Selbstgebauter Tisch - wackelig

X-Beine

ww-pappel
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Hallo zusammen,
ich glaube ihr könnt es nicht mehr lesen, aber ich dachte mir in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass ich ja "mal eben" einen Tisch selbst bauen könnte. Hat soweit auch geklappt, allerdings ist er wackelig...

Kurz zum Tisch: Holzplatte, 4cm stark, 2,50m x 1m
Füße: ebay X-Beine. also ähnlich wie Tischkufen, zumindest gleiches Problem, vermute ich...

Folgenden Thread habe ich diesbezüglich schon gelesen: Selbstgebauter Tisch mit Tischkufen wackelt

Hier steht schon einiges drin, allerdings wollte der Ersteller des Themas die Kufen direkt unter der Platte mit einem Flachstahl verbinden. Darauf ist niemand weiter eingegangen.

Bei meinen X-Beinen, dachte ich, wäre es eine gute Idee, direkt unter der Tischplatte eine Gewindestange zu platzieren und so die beiden Beine miteinander zu verbinden um so eine Stabilität zu erreichen. Frage an die Experten: Macht das Sinn?

Achja, die Beine sind natürlich von innen Hohl und um einiges leichter als die Platte. da war ich schon am überlegen, Schnellbeton in die Füße zu kippen, damit diese etwas schwerer werden.

Danke für eure Hilfe

Grüße aus dem Norden
Chris
 

IngoS

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Hallo,

einen Steg von Kreuz zu Kreuz aus Vierkantrohr 20 x 60. dann steht der Tisch stabil.

Gruß

Ingo
 

Friederich

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Hat soweit auch geklappt, allerdings ist er wackelig...
Nun ja, ich würde sagen, dann hat es eben doch nicht geklappt :emoji_slight_smile:
"Wackelig" ist übrigens viel zu vage, um etwas konkretes dazu zu sagen.

...direkt unter der Tischplatte eine Gewindestange zu platzieren und so die beiden Beine miteinander zu verbinden um so eine Stabilität zu erreichen. ...Macht das Sinn?
Aus dem Stegreif: NEIN.
 

KalterBach

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Weitere Prognosen entweder aus der Glaskugel, oder nach einem Bild.

X-Beine kann man unterschiedliche stabilisieren. Danach steht der Tisch dann auch stabil.
 

magmog

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Guuden,

zwischen Beine und Platte je eine Keilleiste unterlegen,
so dass die Beine ein paar Grad schräg nach Außen stehen.
 

X-Beine

ww-pappel
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vielen Dank für eure Antworten, hier die Bilder.
Aus dem Bild, welches ich bearbeitet habe, ist alles das, was rot markiert ist, die Gewindestange oder Muttern mit Unterlegscheibe. Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich, welche Idee ich im Kopf habe. Natürlich soll diese Stange dann an beiden Seiten eingebaut werden. Das Brett, welches mit den Zwingen fest gemacht ist, ist zum Test da. Wenn an der Stelle etwas befestigt werden würde, wäre es schon stabiler. Allerdings ist es dann zumindest meinen Beinen im Weg wenn ich am Tisch sitze. Daher die Idee mit der Gewindestange, die weiter oben platziert werden könnte. Schweißen kann ich übrigens leider nicht :emoji_frowning2:


@IngoS: meinst du das Vierkantrohr direkt dort, wo sich die Stahlrohre kreuzen?
 

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Sherlock80

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Hallo X-Beine,

was heißt denn "wackelig" genau? Wackeln in Längsrichtung oder in Querrichtung? Oder ???

Das wäre imho hilfreich zu wissen, um Dir Tipps geben zu können ...
 

laubraupe

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In welcher Richtung ist der Tisch denn „wackelig“? Hängt die platte durch oder ist sie vielleicht verzogen? Oder sind die X-Beine nicht identisch?
 

Friederich

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Das Brett, welches mit den Zwingen fest gemacht ist, ist zum Test da. Wenn an der Stelle etwas befestigt werden würde, wäre es schon stabiler.
Aber nicht irgendwas oder eine Gewindestange, denn beim Wackeln ändert sich diese Länge ja sowieso nicht.
Das Brett dagegen bringt es im Prinzip schon. Aber nur, wenn möglichst breit (bzw hoch), und auf ganzer Breite (bzw Höhe) an den Beinen befestigt. Nur dann stabilisiert es den Winkel gegen Abkippen in Längsrichtung. Entspräche somit dem Steg beim "Sägebocktisch".
 
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X-Beine

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Hallo X-Beine,

was heißt denn "wackelig" genau? Wackeln in Längsrichtung oder in Querrichtung? Oder ???

Das wäre imho hilfreich zu wissen, um Dir Tipps geben zu können ...
Bin jetzt einfach mal vom Wackeln in Längsrichtung ausgegange. Denn bei solcher (Fehl-) Konstruktion ist genau damit zu rechnen.
Ja genau, er wackelt in Längsrichtung. nun so hinterher ist mir schon klar, dass es nicht wirklich halten kann, wenn die X-Beine mit so dünnen Schräubchen allein befestigt werden.
 

raziausdud

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Hallo X-Beine.

Offensichtlich kennst Du nicht das Prinzip einer Verstrebung, hier mal alles in eine Skizze eingebaut:
1. rot: die beiden Beine können noch mehr oder weniger pendeln, weil der eine Befestigungspunkt pro Seite immer mehr oder weniger nachgibt.
2. blau: Pendeln unmöglich
3. grün: ebenso
für 2 und 3: je breiter/höher, also je weiter die Befestigungspunkte (Mehrzahl ! also mindestens zwei pro Seite) in der Höhe auseinander liegen, desto besser die Wirkung. Also ein höheres Kreuz/ein höheres Brett hat ein bessere Wirkung

Verstrebung.png
Rainer
 

Macchia

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oder lass dir 4 Platten (gelb) anschweißen.
Das wird um einiges stabiler, kann natürlich keine vollwertige Verstrebung ersetzten aber keiner siehts und keiner stößt sich da an.
Das muss jetzt auch kein Schweißprofi sein, Flachstahl ≥6mm stark 80x200 mit je 2 Schrauben ø≥8mm ungefähr...
wird schon, Hauptsache das Bier bleibt im Glas...
:emoji_yum:
IMG_0136.jpg
 
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die Gewindestange
Hallo,
mit einer Gewindestange konstruierst du ein Parallelogramm, das an deinem Problem nichts ändert. Der Tisch wird schaukeln - auch mit noch so vielen Parallelogrammen.

Die einzige winkelstabile geometrische Form ist ein Dreieck, also eine Diagonale von links oben nach rechts unten. Das erreichst du z. B. mit dem Brett. Dessen (gedachte) Diagonale bildet dann das winkelstabile Dreieck - je höher das Brett, desto länger die Diagonale, desto stabiler das Gestell.

Es wundert mich immer wieder, welche Wunderwirkungen einer Stahlkonstruktion zugeschrieben werden, die aber den gleichen physikalischen bzw. geometrischen Gesetzen unterliegt wie alle anderen Materialien.
Gruß

Edit: raziausdud hat es sehr treffend beschrieben, wie ich gerade sehe.
 

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Sherlock80

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Wenn Du in Längsrichtung gegen die Tischplatte drückst, dann wirkt ein Drehmoment auf die Anschlussplatte der X-Beine. Aufgrund der geringen Breite / Stützweite sind die auftretenden Kräfte recht groß und das Ding wackelt.

Ich würde mich daher Macchia anschließen:
Lass von einem Metallbauer eine vernünftig breite (≥ 300 mm) und dicke (≥ 8 mm) Anschlussplatte anschweißen und schraube diese mit starken Schrauben (die Schrauben im Bild sehen etwas schwächlich aus) auf die Platte. Möglicherweise macht es Sinn, die vorhandene Anschlussplatte hierfür komplett abzutrennen.

Die Unterseite der Tischplatte sieht auf dem Bild auch eher uneben aus, so dass die Anschlussplatte evtl. nicht sauber aufliegt - was das Wackeln fördert.
 

raziausdud

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Ich bin der Meinung, das Macchias Vorschlag eventuell (!) allein nicht ausreicht, denn dann muss die ganze Drehenergie von der Anschlussplatte bzw einem kleinen Bereich zwischen Bein und Anschlussplatte aufgenommen werden, besonders wenn wie von Sherlock vorgeschlagen, die "alte" Befestigungsplatte entfernt wird. Auch wenn 8mm Stahl schon "etwas ist" Wenn, dann würde ich da gleich noch eine kleine 45-Grad-Diagonalstütze/-strebe zwischen Zusatzplattenende und dem Bein mit anschweißen lassen. Und die alte Platte auf jeden Fall dranlassen.

Mein Favorit wäre aber eine große Verstrebung, dabei würde ich die Version jeweils vom Kreuzpunkt der Tisch-Beine nach oben mittig unter den Tisch wählen. Das macht den Tisch bombenstabil und ist - da mittig unter dem Tisch - auch den Beinen (der am Tisch Sitzenden) nicht im Wege.

@X-Beine: Du könntest die Wirkung meines "Favoriten" mal provisorisch testen und erfahren, indem Du zwei halbwegs stabiler Hölzer genau passend abgelängt straff in der gezeigten Weise unter den Tisch klemmst, dazu müsste nichts geschraubt werden. Dann kannst Du auch gleich die Auswirkung für die Knie der Sitzenden beurteilen.

Rainer
 

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tiepel

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Hi,
Tische dieser Art gibt gibt es doch zuhauf.
Sicher sind das nicht die stabilsten, aber grundsätzlich geht das ja (mehr schlecht als recht).
Ich bin mir im Moment aber nicht sicher, ob das Gestell überhaupt schon verschraubt wurde.
Ich sehe nur Bilder mit dem Brett zwischen den Füßen, befestigt mit Einhandzwingen.
Gruß Reimund
 

X-Beine

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wow - so viele konstruktive Vorschläge, vielen Dank euch :emoji_slight_smile:

@raziausdud @Peter Schiendzielorz : Das sind so Dinge, die ich so nicht beachtet und auch nicht gewusst habe, vielen Dank für die Erklärung. Ich hätte Gedacht, dass wenn man bei der Gewindestange von beiden Seiten den Fuß mit einer Mutter "einklemmt" würde es halten. Ich lasse es nun aber sein. :emoji_grin:

@Macchia : Idee finde ich auch gut, vor allem sehr unsichtbar. Das wäre eigentlich sogar mein Favorit. Allerdings kann ich nicht schweißen. Irgendwann werde ich das bestimmt nochmal lernen, da mir diese Holz - Stahl Konstruktionen sehr gefallen.

@Sherlock80 : Ja, die Tischplatte ist uneben, das ist korrekt. Soll auch so sein, auch wenn es vermutlich nicht die besten Voraussetzungen zum Tischbau sind. Die Bohlen sind alt und benutzt, aber ich finde, das macht gerade dessen Charme aus.

ich habe nochmal ein bisschen getestet:
IMG_0137.jpeg IMG_0138.jpeg IMG_0139.jpeg IMG_0140.jpeg

so ist es ziemlich stabil. Wenn natürlich viel Druck in Längsrichtung aufgebaut wird, wackelt es etwas, aber das wird wahrscheinlich davon kommen, dass es mit den Zwingen fixiert ist.

Diese Variante gefällt uns am besten.
IMG_0137.jpeg IMG_0138.jpeg

Was sagt ihr dazu? Nun ist die Frage: Flachstahl, Vierkantstahl oder Holz. Holz ist für mich am einfachsten.
Ich würde das Ganze gut verschrauben (Gewindeschraube) und verkleben, egal welche Ausführung wir wählen werden.

Grüße
Chris
 

raziausdud

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Diese Variante gefällt uns am besten.
Kannst Du meiner Meinung nach so machen. Es dürfte dann - fest verschraubt oder noch besser verschweißt- auch sehr stabil sein, denn da sind ja jetzt zwei gegenüber Verschiebung stabile Dreiecke. Spielfrei verschraubt, Schrauben gut angezogen müsste reichen, Verkleben bedeutet immer, das geht bei Bedarf dann nicht oder nur mit Mühe wieder auseinander.

Mach es doch erst einmal aus Holz, auf Stahl kannst Du immer noch gehen. "Von der Optik her" würde ICH allerdings Stahl, vorzugsweise Vierkantsstahl zwischen die Beine geschweißt (nicht auf die Beine) nehmen. Dann sieht es so aus, als wenn es von Anfang an so geplant und gebaut wurde. Oder Du zeigst bewusst, dass Du da mit Holz nachgebessert hast. Eben noch war mein Gedanke, das Holz dann schwarz zu streichen, aber das erscheint mir dann tatsächlich wie "gewollt und nicht gekonnt". Also ich würde dann Holz auch als Holz sichtbar machen.

Rainer
 
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benben

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Irgendwas stimmt mit der Verschraubung von Bein zu Platte nicht. Ich habe diese Dinger schon oft gemacht, waren für einen Tisch immer ausreichend stabil. Evtl. ist das Material auch zu dünn.

Gruss
Ben
 

tiepel

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Hi,
Ich behaupte (immer noch), dass da bisher noch nix verschraubt, sondern nur mit den Latten und den Einhandzwingen getestet wurde.
Aber auf die Einwände/ Fragen von mindestens Justus und mir wurde ja nicht eingegangen.
Gruß Reimund
 
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Nun ist die Frage: Flachstahl, Vierkantstahl oder Holz. Holz ist für mich am einfachsten.
Fazit: Bingo, du hast das Prinzip verstanden.
  • Wie weiter?
    Ich würde zunächst das Holzbrett nehmen und fest verschrauben (weil es für dich am einfachsten ist).
    Wenn das ausreichend stabil ist, bist du fertig.
  • Und wenn es immer noch unzumutbar wackelt?
    Dann gehst du zur Lösung mit Stahl-Diagonalen über. Das hält garantiert.
    Aber: Vierkant-Rohr verwenden! Flachstahl kann die gewünschte Wirkung nicht entfalten, weil er dem Druck durch seitliche Biegung ausweicht.
Viel Erfolg - und zeige uns, was daraus geworden ist!
Holz-Tischplatten mit Stahl-Unterkonstruktionen sind hier ein heißer Dauerbrenner!
 
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