Nachträgliches Einbringen eine Fußbodendämmung im Altbau - was beachten?

AB_Berlin

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Hallo,

ich bewohnen eine Altbauwohnung (BJ 1906) im EG mit Holzfußboden.
Die Wohnung ist vollflächig unterkellert, wobei der Keller teilweise beheizt ist.
Es ist keine Dämmung an der Kellerdecke vorhanden, weshalb der Fußboden im Winter in den unbeheizten Bereiche kalt ist.

Zum Aufbau des Boden kann ich nur Vermutungen anstellen.
Ich gehe davon aus, dass es eine 08/15 Holzbalkendecke ist auf der ursprünglich ein Parkettboden verlegt wurde.
Auf dem Parkett wurde vom Vorbesitzer ein weitere Schicht Parkett gelegt.

Da wir planen den alten Fußbodenbelag zu ersetzen, würde ich gerne auch damit den kalten Fußboden beseitigen.
Hierzu würde ich gerne um Tipps fragen um Mängel in der Bauausführung zu vermeiden.

Das es besser wäre die Kellerdecke zu dämmen ist klar - aber aufgrund Eigentümerverhältnisse und eingeschränkter Deckenhöhe schwierig umzusetzen.
Daher war meine Idee im Rahmen der Bodensanierung eine Dämmung auf der warmen Seite im Fußboden einzubringen. Ziel hierbei die Aufbauhöhe des Fußbodens nicht zu erhöhen. Wenn das überhaupt möglich ist.

Meine Idee wäre den alten Bodenbelag komplett zu entsorgen. Auf die Schüttung zwischen die Deckenbalken Dämmmaterial einzubringen und mit einer diffusionsoffenen Folie abzudecken. Dann den Bodenbelag mit OSB-Platten neu aufzubauen. Fertig.

Kann sowas gelingen? Totaler Irrsinn? Was wäre auf jeden Fall hier zu beachten?

Danke für Euren Input.
 

Martin45

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Im Erdgeschoss mit Keller drunter eine Holzbalkendecke?
Kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen. Aber müsste man doch im Keller sehen?!??
 

Micha83

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Als erstes wäre die Frage, Eigentum oder Mietverhältnis?
Ist es ein Gewölbekeller?
Oder gerade Decken?
 

AB_Berlin

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Hi,

wir wohnen im Eigentum mit den üblichen Einschränkungen einer WEG.

Laut Bauakte sollte die Decke eine Winkel-Falzstein-Decke sein.
Also kein Gewölbekeller/ keine Kappendecke.

Ich habe mal zwei Bilder aus der Bauakte angehangen.
Hoffe das hilft.
 

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K2H

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Anhand der beiden Bilder fällt mir adhoc ein: Alten Dielenboden inkl. Lager komplett raus nehmen, dampfdichte Folie vollflächig einbauen, an den Wänden bis OKFF hochgezogen, 13 cm neue druckfeste Dämmplatten drauf legen, 20 mm Trockenestrich drüber, Bodenbelag drauf, bist du bei ungefähr der gleichen Höhe wie jetzt. Mit ein paar cm mehr Aufbauhöhe könnte sogar noch eine Fußbodenheizung drin sein.
 

lesepirat

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Ist mir alles zu kompliziert. Ich habe über dem Keller Schüttung eingebracht, ich komm grad nicht drauf wie die heißt, leichte Hohlraumschüttung. Im oberen Geschoss Zellulose.
 

teluke

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Ich habe sowas mit Styroporbeton gemacht.
Viel Styropor in den Mischer, Zement dazu und natürlich Wasser.
Dämmt und ist stabil.
 

K2H

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Bazi123

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Im Erdgeschoss mit Keller drunter eine Holzbalkendecke?
Kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen. Aber müsste man doch im Keller sehen?!??
Das ist bei mir zB genau so. BJ 1923, voll unterkellert, Holzbalkendecke.
Wir dämmen jetzt die Gefache mit Klemmfilz. Darüber 22mm OSB verklebt in N+F, dann FBH, dann Fertigboden.
 

K2H

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Das ist bei mir zB genau so. BJ 1923, voll unterkellert, Holzbalkendecke.
Das gibt es auch heute noch häufiger als man denkt. Gerade in waldreichen Regionen war das zumindest in Arme-Leut-Wohnhäuser die übliche Bauweise, als Alternative zu aufwändigeren, steinernen Gewölbedecken. Das Holz gabs ja billig "nebenan" im Wald.

@Bazi123 Bedenke, mit dem neuen Fußbodenaufbau baust du eine sehr dichte Dampfbremse, um nicht schon Dampfsperre zu sagen, auf die Decke. Wenn vorher ein alter Dielenboden, o. ä. drauf lag, ließ der die Decke wesentlich besser nach oben hin abtrocknen als der neue Aufbau.
Nicht dass du dir die Balken/das Holz dermaßen auffeuchtest, dass es sich zu Pilzsubstrat entwickelt! Zumal (Mineralwolle?)Klemmfilz sehr wenig Feuchtigkeit/Wasser wegpuffern kann.
 

Bazi123

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Das gibt es auch heute noch häufiger als man denkt. Gerade in waldreichen Regionen war das zumindest in Arme-Leut-Wohnhäuser die übliche Bauweise, als Alternative zu aufwändigeren, steinernen Gewölbedecken. Das Holz gabs ja billig "nebenan" im Wald.

@Bazi123 Bedenke, mit dem neuen Fußbodenaufbau baust du eine sehr dichte Dampfbremse, um nicht schon Dampfsperre zu sagen, auf die Decke. Wenn vorher ein alter Dielenboden, o. ä. drauf lag, ließ der die Decke wesentlich besser nach oben hin abtrocknen als der neue Aufbau.
Nicht dass du dir die Balken/das Holz dermaßen auffeuchtest, dass es sich zu Pilzsubstrat entwickelt! Zumal (Mineralwolle?)Klemmfilz sehr wenig Feuchtigkeit/Wasser wegpuffern kann.
Danke für den Hinweis, aber da lag schon zuvor nicht nur Dielenboden drauf. Je nach Raum waren da noch 6cm Estrich, oder bis zu 7 Lagen Teppich, Span, Laminat und Parkett...
 
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NOFX

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Gerade mit den Stahlträgern, die ja ideale Kältebrücken sind, muss man sehr vorsichtig mit Kondenswasser sein, dass sie da bilden könnte. Also eine Dampfbremse/sperre wird da wichtig sein und dann am besten noch Dämmung oberhalb der Träger.

Es gibt ja diverse Trockenbau-FBH-Systeme, teilweise mit OSB, Trockestrich o.ä.. Wie hoch ist denn der geplante Aufbau oberhalb der Stahlträger?
 

Holzfummler

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Moin,
wenn der Keller tlw. beheizt ist, ist auch eine Entfeuchtung dabei? Wie groß ist der Raum?
Ansonsten diese nachrüsten (es gibt verschiedene maker-Projekte für kleines Geld) und trotzdem Dampfsperre, wie schon geschrieben, einbringen.
Dann hast du freie Wahl, bzw. es hängt davon ab, welchen Bodenbelag du haben möchtest. Also erst einmal Skizze vom Aufbau erstellen. Wenn, z.B. schöne Dielen angesagt sind, dann genügen Balken mit Dämmmaterial deiner Wahl als Unterkonstruktion. Abstand der Balken je nach Dielenstärke <0 50 cm.
Ansonsten geringere Balkenhöhe (vielleicht besser KVH, wegen geringerer Verzugsneigung) und OSB-Platten( mindestens 22mm) als Basis.
LG
Thomas
 
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