Workflow oder Arbeitsplatz schleifen - Meinungen und Ideen dazu

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
Hallo Leute,

ff. Setting: Wir (meine Frau führt einiger der hier beschriebenen Tätigkeiten oft sogar alleine aus), bauen im Jahr einige 100 Magnet-Leisten für Messer und Schlüssel sowie ähnlich viele kleinere Schlüsselleisten und Messerblöcke.

Blockware, fast nur Edel- /Harthölzer und so eine Art Mutiplex (Designholz)

Typische Werkstückgröße sind Leisten ff. Dimensionen
- gerade Form 20*60*360/400/440mm
- geschwungene Form 20*~60*~380 mit spitzem (Doppelgehrung) Ende (pfeilähnlich)
- einige Unikate, Dimensionen bis ~ 800mm Länge und ein- oder beidseitig Baumkante
- einige 100 sehr kleine Leisten für Schlüssel, 17-20*~50mm *180/240mm
- mehrere Dutzend Stücke von 20-50mm*~200*~200 bis ~250*400mm, 2 bis 4 Kanten im 18° Winkel, Rest Baumkante.

Workflow
1. Zuschnitt mit TKS + Schlitten ODER Bandsäge
2. Schleifen bis 120/180
3. Sacklöcher, Magneten und Aufhänger einsetzen
4. Endschliff
5. Oberfläche


Bisher habe ich die Leisten-Rohlinge bis Korn 120 oder 180 (auf Bautenschutzmatte gelegt) mit dem Excenter geschliffen, für Kanten und Stirnseiten einfach in die linke Hand genommen, in der rechten den Excenter. Nach einer Stunde war dann die Hand lahm...Die Kanten der organischen Fom habe ich bis 180 auf einem oszillierenden Spindelschleifer geschliffen.
Das schafft meine Frau aber nicht. Ich habe dann den Triton Band-und Spindelschleifer angeschafft, mit selbstgebautem Anschlag für das winklige Schleifen der Stirnseiten. Immer noch suboptimal, vor allem für den Feinschliff.

Zudem ist die Arbeitshöhe (OK Werkbank) ist ungünstig (zu hoch) für sie. Möchte ich nicht ändern, weil alles darauf abgestimmt ist.

Ziel ist also Arbeitserleichterung UND Ergebnisverbesserung.
Idee: Werkstük einspannen, Excenter kann beser geführt werdecn, geringerer Kraftaufwand. Was mir so einfällt:

1. Hobelbank mit Vorderzange. Leisten (z.B. alle gleich lang und breit) auf Arbeitsplatte mit Bankhaken durch 1/4 Drehung des Zangenschlüssels ein-/ausspannen.
Ist das tatsächlich eine Erleichterung? Hätte natürlich den Charme, das ich die Hobelbank auch für andere Arbeiten einsetzen kann
2. Diese Schleifbasis hier https://www.sautershop.de/woodpeckers-schwenkbare-schleiferbasis-w-sstand-23. Dann ist der Excenter und nicht das Werkstück eingespannt, aber zumindest sinkt der Kraftaufwand doch erheblich. Kennt das jemand?
3. Anderes Schleifgerät? Platz ist ein wirkliches Thema! Hatte schon über den kleinen Walzenschleifer von Hegner nachgedacht, aber die kann nur Planschliff an geraden Kanten (keine organsichen Formen)

Mein Favorit ist die 1. Was meint Ihr?
 

magmog

ww-robinie
Registriert
10. November 2006
Beiträge
15.282
Ort
am hessischen Main & Köln
...... nicht zuviel auf einmal vornehmen,
die Arbeitsschritte in passende Losgrößen unterteilen und nach Bedarf wechseln.
Eine Palette auf gefederten Rollen bauen,
so dass sie sich unbelastet verschieben lässt und mit Mensch drauf fest steht.
'nen Faustschleifer mit Schleifflies probieren, evtl sogar mit Akku, ist häufig leichter als mit Kabel.
Auf gute Dämpfung der Schwingungen achten!
Die Maschine mit der Schleiffläche nach oben einspannen
und das Werkstück mit beiden Händen führen.

https://www.google.com/search?q=Fau...d-lenovo-rvo3&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8
 

fried.chycken

ww-robinie
Registriert
11. März 2022
Beiträge
945
Ort
Dresden
Was für einen Exzenter nutzt du?

Taube hand kenne ich, hauptsächlich vom ersten wald-und Wiesen-Exzenterschleifer. Dann hat ein Kumpel eine rotex angeschafft, viel weniger zeitaufwendig, aber schwer. Seit ich einen Mirka deros habe, ist einhändig schleifen überhaupt kein Thema mehr. Schnell und leicht.
Soll heißen, es kommt viel aufs Material an.

Wäre für organische Formen ein schleifband in der Bandsäge was? Bedeutet Umbauaufwand, aber evtl. Kann man 50 Stück sägen und dann 50 Stück schleifen? Dann geht es vom Umbau, bzw. Relativiert sich.
 

stefan.

ww-eiche
Registriert
9. März 2025
Beiträge
309
Ort
Augsburg
Ich wäre auch bei einer Kantenschleifmaschine. Die Werkstücke sind so klein, da sollte das Werkzeug zum (stationären) Werkzeug geführt werden. Bei den ganz kleinen Teilen muss man natürlich auf die Finger aufpassen.
 
Zuletzt bearbeitet:

inselino

ww-robinie
Registriert
15. Januar 2017
Beiträge
1.566
Ich habe gerade mal auf deiner Website vorbeigeschaut. Sind das definierte Formen, die einer Schablone o.ä. gefertigt werden oder sind das Freiformen?
Gerade bei definierten Formen bieten sich ja alle Arten von Schablonen/Halterungen an um das Stück an ein Schleifgerät zu führen.

Nächste Frage wäre dann, ob die Teile einzeln gefertigt werden oder ob das in Batches/Serien passiert.
Bei Batches oder Serien würde sich erst recht die Rüstzeit für Schablonen o.ä. lohnen.
 

MTrp

ww-robinie
Registriert
5. Oktober 2018
Beiträge
997
Ort
Bezirk St. Pölten
Ein paar Ideen:
1. Wo immer möglich die Werkstücke mit einem ADH hobeln um den Schleifaufwand zu minimieren.
2. Die Werkstücke durch eine Zylinderschleifmaschine laufen lassen und nur den Endschliff handgeführt durchführen.
3. Den Kraftaufwand für das Halten der Werkstücke auf ein Minimum reduzieren durch den Einsatz eines Vakuum-Spanners.
 

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
...... nicht zuviel auf einmal vornehmen,
die Arbeitsschritte in passende Losgrößen unterteilen und nach Bedarf wechseln.
Eine Palette auf gefederten Rollen bauen,
so dass sie sich unbelastet verschieben lässt und mit Mensch drauf fest steht.
'nen Faustschleifer mit Schleifflies probieren, evtl sogar mit Akku, ist häufig leichter als mit Kabel.
Auf gute Dämpfung der Schwingungen achten!
Die Maschine mit der Schleiffläche nach oben einspannen
und das Werkstück mit beiden Händen führen.

https://www.google.com/search?q=Fau...d-lenovo-rvo3&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8
Arbeitsplatz erhöhen, ich habe keinen Platz für eine Palette oder Plattform

Faustschleifer - Interessante Idee. Haben die ein gutes Schleifbild?
 

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
Was für einen Exzenter nutzt du?

Taube hand kenne ich, hauptsächlich vom ersten wald-und Wiesen-Exzenterschleifer. Dann hat ein Kumpel eine rotex angeschafft, viel weniger zeitaufwendig, aber schwer. Seit ich einen Mirka deros habe, ist einhändig schleifen überhaupt kein Thema mehr. Schnell und leicht.
Soll heißen, es kommt viel aufs Material an.

Wäre für organische Formen ein schleifband in der Bandsäge was? Bedeutet Umbauaufwand, aber evtl. Kann man 50 Stück sägen und dann 50 Stück schleifen? Dann geht es vom Umbau, bzw. Relativiert sich.
Metabo SXE 125. Soll dem Mirka baugleich sein.
 

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
Was für einen Exzenter nutzt du?

Taube hand kenne ich, hauptsächlich vom ersten wald-und Wiesen-Exzenterschleifer. Dann hat ein Kumpel eine rotex angeschafft, viel weniger zeitaufwendig, aber schwer. Seit ich einen Mirka deros habe, ist einhändig schleifen überhaupt kein Thema mehr. Schnell und leicht.
Soll heißen, es kommt viel aufs Material an.

Wäre für organische Formen ein schleifband in der Bandsäge was? Bedeutet Umbauaufwand, aber evtl. Kann man 50 Stück sägen und dann 50 Stück schleifen? Dann geht es vom Umbau, bzw. Relativiert sich.
Ne, Bandsäge passt hier nicht.
 

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
Ich habe gerade mal auf deiner Website vorbeigeschaut. Sind das definierte Formen, die einer Schablone o.ä. gefertigt werden oder sind das Freiformen?
Gerade bei definierten Formen bieten sich ja alle Arten von Schablonen/Halterungen an um das Stück an ein Schleifgerät zu führen.

Nächste Frage wäre dann, ob die Teile einzeln gefertigt werden oder ob das in Batches/Serien passiert.
Bei Batches oder Serien würde sich erst recht die Rüstzeit für Schablonen o.ä. lohnen.
Definierte Formen. Die organischen an der BS, die sind nicht exakt gleich groß, paar mm Unterschied.
Fertigung in Kleinserien bis 35/50 Stück etwa
 

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
Ein paar Ideen:
1. Wo immer möglich die Werkstücke mit einem ADH hobeln um den Schleifaufwand zu minimieren.
Das gschieh ja bereits
2. Die Werkstücke durch eine Zylinderschleifmaschine laufen lassen und nur den Endschliff handgeführt durchführen.
Der Platz...
3. Den Kraftaufwand für das Halten der Werkstücke auf ein Minimum reduzieren durch den Einsatz eines Vakuum-Spanners.
Hatte ich auch schon überlegt. Recherchen, auch hier ergaben aber ein etwas ernüchterndes Bild bzgl. Alltagstauglichkeit und Lärm
 

KaiX0

ww-robinie
Registriert
2. November 2021
Beiträge
2.446
Ort
Stubben bei Bad Oldesloe
Ich halte nichts davon, das Werkstück einzuspannen und dann Freihand mit dem aschleifer die Kante zu schleifen. Meiner Meinung nach verrundet man dabei unweigerlich die Kanten.
Hm, das ist ein Punkt.
Wenn du keinen Platz für eine große KSM hast, würde ich nach so einer Halterung für einem Bandschleifer schauen. Oder sowas:
https://www.amazon.de/IXES-Oszillie...indelschleifer-Alu-Arbeitstisch/dp/B0DG5G3SWT
Genau den, von Triton, setzen wir ein. Korn geht aber nur bis 180, Schleifbidl so lala.
 

pedder

ww-robinie
Registriert
19. Oktober 2007
Beiträge
10.083
Ort
Kiel
ich würde das Ausgangs Material breitbandschleifen (lassen)

oder die bohlen vor dem Zuschnitt feinschleifen. nach dem Zuschnitt dann mehrere Rohlinge zusammen spannen und die kanten schleifen.
 

inselino

ww-robinie
Registriert
15. Januar 2017
Beiträge
1.566
https://kaixo-design.de/
Wenn das definierte Formen sind, kann du dann nicht eine kleine Vorrichtung bauen, wo in bestimmten Winkeln das Werkstück gegen ein Schleifband gedrückt wird. Zumindest für alle ebenen Flächen, die Rundungen dann an einem Zylinder.
 
Oben Unten