Schüsselnde Eichentischplatte aufbereiten - Tipps & Tricks für Anfänger gesucht

Küstenharry

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Der Riß wird bestimmt schon mit Wachs eingeschmiert sein. Da wird dann auch nur wachsartiges drauf halten.
Kommt da ein Stahlgestell drunter?
 

Keilrahmen

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Du hast immer noch nicht beantwortet, was du für ein Tischgestell verwenden willst. Oder hab ich das übersehen?
Ja, dass Stahlgestell bestehend aus zwei Kufen vom bestehenden Tisch sollen verwendet werden.

Bei 2,5 mm Schüssel würde ich das ehrlich nicht planfräsen – das Risiko ist zu groß, dass du zu viel Material wegfräst oder die schönen Kanten ruinierst. Mit gummierten Tischbeinen oder Gleitern auf der Unterseite merkt man das später kaum noch. Zum Schleifen: Bis 180er reicht völlig aus, 240er ist eher overkill bei Eiche. Bei der Länge würde ich eher 6–8 Gratleisten nehmen, die müssen nicht nur statisch wirken sondern auch optisch Sinn machen. Für das Öl würde ich einfach ein gutes Hartwachsöl (z.B. Osmo oder Saicos) nehmen – neutrale Farbe kannst du immer noch nachträglich mit leicht gefärbtem Öl anpassen, wenn nötig.
Wenn die Gratleisten eingelassen werden, würde ich behaupten ist der optische Aspekt eher zu vernachlässigen und daher kein tragendes Argument würde ich sagen.
 

IngoS

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Ja, dass Stahlgestell bestehend aus zwei Kufen vom bestehenden Tisch sollen verwendet werden.


Wenn die Gratleisten eingelassen werden, würde ich behaupten ist der optische Aspekt eher zu vernachlässigen und daher kein tragendes Argument würde ich sagen.
Hallo,

Kufenfüße haben doch die gleiche Funktion, wie Gratleisten.
Darum solltest du die Gratleisten weglassen. Die Schaden mehr, als sie nützen.
Gerade, wenn in Tischmitte eingefräst, wird die Belastbarkeit des Tisches erheblich verringert. Wenn überhaupt Gratleisten, dann im äußeren Bereich, aber da sind ja deine Kufenfüße, die die Aufgabe übernehmen.
Das tragende Argument dagegen ist halt die drastisch verringerte Tragfähigkeit.

Beispiel: Wenn eine 5cm dicke Platte 2cm eingefräst wird, verringert sich die Tragfähigkeit um 64%.

Gruß Ingo
 
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stefan.

ww-eiche
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Ich sehe das wie Ingo. Gratleisten schaden mehr als das sie nutzen.

Wo du hingehen aufpassen solltest, ist dass deine Stahlkufen Langlöcher bzw. großzügige Bohrungen haben, damit die Platte arbeiten kann.
 

magmog

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Guuden,

viel wird diese Platte nicht mehr arbeiten, ein bisschen größeres Bohren als Schrauben∅ reicht.
Schwarz ausfugen betont Risse übermäßig, ist aber wie Rivertablel reine Geschmackssache.
Ich fuge, wenn überhaupt, mit klarem Epoxidharz mit Schleifstaub der entsprechenden Holzart.
Die Fuge ist immernoch zu erkennen, aber sie ist nicht übermäßig präsent,
aber sieht auch nicht nach misslungener Verheimlichung aus.
 

Keilrahmen

ww-kastanie
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Hallo,

Kufenfüße haben doch die gleiche Funktion, wie Gratleisten.
Darum solltest du die Gratleisten weglassen. Die Schaden mehr, als sie nüt
Das tragende Argument dagegen ist halt die drastisch verringerte Tragfähigkeit.

Beispiel: Wenn eine 5cm dicke Platte 2cm eingefräst wird, verringert sich die Tragfähigkeit um 64%.

Gruß Ingo
Hi,

zwei Fragen:
1. Wird die Tragfähigkeit nicht teilweise durch den Kraftschluss der Gratleiste ausgeglichen?

2. Die Füße die ich benutzen möchte (einfach weil sie schon da sind) habe ich als Bild angehängt. Bei der Ausführung habe ich ja nur an zwei Stellen die Platte verschraubt. Die Funktion als Gratleiste ist dadurch doch nicht gegeben oder? Müsste nicht jede Bohle/Leiste mit der Leiste verbunden sein?
 

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kberg10

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Ich glaube dir fehlt noch etwas wesentliches, nämlich das Verständnis für Massivholz.
Das wird dir immer einen Strich durch die Rechnung machen, insbesondere bei dieser Art von Holzauswahl.
Allein der Sommer - Winterwechsel ist eine klimatische Veränderung um das zu bewirken.
 

IngoS

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Hi,

zwei Fragen:
1. Wird die Tragfähigkeit nicht teilweise durch den Kraftschluss der Gratleiste ausgeglichen?

2. Die Füße die ich benutzen möchte (einfach weil sie schon da sind) habe ich als Bild angehängt. Bei der Ausführung habe ich ja nur an zwei Stellen die Platte verschraubt. Die Funktion als Gratleiste ist dadurch doch nicht gegeben oder? Müsste nicht jeder Bohle mit der Leiste verbunden sein?
Hallo,

zu 1. nein, die Gratleisten hilft da absolut nichts, eher im Gegenteil. Durch die schmale Fräsung hast du noch zusätzlich Kerbwirkung, die das Problem größer macht, als oben geschildert.

zu 2. Das funktioniert mit deinen Kufen.
Jede Seite ein paar Schrauben rein (Schrauben dünner, als der Bohrungsdurchmesser, z.B. 8,5mm Bohrung, 6mm Schrauben) und weil die Platte hohl ist, in der Mitte des oberen Steges, zwischen Platte und Steg einen passenden Klotz einsetzen. Schon ist die Platte halbwegs gerade.

Gruß Ingo
 
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Darum solltest du die Gratleisten weglassen. Die Schaden mehr, als sie nützen.
Gerade, wenn in Tischmitte eingefräst, wird die Belastbarkeit des Tisches erheblich verringert. Wenn überhaupt Gratleisten, dann im äußeren Bereich, aber da sind ja deine Kufenfüße, die die Aufgabe übernehmen.
Das tragende Argument dagegen ist halt die drastisch verringerte Tragfähigkeit.

Beispiel: Wenn eine 5cm dicke Platte 2cm eingefräst wird, verringert sich die Tragfähigkeit um 64%.
Kannst du das bitte mal näher erklären? Meinst du diese U-Profile welche in zwei parallele Nuten eingeschraubt werden oder richtige Gratleisten? Das man durch zwei Schlitze die Tragfähigkeit der Platte verringert leuchtet mir ein. Aber durch eine stramm eingeschlagene Gratleiste welche aus der 5,5cm starken Tischplatte vielleicht eine 8-9cm starke Verbindung macht kann ich mir nicht so recht vorstellen das man dadurch die Platte schwächt. Gratleisten hab ich jetzt bei zwei Schreibtischen, einem Esstisch und einem Küchentisch genutzt und nur beste Erfahrungen damit. Alle Platten sind wunderbar gerade geblieben.
 

stefan.

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Ich denke Ingo meint diese U-Profile, die manche Leute als Gratleisten einfräsen. Und wenn man ein 25 mm U-Profil in eine 50 mm starke Platte bündig einfräst, dann fräst man halt durch die halbe Platte.
Eine traditionelle Gratleiste wird ja nicht so tief eingefräst.
 

Daniboy

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...Eine traditionelle Gratleiste wird ja nicht so tief eingefräst.

Auch wenn du nur 1/3 einfräst reduzierst du die Festigkeit sehr stark, weil das Widerstandsmoment quadratisch in die Gleichung eingeht. Ingo hat doch extra ein Beispiel gebracht, und man kann den Vergleich recht gut im Kopf anstellen:

5cm Platte --> Vergleichswert 5²=25
3cm Platte --> Vergleichswert 3²=9

Das heißt die Festigkeit verhält sich von einer 5cm-Platte zu einer 3cm Platte, wie 25 zu 9 (bzw wie 1 zu 0.36).
Das heißt, die Festigkeit fällt von 100% auf mickrige 36%.

Besonders Kritisch ist es, wenn man diese Schwächung genau in der Mitte der Tischplatte macht (da hier die höchste Biegebelastung ist). Leider sehen wir das ja hier im Forum auch hie und da, dass genau in der Mitte eine Gratleiste eingebaut ist.
Hingegen in Auflagernähe bei den Beinen stören Einschnitte weniger, weil da ja die Biege-Belastung abnimmt.
 

Daniboy

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...Aber durch eine stramm eingeschlagene Gratleiste welche aus der 5,5cm starken Tischplatte vielleicht eine 8-9cm starke Verbindung macht kann ich mir nicht so recht vorstellen das man dadurch die Platte schwächt. ...

Es geht ja um die Durchbiegung in "Längsrichtung", da ist die Nut (für egal welche Gratleiste) eine Sollbruchstelle und reduziert das Widerstandsmoment (Die Gratleiste selbst kann ja bei dieser Belastungsrichtung keine Kräfte übertragen).

Bei der Durchbiegung in der Breite bringt eine Gratleiste was. Ingo hat ja auch nirgends geschrieben, das Gratleisten generell unnötig sind.

Ich nehme für mich mit:

Gratleisten sind nicht immer ein "Muss" bei Massivholz.
Eine Gratleiste genau in der Mitte ist generell böse und abzulehnen. :emoji_grin:
 
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Daniboy

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1. Wird die Tragfähigkeit nicht teilweise durch den Kraftschluss der Gratleiste ausgeglichen?

In der Praxis halte ich das nicht für relevant. (In der Theorie kann ich die Überlegung verstehen, und ich sehe sogar formschlüssige Abstützungen über die Flanken der Schwalbenschwänze, halte das aber bestenfalls für vernachlässigbar.)

2. Die Füße die ich benutzen möchte (einfach weil sie schon da sind) habe ich als Bild angehängt. Bei der Ausführung habe ich ja nur an zwei Stellen die Platte verschraubt. Die Funktion als Gratleiste ist dadurch doch nicht gegeben oder? Müsste nicht jede Bohle/Leiste mit der Leiste verbunden sein?

Ja, die selbe Funktion, wie bei einer Gratleiste ist hier nicht gegeben, allerdings finde ich die Idee von Ingo, einfach die Platte mit "Buckel" nach unten aufzulegen und mit Klötzchen abzustützen (Quasi den Buckel in der Mitte nach oben drücken) super effizient und zielführend.

Nachtrag: @Lorenzo - Ich habe meine PN zwar abgedreht, aber wenn noch mehr Diskussionsbedarf zur theoretischen Betrachtung besteht, schlage ich vor ein eigenes Thema aufzumachen.

... Daniboy, darf ich hier nach deinem fachlichen Hintergrund fragen?

Natürlich darfst du das.
 
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Lorenzo

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Selbstverständlich gibt es einen Unterschied ob ich von ner Platte einfach nur n drittel der Dicke wegnehm, oder ob ich die Aussparung dann wieder stramm mit etwas auffülle. Geschwächt ist die Stelle schon, aber nicht so dass man mit der reduzierten Dicke an der Stelle der Gratleiste rechnen könnte.
Ich hab übrigens 2 Tische gebaut die jeweils 3 Gratleisten haben. Allerdings haben die auch Zargen und es funktioniert wunderbar. Bei 21mm Plattenstärke, reduziert auf 2/3 wo die Gratleisten sind.
Es kommt eben immer drauf an.
Hier gehts um ne "schnurgerade" 5,5cm starke Platte. 5 Jahre alt. Das Holz war ganz offensichtlich sehr gut getrocknet vor der Verarbeitung. Und da jetz 6-8 Gratleisten reinzufräsen ist tatsächlich völlig unnötig. Bei Kufenbeinen sogar Unsinn. Soll ja n Tisch sein und kein Rolladen :emoji_wink:
 

Lorenzo

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Da ich dir keine PN schreiben kann Daniboy, darf ich hier nach deinem fachlichen Hintergrund fragen?
 

MarcBerlin

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Ich kann hier nur ins gleiche Horn blasen, wie die meisten meiner Vorredner.
@Keilrahmen, als ich die Liste Deines Vorhabens im Eingangspost las, dachte ich nur, was für ein Missverständnis des Dings, was Du da gekauft hast und welch absurdes Over-Engineering! "Nimm Spanplatte" ist natürlich etwas polemisch-ironisch aber es bringt es überspitzt auf den Punkt. Ganz so schlimm ist es um Deine Einschätzung offenbar nicht bestellt, denn Du schreibst ja im Anschluss:
A. Macht das so Sinn, oder sollte ich das mit dem Schüsseln nicht so eng sehen und einfach damit leben?
Da kann man nur sagen: Genau!
Überleg es Dir doch mal von der gestalterischen Seite: Was ist den das für eine Ästhetik? Das ist doch kein Midcentury- oder Bauhaus-Möbel. Dieses Ding sieht aus, wie ein mit viel Holz und wenig Aufwand gefertigtes Bauernmöbel. Da sind Ebenheitstoleranzen von 1-2mm ein absoluter Witz! Weder schränken sie die Funktion ein, noch sind sie gestalterisch ("optisch", wie man fälschlicherweise so gern sagt) problematisch, sondern, im Gegenteil, Teil dieser Machart! Aus dem selben Grund würde ich diesen - sorry . Epoxy-Blödsinn auch bleiben lassen. Die Platte ist geil, so wie sie ist.
und ich kann sie hier nicht einfach so für n paar tage oder Wochen im Wohnzimmer lagern.
Doch das geht. Wer Seine Werkstatt nicht ein wenig auf den Wohnbereich ausdehnt, ist kein Handwerker. Und wer als Ehepartner das nicht duldet (oder besser noch cool findet), hat den falschen Partner :emoji_wink:
(Zur Gratleistenfrage ist alles gesagt)
 

Keilrahmen

ww-kastanie
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Hallo,

zu 1. nein, die Gratleisten hilft da absolut nichts, eher im Gegenteil. Durch die schmale Fräsung hast du noch zusätzlich Kerbwirkung, die das Problem größer macht, als oben geschildert.

zu 2. Das funktioniert mit deinen Kufen.
Jede Seite ein paar Schrauben rein (Schrauben dünner, als der Bohrungsdurchmesser, z.B. 8,5mm Bohrung, 6mm Schrauben) und weil die Platte hohl ist, in der Mitte des oberen Steges, zwischen Platte und Steg einen passenden Klotz einsetzen. Schon ist die Platte halbwegs gerade.

Gruß Ingo
Vielen Danke für deine schnelle Rückmelung und die weiteren zwischenzeitlichen Rückmeldungen.

Was du mit dem Klotz genau meinst verstehe ich aber nocht nicht so ganz. Meine Situation schaut ja wie folgt au:

WhatsApp Image 2026-06-15 at 12.01.02.jpeg

Du möchtes die Platte aber umdrehen, damit die hohle Seite, also die konvexe Fläche unten ist und ich dann quasi mit einem Klotz der sich an de Zwischenstrebe abstützt diese in Form gepresst wird richtig?

Die Platte umdrehen möchte ich egentlich vermeiden.
 

raziausdud

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Zur Skizze: eine Schraube in der Mitte zieht doch die Platte zumindest etwas nach unten. Diese darf auch fest angezogen werden. Aussen sind erstmal überhaupt keine Schrauben nötig, diese (!) Platte liegt doch damit schon gerade. Und damit ist hier (nochmal !) mE schon alles gegen Schüsseln getan. Ich hab das mal in Deine Skizze gekritzelt.

Schrauben aussen sind dann mE hauptsächlich zur Befestigung des Gestells nötig. Diese Schrauben müssen der mittig fixierten Platte aber etwas Bewegungmöglichkeit lassen, also die Bohrungen im Gestell mit etwas Übergröße oder als Langlöcher ausführen und die Schrauben - am besten noch mit Unterlegscheiben - nur locker anziehen.

Rainer

IMG_9555.jpeg
 
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IngoS

ww-robinie
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Zur Skizze: eine Schraube in der Mitte zieht doch die Platte zumindest etwas nach unten. Diese darf auch fest angezogen werden. Aussen sind erstmal überhaupt keine Schrauben nötig, diese (!) Platte liegt doch damit schon gerade. Und damit ist hier (nochmal !) mE schon alles gegen Schüsseln getan. Ich hab das mal in Deine Skizze gekritzelt.

Schrauben aussen sind dann mE hauptsächlich zur Befestigung des Gestells nötig. Diese Schrauben müssen der mittig fixierten Platte aber etwas Bewegungmöglichkeit lassen, also die Bohrungen im Gestell mit etwas Übergröße oder als Langlöcher ausführen und die Schrauben - am besten noch mit Unterlegscheiben - nur locker anziehen.

Rainer

Anhang anzeigen 217320
Hallo,

dann eben eine Lasche in der Mitte um die Traverse und die Platte mit ein paar Schrauben runter ziehen.

Gruß Ingo
 
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Verstanden, wir reden über die eingenuteten U-Profile. Da verstehe ich die Schwächung.

Das heißt die Festigkeit verhält sich von einer 5cm-Platte zu einer 3cm Platte, wie 25 zu 9 (bzw wie 1 zu 0.36).
Das heißt, die Festigkeit fällt von 100% auf mickrige 36%.

Besonders Kritisch ist es, wenn man diese Schwächung genau in der Mitte der Tischplatte macht (da hier die höchste Biegebelastung ist). Leider sehen wir das ja hier im Forum auch hie und da, dass genau in der Mitte eine Gratleiste eingebaut ist.
Selbstverständlich gibt es einen Unterschied ob ich von ner Platte einfach nur n drittel der Dicke wegnehm, oder ob ich die Aussparung dann wieder stramm mit etwas auffülle. Geschwächt ist die Stelle schon, aber nicht so dass man mit der reduzierten Dicke an der Stelle der Gratleiste rechnen könnte.
Hmm das würde mich wirklich interessieren wie belastbar so eine Gratleiste ist. Intuitiv hätte ich gedacht das es zu keiner Schwächung kommt. Je länger ich aber darüber nachdenke kann eine stramm eingeschlagene Leiste die Fräsung bestimmt nicht ganz kompensieren. Vielleicht gibt es dazu eine Tabelle?
 

Keilrahmen

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Hallo,

dann eben eine Lasche in der Mitte um die Traverse und die Platte mit ein paar Schrauben runter ziehen.

Gruß Ingo
Ich verstehe den Gedanken. Kurz bissl nach ne passenden Lasche geschaut und nix gefunden (gerne Rückmeldung wenn ich eine einfache Lösung übersehen habe) und dann gedacht, man könnte ja einfach einen schmalen Abschnitt mit z.b. 50 mm Länge eines gelochten U-Profils nehmen. Müsste natürlich so eingebaut werden, dass es sich beim festmachen hinzieht, der Bolzen also oben an der Bohrung der Traverse anliegt bzw. ggf. das U-Profil zwischen Tischplatte und U-Profil noch bissl lust hat, damit man es noch etwas nachziehen kann. Zum Verständnis etwa so:
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Dann kam der nächste Gedanke, warum nicht einfach das 3mm U-Profil was ich eh da habe nehmen und nicht einlassen sondern anders rum genau im Bereich der Traverse einbauen. Wäre dann halbwegs versteckt und ist vermutlich einfacher als die Tischplatte von der Traverse aus niederzuspannen!?
Etwa so ist es gemeint:
WhatsApp Image 2026-06-15 at 14.12.43.jpeg

PS: Bitte nehmt es bei den Skizzen nicht so genau, es soll nur mal kurz zum verdeutlichen dienen.
 

civil engineer

ww-robinie
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Hmm das würde mich wirklich interessieren wie belastbar so eine Gratleiste ist. Intuitiv hätte ich gedacht das es zu keiner Schwächung kommt. Je länger ich aber darüber nachdenke kann eine stramm eingeschlagene Leiste die Fräsung bestimmt nicht ganz kompensieren. Vielleicht gibt es dazu eine Tabelle?
In Bezug auf Biegung des Tisches in Längsrichtung ist die Gratleiste nicht belastbar.

a) Sie ist nur eingeschoben und hat keine auf Zug belastbare Verbindung zur Längsrichtung der Tischplatte (sofern handwerklich korrekt ausgeführt und nicht eingeleimt).
b) Stell Dir vor, Du wolltest die Tischplatte in Längsrichtung immer weiter biegen, bis die beiden Enden zusammenstehen und Du einen Reifen oder Zylinder gebogen hast (nur in der Theorie). Irgendwann geht die Gratnut so weit auf, dass die Gratleiste einfach heraus fällt, weil sich die untere Faser, sprich die Unterseite der Tischplatte, dehnt.
 
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b) Stell Dir vor, Du wolltest die Tischplatte in Längsrichtung immer weiter biegen, bis die beiden Enden zusammenstehen und Du einen Reifen oder Zylinder gebogen hast (nur in der Theorie). Irgendwann geht die Gratnut so weit auf, dass die Gratleiste einfach heraus fällt, weil sich die untere Faser, sprich die Unterseite der Tischplatte, dehnt.
Ja die wird irgendwann rausflutschen. Aber zuvor wäre doch auch jede Platte gebrochen, egal ob mit oder ohne Gratleiste. Bei nur 2-3° Durchbiegung sollte die Leiste noch ordentliche Keilwirkung haben.
 
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