Ich habe jetzt mal zwei Angebote bei Holzhändlern in der Umgebung angefragt. Gibt es aus Eurer Sicht noch Optimierungspotential oder sind das faire Preise?
Was mich wundert, sind die Preisunterschiede bei Sparren (6x10) und Pfette (10x12) zwischen den Anbietern.
Tendiere in Summe zu Anbieter A aber vielleicht habt ihr noch einen Tipp die Preise zu optimieren aus Eurer Erfahrung?

Position (Schuppen)Benötigte MengeAngebot Anbieter A (Längen)Preis Anbieter A (Netto)Angebot Anbieter B (Längen)Preis Anbieter B (Netto)
Rahmenholz / Lattung 40 x 60 mmca. 106 lfm120 lfm (Verpackt à 6 Stk. in 3,00 m)187,20 € (1,56 €/lfm)105 lfm (21 Stk. à 5,00 m)142,38 € (1,36 €/lfm)
Kantholz / KVH 60 x 100 mm13 Stk. à mind. 4,00 m58,5 lfm (4 Stk. à 13,00 m + 1 Stk. à 6,50 m)251,55 € (ca. 4,30 €/lfm)55 lfm (11 Stk. à 5,00 m)173,25 € (3,15 €/lfm)
Kantholz / KVH 100 x 100 mmca. 90 lfm90 lfm (36 Stk. à 2,50 m)585,00 € (6,50 €/lfm)90 lfm (18 Stk. à 5,00 m)571,50 € (6,35 €/lfm)
Kantholz / Pfette 100 x 120 mm2 Stk. am Stück à mind. 8,10 m26 lfm (2 Stk. à 13,00 m)243,36 € (9,36 €/lfm)17 lfm (Sonderkappung auf 2 Stk. à 8,50 m)400,40 € (23,55 €/lfm)
Fassade: Fichte Fasebretter (22,5 x 146 mm)ca. 50 m²55,85 m²933,81 € (16,72 €/m²)55,85 m²1.114,21 € (19,95 €/m²)
 

Klapauzius

ww-nussbaum
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Ich weiß mittlerweile nicht mehr, ob das Thema Belüftung bzw. Schwerkraftlüftung hier schon erwähnt wurde. Bitte bei der Planung nicht vergessen!
 

stefan.

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Was mich wundert, sind die Preisunterschiede bei Sparren (6x10) und Pfette (10x12) zwischen den Anbietern.
Bei der Pfette steht's ja da: Anbieter B bestellt ein Sondermaß und kappt das auch noch für dich, das ist natürlich teurer. Bei den 6x10 hängts einfach davon ab, was die gerade auf Lager haben, was sie bestellen müssen oder was sie evtl gerade günstiger abverkaufen wollen.


Mein Spartipp wäre: Pfette nicht am Stück sondern in der Mitte teilen oder sogar dritteln. Ist handlicher und günstiger.
Ansonsten würde ich beim Händler fragen, welche Längen er anbieten kann und anhand der Längen dann den Verschnitt etc. planen. 13m muss nicht unbedingt das günstigste sein.
 
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Schnubbihh

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Hallo zusammen,

ich bin gerade beim Ausheben der Fundamente und brauche kurzfristig eure Einschätzung zur Statik. Ich möchte das Projekt so effizient wie möglich halten, aber die Standfestigkeit darf natürlich nicht leiden.

Zur Erinnerung (Schuppen):
  • Grundfläche: 2,70 m x 3,00 m
  • Pfosten: 10x10 cm
  • Pfetten: 12x10 cm
  • Balken/Rähm: 10x10 cm
Meine Frage: Kann ich bei diesen Maßen auf Zwischenpfosten verzichten?

Konkret:
  1. Reicht die 12x10 Pfette aus, um die 2,7 Meter Spannweite ohne Durchhängen zu überbrücken?
  2. Wäre es sinnvoller, einen eventuellen Zusatzpfosten lieber auf der langen (3,00 m) oder der kurzen (2,70 m) Seite oder auf beiden Seiten zu setzen?
  3. Oder ist das Ganze bei dieser Holzdimensionierung ohnehin stabil genug als reine 4-Pfosten-Konstruktion?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen, bevor ich den Beton anrühre!
 

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Martin45

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Die Dachlast geht doch in die Längsseiten, also die 2,7m Richtung.
Bei Trapezblech könnte ich mir denken, dass es ohne Mittelpfosten reicht (wenn bei euch kaum Schnee ist).
 

Schnubbihh

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Die Dachlast geht doch in die Längsseiten, also die 2,7m Richtung.
Bei Trapezblech könnte ich mir denken, dass es ohne Mittelpfosten reicht (wenn bei euch kaum Schnee ist).
Danke Dir! Dann also nur die 4 Eckpfosten für den Schuppenbereich.
Gibt es weitere Meinungen und kann das eine zweite Meinung bestätigen?
 

Zappodrom

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Also ich würde dort noch jeweils einen Pfosten setzen. Viel Geld sparst du durch das weglassen ja nicht. Aber wenn du sie einbaust sparst du dir später vielleicht viel Ärger.
Nur so ein Gedanke!
 

Schnubbihh

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Also ich würde dort noch jeweils einen Pfosten setzen. Viel Geld sparst du durch das weglassen ja nicht. Aber wenn du sie einbaust sparst du dir später vielleicht viel Ärger.
Nur so ein Gedanke!
Danke für die Meinung. Das ist natürlich genau die Gretchen-Frage, wie groß ist die Gefahr, dass mir das später Ärger macht?
Geht mir dabei tatsächlich weniger ums Finanzielle und eher um den Aufwand der eingespart werden kann (Fundament ausheben, einbetonieren, ausrichten etc.).
 

Schnubbihh

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So, es geht voran. Die H-Anker sind nun alle gesetzt. Für mich als Anfänger, der dies zum ersten Mal gemacht hat, schon mal ein riesen Schritt und großer Erfolg!
Als nächstes wird das Holz bestellt und aufgerichtet.

Mein bisheriger Plan (bitte um Feedback):
(1) Pfosten zurechtschneiden um unterschiedliche Höhe der H-Träger auszugleichen
(2) Pfosten streichen mit Bläueschutz und anschließend mit Farbe (inkl. Schnittflächen)
(3) Pfosten in H-Träger spannen mit Klemmen (1cm Luft lassen nach unten)
(4) Pfette auflegen und wenn alles passt von oben mit Tellerkopfschrauben (2 pro Pfosten) fixieren
(5) Anschließend Pfosten in H-Trägern montieren
(6) Sparren ausmessen, Kerve schneiden und Sparren von oben mit Tellerkopfschraube fixieren
(7) Dachlatten montieren und Trapezblech montieren (um alles trocken zu halten)

Fragen:
- Passt das Vorgehen soweit?
- Kann man den Aufbau auch mal ein paar Tage im Regen stehen lassen oder muss ich bis zum Dach jetzt schnell sein und durchziehen?
- Sollten die Bretter zwischen den Sparren und andere Arbeiten seitlich am Dach schon vor dem Montieren des Trapezbleches durchgeführt werden? Verbaue ich mir irgendwas, wenn ich das Dach schnellstmöglich montiere, wo ich hinterher nicht mehr so gut rankomme?

Freue mich über Feedback!
 

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Martin45

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Wieso pflasterst du nicht zuerst?
Wenn du später die Steine schneidest hast du den Staub am ganzen Holz.
Zu 3. Ich würde eher über mehr als 1cm nachdenken
3a Pfosten mit schräg zum Boden stehenden Dachlatten o.ä. senkrecht ausrichten.

Ich glaube ich würde erst die Wände beplanken, vor dem Dach. Dann kommst du besser dran.
Rinne und Bleche an der Rinne vor dem Trapezblech. Außerdem die Latten o.ä. am Ortgang. Wo nach dem Trapezblech die Ortgangbleche dran kommen.

Und die Wandbretter vor Montage rundum streichen. Das dauert zwar aber ist die saubere Variante. Ich würde dann nur den letzten Anstrich montiert machen.
 

Schnubbihh

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Wieso pflasterst du nicht zuerst?
Hatte ich vergessen zu erwähnen, Pflaster kommt natürlich morgen noch rein.
Und die Wandbretter vor Montage rundum streichen. Das dauert zwar aber ist die saubere Variante. Ich würde dann nur den letzten Anstrich montiert machen.
Verstanden. Also Erstanstrich (von beiden Seiten) vor Montage und Zweitanstrich dann im montiertem Zustand.
Ich glaube ich würde erst die Wände beplanken, vor dem Dach. Dann kommst du besser dran.
Rinne und Bleche an der Rinne vor dem Trapezblech. Außerdem die Latten o.ä. am Ortgang. Wo nach dem Trapezblech die Ortgangbleche dran kommen.
Um ehrlich zu sein, habe ich beim Dach bzw. Übergang der Wandschalung zum Dach noch die größten Fragezeichen und Bedenken.
Wie führe ich das ganze aus, damit es hinterher vernünftig aussieht, gegen Regen geschützt ist und einigermaßen Nager/Insektensicher?
Option 1: Ich führe die Wandverschalung hoch bis zwischen die Sparren und setze eine Latte bündig zur Pfette als Abschluss.
Option 2: Ich setze zwischen die Sparren auf die Pfette ein Stellbrett. Dann habe ich aber einen Versatz zwischen Schalung und Stellbrett, oder?
Option 3: Ich verschale die Sparren komplett von Vorne, Unten und ziehe entsprechend die Verschalung der Wände daran.
Sehe ich das so richtig? Wieviel verdeckt das Firstabschlussblech? Geht das bis über die Sparren rüber?
Sorry, ich bin bei dem Thema leider trotz einlesen und Videos schauen immernoch ziemlich verwirrt. Würde mich da über etwas Hilfe von den Experten hier sehr freuen!
 

Martin45

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Ich würde Option 1 nehmen (die Latte verstehe ich noch nicht ganz) und dazu noch "Profilfüller" (eine Art weicher Moosgummi) für die Lücken im/unter dem Trapezblech.
Als Blech T35, und das nicht zu dünn, 0,7mm oder dicker.
 

Zappodrom

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Wenn du vor dem Aufbringen der Dachlatten noch eine Dachspannbahn auf die Sparren tackerst, und danach gleich die Dachlatten, kannst du dir mit dem Trapezblech zeit lassen und die ganze Konstruktion ist dennoch (nicht zu 100%) bereits vor Regen geschützt. Zusätzlicher Vorteil: Schwitzwasser gelangt später nicht direkt auf deine Konstruktion.
 

Schnubbihh

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Ich würde Option 1 nehmen (die Latte verstehe ich noch nicht ganz) und dazu noch "Profilfüller" (eine Art weicher Moosgummi) für die Lücken im/unter dem Trapezblech.
Als Blech T35, und das nicht zu dünn, 0,7mm oder dicker.
Danke Dir!
Ich meinte die parallelen Trägerlatten auf den Sparren, auf denen das Trapezblech montiert wird. Die bauen dann ja auch nochmal 2-4cm auf.
Wie montiere ich denn ein schmales Brett hochkant zwischen den Sparren? Darüber ist es vllt. auch sinnvoll einen Luftspalt zum Trapezblech für Zirkulation zu lassen und mit Draht abzudichten?
 

Martin45

ww-robinie
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Ich würde an die Sparren seitlich vertikale Latten anschrauben als Verlängerung der Pfette an die du die Bretter Schrauben kannst.
 
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