OSB im Keller

Marsu65

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Hallo zusammen,

ein paar Fragen zur Verlegung:
Der Kellerboden (60er Jahre) war bisher mit teils kaputten Linoleumfliesen belegt, die ich entfernt habe.
Hier und da sind noch Reste vom Kleber. Ansonsten ist der Boden recht eben.
Will den Boden schwimmend verlegen.
a) Sollte eine Folie drunter oder kann ich die OSB-Platten direkt auf den Beton (Estich?) legen?
b) Da vielleicht in der Zukunft Fliesen gelegt werden sollen, dachte ich mir die Platten nicht zu leimen,
sondern an Nut und Feder zu nageln bzw. schrauben, um sie später leichter zu entfernen und evtl.
noch anderweitig verwenden zu können. Kann man das machen oder doch verleimen?
c) Andere Fallstricke?
Danke für euren Input.

Gruß Marsu
 

Marsu65

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Update: zwei Tage, über 180 Aufrufe und keine Antwort?
Ich dachte, dass bezogen auf die Fragen, ein reicher Erfahrungsschatz vorhanden ist.
Fehlen Infos?

Gruß Marsu
 

FredT

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Sand und Dreck kann man durch einfachen PVC-Belag stoppen. Insofern ist das dann auch leichter zu reinigen. Wenn der Estrich sauber und glatt ist, spricht nichts gegen eine schwimmende Verlegung. Lediglich am Wandbereich sollte dann das Wandern unterbunden werden.

Grüße
 

Marsu65

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... aber Schwimmend heißt eben nicht verschraubt oder genagelt
Ich wollte sie ja auch nicht mit dem Untergrund verbinden, sondern nur untereinander.
Fällt das nicht mehr in den Begriffsraum der schwimmenden Verlegung ?

Kann sich noch jemand zur Frage - Folie oder nicht - äußern.

@Komihaxu
Bei anderweitiger Verwendung, denke ich an Bodenbelag in einem anderen Raum.
Sind die Platten untereinander verleimt, werde ich sie ja nicht mehr aus dem Raum bekommen,
ohne zumindest Nut und Feder beim auseinanderreißen zu zerstören.

Gruß Marsu
 

tiepel

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Hi,
Wie tief ist so eine Nut? Ich schätze mal so 8mm.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dieses Bröselholz mit Nägeln sicher verbinden kann. Und wie willst Du die Nägel wieder raus bekommen, wenn Du die Platten entfernen willst. Mit Schrauben reissen Nut und Feder wahrscheinlich sofort.
Ob eine Folie notwendig ist, hängt sicher auch davon ab, wie feucht der Boden ist. Im Haus meines Onkels liegen seit mehr als 20Jahren zwei günstige Zimmertüren gegen Fusskälte vor der Drehmaschine. Der Keller ist, hauptsächlich aber durch die Wände, sehr feucht. Das hält keine Probleme gegeben.
Gruß Reimund
 

carsten

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Hallo

also bei OSB kenne ich eine max Dicke von 25 mm. Das wäre für einen ebenen Fußboden der auch noch tragfähig ist völlig überdimensioniert
Zwei auf dem Boden liegende Platten müsste man also schräge miteinander verschrauben. Das fällt optisch wie konstruktiv eher unter Pfusch am Bau als als gute Lösung. zumal für einen ebenen Boden eher 13 -15 mm Dicke als absolut geeignet sind. Wenn eine Demontage mit eingeplant werden soll würde ich mit dem Leim eher geizen so das die Verbindung beim Anheben bricht.
 

sonicbiker

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Moin Marsu,
bei der Sanierung meines Hauses wurde ich im Baustofffachhandel dahingehend beraten, dass OSB die Funktion einer Dampfbremse/-sperre hat. Von daher würde ich das mit der Folie lassen, wäre nur gedoppelt.

Wenn die - sicherlich sinnvolle - Wiederverwertung in gleicher Funktion fest eingeplant ist, könnte man auch darüber nachdenken, Beschläge (Flacheisen) flächenbündig über die Plattengrenzen hinweg einzulassen. 15 mm Stärke sind dann ggf. etwas knapp, ab 18 mm würde ich das machen.

Grüße, Wolfram
 

tiepel

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Hi,
ob der ganze Aufwand lohnt?
Wenn man mal ein bisschen schaut, kriegt man den Quadratmeter OSB in 15mm für 5 Euro.
Das, was man aus dem ersten Raum rausreisst, kann man immer noch für Schränke o. ä. verwenden.
Gruß Reimund
 

odul

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Bei Kellerplatten ist immer Vorsicht geboten. Sieht schön trocken aus. Dann packt man einen Belag drauf und das ganze schimmelt plötzlich.

Nicht jede OSB-Platte ist auch feuchte-fest. Ich habe mal eine gestrichen aus einem Handwerkermarkt. Da haben sich die Späne abgelöst.

Von daher UNBEDINGT Dampfbremse drunter. Wenn du OSB-Platten legst und der Boden nicht topfeben ist, dann hast du Hohlstellen, die beim drüberlaufen nachgeben.

Warum willst du überhaupt OSB verlegen? Was soll das bringen?

Auf meinem Speicher habe ich erst 10cm Stypropor verlegt und dann Nut- und Feder-Spanplatten drauf. Ohne jegliches Leimen und Schrauben. War eine schlechte Idee. Trotz dessen, dass der Speicher selten betreten wird, waren die Platten nach ein paar Monaten auseinander. Da ich auch nicht Leimen wollte, habe alles zusammengeschoben. Dann habe ich aus verzinkten Blech Stücke von 15cm x 15cm geschnitten und jeweils die Ecken der Platten miteinander verschraubt. Hält seit 15 Jahren.

Auf dem Speicher ist das m.E. ok. Aber im Keller? Leg besser wieder einen dünnen Bodenbelag rein.
 

Harrer

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Servus
Hab bei mir auch OSB in der Werkstatt. Normale Folie drunter und einfach durchgebohrt und verschraubt. Wenns wirklich zu feucht ist ziehts evtl die Stösse etwas auf, aber nicht so daß das dramatisch wäre.

Dammal
 

derniwi

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Hallo,

andere Frage: wenn Du evtl. Fliesen legen möchtest, was ist die geplante Nutzung des Kellerraumes? Für eine Werkstatt z.B. würde ich eher OSB anstatt Fliesen nehmen. Einfach, falls mal ein Werkzeug runterfällt.

Und ja, eine Dampfsperre würde ich auch legen, den Boden mit ca. 1cm Abstand an den Wänden dann da drauf.

Gruß
Nils
 

Marsu65

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Hallo zusammen,

meinen Dank für die Beiträge.
Beim Thema Folie scheiden sich hier wie auch sonst im Netz die Geister. Manche halten sie für unabdingbar,
andere setzen auf die feuchteregulierenden Eigenschaften des Holzes (sofern es nicht zu feucht wird).
Werde es mit 12 mm Platten, ohne Folie und Unterbau und sparsam verleimt probieren.
Gruß Marsu
 

WinfriedM

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Mir kam gerade so eine Idee, wenn du die Platten später mal leicht wieder möglichst zerstörungsfrei rausnehmen willst: Unverleimt verlegen und dann genau auf der Stoßkante quer alle 50cm ein Lamello-Schlitz fräsen, Lamello einleimen und später mit Japansäge die rausstehende Hälfte wegsägen. Damit ist alles recht zügig fixiert.

Willst du es später wieder demontieren, müsstest du nur die Lamellos einmal durchsägen. Das geht gut mit einer Mini-Kreissäge.

Ist nur eine Idee, getestet habe ich das noch nicht.
 

derniwi

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@Winfried: OSB-Platten haben aber i.d.R. Nut- und Feder.
Alternativ kann man aber für ein paar Euro Lochband als Meterware kaufen und das entweder auf die Übergänge schrauben, evtl. reicht es auch an den Rändern.
 

Matthias21

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Beim Messebau in der Arbeit nehmen wir für den Boden auch Verlegeplatten mit Nut und Feder. Da werden nach dem Verlegen die Stöße mit Klebeband verbunden. Vllt wäre das ja auch noch ne Möglichkeit. Auseinander bekommt man die Platten sicher wieder, aber ich kann nicht sagen wie sich das ganze Verhält wenn es lange liegt.
 

WinfriedM

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@Winfried: OSB-Platten haben aber i.d.R. Nut- und Feder.
Ich glaub, das ist falsch angekommen. Platte mit Nut und Feder zusammenstecken. Damit das dann nicht wieder auseinanderfällt, quer von oben genau auf der Fuge mit der Lamellofräse einen Schlitz fräsen und ein Lamello reinkleben. Der guckt dann zur Hälfte oben raus. Wird später weggeschnitten. So hat man eine "Überbrückung" von einer zur anderen Platte geschaffen, der die dann zusammenhält.

In etwa so, wie hier die Ecke überbrückt wird:
https://www.bessler24.de/images/thumbnail/produkte/xlarge/86.004.04_1_2013120231_x.jpg
 

derniwi

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@Winfried: ja, so hatte ich das auch verstanden, aber damit würde man in Nut und Feder den Schlitz schneiden, oder? Und dadurch kann man später aber nicht mehr den Lamello sinnvoll auftrennen, da man ja nur den ersten Teil der Nut, also die oberen ca. 5mm sägen kann. Dann trifft man ja auf die Feder der anderen Platte.

Anders formuliert: am Plattenübergang hat man ja durch Nut und Feder im Prinzip drei Ebenen, also linke Platte, rechte Platte und wieder linke Platte. Mit der Japansäge kommt man ja nur in die oberste Ebene, also linke Platte... oder meinst Du, den Lamello nur so tief setzen? Da denke ich, dass aufgrund der Rundung nicht viel Fläche zum Verkleben vorhanden ist, oder?

Alternativ mit der Oberfräse in der Dicke eines Lamellos ein Oval ausfräsen und den Lamello flach aufleimen... ?
 

ChristophW

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Er kann die auch verleimen, später zerteilen und dann mit Lamellos wieder zusammensetzen, oder neue Nut/Feder anfräsen. Dann ist der Aufwand wenigstens auf den Zeitpunkt verschoben wo wirklich das OSB woanders hin soll, was aller Erfahrung nach nie eintreten wird wenn man sich im Vorfeld ganz viele Gedanken macht, falls nicht aber wohl spätestens in zwei Wochen der Fall sein wird :emoji_slight_smile:
 

WinfriedM

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aber damit würde man in Nut und Feder den Schlitz schneiden, oder?
Ja schon, aber wenn du später mit einem dünnen 80mm Kreissägeblatt das durchsägst, stört das nicht. Kannst du wieder zusammensetzen, den Schlitz zuspachteln und an anderer Stelle einen neuen Lamello setzen.

Ob das alles so reibungslos gehen würde, weiß ich nicht, war erstmal nur eine Idee.
 

derniwi

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Ach so, jetzt, ja. :emoji_slight_smile: ich hatte überlesen, dass beim Auftrennen des Lamellos dann eine Mini-Kreissäge zum Einsatz kommen könnte. Bin irgendwie die ganze Zeit von der Japan-Säge ausgegangen. Mit der Kreissäge muss man halt arg mit der Tiefe aufpassen. Wenn kein Unterbau drunter ist, wäre mit das zu gefährlich (für mich).

Neue Idee: nimm' die dünnsten OSB-Platten und verlege zweilagig. Dann kann man die überlappend legen und verschrauben.
 

Eiche18

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Neue Idee: nimm' die dünnsten OSB-Platten und verlege zweilagig. Dann kann man die überlappend legen und verschrauben.
Ich hatte es fast geahnt.... jetzt sind wir soweit, dass er günstige Fliesen nehmen kann und nicht teurer ist. 2 Lageb OSB und Schrauben und Folie kosten auch. Lieber gleich richtig machen statt provisorium.
 

IngoS

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Hallo,

Marsu lässt uns ja im Dunklen, wie groß der Keller ist. Bei angenommenen 16 Quadratmetern würden 12mm dicke OSB Platten etwa 60,--€ kosten. Deswegen noch große Klimmzüge zu machen, um die irgendwann in zweifelhaftem Zustand noch mal heil ausbauen zu können, erscheint mir nicht sinnvoll und vom zusätzlichen Arbeitsaufwand und Kosten her nicht gerechtfertigt. Einfach verkleben und gut.

Gruß

Ingo
 
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