Thema Ölen

Dieses Thema im Forum "Tipps & Wissenswertes von woodworker" wurde erstellt von carsten, 8. Juli 2006.

  1. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    offenschtlich war mir heute Nachmittag ein wenig langweilig und ich hab mal das Forum nach Beiträgen zum Thema Ölen durchforstet und das wichtigste rauskopiert und ne Worddatei draus gemacht. Das Thema Ölen ist immer wieder aktuell und fastimmer verweisen wir auf die Suche weil eigentlch allesschon mal durchgekaut wurde. Hiermit hab ich mal das geballte Wissen zuammegefasst dass der fragede Neuuser oder auch eben jeder der Suchende die Grundlagen ohne langwierie Suche und das Lesen von zig Themen zur Hand hat.
     

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  2. FooFan

    FooFan ww-robinie

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    Klasse Carsten, ich war so frei und habe es auch noch als PDF angefügt :emoji_wink:
     
  3. Georges

    Georges ww-fichte

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    Anleitung zum Ölen....

    Lieber Carsten
    Habe Deine Anleitung zum Ölen befolgt, Geduld aufgebracht und bin hell begeistert vom Resultat.
    Gearbeitet habe ich mit Leinöl.
    Mein Beistelltischlein aus Kirschenholz ist nach den Behandlungen sehr schön geworden und die Farbe ist fast identisch mit dem grossen Schrank den wir schon über 10 Jahre haben.
    Danke für Deine Tipps, anbei noch einige Fotos: 157 =Vorher, 167 und 170 nachher
    Gruss
    Georges
     

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  4. survival

    survival ww-pappel

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    Hallo Carsten,

    tolle Anleitung die Du da zusammengestellt hast. Ist auch sehr verständlich geschriebe. Nur eine Frage hab ich. Was verstehst du unter nass in nass schleifen.
    Klar ist das frisch aufgetragene Öl mit Schmirgelpapier (280/320) zu schleifen.
    Nur wie sieht das genau aus. tränkst du das Schmirkelpapier auch in Öl???:confused:
    Und was mich noch interresieren würde, schliefst du alles mit der Hand oder mit der Maschine?

    Ich bin in sachen Ölen noch etws unerfahren, bisher habe ich nur meine Werkbank mit Hartwachsöl behandelt und ich finde sogar das es sehr gelungen ist.
    Nun bin ich dabei mir einen Esstisch aus Multiplex Buche zu bauen. Diesen möchte ich aber nur mit Öl behandeln.

    Gruß Sven
     
  5. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Nass in Nass schleifen: nein das Schleifpapier "tränkt " sich bei der Arbeit eh mit Öl. Höchstesn bei kleinen Flächen oder Ausbesserungen "feuchte" ich das Schleifpapier vorher mit Öl an.
    Den Rohholz bzw Furnierschliff mache ich soweit mgl mit der Maschine. Das "Öl-Schleifen" per Hand da ich meine Schleifgeräte nicht mit Öl "einsauen" möchte. Sie wären für nachfolgende Arbeiten an zu lackierenden Objekten fast unbrauchbar bzw müssten aufwendig gereingt werden; Öl und Lack vertragen sich nun mal nicht miteinander: Öl verhindert die Haftung von Lack auf der Oberfläche.
    Ist natürlich auch Abhängig von der Größe und Menge der zu ölenden /schleifenden Fläche. Habe auch schon in einer Fa gearbeitet wo es extra eine Schleifmaschine für Öloberflächen gab)
     
  6. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Ich häng hier noch den Artikel über's Ölen dran, den ich in den letzten Monaten zusammengstellt habe:

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    Und hier noch der Vergleich verschiedener Holzöle und Wachse:

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    Eine Kurzanleitung zum Thema Ölen findet sich hier:


    Wünsche gutes Gelingen.
     
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  7. Holzfranzl

    Holzfranzl ww-pappel

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    Danke Carsten du hast mir echt weitergeholfen, doch bei manchen dingen hab ich mich doch lieber auf meinen Händler des Vertrauens verlassen.... gruß franzl
     
  8. ASDUB

    ASDUB ww-pappel

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    Danke! Sehr hilfreiche Anleitung, bin sehr zufrieden mit d. Ergebniss...
    Grüsse, Rainer
     
  9. Phoster

    Phoster ww-pappel

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    Pflege service Nussbaum Esstisch

    Hallo Carsten

    Ich suche im Raum Basel / Lörrach/ Weil einen Pflegeservice für unseren Nussbaum Esstisch. Wer kann diesen Tisch mit Fachwissen schleifen und ölen ? Danke für deine Tipps.

    Mit freundlichen Grüssen
    Patrick Hoster
     
  10. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    direkt kenne ich keine Betriebe in der Gegend. Es dürfte aber auch dort einige Schreiner geben, die prinzipiell diese Arbeit ausführen können.
    Das Branchenbuch "Gelbe Seiten" sollte weiterhelfen können.
     
  11. Phoster

    Phoster ww-pappel

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    OK, besten Dank.
     
  12. Ask&Embla

    Ask&Embla ww-fichte

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    Hallo an alle Holzkundigen, ich hätte mal eine Frage.
    Ich schnitze in meiner Freizeit aus den verschiedensten Hölzern, je ne dem was Mutter Natur hergibt, Wanderstecken. Momentan sind die welche ich fertigstellen möchte aus Weide. Was würdet ihr mir als Endbehandlung für die Oberfläche empfehlen?? Es sollte natürlich aussehen vom Finish her ( kein Lack!? ) aber die Oberfläche doch robust gegen Wind, Wetter, Handschweiss und Schmutz machen ! für Anregungen, Tipps, Links, Produkthinweise+Shops bin ich sehr dankbar:emoji_slight_smile:
     
  13. WoodenCarpenter

    WoodenCarpenter ww-esche

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    Danke für die vielen Tipps zum Thema ölen!!!! Meine Eckbank sieht super aus und meine Frau ist hellauf begeistert...
     
  14. AXM

    AXM ww-pappel

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    Ergänzungen

    Da ich seit vielen Jahren ausschließlich mit Leinöl bzw. Leinölfarbe arbeite, hier ein paar Ergänzungen:

    Reines Leinöl ist nicht nur nicht giftig, es kann auch als Speiseöl verwendet werden (z.B. in der Lausitz: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl).

    Man muß zwischen Leinöl und Leinölfirnis unterscheiden - letzterer kann alles Mögliche enthalten, vor allem aber auch Schwermetallsalze. Der Firnis trocknet dadurch schneller als reines Leinöl. Bei mir kommt daher nur reines Leinöl zum Einsatz.

    Getrocknetes Leinöl löst sich in keinem Lösungsmittel, wird aber von Aceton angegriffen. Die Ölschicht quillt auf und verliert an Festigkeit. So kann man alte Ölfarbe von empfindlichen Oberflächen entfernen - wenn sie gegen Aceton beständig sind.

    Zum Auswaschen von Pinseln eignet sich Leinölseife. Getrocknetes Leinöl läßt sich mit normalen Waschmitteln kaum bis gar nicht aus Kleidung auswaschen. Ölflecke so schnell wie möglich mit Leinölseife einreiben und einwirken lassen - dann hat die Waschmaschine noch die besten Chancen.

    Hat man zu stark geölt und der Film ist bereits angetrocknet, dann hilft nur eines: Zuerst mit einer Ziehklinge den klebrigen Ölfilm abschaben, anschließend mit Stahlwolle nachschleifen. Die Oberfläche ist anschließend sehr schön poliert - das Procedere ist allerdings kräfteraubend.

    Geöltes Holz verliert nicht seine Atmungsaktivität - eingedrungene Feuchtigkeit kann wieder entweichen, wenn auch langsam. Dadurch arbeitet geöltes Holz weniger bei Feuchteschwankungen als unbehandeltes Holz.

    Leinöl ist nicht "schichtbildend". Das hat bei Bad- und Küchenmöbeln den Vorteil, dass der "Lack" nicht reißen kann und Wasser nicht unter die Lackschicht dringt.

    Man kann geölte Oberflächen ohne an- oder abschleifen zu müssen nachölen. Nur sauber müssen sie sein. Eventuell die Oberfläche vor dem Nachölen mit Stahlwolle polieren.

    Leinöl "trocknet" eigentlich nicht - es oxidiert. Der Prozess dauert, da der Sauerstoff aus der Luft nur sehr langsam ins Holz eindringt. Anfänglich sind geölte Oberflächen deswegen empfindlich gegen Wasser.

    Gerade für den Laien ist Leinöl deutlich einfacher zu verarbeiten als Klarlacke. Ein guter Pinsel genügt - auch ohne Spritzpistole hat man keinen "Pinselstrich" in der Oberfläche. Die einzige Sicherheitsvorkehrung ist die, dass der Fußboden und nahe Wände vor Spritzern geschützt werden sollten.

    Zum Thema Selbstentzündung: Also mir ist es in 20 Jahren nicht gelungen, auch nur irgendwie einen mit reinem Leinöl getränkten Lappen zur Selbstentzündung bewegen zu können. Dass die Gefahr besteht, möchte ich trotzdem nicht bezweifeln. Mag sein, dass es Firnisse gibt, bei denen die Schwermetallsalze die Oxidation so stark katalysieren, dass es zur Selbstentzündung kommen kann.
     
  15. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Sehe ich auch so, nicht sikkativiertes Leinöl oxidiert so langsam, dass Selbstenzündung durch Reaktionswärme möglich ist. Die meisten Holzöle auf Leinölbasis sind hingegen mit Trocknungsbeschleunigern versehen, da entzünden sich zusammengeknüllte Lappen ganz schnell, hab ich mehrfach erlebt.

    Was das Quellen/Schwinden angeht: Ich hab da mal Versuche gemacht und geöltes Holz verhielt sich nahezu gleich, wie unbehandeltes Holz. Zumindest in Bezug auf Luftfeuchteänderungen. Bei Holz, was direkt nass gemacht wird, ist es anders.

    Ein großer Nachteil von reinem Leinöl ist die sehr lange Zeit, bis man wirklich belastbare Oberflächen hat. Ich hab hier gerade mehrere Proben liegen, die einmal geölt wurden, 4 Wochen getrocknet, nochmal geölt, nochmal 4 Wochen getrocknet und Feuchtigkeit führt recht schnell zu aufstellenden Holzfasern und Flecken. Nehme ich ein vernünftiges Holzöl, ist das nach 1-2 Tagen schon wesentlich besser belastbar.
     
  16. AXM

    AXM ww-pappel

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    Nachtrag

    Da habe ich mich unklar ausgedrückt. Geöltes Holz quillt nicht weniger als unbehandeltes Holz. Es quillt aber langsamer, was sich z.B. in Bad und Küche bemerkbar macht. Wird z.B. bei einer Massivholzplatte nur die Oberseite geölt, dann kann die sich schon recht ordentlich werfen. Es müssen immer alle Flächen geölt werden.

    Hm - ich verstehe nicht, warum Du vier Wochen wartest. Bei Leinölfarbe muß man zwischen den Anstrichen warten, bis der letzte Anstrich völlig getrocknet ist. Aber beim Ölen ist das völlig unnötig. Ich behaupte sogar, dass es besser ist nicht länger zu warten, als dass das Öl eingezogen ist. Getrocknetes Leinöl verbessert nicht die Aufnahmefähigkeit des Holzes für frisches Leinöl. Also bei der ersten Behandlung trage ich frisches Öl auf, sobald der vorherige Auftrag eingezogen ist. Da darf das Öl auch satt auf dem Holz stehen, wenn ich abends vorm Schlafengehen auftrage. Reines Leinöl härtet unter Wohnraumbedingungen nicht über Nacht aus. Anders sieht das aus, wenn man eine Oberfläche nachölt oder sie der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.

    Mit Wasserringen etc. hatte ich übrigens bei Massivholz noch nie ernsthafte Probleme. Die verschwanden mit der Zeit wieder.

    Dass sich zum Beispiel Holzfasern aufstellen sehe ich eher als Vorteil: Bei stabverleimten Holz wie Küchenarbeitsplatten aus Buche ist das wässern der Oberfläche bei mir Standard. Eine Woche nach dem ersten Ölen wird das Holz nass (nicht nur feucht) abgewischt und mit der Heißluftpistole getrocknet. Danach wird geschliffen und nachgeölt. Ergibt eine sehr schön glatte Oberfläche. Ich habe auch schon davon gehört, dass man die Oberfläche nach dem Nässen mit der Lötlampe vorsichtig abflammen kann - soll angeblich besser als erneutes Schleifen sein, weil so keine Holzfasern gerissen werden. Habe ich aber noch nicht ausprobiert. Bei einer gut gemesserten Oberfläche sollte das Problem erst gar nicht auftreten.

    Ein Problem habe ich mit dem Begriff "vernünftiges Holzöl". "Holzöl" kann nun mal alles sein, das ist kein klar bestimmter Begriff.

    Man schaue sich einfach mal die "Volldeklaration" von Leinölfirnis Nr. 143 der Firma Auro an: Leinöl (kontrollierter, regionaler Anbau); Trockenstoffe (kobaltfrei).

    Gutes Öl kommt aus geeigneten Anbaugebieten, "regionaler Anbau" ist bestimmt kein Qualitätsmerkmal. Der Unkundige mag sich durch so etwas täuschen lassen. Laut Impressum hat Auro seinen Firmensitz in Braunschweig - keine Gegend, die für den Flachsanbau bekannt oder geeignet ist. Gehört jetzt die Lausitz zur Region Braunschweig? Denn vermutlich kommt das Öl von dort und müßte mit "einheimisch" bzw. "deutsch" deklariert werden. Aber das klingt dann nicht so toll - "kommt aus Heyerswerda" - da hat so mancher dann ein paar weniger positive Assoziationen.

    Was für Trockenstoffe zum Einsatz kommen ist völlig unklar! Cobalt darf nicht drinnen sein, bleiben bei Vernachlässigung der Transurane noch gut 90 Elemente übrig, die nicht ausgeschlossen sind. Und warum hält sich der Hersteller hier so bedeckt, während er sogar damit wirbt, dass sein Produkt "vegan" ist? Na und ob der Hersteller wirklich(TM) garantieren kann, dass die Leinsaat beim Pressen völlig frei von Insekten war, wage ich zu bezweifeln.:emoji_grin:

    Auszug aus dem Merkblatt AURO Hartöl Nr. 126:
    R 65 Kann beim Verschlucken Lungenschäden verursachen.
    S 23 Dampf/Aerosol nicht einatmen.
    S 51Nur in gut gelüfteten Räumen verwenden.
    S 62 Beim Verschlucken kein Erbrechen herbeiführen. Sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder das Etikett vorzeigen. Produktcode: Ö100, Öle/Wachse, stark lösemittelhaltig.

    Aus meiner Sicht klingt da nichts vernünftig - vor allem im Vergleich zu den Angaben unter folgendem Link:
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  17. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Zur Trocknung: Ich will ja erreichen, dass ich irgendwann mal eine belastbare Oberfläche habe. Die erreiche ich am schnellsten, wenn ich einmal öle und dann erstmal das Öl wirklich trocknen lassen. Natürlich kann ich auch täglich nachölen, das Öl wird auch irgendwann trocken, alles wenig kritisch. Allerdings ist eine geölte Oberfläche erst dann als ordentlich belastbar anzusehen, wenn das Öl zumindest in den oberen 0,1mm ordentlich getrocknet ist. Und es muss dort auch ordentlich gesättigt sein. Was passiert aber, wenn ein Öl wochenlang nicht trocknet? Es zieht weg ins poröse Holz und damit dünnt sich die Oberfläche aus. Also muss man immer wieder nachölen. Kurzum, es braucht bei nicht sikkativiertem Öl Monate, bis du eine belastbare Oberfläche aufgebaut hast. Nun kann man sagen, ok, macht nichts, öle ich eben öfters mal nach. Das können ein paar Leute machen, die daran Spaß haben. Sowas lässt sich aber nicht verkaufen.

    Bei sikkativierten Ölen, die zudem oft auch noch durch Standöle oder Harze eingedickt sind, ist das anders. Die füllen das poröse Holz sehr schnell und ziehen nach 1-2 Stunden nicht mehr weg, weil sie dann bereits schon soweit getrocknet sind, dass sie nicht mehr kriechen. Eine zweite Ölung sorgt dann dafür, dass die oberen 0,1mm des Holzes gut gesättigt sind. So entsteht schon nach kurzer Zeit eine gut beanspruchbare Oberfläche.

    Zu Auro: Ich bin mir bei Auro relativ sicher, dass da nicht 90 unbekannte Stoffe reingemischt werden. Auro gibt sich wirklich viel Mühe, so ökologisch wie möglich zu sein, nicht nur als Werbeversprechen. Wenn du im technischen Merkblatt schaust, siehst du auch, welche Trockner die drinnen haben. Im Datenblatt steht noch Co und Zr. Vermutlich haben die neuerdings die Produktion umgestellt, so dass nun auch auf Co verzichtet wird, wie man ja an anderer Stelle auf der Homepage lesen kann. Nachvollziehbar wäre es, verschlechtert zwar etwas die Trocknungseigenschaften, ist aber halt noch ökologischer. Du kannst bei Auro auch anrufen und man wird dir die aktuelle Volldeklaration nennen können. Da wird nichts verschwiegen.

    Zu fordern, dass Farbfabriken möglichst ihr Leinöl vom Acker nebenan beziehen, find ich übertrieben. Zum Schluß müssen die Farben ja auch wieder durch ganz Europa und noch weiter transportiert werden.

    Nichts gegen deine Idee, direkt von der Ölmühle nebenan Leinöl zu kaufen, man kann das aber nicht mit den Gebrauchseigenschaften guter Holzöle vergleichen. Sonst würde ich auch viel öfter schlichtes Leinöl verwenden. Ich habe zahlreiche Versuche gemacht und ich wäre sehr froh gewesen, wenn reines Leinöl sich da bewährt hätte. Hat es aber nicht bzw. nur unter Rahmenbedingungen, die für mich nicht akzeptabel waren.

    Was die schädlichen Wirkung von Lösemitteln angeht, auch das muss man relativieren. Bei sachgemäßen Umgang sind die recht harmlos und wenn du so konsequent sein willst, dann guck dir mal das Sicherheitsdatenblatt von Benzin, Heizöl oder Stadtgas an. Dann dürftest du nie wieder tanken oder heizen. Ähnlich sieht es aus, wenn man für Zigaretten und Alkohol mal SDBs verfassen würde.

    Du kannst mittlerweile aber auch auf zahlreiche gute Holzöle zurückgreifen, die völlig lösemittelfrei sind, z.B. Auro Pursolid 123. Ich sitze gerade an einem Tisch, der damit geölt ist :emoji_wink:
     
  18. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    "vernünftiges" Holzöl, Cobalt und andere Gifte

    Die fertig gemischten Holzöle (z.B. das genannte Auro 126) sind alte, bewährte Zusammensetzungen, die mittlerer Weile seit Jahrzehnten eingesetzt werden. Die Gefahrensymbole auf den Dosen sind erst in der letzten Zeit gewachsen. Als letzter natürlicher Rohstoff wurde jetzt das Orangenschalenöl mit toten Fischen dekoriert. Cobalt und auch Borax waren zuvor schon in Verruf geraten.

    Dennoch sind die Holzöle nach EN71-3 für Kinderspielzeug einsetzbar und die gemessenen Werte weit unter dem, was an Grenzwerten zulässig wäre, bzw. es sind keine Werte messbar.

    Die Hersteller von Naturfarben geben sich viel Mühe, dass sie in den Beschreibungen und Deklarationen dem Kunden möglichst ausreichend Information über die eingesetzten Rohstoffe vermitteln. Erst durch den Einsatz von unterschiedlichen Ölen, Harzen und Trocknern entstehen Holzöle, die "vernünftig" sind - die man also sinnvoll für sein Handwerk einsetzen kann.

    Leider werden wir auch ein Stück weit durch die Schadstoffdiskussion hypersensibilisiert. Am Beispiel von Cobalt habe ich dies mal zusammen gefasst:
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    Was hier als "darf nicht sein" formuliert wird, ist so ja gar nicht in einem Holzöl vorhanden. Auch werden die einzelnen Rohstoffe in ihrer isolierten Wirkung bei 100% betrachtet. Dabei ist doch entscheidend wieviel ich davon beigebe und mit was ich es verbinde.

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de
     
  19. AXM

    AXM ww-pappel

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    Bleiweiß ist auch ein altes und bewährtes Pigment, trotzdem wird es nicht mehr eingesetzt. Und das aus gutem Grund. Die Frage, die sich mir stellt ist, warum der Hersteller nicht klar sagt, was er als Trockenmittel einsetzt, wenn das Rezept "alt" ist - also ein möglicher Patentschutz nicht mehr besteht.

    Ja - und das aus gutem Grund! Vor einigen Jahren durfte man auch noch Unkraut-Ex (Natriumchlorat) und DDT im eigenen Garten verwenden.

    Die Tollkirsche ist auch eine natürliche Pflanze - das in ihr natürlich enthaltene natürliche Alkaloid Hyoscyamin ist deswegen aber natürlich nicht weniger toxisch.

    Natürlich ist auch Erdöl ein Naturprodukt - Pechblende auch!

    "Die DIN-Normen sind keine Rechtsnormen, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Sie können die anerkannten Regeln der Technik wiedergeben oder hinter diesen zurückbleiben."
    – BGH, Urteil vom 14. Mai 1998, Az. VII ZR 184/97, Volltext = BGHZ 139, 16.

    Dass das Holzöl in getrocknetem, aber eben nicht im unverarbeiteten Zustand ungefährlich ist, ist nett - aber bei mir im Haushalt wohnen drei kleine Kinder und da ist es mir zu gefährlich, ein unnötiges Risiko einzugehen! Produkte, die "von Kindern fernzuhalten" sind, sind IMHO beim Hersteller am besten aufgehoben.

    Reines Leinöl ist auch im ungetrocknetem Zustand nicht nur ungefährlich, sondern sogar ein Nahrungsmittel.

    Mich interessiert nicht, was die Hersteller als ausreichend für mich als Kunden befinden! Ich habe Chemie studiert. Wenn man mir klar sagt was man für Chemikalien einsetzt, kann ich mir ein qualifiziertes Fachurteil bilden. "Trocknungsstoffe" ist keine hinreichende Information - sie erfüllt lediglich die gesetzlichen Vorschriften! Dass die Hersteller von "Naturfarben" sich hier bedeckt halten, nährt nur mein Mißtrauen, nämlich dahingehend, dass hier Geld mit dem "Öko"-Label gemacht wird.

    Na die Aussage hätte nun auch so von den Betreibern der Kernkraftwerke stammen können. Ich lasse mal die Aussagen bezüglich Cobalt unkommentiert - Auro gibt ja an, dass ihr Produkt frei von Cobalt ist.

    Zusammengefaßt: Das Bessere ist der Feind des Guten. Reines Leinöl ist nicht weniger "Öko" als all diese "Holzöle", ist aber frei von unbestimmt deklarierten Zusätzen. Weniger ist eben manchmal mehr.
     
  20. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    Leinöl giftfrei?

    @AXM
    Deine Ausführungen sind mir zu einseitig.

    Du wirst (hoffentlich !) auch Deine Leinölflasche vor Deinen Kindern wegsperren - ungefährlich ist das Zeugs nicht. Und weniger ist bei der Verarbeitung von reinem Leinöl eben nicht mehr sondern weniger - aber das hatten die anderen Ausführenden schon beschrieben.

    Schade finde ich, wie Du von einem Holzöl über Bleiweiß und Unkraut-Ex zu Tollkirsche kommst und wiederrum nicht bedenkst, in welchen Mengen welche Rohstoffe in so einem Holzöl sind.

    Die Trockenstoffe werden bei den Naturfarbenherstellern voll deklariert. Es gibt da keine Geheimnisse.

    Grüße aus Frangn

    Frank von Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
     
  21. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Mir ist das auch viel zu einseitig. Für mich ist das so: Jede Technologie, jede Chemie und jeder Werkstoff bringt Möglichkeiten, die nützlich sind, aber eben auch Risiken und Probleme. Auch jede Maschine bringt Möglichkeit und Risiko mit sich. Jetzt auf eine Kreissäge zu verzichten, weil man sich damit auch die Hand abschneiden kann oder die Kinder Unfug damit treiben können, wäre doch ein seltsamer Weg. Stattdessen kann man das Risiko ziemlich minimieren, dass die Kinder mit der Kreissäge rumspielen.

    Feuer ist da auch was ganz Übles, gerade für Kinder. Das sollte grundsätzlich abgeschafft werden :emoji_wink:

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  22. AXM

    AXM ww-pappel

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    Nun ja, irgendwann reicht mir nicht, aber theoretisch sei das mal angenommen.
    Nein - ein einmaliger Anstrich genügt in keinem Fall, um die notwendige Eindringtiefe und Sättigung zu erreichen. Dabei ist es völlig irrelevant, ob und wann das Öl "wirklich" trocken ist.

    Bei einer völligen Durchdringung des Holzes und völliger Sättigung, wird auch mit nur halbtrocknendem Öl (z.B. Rapsöl) ein hervorragender Holzschutz erreich. Das Problem ist der imens hohe Aufwand, der vom billigen Rapsöl nicht kompensiert wird. Technisch ideal - betriebswirtschaftlich nonsens.

    Um wirklich(TM) schnell eine belastbare Oberfläche zu erhalten, muß das Holz schnell ausreichend tief ausreichend gesättigt werden. Bei Deinem einmaligen Anstrich kann die Eindringtiefe aber nur auf Kosten der Sättigung steigen, weil ja nur die mit dem einmaligen Anstrich eingebrachte Ölmenge vorhanden ist. Ist das Öl getrocknet, dringt es gar nicht mehr tiefer ein. Getrocknetes Leinöl wird von frischem Leinöl nur angelöst, nicht aufgelöst. Die nach vier Wochen getrocknete Ölschicht hindert nun das frische Öl sehr effektiv daran, tiefer ins Holz einzudringen. Dein Experiment ist schon theoretisch zum Scheitern verurteilt. Aber wie mir scheint wolltest Du ja auch genau das erreichen! Denn wie Du ja selber schreibst:

    Also was soll dieser einmalige Anstrich und dann vier Wochen warten? Dir ist selber völlig klar, das das Blödsinn ist, trotzdem machst Du ihn! Was willst Du also beweisen?
    Wieder falsch! Ich brauche maximal ein paar Tage, bis ich genügend Öl aufgebracht habe. In der Praxix bedeutet das: Da ein nicht sikkatives Öl nicht binnen weniger Stunden eine Haut bildet, kann das Öl so dick aufgetragen werden, dass es auf dem Holz steht. Sobald das Öl großteils (muß nicht vollflächig sein!) eingezogen ist, wird nachgeölt - wieder mit stehendem Öl auf der Oberfläche. Das kann so lange wiederholt werden, bis das Öl binnen 12 Stunden (Raumtemperatur, keine direkte Sonneneinstrahlung) nicht mehr einzieht. Danach wird das überschüssige Öl abgewischt. Je nach Holzart und Holzfeuchtigkeit dauert das einen Tag oder auch mehrere - vor allem dann, wenn man nicht sofort nachölen kann, sobald das Öl eingezogen ist. Um da mal ein Beispiel zu nennen: Tischplatte 18mm, stabverleimte Buche aus dem Baumarkt. Ich habe ein Bild davon angehängt. Erster Ölauftrag wärend meine Kinder Sandmann geschaut haben. Zweiter Ölauftrag, nachdem die Kinder ins Bett gebracht wurden. Dritter Ölauftrag vor dem Schlafengehen. Vierter Ölauftrag nachts, weil ich sowieso gerade noch mal auf's Klo mußte. Früh 7 Uhr Tischplatte abgewischt und mit drei Kindern an diesem Tisch gefrühstückt. Kinder in den Kindergarten gebracht - fünfte Ölung, sechste Mittags, bevor ich den Kleinen von der Kita abgeholt habe und in den Baumarkt gefahren bin. Siebente Ölung nach Rückkehr aus dem Baumarkt und bevor ich meine beiden Töchter von Kindergarten abgeholt habe. Das Öl war dann bis zum Abendbrot nicht mehr völlig eingezogen. Vor dem Schlafengehen die vorerst letzte Ölung. Insgesamt wurden so 300ml Öl auf ca. einem Quadratmeter Oberfläche eingebracht, ohne das eine Schicht auf dem Holz entstanden ist. Das ist die zehnfache Menge von dem, was laut technischen Angaben der Fa. Auro mit ihrem Leinölfirnis aufgebracht wird. Da Leinöl nicht verdunstet, muß das Öl tief ins Holz eingedrungen sein und es hoch gesättigt haben.

    Nun muß ich ja meine Möbel nicht verkaufen - genau deswegen bin ich Laie.

    Das ist der übliche Pfusch vom Schreiner - eine 0,1mm dünne Schicht! Die als "gut beanspruchbar" zu bezeichnen ist schlicht eine Lüge! Meine 300ml pro Quadratmeter entsprechen einer Schichtdicke von 0,3mm reinem Leinöl - da halte ich jegliche weitere Diskussion für Zeitverschwendung.

    Er hat sich stets bemüht... Und ich sprach nicht von Stoffen, sondern von Elementen. Aber chemische Grundkenntnisse will ich hier mal nicht einfordern.

    Abschließend bemerkt: Wer nicht professionelle Stundenlöhne und Werkstattkosten kalkulieren muß, der sollte besser auf reines Leinöl zurückgreifen. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen und da das Möbel auch noch im montierten Zustand - selbst dann wenn Kleinkinder im gleichen Raum leben - geölt werden kann, wird selbst der Hobbyraum nicht blockiert. Die größte Gefahr stellen Spritzer dar, die häßliche Flecken an Wänden, Fußböden und an Kleidung hinterlassen können. Die lassen sich nicht immer spurlos beseitigen. Also entweder alles gut abdecken oder sauber arbeiten oder besser noch beides.
     

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  23. AXM

    AXM ww-pappel

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    Ganz traditionell wird bei uns Leinöl zusammen mit Pellkartoffeln und Quark gegessen - so gefährlich ist das Zeug!
    Hier ein Rezept aus einem Kochforum:
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  24. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Ich glaub, da haben wir aneinander vorbeigeredet. Du meinst mit mehreren Anstrichen ein Nass-in-Nass Verfahren. Das bezeichne ich aber als einen Anstrich. Wenn ich also schreibe, ein Anstrich, dann 4 Wochen warten, dann meinte ich damit, dass ich das Holz immer wieder nachgeölt habe, wenn es irgendwo trocken wurde. Bei fertigen Produkten macht man das in er Regel über 30-60 Minuten hinweg, weil dann das Öl trocknet und man es abwischen muss. Bei den Leinölproben hingegen hab ich mir viel Zeit gelassen, 12-24 Stunden. Dann wird abgewischt.

    Das ist dann in etwa das, was du für die Erstellung einer belastbaren Oberfläche als notwendig erachtest.

    Ich habe diese Probe dann ganze 4 Wochen trocknen lassen und erst dann mit Wasser belastet. Das Ergebnis war grausig im Gegensatz zu einem guten Holzöl. Um auch das genauer zu definieren, z.B. Natural Möbelöl, Auro PurSolid, Livos Kunos Naturölsiegel oder Biofa Arbeitsplattenöl.

    Also hab ich noch ein zweites mal 24 Stunden lang Öl einziehen lassen und es erstaunte mich auch nicht, dass das Holz auf einmal wieder recht saugfähig war. Das ist der Effekt den ich beschrieb, dass das Öl, weil es so lange flüssig bleibt, weg zieht und die Oberfläche ausdünnt.

    Selbst nach der zweiten Behandlung und weiteren 4 Wochen Wartezeit ist das Ergebnis überhaupt nicht vergleichbar.

    Um es nochmal klar zu stellen: Ich hab überhaupt nichts gegen deinen Einsatz von Leinöl. Das ist durchaus eine Möglichkeit, seine Möbel damit zu behandeln. Mir geht es nur darum, das du damit nicht die gleichen Ergebnisse in bestimmter Zeit hinbekommst, wie mit guten Holzölen.

    Völlige Durchdringung wird dir eh nie gelingen. Bei vielen Hölzern kann man froh sein, wenn man 1mm tief kommt.

    Es gibt aber noch einen anderen Punkt: Wenn du mal mit einer Spülbürste und Wasser+Spüli an die Oberfläche gehst, wirst du sehr schnell die Unterschiede feststellen. Gute Holzöle sind da sehr belastbar, pures Leinöl, was nicht unendliche mal aufgetragen und über Jahre durchgetrocknet ist, kann da absolut nicht mithalten. Das ist ganz schnell oberflächlich ausgewaschen, was bei einer Arbeitsplatte in der Küche z.B. ganz ungünstig ist.

    Ich glaube mittlerweile, dass das einfach ein weit verbreiteter Irrtum ist. Welchen Vorteil bietet denn das Öl jenseits der obersten 0,1mm? Belastet wird die Oberfläche, wobei man immer noch fragen muss, um welche Belastung es geht. Feuchte oder mechanische Belastung sind 2 ganz unterschiedliche Dinge.

    Ich hab jedenfalls schon mit Ölen gearbeitet, die bewusst so eingestellt sind und so verarbeitet werden, dass sie nur wenig ins Holz einziehen. Und die schnitten gut ab, sowohl bei mechanischen Tests wie auch bei Feuchtebelastung. Wobei man da auch sehr genau hingucken muss, um herauszufinden, was in welcher Situation sinnvoller ist.


    Du verstehst meine Intention nicht und stellst mich als blöd hin. Iss das wirklich nötig?


    Es könnte auch sein, dass du mit deinen Auffassungen weit neben der Realität liegst. Du meinst, je mehr Öl du auf die Fläche aufträgst, um so besser wird die Sache. Zum einen gibts da eine Gegentheorie, dass das gar nicht so ist, wie ich oben schon schrieb. Auch mit praktischer Überprüfung. Zum anderen: Wenn du ein Öl aufbringst, was selbst nach Monaten kaum waschstabil ist, dann sieht deine Arbeitsplatte nach erstem Wasser-Seife-Wisch-Kontakt saumäßig aus. Auch wenn sie 4mm tief durchdrungen ist. Das Öl in der Tiefe leistet keinen Beitrag, die Oberfläche vor Auswaschung zu schützen. Und eine ausgewaschene Oberfläche ist schmutzempfindlich, weil sehr offenporig.

    Schreinern gemeinhin Pfusch beim Ölen von Oberflächen zu unterstellen, find ich auch echt schräg und ziemlich undifferenziert.

    Jetzt gleitest du echt in einen beleidigenden und abwertenden Ton ab. Ich vermisse bei dir die Wertschätzung, was die Erfahrungen und Erkenntnisse anderer angeht. Da vergeht einem echt die Lust, zu schreiben...
     
  25. Sägenbremser

    Sägenbremser ww-robinie

    Beiträge:
    5.932
    Ort:
    Köln
    Guten Tag

    will jetzt nichts über die Technik des Ölens schreiben, dazu haben wir uns sowohl
    hier im Forum wie auch in der beruflichen Realität schon alle mit auseinander ge-
    setzt.

    An AXM möchte ich aber mal eine Frage richten. Warum brauchst du in der Themen-
    bearbeitung einen solchen harschen Umgangston? Wir sind hier nicht auf dem
    Ponyhof und die meisten User auch nicht gerade feinstbesaitet, ich schon ganz sicher
    nicht, aber muss es zu solch schon etwas herabsetzenden Worten kommen? Wir
    können nichts dafür wenn dir ein Kollege in der Vergangenheit mal eine nicht so
    belastbare Holzoberfläche verkauft haben sollte.

    Mancher von uns hat wirklich vor über 40 Jahren mit Leinöl seine ersten Versuche
    gemacht vom lackierten Möbelteil weg zu kommen. Es gab damals aber auch fast
    keine Alternativen. Als in den 80er Jahren der Boom richtig los ging, haben alle ver-
    sucht das für ihren Betrieb richtige Medium zu finden. Bei mir war das dann als
    Beispiel Heisswachsspritzen mit Fladdern, andere haben erfolgreich Öle eingesetzt.

    Will sagen, daß bis heute weit über 10000 Küchen, noch mehr Tische und Gebrauchs-
    möbel vom Tischler gefertigt, verkauft und ohne nennenswerte Reklamationen
    ihren Dienst verrichten beim Kunden. Denke das ist schon ein umfassender Qualitätswert.

    Solche verletzende Worte lese ich hier im Forum nicht wirklich gerne und es würde
    mich freuen wenn du mit deinem vorhandenem Sachverstand/Wissen auch weiter-
    hin unsere Diskussionen befruchten würdest.

    Liebe Grüsse, Harald
     
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