kellerwerkstatt braucht mehr Licht-aber welche beleuchtungsart?

Batucada

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Ich hab' jetzt mal den gesamten Faden durchgeackert. Zu Beginn hatte ich noch die Vorstellung, dass ich mit meinen Leuchtstofflampen in der Werkstatt einer veralteten Technik nachhänge. Den Gedanken habe ich jetzt aber begraben, die Leuchtstofflampen bleiben auch noch in der nächsten Jahren hängen, auch kein Austausch gegen LED-Röhren. Was mich verwundert, ist jedoch die vielfache Wahl der Lichtfarbe mit 4000 K! Ich dachte bisher, 6500 K wäre die neutralere Lichtfarbe. Warum der Vorzug auf 4000 K? Hat jemand eine Erklärung dafür?

Batucada
 

Batucada

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Da wird es ganz gut erklärt, und auch dort wird 4.000 K für Arbeitsräume empfohlen.
Das erschließt sich mir nicht.
die Fundstelle dieses Textes (auf der Seite von Lampenwelt) lässt dann eher noch mehr Fragen aufkommen....
Wichtiger Hinweis:
Von der Lichtfarbe des natürlichen Tageslichsts stammt auch der Name „Tageslicht“ für bläulich leuchtende Leuchtmittel. Lassen Sie sich beim Kauf daher nicht zu der Annahme verleiten, eine tageslichtweiße Lichtfarbe wäre das warme, gemütliche Licht. Es ist genau umgekehrt.


Und ich will auch immer gerne wissen, wer mich berät, und dann versuch ich dahinter zu kommen, warum die Beratung so ausfällt.

Wenn ich mir einen Monitor kaufe, dann achte ich darauf, dass der sich auf 6500K kalibrieren lässt. Dafür gibt's auch einen Grund, weil nur mit dieser Kalibrierung eine annähernd neutrale Farbwiedergabe möglich ist.

Also, zuhause auf meinem Sofa soll's gemütlich sein, aber in der Werkstatt will ich gutes Licht haben. Hab' ich das mit 4000 K? Ich war bisher der Meinung, dass ich mit 6500 K die bessere Wahl getroffen hätte. Die "Beratung" von Lampenwelt vermag mich aber nicht zu überzeugen.

Batucada
 

Friederich

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Tageslicht hat mW 5500 Kelvin. Aber das ist in einer Schreinerwerkstatt doch völlig irrelevant. Solange man nicht die Fassung einer barocken Madonna retuschiert.
 

Mister G

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Ich möchte meine persönliche Erfahrung mit heller LED-Beleuchtung in Arbeitsräumen weitergeben:

Ich habe vor etwa zwei Jahren mein Arbeitszimmer mit LED-Deckenleuchten über dem Schreibtisch ausgerüstet – mit 4000 Kelvin, weil es schön helles Licht sein sollte. Nach 14 Tagen habe ich es nicht mehr ausgehalten, weil ich abends zunehmend mit massivem Augenflimmern zu kämpfen hatte. Ich habe daraufhin die 4000er Leuchtmittel rausgeworfen und gegen 3000er ersetzt – seit dem habe ich damit keine Probleme mehr.

Ich weiß nicht, ob ich da besonders empfindlich reagiere, aber ich würde empfehlen, in Räumen, in denen man stundenlang bei Lampenlicht arbeitet, LED-Lampen mit höheren Farbtemperaturen vorher zumindest intensiv auszuprobieren, ehe man für viel Geld den ganzen Raum damit ausstattet.
 

Maho68

ww-fichte
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Hi,
danke für die rege teilnahme und Meinungen.
damit ich baldig das neue Licht in Augenschein nehmen kann, brauche ein Elektriker.
Aber woher nehmen ? jemand , der dankbar für kleinen Auftrag ist .
komme aus Halstenbek
 

pixelflicker

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Also ich habe mich auch für die 4000k Leuchten entschieden. Interessanterweise habe ich diese Dikussion gestern erst mit meinem Nachbarn geführt, der auch meinte in seiner Laufbahn als Elektrikter hätten sie damals extra alle warmweißen Röhren durch kalte ersetzt als die raus kamen, weil das in Büros und Arbeitsräumen besser ist zum Arbeiten. Bei mir zuhause habe ich Beleuchtung bei der ich die Wärme ändern kann. Da merke ich, dass es für mich sehr angenehm ist tagsüber mit kaltweiß und gegen Abend mit Warmweiß zu arbeiten. Abends ist mir das kalte Licht zu grell. Am Tag ist es aber recht angenehm, weil es gut zu dem Licht passt, das auch durchs Fenster kommt und ich meine, dass man da auch "wacher" ist.

Da ich in meiner Werkstatt aber hauptsächlich gegen Abend arbeite und das auch für mich eher Hobby als Arbeit sein soll, möchte ich da eher ein etwas gemütlicheres Licht haben, das aber trotzdem auch noch sehr hell ist. Deswegen habe ich mich für die 4000k entschieden. Das ist nicht so warm wie eine Glühlampe, aber eben auch nicht so kalt und steril wie eine Tageslichtlampe. Für mich eine gute Kombination.

Was den Tausch von Leuchten/Leuchtmitteln angeht: Würde ich nicht machen. Ich verwende heute noch alte LED-Röhren immer wieder, wenn ich die wo weg mache. In meinen neuen Heizuraum kommen zwei Leuchtstoffröhren und die werden da auch ihren Job gut machen, denke ich. In einer Garage habe ich drei Röhren, da hab ich eine mit LED ausgestattet und der rest bleibt. Die LED ist nur dazu da, dass es schnell hell wird. Beim Stromverbrauch und der Haltbarkeit hat man keine gravirenden Nachteile mit Leuchtstoffröhren. Etwas zu tauschen nur, damit man was neueres hat, ist für mich kein guter Grund.
 

odul

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MW sparen Leuchtstoffröhren ca 80% und LEDs ca 90% gegenüber Glühbirne. Lohnt also nicht wirklich, von Leuchtstoff auf LED umzurüsten.
Ich bin da auch immer am grübeln, wie groß der Unterschied ist. Die LEDs sind wohl in den letzten Jahren besser geworden. Was bei mir einen SEHR großen Unterschied gemacht hat: ich habe jetzt 9 LED-Leisten mit zusammen 100Watt statt vorher 2 x Wannenleuchte 2*56Watt Leuchtstoffröhre und die Ausleuchtung ist jetzt VIEL GLEICHMÄßIGER. In den Ecken war es trotz der höheren Leistung der Leuchtstoffröhren deutlich dunkler.
 

ChrisOL

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Gute LEDs bringen >120 Lumen pro Watt. Gute Leuchtstoffröhren schaffen best. 90 Lumen pro Watt.

Wenn was ersetzt werden muss würde ich nur zu guten LEDs wechseln.
 

odul

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Wenn meine obige Schätzung zur Effizienz stimmt, sollte das etwa die doppelte Lichtausbeute ergeben.
Ich habe gerade mal in meinen alten Thread ( https://www.woodworker.de/forum/threads/kellerdecke-dämmen-und-led-licht.102045/ ) geschaut:

"Am Sägeblatt habe ich 170Lux, direkt unter einer Leuchte (gleicher Abstand) 220Lux. Direkt unter den alten Lampen zuvor hatte ich deutlich mehr (>400Lux). Aber halt nur da. An der Werkbank links kam ich nur auf 40-60Lux. Der echte Gewinn ist die gleichmäßige Ausleuchtung."

Der Faktor 2 dürfte zwischen Leuchtstoffröhren und LED nicht liegen.
 

pixelflicker

ww-robinie
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MW sparen Leuchtstoffröhren ca 80% und LEDs ca 90% gegenüber Glühbirne. Lohnt also nicht wirklich, von Leuchtstoff auf LED umzurüsten.
Meine Rede. Würde ich nicht machen, sondern erst wenns kaputt sind.

"Am Sägeblatt habe ich 170Lux, direkt unter einer Leuchte (gleicher Abstand) 220Lux. Direkt unter den alten Lampen zuvor hatte ich deutlich mehr (>400Lux). Aber halt nur da. An der Werkbank links kam ich nur auf 40-60Lux. Der echte Gewinn ist die gleichmäßige Ausleuchtung."
Laut Herstellerangabe bringen meine 160lm/W. Die sind auch wirklich hell, allerdings glaub ich nicht ganz, dass sie das bringen, was drauf steht.
 

tiepel

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Hi,
ich habe das schon in mehreren Threads erwähnt.
Ich habe in der letzten Zeit einige 36Watt Leuchtstofflampen gegen 18Watt LED ersetzt.
Immer war (zumindest das Empfinden) die LED heller.
Das waren aber immer Leuchtstofflampen, die durch waren. Man müsste dann Mal neue mit neuen vergleichen.
@predatorklein hat aber berichtet (wenn ich das richtig im Kopf habe) dass bei ihm durch Umstieg auf LED die Energiekosten deutlich gesenkt wurden.
Vielleicht meldet er sich ja dazu.
Gruß Reimund
 
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Hallo,
mal abgesehen von der angenehmeren, gleichmäßigeren Ausleuchtung der LED-Leuchten gegenüber herkömmlichen Leuchtstoffröhren:
Die Kosteneinsparung errechnet sich nicht alleine aus dem niedrigeren Stromverbrauch in Relation zur Lichtausbeute. Vielmehr geht in die Rechnung die Häufigkeit ein, abgefackelte Röhren und Starter austauschen zu müssen.
Meine LED-Röhren halten jetzt schon mehrere Jahre. In dieser Zeit wäre ich zu Zeiten der Leuchtstoffröhren schon mehrmals "unter die Decke gegangen". Nach meiner Rechnung hat sich der Austausch alleine dadurch längst bezahlt gemacht.
Gruß
 
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