Welcher Hobel No. 5 1/2 und woher?

bast_ig

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Da hatte ich auch ein Missverständnis. Ich dachte, alle veritas No. 4 und 5 hätten ein verstellbares Maul. Hatte das nicht explizit recherchiert, sondern aus den Angeboten, auch gebraucht, geschlossen, die ich gesehen habe.

Das finde ich schon sehr praktisch. Das Maul verstopft es bei mir in der Regel gar nicht, höchstens bleibt mal ein Span hängen, den ich dann rausziehe. Aber für große Spanabnahme brauche ich das schon. Da ist es dann auch kein Ersatz, dass man das von hinten einstellen kann. Ich gehe meist in einem Arbeitsgang von grob nach fein und auch mal wieder zurück, falls noch wo was weg muss.

Vielleicht ist es wirklich so, dass ein No. 62 eh schon ist, was ich dafür brauche. Ich werde einmal schauen, ob der große 62 von veritas in Frage kommt.


LG
 

pedder

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würde ich das sonst schreiben? ich meine mit Rob Lee drüber gesproche zu haben. jedenfall die Übernahme dieses Details in den Custom plane geschah aus dem Grund. Ernsthaft.
 

pedder

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Doch hatte er. Seit 1905
nein das funktioniert anders. und wenn du es öffnest, musst du es wieder sorgfältig einstellen. bei der Veritas Konstruktion kannst Du kurz aufdrehen, freiblasen und ohne hinzukucken wieder schließen, weil die max schließung von der Feineinstellung definiert wird.
 
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flüsterholz

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nein das funktioniert anders. und wenn du es öffnedt. musst du es wieder sorgfältig einstellen. bei der Veritas Konstruktion kannst Du kurz aufdrehen freiblasden und ohne hinzukucken wieder schließen, weil die max schließung von der Feineinstellung definiert wird.
Die Arretierung ist neu, damit du beim Zurückführen nicht das Eisen beschädigst. Das ist eine Erfindung von Veritas. Aber nicht das verstellbare Hobelmaul.
 

pedder

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das mag ich besonders, wenn jemand vorwerfend erwidert und dann sagt: jetzt lass es gut sein.
 

Lorenzo

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Allerdings habe ich schon öfter das Problem, dass das Hobelbild gerade bei Weichholz und auch sonst bei schwierigem Faserverlauf nicht sehr gut ist. Ich hobel viel und habe entsprechend auch mal ein etwas stumpferes Eisen im Einsatz. Das ist mit Spanbrecher einfach besser.
Hey Basti,

Zu der besonderen Schwierigkeit astiges Weichholz von Hand zu hobeln hat Pedder schon das wichtigste gesagt. Knallharter Ast, drum rum Weichholz in wildestem Faserverlauf. Schlimmer gehts nicht.

Du sagst, dass du viel hobelst und enstprechend das Eisen auch mal stumpfer ist... Konsequenz muss leider zwingend sein: Du hobelst viel, du schärfst oft. Gerde die Äste machen das Eisen einfach schnell stumpf, und für den fiesen Faserverlauf brauchst du maximale Schärfe. Wie auch bei wimmerigen oder geriegeltem Holz.

Nicht umsonst wurde für feinen Möbelbau gerne "langweiligeres", weil schnurgerade gewachsenes und astfreies (oder astreines) Holz gewählt. Weniger Verzug und saubere Oberflächen.

Die Punkte die für ein möglichst sauberes Hobelbild sorgen:
-die Schneide muss so scharf wie möglich sein. Beim verputzen noch mit ner leichten Verrundung der Ecken um Treppchen im Hobelbild zu vermeiden.
-Sehr geringe Spanabnahme
-Ausrisse werden vermieden durch den Spanbrecher und/oder ein sehr enges Hobelmaul.
Die Sohle des Hobels die, bis auf den kleinstmöglichen Spalt für den Span, bis zur Schneide geht, drückt das Holz nach unten, so dass der Span der abgenommen wird nicht durch Spaltung über eine weitere Strecke angehoben werden kann.
Der Spanbrecher tut was der Name schon sagt, er bricht die Fasern des angehobenen Spans. Stell dir vor du hebst ein Stück Furnier an, und im Vergleich dazu ein Stück Stoff. Das Furnier löst sich über eine weitere Strecke vom Untergrund als der Stoff. Die intakten Fasern des Furniers wirken wie eine Feder, es wird Kraft übertragen die den Span vom Verbund mit den Fasern darunter reissen kann. Im Stoff ist diese Kraftübertragung nicht mehr möglich.​
-Der Schnittwinkel. Ein größerer Winkel sorgt dafür dass mehr geschabt wird als geschnitten.

Es sind also mehrere Faktoren die auf die Schnittqualität Einfluss haben. Alle haben eines gemeinsam: Es ist aufwändiger ein sauberes Ergebnis zu bekommen.
-Du muss besser schärfen können und mehr Zeit investieren.
-Du nimmst weniger Material ab bei praktisch gleichem Aufwand.
-Du brauchst mehr Kraft beim Vorschub weil den Span zu brechen eben diese erfordert.
-Du brauchst mehr Druck auf die Oberfläche um den Verbund zwischen den Fasern zusammenzuhalten.

Hier ein sehr schönes altes Video zur Verdeutlichung
https://www.youtube.com/watch?v=c0N5pV8N1H0

Ich würde für schwieriges Holz NICHT empfehlen einen besonders breiten Hobel zu verwenden. Der Kraftaufwand wird höher, und die Wahrscheinlichkeit dass du wilde Faserverläufe zu hobeln versuchst steigt mit der Breite an. Für fieses Holz nehm ich nach vielen Versuchen mit unterschiedlichen Hobeln immer noch am liebsten meinen Ulmia mit engem Hobelmaul, dickem (kein Flattern) sehr gut schärfbarem Eisen und Spanbrecher der sehr sauber aufliegt und sehr nah an der Schneide eingestellt sein muss.

Und manchmal hilft nur die Ziehklinge. Aber astiges Nadelholz... Ab durch den Dickenhobel mit wenig Spanabnahme, Druckbalken, scharfe Messer, langsamer Vorschub... Garstiges Zeug, aber die Maschine übernimmt hier die viele Arbeit die für ein gutes Ergebnis geleistet werden muss.

Für mich persönlich wäre da längst die Grenze erreicht wo ich Handwerkzeuge nicht mehr benutzen würde. Und auch meine persönliche Meinung: 600€ für nen neuen Handhobel der dieses Problem trotzdem nicht einfach so löst kann man auch für einfacher zu verarbeitendes Holz einsetzen. Wenn du den Hobel eh haben willst is das was anderes, dann kannst ihn auch jetzt kaufen, aber sei dann nicht enttäuscht wenn es das jetzige Problem trotzdem noch gibt.

Das hier dürfte wohl das fieseste Holz gewesen sein das ich noch ohne Ziehklinge sauber verputzt bekommen hab:
https://www.woodworker.de/forum/thr...-eiche-und-irgendwas-rotem.117586/post-819965
Wimmerige Birne mit Ästen. Und die Oberfläche musst ich mit bisschen dickeren Hobelspänen reichlich polieren, denn leicht streifig hat es trotzdem ausgesehen.
 

agnoeo

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Ich hobel viel und habe entsprechend auch mal ein etwas stumpferes Eisen im Einsatz.
Darüber bin ich auch gestolpert. Der beste Hobel wird dir nicht helfen wenn der nicht richtig scharf ist, besonders bei schwierigem Holz. Selbst wenn sauberes Holz 2-3x teurer ist, allein das es schneller und einfacher zu bearbeiten ist, gleicht das mmn wieder aus. Zumindest wenn du perfekte Ergebnisse haben möchtest. Für viele Fälle sind mir leichte Ausrisse auch egal, kommt da natürlich auch etwas auf den Anspruch und den Verwendungszweck an.

Gruß, David
 
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