Referenzkante schaffen, Abrichte, Säge oder Elektrohandhobel

ACode

ww-ahorn
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was könnt ihr mir raten, wie bekomme ich eine, ich weiß gar nicht ob das der richtige Begriff dafür ist, Referenzkante hin?

Brett oder Platte soll eine gerade im 90 Grad Winkel zur Unter oder Oberseite liegende LängstKante bekommen, sodass ich diese am Prallelanschlag anlegen kann und eine zweite Kante bekomme und mein Brett oben und unten gleich breit ist, 100 % gleich.
Bzw. möchte ich das Werkstück mit dieser Kannte an den Queranschlag anlegen auf Länge schneiden um wiederum auf beiden Seiten gleichlanges Brett Platte Werkstück hinzubekommen.

Denn eine Platte mit einer Welle an einer Seite an ein "perfekt ausgerichteten Parallelanschlag" zu legen bringt auch nichts.
 

Friederich

ww-robinie
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-Grob mit Übermaß ablängen
-Eine Fläche abrichten
-rechtwinkelig dazu eine Kante abrichten
(jetzt hat man die "Referenzkante" mit rechtem Winkel)
-Auf Dicke hobeln
-Auf Breite schneiden (Am Längsanschlag)
-Auf Endmaß ablängen

Das ist die übliche Vorgehensweise

"perfekt ausgerichteten Parallelanschlag"
Beonders perfekt muss der nicht ausgerichtet sein. Der Schnitt wird ja zwangsläufig genau parallel zum Anschlag. Er darf nur nicht auf das Sägeblatt zu laufen. Sonst stösst das Werkstück am Sägeblattkörper an.
 
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Dietrich

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Hallo,

je nach Größe des Werkstücks geht es auf der Abrichte, aber auch wenn der Schiebetisch groß genug ist auf der Kreissäge, oder auf dem Formatschlitten der FKS oder auch mit dem langen Besäumbrett auf der TKS.
Nennt sich übrigens Bezugskante.
Oder man kauft die Platten dort wo eine Platten-Aufteil-Säge von Panhans steht...deren Plattenauswurf kannst Du als Tischlerwinkel nehmen.

Gruß Dietrich
 

carsten

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Hallo

das amwenigsten geeignet Werkzeug deiner Aufzählung ist der E Hobel.
Meinen hab ich schon Jahre nicht mehr in der Hand gehabt.
Richtet sich auch ein wenig nach der Größe des Brettes und der vorhandenen Maschinen.
 
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ACode

ww-ahorn
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Also Abrichte, welche würdet ihr empfehlen die sicher einen Tischlerwinkel Winkel schafft?
 

Macchia

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Also Abrichte, welche würdet ihr empfehlen die sicher einen Tischlerwinkel Winkel schafft?
diese Frage ist zu allgemein.
Da geht es bei einigen 100,- € los und nach oben ist alles offen.

Wie immer muss erst geklärt werden wie denn die Intentionen gerichtet sind.
Ist wie im Sportgeschäft ... brauche Wanderschuhe... ja für den Schwarzwald oder für den Mont Blanc?...

Der Elektrohobel, da muss ich Carsten zustimmen, kommt dafür nicht in Frage.

Übrigens eine ADH (Abricht- Dickenhobel) braucht auch eine Absaugung und muss auch hin und wieder
eingestellt werden.
Wenn genügend Begeisterung da ist, sind Handhobel nicht die schlechteste Wahl, sofern
du nur eine Referenzkante benötigst.
Alles von Hand, also alle 4 Seiten ist dann sportlicher Ehrgeiz....
 

ACode

ww-ahorn
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Ich kann mir das nicht vorstellen dass ich von hand einen genauen Winkel hinbekomme. Und es geht gar nicht um die Strapazen und Kraft obwohl darum auch. . Kann ich dann mikrometergenau hobeln?
Wenn nur millimetergenau, dann reicht mir das was die Holzhändler an platten verkaufen. Oder habe ich da eine falsche Vorstellung?

Wie macht man das, hobeln und mit dem Schreinerwinkel schauen ob ein Lichtspalt durchkommt? Oder mit einem mikrometer jeden nanometer auf dicke prüfen und nachhobeln? Wie bekomme ich die ganze Fläche gleich stark?
 

mkraemerx

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Was du sicher mit Handhobeln gut lernen kannst ist, dass es auf Mikro- oder sogar Nanometer nicht ankommt :emoji_slight_smile:
0.1mm kannst du problemlos von Hand hobeln. Du brauchst dafür mehr Technik als Kraft und strapaziös ist das gar nicht. eher besinnlich. Zumindest wenn du keinen Endtermin versprochen hast. Einen Lichtspalt wirst du trotzdem nahezu immer sehen.

Was ich an Handhobeln noch gut finde: Es ist vielen Leuten klar, dass das Übung erfordert. Eine Abrichte oder einen ADH muss man auch bedienen können, da erwarten aber scheinbar viele dass das beim ersten Mal klappt bzw. wenn nicht ist die Maschine schuld.
 
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Dietrich

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Hallo,

einige Zehnerpotenzen "diicker" ist immer noch beeindruckend, immerhin mißt man hier 0,008 also acht/tausendstel mm:

Gruß Dietrich
 

magmog

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Guuden,

ein gerades Brett, Leiste, Lineal oder Schiene mit seitlichem Überstand als Hilfsgerade am Werkstück befestigen,
mit der Hilfsgerade am Anschlag entlang das Werkstück schneiden,
mit der am Werkstück entstandenen Kante am Anschlag entlang die andere Seite gerade
und parallel schneiden.
Winkelig zur aufliegenden Fläche werden die Kanten gemäß der Stellung vom Sägeblatt zum Tisch.
 

flow

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Ich kann mir das nicht vorstellen dass ich von hand einen genauen Winkel hinbekomme.
Mit einer Raubank bekommt man das mit etwas Übung genau genug hin, dass man anschließend die Kante an der TKS an die Anschläge legen kann. Das Ganze erst etwas im Übermaß schneiden, und anschließend die vorher von Hand abgerichtete Seite auch nochmal durch die TKS.

Allerdings scheint es bei Dir eher um Plattenwerkstoffe zu gehen? Dann sind Handhobel nicht gerade optimal - aber eine Abrichte auch nicht (wäre halt hilfreich, wenn Du mal sagen würdest, was Du womit genau machen willst). Bei Platten nehme ich eine Handkreissäge mit Schiene. Die entstehende Kante ist ausreichend genau.

Viele Grüße

Wolf
 

ACode

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Hallo,

einige Zehnerpotenzen "diicker" ist immer noch beeindruckend, immerhin mißt man hier 0,008 also acht/tausendstel mm:

Gruß Dietrich
Nur weil es besinnlich sein kann, frage ich überhaupt noch wie das gehen kann?

nach dem Video möchte ich nur noch Handhobel herstellen...

aber mal ehrlich, so ein super Hobel kostet auch ne Menge Holz, man muss es schärfen können, man braucht eine Schleifmaschine mit entsprechender Vorrichtung wegen Winkel usw. und viel Zeit. Kann man machen nennen bei zum Spaß, aber ich möchte Spaß beim Möbelgestalten haben und mich weniger um die Maschinen kümmern, dabei darf alles natürlich schön günstig sein und muss ordentlich arbeiten...
 

ACode

ww-ahorn
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Guuden,

ein gerades Brett, Leiste, Lineal oder Schiene mit seitlichem Überstand als Hilfsgerade am Werkstück befestigen,
mit der Hilfsgerade am Anschlag entlang das Werkstück schneiden,
mit der am Werkstück entstandenen Kante am Anschlag entlang die andere Seite gerade
und parallel schneiden.
Winkelig zur aufliegenden Fläche werden die Kanten gemäß der Stellung vom Sägeblatt zum Tisch.
Genau sowas wollte ich wissen, danke schön.
Mehr von solchen Ideen werde ich nur begrüßen.
Frag noch wo bekomme ich eine solche gerade kannte her, beim Zuschnitt im Baumarkt? Obwohl Lineal oder langer Winkel, aber dat kratzt doch. Und Verschnitt gibt es hier auch viel, weil ich denke man müsste es ein paar mal wieder holen.
 
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ACode

ww-ahorn
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Mit einer Raubank bekommt man das mit etwas Übung genau genug hin, dass man anschließend die Kante an der TKS an die Anschläge legen kann. Das Ganze erst etwas im Übermaß schneiden, und anschließend die vorher von Hand abgerichtete Seite auch nochmal durch die TKS.

Allerdings scheint es bei Dir eher um Plattenwerkstoffe zu gehen? Dann sind Handhobel nicht gerade optimal - aber eine Abrichte auch nicht (wäre halt hilfreich, wenn Du mal sagen würdest, was Du womit genau machen willst). Bei Platten nehme ich eine Handkreissäge mit Schiene. Die entstehende Kante ist ausreichend genau.

Viele Grüße

Wolf
Hab ich doch die falsche Säge oder nicht ausreichend...
Ich möchte einfach schränke bauen. Habe schon einen gebaut und stelle fest, mit der Lochreihe wird es nichts mit einfach Bohrschablone an der Kante anlegen und los geht’s. Kein Winkel schafft mir Abhilfe wenn die Kanten ungenau sind. Der „gute“ Verkäufer meinte, „ uns wird das Holz mit Übermaß geliefert, damit man später nicht sagen kann, hier fehlt ein Millimeter“. Im Endeffekt fehlte mir bei den Eichenplatten ein Millimeter. Vorher wollte ich die Platten auf der TKS zuschneiden um die Wellen rauszubekommen aber da ich dann eh schon wenig Holz hatte, und vor lauter sparen nicht weiter gedacht habe bzw. dachte es wird schon muss halt mehr und genauer selbst messen. Und es klappt auch, dauert aber total lange als einfach an die Kante legen befestigen und bohren.
Und ich brauchte auch eine breite Platte ich konnte nicht noch mehr kürzen.

Hätte eine breitere kaufen können, 600 Millimeter in meinem Fall, aber hätte zu viel Verschnitt und das wäre eh unbezahlbar.
 
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Dietrich

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Mehr von solchen Ideen werde ich nur begrüßen.
Hallo,

prinzipiell ein Kopieren einer vorhandenen Kante, also wie beim Besäumbrett:emoji_slight_smile:

Übrigens die Japaner schärfen freihand auf dem Wasserstein.
Die Genauigkeit die mit einem Handhobel erreicht werden können schafft so schnell keine Maschine und schon garkeine günstige!

Lochreihen in Schränken haben nichts mit Handwerk zu tun, sie sind eine Erfindung der Serienproduktion in Fabriken.
Wenn Du Deine Schränke damit ausstattest und die Zwischenböden auf die 5mm Pippifax Dinger auflegst entwertet das ein Möbel eher.

Gruß Dietrich
 

Dietrich

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Hallo,

ohne Vorrichtung über einen liegenden Wasserstein ziehen, schafft man als Einsteiger aber kaum, ganz ohne Hilfsmittel sprich Führung hab ich jetzt ein paar Mal gemacht mit einem Ergebnis zum :emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 

Holzrad09

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vom Lande
ohne Vorrichtung über einen liegenden Wasserstein ziehen, schafft man als Einsteiger aber kaum, ganz ohne Hilfsmittel sprich Führung hab ich jetzt ein paar Mal gemacht mit einem Ergebnis zum :emoji_slight_smile:
Naja, bin zwar kein Japaner aber mache das auch schon immer so und alle Kollegen, die Ich kenne ebenfalls. Sollte normalerweise jeder fähige Tischler können. https://www.woodworker.de/forum/threads/stechbeitel-von-mhg-schleifen.108695/page-2#post-659418
LG
 

ACode

ww-ahorn
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Hallo,

prinzipiell ein Kopieren einer vorhandenen Kante, also wie beim Besäumbrett:emoji_slight_smile:

Übrigens die Japaner schärfen freihand auf dem Wasserstein.
Die Genauigkeit die mit einem Handhobel erreicht werden können schafft so schnell keine Maschine und schon garkeine günstige!

Lochreihen in Schränken haben nichts mit Handwerk zu tun, sie sind eine Erfindung der Serienproduktion in Fabriken.
Wenn Du Deine Schränke damit ausstattest und die Zwischenböden auf die 5mm Pippifax Dinger auflegst entwertet das ein Möbel eher.

Gruß Dietrich
kann ich verstehen. Andererseits ich als Leihe, ist schon zu hoch gegriffen Leihe, als 08/15 Handwerker, sehe es, bzw. es sieht für mich dann nach bissel mehr nach Möbel aus wenn ich die gewohnte Lochreiche sehe : D.
Bin nicht mit Meisterstück Möbeln im Haushalt oder sonst wo gesegnet gewesen, schlechter Geschmack, nicht trainiert.
Keine Möbel Theater früher besucht.
Aber Spaß bei Seite.
Ich lerne gerne dazu. Gibt es Beispiele wie man es ohne Lochreihen löst und die Möbel trotzdem praktisch baut und ansehnlich?
Doofe Frage einerseits, aber wenn ich aus der Reihe tanze, ich möchte ja auch etwas angeben und zeigen salop gesagt, wenn ich also dabei nicht so der Norm entspreche ist mir das egal, nur in diesem Fall bei dem Schränken einmal nicht, das ist Quasi mein Debüt, obwohl gab schon einen davor, da war ich Kreativ, 60 % Tür und aus verschnitt gebaute Regale, ähm ein Regalboden : ) .
Gefällt mir total wie es aussieht.

Sorry für Ausschweifen, das ist meine Schwäche.

Was ist noch einmal ein Besäumbret in einem Satz?
 
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