Die Geschichte meiner "neuen" Hobelbank

Bazi123

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Die letzten spanabhebenden Arbeiten durch.
Ein bißchen Schleifen und mit Leinöl versiegeln. Dann ist das Teil fertig.
Steht zumindest schon mal Bombenfest.
Anhang anzeigen 208067
Einen Keil habe ich neu gefertigt. Rest ist von dem alten Gestell.
Anhang anzeigen 208068

Am Ende will ich noch eine Ablage einlegen.
Anhang anzeigen 208069

Ohne Leim und Schrauben und doch endfest.
Anhang anzeigen 208070

Jetzt muss ich mich im die Platte kümmern.....
Mal sehen was das dann wird.
Ich finde die Arbeit auch wirklich schön bisher!! Ich frage mich aber, ob die Schwingen nicht zu wenig Vorholz zum Zapfenloch haben?
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Heute nur Zeit für Kleinarbeit.
Da ich ja nach einer Druckplatte (jetzt weiß ich auch wie das Teil heißt) gesucht hatte. Es aber für die Maße meiner Deutschen Zange so etwas nicht gibt und ich keinen Zugriff auf eine Fräse oder Drehbank habe müsste ich mir was einfallen lassen.
1000044620.jpg

Ich habe ein Teil eines alten Eichenstücks genommen und mich ausgetobt.
1000044621.jpg

Mit Bandsäge und Hobel winklig und passen gemacht und dann mit der Standbohrmaschine weiter gearbeitet.
1000044622.jpg

Passte schon mal ganz gut.
Ein gute Freund ist Metaller und baut mir die Druckplatte aus 5mm Stahl.
Darein die passenden Löcher um die Platte auf das Eichenstück zu Schrauben und dann beides auf die spätere Spanbacke.
1000044631.jpg

Die Platte habe ich heute Abend und dann kann ich mich um die Vorderzange kümmern.
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Es war wieder Bankzeit.
Meine Absicht war es die Unterseite soweit vorzubereiten das ich bei passenden Temperaturen die Vorderzange verleimen kann und endlich die Bankplatte umdrehen kann. Naja, meist kommt es anders und vor Allem als man denkt.
Ich habe die Unterseite mit dem Exenterschleifer bearbeitet.
1000045675.jpg

Mir ist ja schon aufgefallen das ich ein Teil unten drunter neu befestigen muss.
Eine Querverstrebung die nur genagelt war. Und das noch schlecht.
Dabei stellte sich heraus das auch die Hinterzange lose war.
Daraufhin habe ich den ganzen Plunder zerlegt.
1000045691.jpg

1000045708.jpg

Fakt ist, dass war ein reines Arbeitsgerät. Keine Sorgfalt beim Fügen der Teile. Sieht alles recht roh und schnell gemacht aus.
1000045715.jpg

Die Banklade ist auch nur angenagelt.
Diese werde ich komplett neu bauen.

Da habe ich heute unzählige Nägel entfernt. Und Dreck der Jahrzehnte beseitigt. Vielleicht wird der ein oder andere sagen das sich bei so einer Baustelle die Arbeit nicht lohnt. Aber es soll ein Arbeitsgerät werden und ist auch ein Übungsobjekt.
Jetzt folgen (in meiner Welt) folgende Schritte :
1. Metallteile reinigen und konservieren. Denke ich brüniere die neu.
2. Querverstrebung und unteren Längshalter für die Hinterzange neu anfertigen.
3. Banklade abbauen und neu anfertigen.
4. Auf passende Temperaturen warten und die Teile wieder verleimen. Hier muss ich mir Gedanken machen wie ich das spanne. Entweder mit Zwinge an Zwinge oder mit Spanngurt.

Danach kann ich endlich das Teil drehen und mit dem Untergestell verheiraten.

Die alten Schlitzschrauben möchte ich gerne ersetzen gegen Innensechskant oder Torx. Mal sehen ob ich da was finde und ob ich die alten Löcher nutze oder diese aufbohre, mit Dübel verschließe und dann neu vorbohre.
Es bleibt spannend.
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Heute wieder erwarten Zeit gehabt.
Also weiter ging es.
Banklade ab, das hintere Brett wird aufgearbeitet. Das untere kommt in den Ofen vom Nachbarn und wird erneuert.

Dabei festgestellt das die Längs Verbindung des vorderen Teils und des mittleren Teils auf gut einem Viertel lose ist. Also mit dem passenden dünnen Gegenstand den Dreck rausgekratzt.
1000045822.jpg

Und schon ist da Licht.
1000045824.jpg

Nun habe ich aber ein Problem.
Trotz restloser Reinigung der Fuge und der Nutzung von 2 Zwingen schließt sie sich nicht vollständig.
1000045826.jpg

Gibt es da Ratschläge?
Am Ende geht es dicht, aber zur Mitte hin ist ein Spalt von ca 3/4 - 1mm.
Einfach leimen oder?
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Hey, nichts gegen die Kleinen! :emoji_grin:

Denke das der Besuch ausgeflogen ist oder tot.
Hatte zur Sicherheit die Platte mit einem Mittel "getränkt"
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Naja, weiter an der Bank kann ich ja erst einmal nicht arbeiten.
Hindert mich aber nicht mir Gedanken zu machen wie ich weiter vorgehen.
Ich habe in einem Thread, weiß leider nicht mehr welcher, in dem wurde geraten die Banklöcher groß aufzubohren, mit Dübel zu verschließen und dann mit 20mm aufzubohren um die gängigen Helferlein zu nutzen.
Was sagen die Erfahrenen dazu?
Macht das Sinn?
 
Zuletzt bearbeitet:

flüsterholz

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Ich persönlich finde Löcher, 19 oder 20mm, besser, weil du mehr Möglichkeiten zum Spannen hast. Ich habe beides in meiner Hobelbank, auch an der Front habe ich 19mm Löcher.
Wäre es nicht einfacher, dort wo die jetzigen "Löcher" sind, ein Stück auszufräsen und neues Holz einzusetzen?
 

Johannes

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Ich habe in einem Thread, weiß leider nicht mehr welcher, in dem wurde geraten die Banklöcher groß aufzubohren, mit Dübel zu verschließen und dann mit 20mm aufzubohren um die gängigen Helferlein zu nutzen.
Was sagen die Erfahrenen dazu?
Macht das Sinn?
Hallo,
ich würde das nicht machen. Wenn die 20mm Löcher gewünscht sind einfach zwischen den Bnklöchern zusätzlich bohren. Und dann eventuell in die Banklöcher zusätzliche hölzerne Bankhaken stecken.

Es grüßt Johannes
 

Fastdarkness

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Ich persönlich finde Löcher, 19 oder 20mm, besser, weil du mehr Möglichkeiten zum Spannen hast. Ich habe beides in meiner Hobelbank, auch an der Front habe ich 19mm Löcher.
Wäre es nicht einfacher, dort wo die jetzigen "Löcher" sind, ein Stück auszufräsen und neues Holz einzusetzen?
Wie meinst Du das mit dem ausfräsen?
Mit der Japansäge im geschlossenen Bereich entlang der Fuge sägen bis die Fuge geschlossen ist?
Das habe ich bereits probiert. Ich komme mit der Japansäge nur ein Stück hinein, dann sperrt die trotz Keil am Anfang. Die weitere Verbindung ist wohl noch recht fest.
Hallo,
ich würde das nicht machen. Wenn die 20mm Löcher gewünscht sind einfach zwischen den Bnklöchern zusätzlich bohren. Und dann eventuell in die Banklöcher zusätzliche hölzerne Bankhaken stecken.

Es grüßt Johannes
Die Idee klingt sehr sympatisch! Ich habe bereits nach Federn gesucht, solche die auch an den traditionellen Bankhaken dran sind. Aber hier fehlt mir wohl der passende Suchbegriff.
 

Dietrich

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Hallo,

die m.M. n. besten Hobelbänke die man kaufen kann sind die von Epple, Epple verwendet ged. Buche und verbaut 30mm Rundbankhaken aus Alu und bietet viel mehr Spannmöglichkeiten als andere Anbieter.
Als ich mit Roland Epple 2004 vor dem Hobelbankbau sprach bot er optional auch noch eine Reihe Eckbankhaken auf der Bankhakenleiste an, Vorteil man braucht keine schräggefrästen Flächen auf den Rundbankhaken, sondern versieht die Eckbankhaken-Öffnungen mit der entsprechenden Neigung, ein Ausleiern ist hier praktisch unmöglich.

https://www.holzwerken.net/blog/guido-henn/holzwerken-haelt-jung-besuch-bei-epple-hobelbaenke/

Gruß Dietrich
 

Fastdarkness

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Hallo,

die m.M. n. besten Hobelbänke die man kaufen kann sind die von Epple, Epple verwendet ged. Buche und verbaut 30mm Rundbankhaken aus Alu und bietet viel mehr Spannmöglichkeiten als andere Anbieter.
Als ich mit Roland Epple 2004 vor dem Hobelbankbau sprach bot er optional auch noch eine Reihe Eckbankhaken auf der Bankhakenleiste an, Vorteil man braucht keine schräggefrästen Flächen auf den Rundbankhaken, sondern versieht die Eckbankhaken-Öffnungen mit der entsprechenden Neigung, ein Ausleiern ist hier praktisch unmöglich.

https://www.holzwerken.net/blog/guido-henn/holzwerken-haelt-jung-besuch-bei-epple-hobelbaenke/

Gruß Dietrich
Schöner Bericht, allerdings ist die Firma wohl nicht mehr existent :emoji_open_mouth:
 

Johannes

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Die Idee klingt sehr sympatisch! Ich habe bereits nach Federn gesucht, solche die auch an den traditionellen Bankhaken dran sind. Aber hier fehlt mir wohl der passende Suchbegriff.
Hallo,
ein Bekannter hat sich Bankhaken aus Holz gefertigt mit Federn aus Esche. Ein Anderer hat einfach Reste von Stahlumreifungsband genommen, wie zum Sichern von Transportkisten verwendet wird.

Es grüßt Johannes
 

Dietrich

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Hallo,

Roland Epple hat m.W. vor ein paar Jahren die Fertigung an einen jungen Schreinermeister übergeben, der Vertrieb findet über Werkbank-Kalff statt.
Ich hoffe mal das ist nicht schon überholt.

Gruß Dietrich
 

Martin Graf

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Hallo Frank,
ich würde bei den eckigen Bankhakenlöchern bleiben, Die passen zu dieser Bank und haben sich bewährt. Falls Du öfters runde oder besonders geformte Werkstücke spannen musst, dann kann man immer noch über Anpassungen/Erweiterungen nachdenken.
Ich habe eine ältere Ulmia und habe mir Bankhaken aus Holz hergestellt (Reste aus Buche und Eiche). Für jedes Loch existiert ein Bankhaken. Bei der Herstellung darauf achten, dass die Bankhaken in Spannrichtung nur sehr wenig Spiel haben, sonst wird das Werkstück nicht sicher gehalten oder der Bankhaken kann herausrutschen. Seitlich haben meine Bankhaken ordentlich Spiel bzw. sind so schmal, dass die hölzerne Feder noch im Bankhakenloch aufgenommen werden kann. Die Federn habe ich einfach mit Holzleim an eine schräg gehobelte Fläche befestigt und es hält seit Jahren.
Gruß
Martin
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Fastdarkness

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Hallo Frank,
ich würde bei den eckigen Bankhakenlöchern bleiben, Die passen zu dieser Bank und haben sich bewährt. Falls Du öfters runde oder besonders geformte Werkstücke spannen musst, dann kann man immer noch über Anpassungen/Erweiterungen nachdenken.
Ich habe eine ältere Ulmia und habe mir Bankhaken aus Holz hergestellt (Reste aus Buche und Eiche). Für jedes Loch existiert ein Bankhaken. Bei der Herstellung darauf achten, dass die Bankhaken in Spannrichtung nur sehr wenig Spiel haben, sonst wird das Werkstück nicht sicher gehalten oder der Bankhaken kann herausrutschen. Seitlich haben meine Bankhaken ordentlich Spiel bzw. sind so schmal, dass die hölzerne Feder noch im Bankhakenloch aufgenommen werden kann. Die Federn habe ich einfach mit Holzleim an eine schräg gehobelte Fläche befestigt und es hält seit Jahren.
Gruß
Martin
Anhang anzeigen 209985
So wird ein Schuh.... Äh Bankhaken mit Holzfeder draus.
Danke für die Idee.
 
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