Tipps / Erfahrung i.Z.m Bau einer Trockenkammer?

isso

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Trocknen ist problematisch wenn man über dem Fasersätzigungspunkt ist und dann technisch trocknet.

Lässt man es liegen bis es Lufttrocken ist, ist das deutlich einfacher. Klar kann man da auch noch Schaden anrichten, aber die Parameter sind deutlich einfacher.
 

teluke

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So ist das.
Habe einmal, weil ich nicht warten konnte, frisches Holz getrocknet.
Mache ich sicher nicht mehr :emoji_frowning2:
 

teluke

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Ja, habe es aber nicht nochmal probiert :emoji_wink:

War nicht alles kaputt, aber war halt ein schlechtes Ergebnis.
War auch am Anfang meiner "Trocknerkarriere" und da dachte ich noch volle Pulle sei doch richtig.
Aber der eine lernt halt in der Lehre, der Andere durch Erfahrung und da ich diesbezüglich keine Lehre hatte....
 

teluke

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Seitdem gehe ich, auch bei lufttrockenem Holz nicht mehr über 50% Kompressor-Einschaltzeit und achte auch darauf dass die Feuchte in der Luft nicht unter 20% geht.
So habe ich dann auch kein Problem.
 

brubu

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Es ist schwierig hier die Theorie zur Holztrocknung zu erklären. Beim ebac sollten Angaben zu Hartholz, Holzmenge und Stärke für die Einstellung dabei sein. Die automatische Steuerung kenne ich nicht. Es geht um das Trocknungsgefälle, das ist die Ausgangsholzfeuchte zur Feuchte die sich zum im Klima des Trockners einstellende Holzfeuchte. Die sollte bei Eiche keinesfalls über 2 sein, bei uns eher 1,5.
Also z.B. Holzfeuchte am Anfang 16%, im Trockner die Luftfeuchtigkeit so einstellen, dass die Gleichgewichtsfeuchte des Holzes nicht unter 8% liegt, besser etwas höher, also kleineres Gefälle.
 

isso

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Alles schon verdrängt. Die gesammelten Unterlagen habe ich mit der alten Kammer weggegeben.
Der kann die sicher besser brauchen also ich :emoji_innocent: .

Ich bin echt froh, dass das einfach funktioniert.

Einzig , dass das Ding nicht einfach alle zwei Tage ne Email schickt...... Dann müsste man nicht immer gucken wie weit sie gerade ist :emoji_innocent:
 

brubu

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Wie ist das bei euch mit dem Strom? So ein Vakuumkessel der das Vakuum zwischendurch ablässt um wieder aufzuheizen braucht sicher viel Energie.
 

fried.chycken

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teluke

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Man darf es beim Trocknen mit einem einfachen Trockner, so wie ich den habe, schlicht nicht eilig haben.
Dann klappt das prima.

Ich denke das würde auch gut funktionieren wenn man einen einfachen Bautrockner anschließen würde.
Der müsste dann natürlich außerhalb der Kammer sein und die Luft mittels Schläuchen in die Kammer und zurück in die Box gehen.

Ich messe die Holzfeuchte in der Box normalerweise erst wenn ich denke dass der Trocknungsvorgang soweit abgeschlossen ist.
Von außen kann ich die Temperatur und die Luftfeuchte ablesen.
Den Trocknungs-Fortschritt sehe ich an der herausgelaufenen Wassermenge. Das Wasser läuft in einen 50ltr. Eimer und wenn der zweimal voll ist dann reicht das. Dann messe ich in der Box auch ein paar der Hölzer mit dem Merlin und schalte ab.
Dann darf das Holz in der Box wieder auskühlen.

Mit prof. Trocknerei hat das wenig gemeinsam, nur das Ergebnis ist das gleiche.
Ich bin völlig zufrieden wenn ich nach vier Wochen wieder trockenes Holz für die nächsten Projekte habe.
 

isso

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@fried.chycken ich würde dann schon alles sehen wollen und auch bedienen können.

Der Hersteller bietet das an, war damals eine Option.
Da habe ich ganz toll Geld "gespart"........
 

isso

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So einfach ist das auch nicht. Da wird schon abgewogen. Manchmal liegt man falsch, manchmal ändert sich irgendwas, meistens stimmt aber die Anzahl der angekreuzt ein Extras :emoji_wink:

Die Länge zum Beispiel war stark aufpreisig, war aber genau richtig.
Es war angedacht die Anlage ca 1 Jahr nach Inbetriebnahme umzuziehen. Alles hat Gründe, oder sollte Gründe haben.
 

KeyEitsch

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Hallo zusammen, ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen. Nach längerer Überlegung und mangels geeigneter Anlagen auf dem Gebrauchtmarkt tendiere ich nun dazu, klein anzufangen. Bedeutet mit einem Kondensationstrockner.
Konkret stünde mir gerade ein älterer Braun T2 super zur Verfügung.
Wer das Gerät nicht kennt, hier ein paar Randinfos: 3,5kw Leistungsaufnahme, erreicht 60Grad, entfeuchtet bis zu 80L/24h.
Kombiniert wäre das Ganze mit einem Feuchtemessgerät an dem fünf Temperatursonden (einschlagsonden) angeschlossen sind.

Aktuell ist die Technik in einer selbst gebauten Kammer verbaut (3x1,3x1,9m). Innen und Außenwand besteht aus 24 mm Siebdruck, dazwischen 60 mm Styrodur.
Damit würde ich es zunächst mal versuchen, werde aber vermutlich recht zeitnah entweder vergrößern oder die Technik in meinen Kühlkoffer einbauen.

Jetzt würden mich eure Erfahrungen mit Kondensationtrocknung interessieren.

Der Verkäufer hat die Kammer jahrelang in seiner Schreinerei eingesetzt.
Laut ihm trocknet 50 mm Eiche, welche auf 20 % luftgetrocknet ist, in circa 10 bis maximal 14 Tagen und bedarf etwa 100 € Stromkosten pro Woche. Realistisch bringt man in der Kammer etwa 2,5 m³ Holz unter. Das wären dann Stromkosten von unter 100 € pro Kubikmeter.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese Angaben wirklich zutreffend sein können. Sowohl die Trocknungsdauer erscheint mir recht kurz wie auch die genannten Stromkosten recht gering.

Für eure Meinung beziehungsweise Erfahrung wäre ich dankbar
 

andi121

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Hallo zusammen, ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen. Nach längerer Überlegung und mangels geeigneter Anlagen auf dem Gebrauchtmarkt tendiere ich nun dazu, klein anzufangen. Bedeutet mit einem Kondensationstrockner.
Konkret stünde mir gerade ein älterer Braun T2 super zur Verfügung.
Wer das Gerät nicht kennt, hier ein paar Randinfos: 3,5kw Leistungsaufnahme, erreicht 60Grad, entfeuchtet bis zu 80L/24h.
Kombiniert wäre das Ganze mit einem Feuchtemessgerät an dem fünf Temperatursonden (einschlagsonden) angeschlossen sind.

Aktuell ist die Technik in einer selbst gebauten Kammer verbaut (3x1,3x1,9m). Innen und Außenwand besteht aus 24 mm Siebdruck, dazwischen 60 mm Styrodur.
Damit würde ich es zunächst mal versuchen, werde aber vermutlich recht zeitnah entweder vergrößern oder die Technik in meinen Kühlkoffer einbauen.

Jetzt würden mich eure Erfahrungen mit Kondensationtrocknung interessieren.

Der Verkäufer hat die Kammer jahrelang in seiner Schreinerei eingesetzt.
Laut ihm trocknet 50 mm Eiche, welche auf 20 % luftgetrocknet ist, in circa 10 bis maximal 14 Tagen und bedarf etwa 100 € Stromkosten pro Woche. Realistisch bringt man in der Kammer etwa 2,5 m³ Holz unter. Das wären dann Stromkosten von unter 100 € pro Kubikmeter.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob diese Angaben wirklich zutreffend sein können. Sowohl die Trocknungsdauer erscheint mir recht kurz wie auch die genannten Stromkosten recht gering.

Für eure Meinung beziehungsweise Erfahrung wäre ich dankbar
Servus, als ich hab eine T1 super und wenn ich das so betreibe, wie in der Anleitung beschrieben, dann trockne ich Eiche 50mm mit 1/3 Intensität und dann dauert das ca. 4 Wochen von 15 - 17 auf ca. 8 %. Trocknen so bei ca. 40 Grad (auch nach Anleitung). Schönes, spannungsfreies Ergebnis. Ob man das mit 3fachem Schwung auf 1,5 Wochen runterbringt oder ob man dann Risse hat oder was auch immer: noch nie ausprobiert. Aber es funktoniert, wenn das Holz vorher entsprechend lufttrocken war. Gruß Andi
 

teluke

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Ich trockne in etwa so wie Andi.

Zu schnell trocknen ist nicht ungefährlich und man hat ja Zeit.
So viel wie man da in aller Ruhe trocknen kann kann man alleine gar nicht verbauen.
 

KeyEitsch

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Vielen Dank schon mal für eure Antworten. Das klingt gut. Ich habe was die Trocknung Dauer angeht auch keinen Stress und schonend
Mir ginge es primär darum zu erfragen, ob die Angaben eurer Meinung nach plausibel sind.

@magmog Das Gerät ist in sehr gutem Zustand. Inklusive den Kabeln für die Messsonden und den Feuchte Messgerät muss ich dafür aber noch 4700 € lohnen.
Auf dem Markt gibt es gerade nichts vergleichbares, weshalb ich mir schwer tue, den Preis einzuordnen.
Aber ich denke es steht einem E-Bike FD 100 in nichts nach, sondern bringt sogar etwas mehr Leistung und wenn man bedenkt, dass dieser über 8000 € neu kostet, geht das schon, oder?

@andi121 darf ich fragen, was dein T1 in dieser Zeit an Strom frisst? Beim T2 dürfte es dann etwas mehr sein, dafür kann ich aber damit auch eine größere Kammer betreiben, wodurch sich der Preis pro Kubikmeter dann wieder egalisiert.
 

brubu

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Hallo
Das einzige Problem bei älteren Geräten mit Kältekompressoren ist die Frage ob noch heute erlaubtes Kältemittel drin ist. Wenn nicht kann es bei Reparaturen schwierig bis unmöglich werden weil die alten Geräte nicht für die heutigen Kältemittel ausgelegt sind.

Ich kenne es nur von einem nicht ganz kleinen Raumluftentfeuchter der aus diesen Gründen entsorgt werden musste.
 

teluke

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Ich habe 2016 3805€ netto dafür bezahlt.

Da ist das Braun Gerät mit der Möglichkeit Messsonden anzuschließen kein schlechtes Geschäft.
Aber auf das was @brubu dazu sagt würde ich sehr achten.

Meine Kammer ist recht groß (Kühlkoffer), da geht einiges rein auch wenn ich das noch nie genau bestimmt habe.
Allerdings lasse ich auch dann wenn die Kammer voll ist die Ebac mit max. 50% ED laufen.
Mehr ist bei lufttrockenem Wertholz eher kritisch.

Bei Bauholz könnte man da volle Kanne gehen.

Ich habe neben der Ebac da noch zwei Heizventilatoren drin um, bei Bedarf, schneller aufzuheizen.
Bei den Ventilatoren ist die max. Temperatur 40°C, darüber schaltet die Heizung ab aber die Ventilatoren laufen weiter.
Das ist sehr praktisch weil ich dann locker auf 55°C komme und das allen Viechern der Garaus macht.
 

andi121

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Fragen darfst Du gerne: der Trockner hat max. ein knappes KW beim Entfeuchten, das läuft dann ungefähr 1/3 Zeit und sonst manchmal Heizung (am Anfang durch) und Lüfter. dann hab ich noch einen Ventilator (war Empfehlung), der braucht 60 Watt und läuft permanent.
Ich denke, dass ich so 600 kw für eine Ladung 50er (max 2.5 m3) verbrauche.

Somit sind das 60 - 80 Euro / m3. Hab aber eher 8%, die ich raushole und nicht 12.
Gruß
Andi
 

brubu

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Hab mir jetzt den Braun T2 angeschaut, die Messkabel haben aus meiner Sicht nichts mit dem Gerät zu tun. Messstellenumschalter mit Kabeln die man auch selber machen kann gibt es bei Gann. Wichtig ist eine Messstelle für die Luftfeuchtigkeit in der Kammer, bzw. eine Limbaspan Messtelle, die gibt es auch bei Gann. Nur so kann das Klima richtig überwacht werden was bei Eiche sehr wichtig ist. Dann kann man sich mit dem Trocknungsgefälle beschäftigen wobei ich bei Eiche immer auf unterster Stufe oder darunter bin.
 
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