Holz schleifen mit Flex?

DerBaer93

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Hallo zusammen,

ich möchte Holz zukünftig gerne nicht mehr von Hand schleifen, sondern eine Schleifmaschine dazu verwenden.
Ich hätte bereits eine Flex mit Fächerscheibe in meiner Werkstatt. Ist eine Flex gut geeignet um Holz gerade/glatt zu schleifen, oder sollte ich mir doch lieber einen Bandschleifer o.ä. zulegen?
Wenn die Flex ok wäre was würdet Ihr für Scheiben empfehlen? Ich hatte auch gesehen, dass es wohl so Gummischeiben gibt auf die man dann ganz dünne Schleifscheiben mit der jeweiligen Körnung aufsetzen kann, ist sowas besser geeignet als eine Fächerscheibe?
 

carsten

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Hallo

weder die Flex mit Fächer noch mit Gummischeibe ist geeignet eine Holzfläche gerade zu schleifen.
Bandschleifer erfordert etwas Übung oder einen Schleifrahmen.
Einzig wenn es um formendes Schleifen geht könnte man die Flex mit Fächerscheibe oder Gummischeibe andenken. Aber nicht um gerade ebene Flächen hinzubekommen. Dazu verwendet der Schreiner in der Regel Hobel.
 

gand-alf

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Hallo,
praktische Erfahrungen mit dem Schleifen per Winkelschleifer habe ich nicht. Was, je nach Anwendungsfall aber funktioniert ist
  • Handschliff
  • Schwingschleifer
  • Exzenter (mit oder ohne Zwangsrotation)
  • Bandschleifer (gerne mit Schleifrahmen, wenn's eben werden soll)
Mit dem Winkelschleifer inkl. Drahtbürste hab ich einmal eine "strukturierte Oberfläche" simuliert. Ging sogar erstaunlich gut. Mit Fächerscheiben habe ich schon mal mit Beton eingesaute Schraubzwingen aufgearbeitet. An Holz würde ich damit nicht gehen, zumindest nicht, wenn eine ebene und glatte Oberfläche entstehen soll.
Skeptische Grüße
Reinhard
 

Besserwisser

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Ich habe früher oft die Flex beim parkettschleifen benutzt, in Ecken, wo man sonst mit nix hin kommt. Es braucht aber eine Kräftige mit Drehzahlregulierung.
Für normale Anwendungen ist das nix.
 

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Hallo

weder die Flex mit Fächer noch mit Gummischeibe ist geeignet eine Holzfläche gerade zu schleifen.
Bandschleifer erfordert etwas Übung oder einen Schleifrahmen.
Einzig wenn es um formendes Schleifen geht könnte man die Flex mit Fächerscheibe oder Gummischeibe andenken. Aber nicht um gerade ebene Flächen hinzubekommen. Dazu verwendet der Schreiner in der Regel Hobel.
Sehe ich etwas differenzierter . Nichts ist schneller als eine (125er) Flex . Habe ich jahrelang zum Entlacken von Bauteilen genutzt , die nachher tischlermässig zu reparieren waren . Eine Flex ist der Standart beim Abschleifen der Randzone von Fußböden . Die Kunst ist , nicht nur mit dem Rand zu schleifen , sondern mit der ganzen Fläche des Schleiftellers . Über eine effektive Staubabsaugung braucht man in diesem Anwendungsfall sicher nicht zu reden . Das Leben besteht leider nur aus Kompromissen :emoji_thinking: :emoji_cry: .
 

carsten

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Hallo

bei Böden oder gar entlacken bin ich dabei. Aber er schreibt nur von Holz.
Das hab ich jetzt mal mit Möbel assoziiert und denke da irgendwie an eine Tischplatte.
Und da würde ich jetzt eben nicht mit den genannten Geräten rangehen.

Ich habe leider keine Kristallkugel.
 

GertG

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Für Flächen, die plan werden sollen, ist das nix.

Aber ich hab früher damit gedrechselt.
Erst mit einer Hartmetallscheibe für Klauenpflege und dann, für die Oberfläche, Fächerscheiben von 60...240er Körnung.
Geht gut; staubt aber wie Hölle.
 

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Für Flächen, die plan werden sollen, ist das nix.

Aber ich hab früher damit gedrechselt.
Erst mit einer Hartmetallscheibe für Klauenpflege und dann, für die Oberfläche, Fächerscheiben von 60...240er Körnung.
Geht gut; staubt aber wie Hölle.
Wenn man es kann , wird das sicher was ! Es muss nicht immer ein Excenterschleifer für ~400€ sein (habe selber unter anderem einen Mirca Ceros) . Aber auf der Baustelle muss es manchmal einfach schneller gehen .... :emoji_thinking: :emoji_grin:
 

DerBaer93

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Hey, danke für die zahlreichen Antworten.
Ja es geht mir hauptsächlich darum grade Holzstücke/Flächen wie z.B. Arbeitsplatten, Einlegbretter für Schränke,Kommoden, Holzbalken etc. zu schleifen.
Was meint Ihr wäre für diesen Zweck am besten geeignet?
Ein Exzenter, Bandschleifer oder was anderes?
 

Herbert 10

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Der Reihe nach:

1. Breitband
2. Langband
3. Banschleifer mit Schleifrahmen ala Festool etc



4. rechteckige Vibrationsschleifer
5. Excenterschleifer

Flex wage ich hier nicht anzuführen :emoji_wink:
 

Boshu

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Wenn einen die hübschen Kreisbögen in der Oberfläche nicht stören, geht das. Das beste ist natürlich ein Bandschleifer, der mit der Holzrichtung geht. Auch der exzenter macht gerne Kringel.
 

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Hey, danke für die zahlreichen Antworten.
Ja es geht mir hauptsächlich darum grade Holzstücke/Flächen wie z.B. Arbeitsplatten, Einlegbretter für Schränke,Kommoden, Holzbalken etc. zu schleifen.
Was meint Ihr wäre für diesen Zweck am besten geeignet?
Ein Exzenter, Bandschleifer oder was anderes?
Excenter ist sicher am einfachsten , dauert aber dann (eventuell) etwas länger :emoji_thinking: :emoji_cry: .
 

Herbert 10

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Nein.
Mit Excenter ist es mit Sicherheit nicht am einfachsten eine ebene Fläche zu bekommen.

Guck meine Reihenfolge
 

DerBaer93

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Der Reihe nach:

1. Breitband
2. Langband
3. Banschleifer mit Schleifrahmen ala Festool etc



4. rechteckige Vibrationsschleifer
5. Excenterschleifer

Flex wage ich hier nicht anzuführen :emoji_wink:
Also Breit/Langband liegen leider leicht außerhalb meines Budgets :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:.
Werde mich dann mal nach nem Bandschleifer mit Rahmen umsehen.

Vielen Dank für eure Hilfe!
 

Holzrad09

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Ist eine Flex gut geeignet um Holz gerade/glatt zu schleifen
In asiatischen Videos sieht man das oft, die scheinen das gut zu können ....., zumindest in Anbetracht, was man am Ende dastehen sieht.
Beim aufsetzen sollte man natürlich aufpassen, man schleift sich sofort nen Absatz rein. Empfehlen würde Ich Dir es aber auch nicht.
LG
 

carsten

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Hallo

also bei mir war immer der Excenter die meist genutzt Handschleifmaschine.
Breitband und Langband können wir vermutlich ausschließen. Der Bandschleifer mit Schleifrahmen ist zwar ganz nett aber preislich auch recht ordentlich.
Am universellsten finde ich den Excenter. Da muss es nicht der mirka sein. Den gibt es z.B baugleich von metabo. Aber auch Makita und Bosch blau würde ich durchaus empfehlen.
5 mm Hub ist für Holz passend. Wobei fast wichtiger als die Maschine ist das Schleifpapier. Die die ich aus Verlegenheit mal privat im Baumarkt gekauft habe kann man vergessen. Gute Marken neben Mirka, ekamant, indasa, starke, sia, Festool.
Und Schleifpapier ist Verbrauchsmaterial. Kringel entstehen meist bei zu lange genutztem verklebtem / verschlissenen Schleifpapier oder wenn man drückt. Ich bewege den nur durch Eigengewicht und das der führenden Hand.
 

seschmi

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Ich benutze einen Einhandwinkelschleifer (Bosch GWS 7-115). Der hat eine Drehzahlregulierung und ist winzig klein, so dass man ihn wirklich mit einer Hand haltena kann.

Damit schleife ich gedrechselte Schalen. Die werden dadurch glatt, aber (zum Glück) nicht gerade. Dazu verwende ich einen Schleifteller mit Klett (50 oder 75mm) und entsprechende Scheiben.

Glatt und gerade sind zwei grundverschiedene Dinge: Alle aufgezählten Geräte machen glatt, aber ein Berg bleibt ein Berg und ein Tal ein Tal. Nur Hobel, Breitband und Langband machen auch eben (plan, gerade), und mit Einschränkungen der Bandschleifer.
 

uli2003

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Flex für saubere Flächen? Och nöö. Mit der Flex mache ich - 40er Dachpappe draufgepappt - Schützenvögel rund. Sonst aber nix.
 

Gelöschte Mitglieder 2610

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Naja er schreibt doch es sollten gerade Fläche entstehe :emoji_wink:
Mit z.b. einem Exzenterschleifer schafft man es auch nicht eine wellige Oberfläche zu begradigen . Mit einer Flex und sowas schaffe zumindest ich :emoji_innocent: aus einem welligen und sägerauhen Brett oder Bohle eine glatte und begradigte Oberfläche heraus zu kitzeln. Das sind die gleichen Scheiben , die man auch beim Verleih für Fußbodenschleifmaschinen bekommt . Dort ist es aber meist leider eine große Flex mit einem 180er Teller . Diese kann man nur mit zwei Händen halten und schleift deshalb meist nur mit dem Rand . Zurück zum Anliegen des TE . Ich würde ihm allein auch wegen dem Handling einen bürstenlosen (brushless) Exzenterschleifer empfehlen . Diese kann man sehr gut mit einer Hand führen und neigen auch wegen der geringen Bauhöhe nicht zum Kippeln . Es muss ja nicht unbedingt ein Mirka Deros oder das Derivat von Metabo sein . Am unteren Ende gibt es noch den Menzer . An sich kein schlechtes Gerät . Schleifen tut dieser prima . Ich habe mir den auch gekauft . Eine Frechheit ist , das man für den Anschluss eines Staubsaugers einen Adapter für über 25 € braucht . Da ist man dann schon bei 235 € . Das billige PVC-Anschlusskabel ist für diesen Preis auch ein Witz . Also gleich das Gerät aufgeschraubt und ein langes Gummikabel eingebaut . War gar nicht so einfach , da die Kabeltülle fest mit dem Originalkabel verbunden/verklebt ist . Beachtenswert ist , das das Gerät nicht schutzisoliert ist . Man benötigt also zum Austausch ein dreipoliges Maschinenanschlusskabel . Auch habe ich gestaunt , das die gesamte Elektrik im Gerät fest verpresst ist . Man muss also die Kabel durchschneiden , um defekte Komponenten auszuwechseln . Ich vermute mal , das es für den Menzer außer dem überteuerten Adapter und dem Schleifteller kein Ersatzteil geben wird :emoji_thinking: :emoji_spy: . Das Gerät ist sicher nicht schlecht aber mindestens 100 € zu teuer . Ich habe mir dann einen Flex ORE 3-150 EC für 252 € gekauft . Dieser ist jeden Cent wert und braucht sich nicht hinter einem Mirka oder einem Festool ETS 150 EC verstecken . Den gibt es zudem mit einer funktionierenden integrierten Staubabsaugung für aktuell 265 € . Dieser wäre meine klare Kaufempfehlung für den TE :emoji_wink::emoji_spy: .
 
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pedder

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Man kann mit jedem Werkzeug Dellen schleifen und dementsprechend auch Dellen wieder rausschleifen. Mit dem einem ohne Übung leichter als mit dem anderen mit Übung. Wenn man eine plane Fläche hat, hilft viel gleichmäßige Bewegung und ein kleiner Abtrag. Wenn man eine buckelige Fläche hat, Hochstellen markieren und diese abnehmen. Wiederholen.

Auch mit der Langband kann der ungeübte tolle Berg- und Tallandschschaften kreieren.

Wenn man den Winkelschleifer hat und beherrscht, kann man das probieren.

Ich finde einen leichten Bandschleifer der 75mm-Klasse besser. Makita würde ich mit heute kaufen. Oder einen Gbrauchten Elu MHB 158
 
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spiceminer

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Grade eine neue Sitzfläche für einen kaputten Stuhl gemacht (war vorher ein Korbgeflecht drauf).
Habe dafür ein Reststück Arbeitsplatte (Buche Leimholz) genommen und das mit der Stichsäge grob vorgeschnitten mit 2-3mm Platz zur "Soll-Linie".
Das Zeug ist so elend hart, das habe ich stirnseitig nur mit der Flex und Fächerscheibe bearbeitet bekommen, mit dem Exzenterschleifer, Raspel, Bandschleifer war dem nicht beizukommen.
Manchmal ist eine Flex für Holz gar nicht so blöd.
 

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