Waschtisch-Bretter aus Holz in Nische befestigen?

JanB

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Hallo ihr lieben,
nun doch schon mal zu meiner zweiten Frage heute. Ich plane seit langem in unserem Gäste WC endlich das Waschbecken anzubringen (2 Jahre sind wir nun schon ohne ausgekommen :emoji_confounded: ).
Aufsatzwaschbecken und Co sind schon vorhanden, was mir noch fehlt sind die Holzplatten. Idee ist eine obere etwas dickere Platte zu haben, auf der das Waschbecken sitzt, darunter dann noch eine etwas dünnere als Ablage. (unten ein Foto, wie das ganze aussehen soll).

Zur Befestigung:
Ich möchte die Bretter so befestigen, dass man möglichst nichts davon sieht. Trotzdem muss es natürlich die die Arbeitsplatte und das Waschbecken tragen können. Eine Idee wäre links, rechts und hinten jeweils ein gelochtes Winkelprofil anzubringen, auf das die Bretter dann gelegt werden können (Beispiel: https://www.metallregale-24.de/winkelprofile/winkelprofile-art-nr-13203.html).
Leider kann ich nicht einschätzen wie tragfähig so etwas wäre. Oder habt ihr eine andere, bessere Idee? Vielleicht statt der Winkel schmale Holzleisten, die nicht bis ganz nach vorne reichen? Von unten wird man das ganze nicht unbedingt sehen können, außer man hockt sich auf den Fußboden.

Zum Holz:
Bei IKEA gibt es 4cm und 2,8cm dicke Massivholz-Arbeitsplatten aus Eiche für die Küche (HAMMARP und SKOGARP). Bei der dünneren Platte müsste ich allerdings ein ca 180 breites Stück kaufen und hätte damit 90cm Verschnitt. Hättet ihr eine Idee wo ich solche Platten zu ähnlichen Preisen alternativ her bekommen könnte? Die 4cm dicke Platte scheint zur Zeit in Deutschland gar nicht mehr verfügbar zu sein...

Der Zuschnitt:
Hier wird es richtig lustig. Ich habe heute Mittag mal den die Lücke vermessen und die künftigen Positionen der Bretter markiert. Die Wände sind leider alles andere als gerade. Das Maß der Lücke ist ca 50,5*92,2cm groß, variiert aber stellenweise um über 0,5cm!
Um die platte trotzdem möglicht gut einzupassen wäre meine Idee: irgendetwas auf die Höhe der Ablage stapeln und dann mit diversen DinA4 Blättern die Form der Bretter nachbilden um so eine Schablone zu bekommen. Das entsprechend zugesägte Brett müsste dann so oder so zumindest in der oberen Etage noch eine Art Abschlussleiste bekommen denke ich, zumindest damit das Wasser nicht gegen die Wand läuf wenn mal jemand anfängt zu planschen :emoji_wink: Vielleicht hat hier noch jemand gute Tipps?

Und hier nun mal ein paar Bilder wie es mal werden soll und von den Krümmungen der Lücke:
Gäste-WC5.jpg
IMG_20180610_150039.jpg
IMG_20180610_145522.jpg IMG_20180610_145608.jpg IMG_20180610_145634.jpg
 

IngoS

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Hallo,

ich habe oberes und unteres Brett mit Wangen verbunden und an der Rückseite eine Aufhängeleiste montiert.
So hängt alles sicher an nur 2 Schrauben.
Hier der Link zu meinem Video dazu. Vielleicht hilft dir das weiter.

Gruß

Ingo
 

JanB

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Hallo Ingo, das wäre mir tatsächlich "zu sichtbar". Ich möchte dass die beiden Bretter von vorne so aussehen als würden sie zwischen den Wänden Klemmen.

Am Ende soll es in etwa so aussehen wie hier zu sehen:


Solche Beispiele habe ich schon viele gesehen, konnte aber nie erkennen wie das befestigt wurde...
 

benben

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Am elegantesten ist die Platten seitlich und hinten zu nuten. Dann Leisten, mit zu den nuten passenden Abmessung, passend an die Wände montieren. Platten aufschieben und mit kleiner Schraube sichern. Für Schablonen kann man Pappe, Hartfaser oder sonstige Reste nehmen.

Edit: hierfür muss darf das Maß an der Wand nicht größer sein als zum Raum hin.

Gruss
Ben
 

raziausdud

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Hallo,

zum Herstellen der Schablone: nimm statt Papier besser Pappe. In der Höhe wie Du das schon geschildert hast, einfach für jede Seite eine Pappe herstellen und die dann mit etwas Kleber versehen aufeinanderdrücken oder mit Klebeband verbinden Die genaue Kontur bekommst Du jeweils vorher, indem Du auf einer schon grob passenden Pappe mit einem Bleistift flach auf der Wand aufliegend dort entlang fährst und das dann ausschneidest. Dann noch ein (eventuell korrigiertes) Endmuster aus Pappe oder billigem Holz oder Resten herstellen, und wenn es dann passt, ran ans richtige Holz ...

Zum Befestigen: ich habe mal ein Brett nahezu unsichtbar zwischen zwei Wänden angebracht, indem ich auf beiden Seiten je zwei Schrauben überstehend ohne Kopf in die Wand eingedreht habe. Darauf hab ich das schon genau passende Brett gelegt, von unten angezeichnet, wo die Schraubenhälse sind, und dann am Brett diese Stellen ca. 6mm (= Schraubendurchmesser) per Handarbeit mit einem Beitel eingesenkt. Nun liegt das Brett mit seinen Vertiefungen unverrückbar auf den Schraubenhälsen. Mit einer kleinen Leiste oder einem schmalen Blechstreifen über der Stelle könnte man es noch gegen Abheben sichern.

Das funktioniert auch dann, wenn das Brett/die Lücke hinten breiter ist als vorn. Das Brett wird dann von oben schräg gehalten in den Zwischenraum eingebracht, auf einer Seite aufgelegt und dann quasi heruntergeklappt.

Grüße
Rainer
 
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JanB

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@Ben: Für das Nuten bräuchte ich mit Sicherheit eine Fräse oder ähnliches oder? Die Idee hatte ich ursprünglich auch mal, hatte sie dann jedoch verworfen mangels passendem Werkzeug. Meint ihr es würde denn ausreichen wenn solch ein Waschtisch auf zwei Einfachen leisten oder Schienen aufliegt? Ob mit Nut/Feder wäre dafür ja unerheblich.

@rainer: ich muss zugeben diesen Teil deines Beitrags verstehe ich leider nicht wirklich: "Die genaue Kontur bekommst Du jeweils vorher, indem Du auf einer schon grob passenden Pappe mit einem Bleistift flach auf der Wand aufliegend dort entlang fährst und das dann ausschneidest"

Also grobe zugeschnittene Pappe anhalten, und dann? :emoji_thinking:
 

ChristophW

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Wenn du eh gerne eine Dickere Platte hättest: nimm die dünne, Doppel die vorne mit einer schmalen Leiste auf dann kannst du das ganze auf Träger verschrauben die du Quer legst die sind dann nicht zu sehen.
 

raziausdud

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Zum besseren Verständnis: halt ein gerades Stück Pappe waagrecht an ein krummes Stück Wand, auf die Wand legst Du flach einen Stift und fährst damit die Wand entlang. Der Stift zeichnet auf der Pappe exakt den Wandverlauf ab. Besser? Machen, dann begreifst Du es sofort.

Die Pappe muss natürlich unverrückbar fest sein, was eventuell nicht so leicht ist, sonst gibt es Ungenauigkeiten. Deshalb oben mein Rat mit einer endgültig passenden Schablone zum Überprüfen vor dem eigentlichen Holzzuschnitt.

Zur Nut: Wenn Kreissäge vorhanden, am besten Tischkeissäge, kannst Du die Nut auch damit machen. Und diese selbstverständlich auf eine an die Wand geschraubte Winkelleiste schieben, von unten mit je einer Schraube fixieren. Und klar, ohne Nut einfach auf Leisten auflegen "geht" auch ..

Rainer
 
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Neige

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Hallo @JanB
Nuten wird eh nicht funktionieren, da du die Platte nicht einschieben kannst da die Zierbekleidung an der Zarge im Weg ist.

Anpassen mit Pappe:
Niesche.PNG

Meine Idee:
An die hintere Wand Vierkantstahl dübeln im vorderen Bereich in entsprechender Tiefe ebenfalls Vierkantstahl seitlich in Wand dübeln.
Niesche1.PNG

An die Vordere Platte mit Leiste aufdoppeln, dass es den Anschein hat die Platte wäre stärker.
Niesche2.PNG

So meine ich hättest du Stabilität und sieht aus als ob die Platte eingeschoben, bezw. du hast den Effekt, den du möchtest.
 
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raziausdud

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Hallo Sigi,

das mit der hinderlichen Zierbekleidung hast Du gut erkannt - ich nicht ...

Und zur Klarstellung, besonders für Jan: die von mir geschilderte Bleistift-Methode dient dem Anpassen der Kontur an EINE WELLIGE Wand,die brauchst Du bei glatten Wänden nicht. Die Anpassung an nicht rechtwinklig zueinander verlaufende Wände hat Sigi sehr gut gezeigt.
Rainer
 
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woodtr1

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Hallo,

dadurch das die Platte (auf Grund der Türzarge) diagonal eingelegt werden muss, darf diese in der Diagonalen der Plattenhöhe nicht breiter sein, als die Niesche. D.h. die Platte muss kürzer sein, als die Niesche breit.

Da stellt sich mir die Frage, wie präzise angezeichnet werden muss.

Gruss
woodtr1
 

pixelflicker

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Und wenn man statt der Nut einen Falz macht? Den würde man ja von vorne genauso wenig sehen, wenn er nicht ganz durchgeht. Dann kann man die Platte einfach drauf legen. Nach Oben kann sie ja nicht weg und von Unten kann man sie nicht sehen.
 

JanB

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Guten Abend,
da haben sich die Tipps in meiner Abwesenheit ja überschlagen :emoji_slight_smile: Erstmal vielen Dank dafür! Auf die Türzarge hätte ich in der Tat vielleicht auch direkt hinweisen können. Ich finde gerade zwei Varianten der Befestigung interessant:

1. @Rainers Vorschlag mit dem "Auflegen auf Schrauben ohne Kopf in eine Mulde" um mal Platt zu sagen :emoji_wink: Dafür würden sich ja etwas größere Stockschrauben sicher ganz gut eignen. Ich frage mich nur ob so etwas gewichtstechnisch hält? Also wie viele solche Schrauben brauchte ich da etwa? Ich glaube ich tendiere grundsätzlich dazu Schrauben zu unterschätzen. Das Waschbecken wiegt an die 7,5kg und die dünnere Platte müsste bei der Größe um die 10kg wiegen. Bei der dickeren weiß ich das nicht so genau.

2. ChristophWs Vorschlag mit dem Vorsetzen einer Lesite um mehr Dicke zu simulieren käme mir Recht im Sinne von ich kann mir das zweite Brett mit 150€ sparen! Das dünnere 2,8er Brett wird sowieso nur in einer Länge von 186 cm geliefert, das heißt ich hätte genug material für beide Etagen. Allerdings: wie bekomme ich es hin, dass es vorne aussieht wie eine Kante und nicht wie zwei aufeinander geleimte Bretter?

3. Fände ich auch die Falz Variante nett, allerdings fehlt mir dafür die Tischkreissäge.

Nochmal zu meinem Werkzeug:
  • Makita Stichsäge 4351FCTJ: Die soll ja recht gerade sägen, was zumindest für die Seiten und hinten ausreichen sollte. Wenn der Winkel hier nicht perfekt ist und nur die Oberkante stimmt sieht man das ja dank Nische trotzdem nicht. Es darf oben nur nicht allzu übel ausfransen. Für die Vorderkante kommt die Stichsäge dann aber sicher nicht in Frage, wenn es darum geht die Kante zu doppeln, oder?
  • Scheppach Handkreissäge mit Schiene: Weiß leider nicht welches Modell, aber diese Säge könnte ich mir ausleihen. Wurde bisher eher zum Parkett längs schneiden verwendet.
  • Metabo Kappsäge: Fragt mich nicht welches Modell, diese Säge habe ich von meiner Mutter im Zugriff, dürfte hier aber ja eher nicht zu gebrauchen sein :emoji_wink:
Ansonsten natürlich noch Akkuschrauber und Bohrhammer, aber auch das ist hier ja unerheblich. Benötige ich zwingend eine bessere Handkreissäge oder ähnliches? Besonders für die Kante vorne?

In Zukunf würde ich gern ein bisschen mehr mit Holz werkeln und hatte daher als Plan: ich lasse die Waschtische nicht wie vorher gedacht vom Tischler anfertigen sondern probiere mich selber daran auf - und von der Ersparnis investiere ich in ein neues "Werkzeug". Allerdings möchte ich natürlich auch nichts kaufen, was ich dann doch nur einmal benötige. Was ich so grob in näherer Zukunft vorhabe, nur zur Einschätzung, ist sicher eher Kleinkram, also erstmal keine großen Schränke, Gartenhäuser: zwei Nachttische, diverse kleine Insekten- und Hummelhotels, irgenwann vielleicht mal ein Bett oder Hochbett, und zu guter letzt vielleicht einen zusammenklappbaren Werktisch (ich habe leider akuten Platzmangel). Aber das ist ein ganz anderes Thema :emoji_wink:
 

Túrin

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deheeme
Ob man das wirklich vergleichen kann, überlasse ich mal Deiner Einschätzung:
Das Brett im Bild hat eine Stärke von 22mm und ist auf einer Gesamtlänge von 93cm an den Wänden und am Waschbecken, somit auf rund 200qcm, ausschließlich mit Silikon festgeklebt. Die Bohrkerne wiegen zusammen rund 12,5 kg.
 

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ChristophW

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Das wichtigste ist ne Säge mit Schiene und ein Sauger... Was zum Schrauben/Bohren findet sich ja meist.

Wenn es von der Tiefe passt kannst du Vorne einen Streifen absägen und umklappen das sollte dann von der Maserung gut passen aber vielleicht hat noch jemand eine Andere Idee wie man so was unauffällig macht.
 

pixelflicker

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3. Fände ich auch die Falz Variante nett, allerdings fehlt mir dafür die Tischkreissäge.
Eine Oberfräse wäre da eh besser geeignet. Wenn du eh Werkzeug anschaffen willst, wäre das vielleicht auch eine Gelegenheit. Die Katsu bekommst für deutlich unter 100 Euro. Ich bin mir der recht zufrieden.


Ich glaube ich tendiere grundsätzlich dazu Schrauben zu unterschätzen.
Naja, Küchenschränke hängen auch an Schrauben. Überleg mal was die tragen müssen. Sind meist nur zwei Schrauben in der Wand.
 

raziausdud

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Hallo Jan,

auf jeder Seite drei eingedübelte Schrauben, Stockschrauben, Gewindestangen 6 oder 8mm sollten reichen. Senkrechtes Bohren am besten durch einen vorher hergestellten mit gleicher Bohrung versehenen Holzklotz.

Bei Regalen liegen die Böden ja auch auf 5 oder 6 mm starken und gerade mal 20mm langen Bodenträger-Stiften ...

Grüße
Rainer
 

JanB

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Moin allerseits,
ich habe gestern nochmal bei meiner Mutter gestöbert und geschaut welche Maschinen ich mir dort genau leihen könnte. Als Tauchkreissäge hätte ich dort eine "Scheppach PL 55" mit Schiene zur Verfügung, allerdings mit dem Hinweis dass ich mir wohl ein neues Blatt kaufen müsste. Macht das Sinn oder soll ich tatsächlich lieber über eine neue andere Maschine nachdenken? Geht mir bei der Frage erstmal vor allem um eine möglichst gerade Kante vorne für das "Umklappen". Die Oberfräse würde ich vorerst denke ich bleiben lassen, wenn wenn ich das mit dem Umklappen der Vorderkante realisiert bekomme sieht man "egal was ich darunter baue" eh nicht mehr. Und beim unterem Brett was nur einlagig bleiben soll auch nicht, da zu niedrig um darunter zu schauen.

Beleibt also vorerst die Frage nach der Kante vorne - hat dazu noch jemand Tipps? Gibt es einigermaßen günstige und gute Tischkreissägen, bei denen man ggf den Tisch im Schuppen und die Säge im Haus lagern könnte? Oder etwas wonach ich gebraucht ausschau halten sollte?
Habe leider auch noch nicht wirklich einen Sägetisch oder so, daher würde eine Tischkreissäge mit in der Höhe passenden Böcken ja vielleicht doch eine Option sein, wenn einigermaßen gut verstaubar...

Muss nun leider los, mir brennen grad einfach ein paar Fragen zuviel unter den Nägeln :emoji_slight_smile:
 

IngoS

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Hallo,

wenn du für die Aufdoppelung statt eines geraden Schnitts einen Gehrungsschnitt machst, sieht man von vorn nicht die Leimfuge.

Gruß

Ingo
 

JanB

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Dann läge die Fuge ja direkt an der Kante. Ist diese dann nicht sehr anfällig? Gut bei massivholz kann keine beschichtung absplittern o.ä.
Bedeutet dann: Kante in einem 45° Winkel absägen und die abgesägte Leiste einmal drehen im sie dann darunter kleben zu können. Dann würde die Maserung der oberen Platte durch das Wenden aber natürlich nicht mehr zu der der Kante passen, richtig?
Und: die Platten von IKEA bestehen ja aus verleimten Eichen Holz Stücken und nicht aus einem einzigen großen Stück. Könnte das Probleme machen?
 

JanB

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Hier nochmal eben eine grobe Zeichnung wie ich mir die Varianten vorstelle (bekomm sie mit dem Handy leider gerade nicht gedreht) :
Screenshot_20180613-153009.png
 
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wenn du das bei 2 so wie berichtigt machst, stimmt auch die Maserung.
Screenshot_20180613-153009-1.png
 
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JanB

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Oh. Ja da hast du recht. An die Variante hab ich nicht gedacht :emoji_slight_smile: und wie sieht es bei solch einer Kante mit der Robustheit aus? Abgesehen davon, dass ich bei so einem Schnitt wohl langsam wirklich nicht mehr im die tischkreissäge herum käme, oder? Bei Variante 1 hätte ich mich ja ggf auch noch mit der Tauchsäge und nem neuen Blatt heran getraut..
 

Neige

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Bezgl. der Robustheit bei verleimten Kanten auf Gehrung sehe ich keine Probleme. Variante1 ist mit deinen Mittel einfacher zu machen, finde aber Gehrungen einfach schöner. Mit neuem scharfem Blatt und Führungsschiene, meine ich, solltest du mit der Scheppach einen 45° Schnitt auf die Länge gut hinbekommen.

Was, je nach dem welche Befestigung du wählst, ein Problem werden könnte, ist das ein/auflegen der Platte. Bedenke dabei, dass du eine stärkere Platte simulierst. Überleg dir da genau, wie du die Platte in die Nische bekommst.

Ein Wort vielleicht nochmal zum ermitteln der Maße. Der Einfachheit halber kannst du auch mit einem Winkelmesser (kann man immer mal brauchen) arbeiten. Du nimmst die hinter Wandlänge als Maß (und als Gerade)......
Nische.jpg
....setzt links den Winkelmesser an und überträgst diesen Winkel direkt auf das Brett, genauso rechts verfahren, Dann brauchst du nicht lange mit Kartons rumzupfriemeln.

Nische1.JPG

Das entsprechend zugesägte Brett müsste dann so oder so zumindest in der oberen Etage noch eine Art Abschlussleiste bekommen
Das ist m. E. Geschmacksache. Entweder machst du auf allen drei Seiten Leisten in gewünschter Höhe, wobei auch hier in den Ecken Gehrungen schön wären, oder aber du machst eine saubere Silikonfuge. Eine feine Silikonnaht machst du aber auch zw. Wandleiste und Platte.
 

JanB

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Eine kurze Frage die mir gerade kommt: das schneiden auf Gehrung hört sich für mich plausibel an. Wie aber befestigte ich solch Gehrung gesägte doppelung am Brett? Vermutlich mit Leim. Nur: wie dann fest Klemmen bis zur Trocknung? Bei Variante 1 kam mir das wunderbar einfach vor. Bei Variante zwei habe ich ja nicht den richtigen Winkel um Klemmen anzubringen. Falls ihr versteht was ich meine?
 
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