Lochtiefe 20 mm Lochsystem / Schraubzwingen

Konze

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Hallo,

ich baue mir gerade eine Werkbank mit 20-mm-Lochsystem, weiß aber noch nicht, wie dick die Platte werden soll. Ich möchte gerne Schraubzwingen wie diese hier in das Loch einführen können, um Objekte festzuspannen. Wisst ihr, wie dick die Platte werden darf, damit die Schraubzwingen da noch rein passen? Mein Wunsch: So dick wie möglich, aber die Zwingen müssen passen.

Danke und schöne Grüße,
Konze

Falls es wen interessiert: Ich habe einen Rahmen, so eine Fachwerk aus 8x5-Hölzern gebaut, darauf kommt die Platte. Das bietet die Möglichkeit, dass ich dort, wo der Rahmen ist, mit den Holdfast-Niederhaltern arbeiten kann, weil ich dort die benötigte Tiefe habe, in meinem Fall irgendwas zwischen 10-12 cm. Hier bohre ich dann auch Löcher mit 19 mm - muss mir halt markieren, welche das sind. Das werden ca. 4 Reihen á 10 Stück.

Ansonsten nehme ich die 20-mm-Löcher, damit ich mit leicht erhältlichen Rohren, Rundstäben etc. arbeiten kann. Unter diesen Löchern ist dann also nichts, sodass ich die oben beschriebenen Zwingen durchstecken kann.

Das ist quasi so eine MIschung aus der berühmten Ron-Paulk-Workbench und einer massiven Hobelbank mit dicker Arbeitsplatte. Bin gespannt, ob ich damit zufrieden sein werde. Zur Not muss ich nochmal umbauen. Finde die Idee, mit den Holdfast-Niederhaltern und den Zwingen gleichzeitig arbeiten zu können, reizvoll.
 

Indirubin

ww-buche
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Ich habe etwas ziemlich ähnliches gemacht.
Genau kann ich dir die/deine "Maße" nicht nennen, aber folgenden Tipp/Trick: Von unten habe ich die Löcher größer gebohrt (30 mm). Dadurch gehen die Zwingen um die (größere) Kurve, was sie sonst nicht würden...
 

Frank73

ww-robinie
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War eben noch mal schnell nachmessen.
Meine hat 25mm, da geht es grad so. Ansonsten ist der Tipp von Indirubin, von unten etwas größer aufbohren auch gut.
Vielleicht noch ein Tipp. Ich habe unter der Platte Zargen verbaut. Je nach Position der Bohrlöcher kann es aber sein das man die Zwingen nicht mehr um 360 Grad drehen kann, da dann der Schenkel unter der Platte an die Zarge anstößt.
 

Konze

ww-eiche
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Hey ihr, danke fürs Messen und die Infos! Das mit dem größer bohren von unten ist ein guter Tipp. Sollte aus den 25 mm dann 28 oder 30 mm oder so machen? Probier ich am besten an einem Reststück mal aus...
 

FLiszt

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Ich würde evtl. Folgendes versuchen (Vorsicht, das ist keine Erfahrung, sondern nur eine Idee):

- Zuerst alle Löcher mit 2mm vorbohren, komplett durch.
- Dann von der Unterseite her alles auf 30mm bohren, auf die Tiefe die es da halt braucht. Vielleicht gibt es ja im Holzbereich Bohrer, die das ohne weiteres Vorbohren gleich können.
- Als Letztes von der Oberseite mit 20mm durch.

So sollte gewährleistet sein, daß die 20mm Löcher von oben und die größeren Löcher von unten den gleichen Mittelpunkt haben.

LG,
FLiszt
 

scandreas

ww-pappel
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hallo Konze,
ich habe eine 19mm MDF-Platte mit 20er Löchern versehen. Die kurze Festool-Zwinge (120 lang) muss ich ganz aufmachen, damit sie einzufädeln ist. Die gibt es auch mit Länge 160, damit ist es einfacher. Den oberen Rand der Löcher habe ich mit einem 2 oder 3mm-Abrundfräser bearbeitet, auch das hilft beim einfädeln.
Mit der 19mm-Platte komme ich für alle Arbeiten hin, aber ich mache keine Stemmarbeiten.
Gruß
Andreas
 

Daniboy

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In welchen Abständen zueinander bohrt ihr denn die 20er bzw 19er Löcher?
 

bezu

ww-kiefer
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Bei meiner Werkbank habe ich 19mm MDF verwendet. Das spannt ca. 600mm zwischen Aluprofilen. Aus meiner Sicht ist das sehr stabil. Ich habe 20mm Löcher im Raster von 96mm gebohrt. Das habe ich mit der Oberfräse gemacht und meine Schiene mit 32er Raster verwendet. Die Löcher sind dann von unten mit dem Fasefräser abgeschrägt, damit die Zwingen gut reinpassen.

Grüße
bezu
 

heiko-rech

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Hallo,

zu dem bereits geschriebenen habe ich noch zwei Anmerkungen, die du in deiner Planung eventuell berücksichtigen solltest:

1. Wenn die Löcher von unten her vergrößert werden, weil die Platte dicker werden soll, dann kann das zu Problemen mit Spannelementen führen, die von unten mit einer Schraube gesichert werden sollen. Zum Beispiel mit der Montageplatte für Kniehebelspanner, aber auch bei der Nutzung von sogenannten Bench Dogs

siehe auch:
https://www.feinewerkzeuge.de/bankhaken-20mm.html

und

https://www.feinewerkzeuge.de/kniehebelspanner.html

Wenn die Platte dicker wird, muss man auch die Befestigungsschrauben für solche Elemente verlängern.

2. Die Holdfast funktionieren nicht mehr gut, wenn die Platte oder in deinem Fall die Aufkantung zu dick wird. Bei einer Plattenstärke von 40 - 100mm funktionieren die Holdfast von Gramecy meiner Erfahrung nach am besten. Bei dickeren Platten wie deinen angedachten 120mm halten sie nicht mehr gut.

Gruß

Heiko
 

Daniboy

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Welche Bohrer sind denn zu bevorzugen?

Ich möchte 80 Bohrungen mit Durchmesser 19mm mit einer Elektrohandbohrmaschine in eine 80mm Tischplatte aus Kiefer bohren.

Von der Bohrerlänge gingen sich aus:

- Holz-Spiralbohrer
- Schlangenbohrer
- Lange Forstnerbohrer
 

Dr.Howie

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Ich baue mir gerade eine Mobile Werkbank, um nicht alle arbeiten in meiner Werkstatt zu machen.
Sägen, schleifen oder fräsen könnte ich dann zukünftig gleich draußen machen, um weniger Dreck in der Werkstatt zu haben.
Meine Arbeitsplatte ist 27 mm stark und ich würde gerne wissen wie die Erfahrungen mit den angesprochen 30er vergrößerten Löchern von unten sind. Ich denke eher hier auf 22 oder gar 20 mm plan zu fräsen.

IMG_2916.jpeg
 

depitter

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ich würde 19mm nehmen. 22er soll wohl auch noch gehen, aber mit manchen Zwingen gibt es da wohl schon Probleme. Das größer Fräsen von unten hilft zwar bei den Zwingen, macht aber oft Probleme mit anderen Tools. Was die Löcher angeht, hast Du keinen Bekannten im Umfeld mit einer CNC? Soviele Löcher bohren ist keine Freude, wenn überhaupt, würde ich das mit einem richtig guten Forstnerbohrer machen, aber lieber würde ich ein paar Euro bezahlen und das fräsen lassen, da kann man auch gleich eine kleine Fase mit anfräsen.
Ach ja, denk dran, das der ganze Dreck überall durchfällt.
 

dsdommi

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Nimm doch mal ein Reststück deiner Platte und Bohre ein Loch rein. Dann weißt du ob das mit der zwinge passt. Wenn nicht macht ein 30mm Loch von unten keinen Sinn. Das muss ja dann die groß sein dass die zwinge unten komplett rein greifen kann. Müssten sie 59 bis 60mm sein denke ich
 

Hoosier

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Als MFT-Benutzer bitte ich zu bedenken, dass der theoretisch maximale Einfädelwinkel nur ohne Werkstück funktioniert. In der Praxis hatte ich es schon öfters, dass es ein Gefummel war, das Werkstück zu spannen weil eben die Zwinge nicht vernünftig montierbar war durch das Werkstück, je nach Situation. Ich würde deswegen die Platte nicht dicker machen als beim MFT, sind glaube ich 19 mm. Die Alternativprodukte (Sauter usw.) richten sich auch danach.
 

FredT

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19mm ist die Grenze, bis zu der deine Zwinge von oben noch eingefädelt werden kann. Mehr geht dann nur mit dem Trick, daß die untere Kante weggenommen werden muß.
Probier es einfach an einem Reststück aus
 

IngoS

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Hallo,

diese Zwingeneinfädelei in Lochplatten empfinde ich sehr umständlich und die Ausladung der passenden Zwingen ist gering, was wiederum unnötig viele Bohrungen bedingt.
Es gibt doch Zwingen, die mit einem passenden Zapfen versehen sind, welcher in der Bohrung verkeilt wird.
Das macht die ganze Sache doch erheblich einfacher.

Gruß Ingo
 
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