Holz einfetten

MP-5

ww-pappel
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Hallo , ich hätte mal eine Frage an die Holz-Profis.
Ich möchte mir ein Gartenhaus bauen, und an eine Seite werde ich nicht mehr zum streichen kommen.
Meine Vorstellung wäre, diese Seite mit Mehrzweckfett aus meiner Werkstatt (Kfz) zu streichen.
Aus meiner Erfahrung heraus ist das Fett über Jahre hin, am Unterboden unserer Fahrzeuge Wasserabweisend und perfekt gegen Rost.
Ich denke mir als Holzanstrich wäre das doch auch eine Möglichkeit, oder ?

Vielen Dank im Voraus

Michael
 

Fiamingu

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Mann, du bist ja genial.....warum haben das Generationen von Tischlern
noch nicht probiert, vielleicht geht ja Altöl auch, vorher mal bei Greenpeace
nachfragen ob du deren Altöl aus der Rainbow Warrior bekommst. Dann kannst
du bei Regen den Regenbogen in der Pfütze neben deinem Gartenhaus bewundern.
Kopfschütteln reicht da echt nicht mehr.......
Und bitteschön, gern geschehen.....
 

Macchia

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man kann auch einen Ochsen schlachten, Grillfest veranstalten und dann die Bretter mit Ochsenblut streichen.
Ich möchte mir ein Gartenhaus bauen, und an eine Seite werde ich nicht mehr zum streichen kommen.
Meine Vorstellung wäre, diese Seite mit Mehrzweckfett aus meiner Werkstatt (Kfz) zu streichen.
:emoji_thinking:
 

odul

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Seid doch nicht ganz so hitzig, auch wenn ihr recht habt.

Zunächst mal:
Wenn man später nicht mehr dran kommt, dann müsste es auch gut gegen direkte Witterung geschützt sein. Du solltest dann durch konstruktive Maßnahmen sicher stellen, dass keine Feuchtigkeit dran kommt und dir die Bretter unbemerkt wegfaulen.

Womit man die Bretter vor der Montage noch zusätzlich als Langzeitschutz behandeln kann, dazu kann vielleicht jemand anders nochwas sagen.
 

werists

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Jetzt wo du das ansprichst. Ich hab von dem Zeug einen Kanister im Keller gefunden. Was hat es damit aufsich? Kann man das noch verwenden?
Ein früherer Vermieter von mir hat in den 60/70'er "Jägerzäune" produziert und verkauft, natürlich mit dem damals üblichen Carbo.. / Xyla.. zugepanscht.
Folgen davon: Zuerst motorische Störungen aufgrund von Nervenschäden, später auch psychische.
Zuerst wollten die Hände nicht mehr, dann die Beine, die Organe (Leber, Nieren und Magen) sangen derweilen das Lied "Sag zum Abschied leise Servus"
Arbeitsschutz wie Masken, Handschuhe, etc. war natürlich auch noch ein Fremdwort und Bienen &Co eher lästig.
 

magmog

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Guuden,

mit Zink- oder Alublech beschlagen. Gibt's in Druckereien billig bis umsonst.
Für einige Jahre geht auch Teichfolie, wenn hell oder nicht sonnenbeschienen.
 

Hokema

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Magmog, jetzt bin ich neugierig. Warum gibt es Blech in der Druckerei? Ist das dort Verbrauchsmaterial?
Fragt ahnungsfrei
Holger
 

fragnix

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Was übersehe ich wenn ich denke, dass sich alle Materialien, eben auch Holz, auch vor dem finalen Einsetzen behandeln lassen? Warum nicht das Holz streichen und dann verbauen, bei Bedarf gleich nass?
Und solange ein Schraubendreher oder Hammer ran kommt, kommt auch ein Pinsel ran.
 

HJH

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ok -ich gebe euch Recht, dass das mit dem Fett keine so ganz gute Idee ist und man das auch nicht machen soll / darf.

Aber irgendwie ist die Frage im ersten Moment schon verständlich, denn wenn ich das Sicherheitsdatenblatt von OSMO (z.B.: Terassenöl) lese, dann ist das Zeug ja auch nicht gerade homöopathisch / voll biologisch und versaut ja offensichtlich auch das Grundwasser:
1594884601025.png
Und weil man die Holz-Oberflächen nach einer gewissen Zeit nachbehandeln muss "verschwindet" das Öl im Freien ja auch irgend wo hin. Und sollte es vom Regen ausgewaschen werden, dann ist es ja wie ein Fettkragen an einem Achsschenkel der bei Regenfahrt auch vom Wasser abgespült wird...

Also durchaus eine spannende Frage...
 

Fiamingu

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Nein, definitiv, die für Holz verwendeten zugelassenen Öle härten aus und waschen
sich nicht aus, blättern höchstens bei falscher Verarbeitung ab. Möchtest du jetzt eine
für und wider debatte über Schmierfett lostreten?
 

HJH

ww-nussbaum
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Nein - das habe ich ja auch geschrieben, dass ich das mit dem Fett nicht gut finde. Mir hat nur die fundierte Begründung gefehlt...
Danke für die Info
 

pixelflicker

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Ein früherer Vermieter von mir hat in den 60/70'er "Jägerzäune" produziert und verkauft, natürlich mit dem damals üblichen Carbo.. / Xyla.. zugepanscht.
Folgen davon: Zuerst motorische Störungen aufgrund von Nervenschäden, später auch psychische.
Hmm. Okay, also lieber die Finger davon lassen?
Meine Mutter hat mir erzählt, dass das früher gerne verwendet wurde um die Maschinenhallen draußen auf dem Feld zu streichen, weil das Zeug so gut gehalten hat. Wenns nur wärhrend der Verarbeitung ist, könnte man ja überlegen, es mit Mundschutz draußen auf der Halle doch noch zu verwenden, oder? Sonst muss ich es wohl entsorgen.

Wobei die Frage ist, ob das wirklich sowas ist. Wenn man so liest, dann gibts wohl auch Lasuren, die sehr ähnlich heißen. Ich muss mir den Kanister mal genauer anschauen.
 

sachsejong

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Carbolineum würde ich nicht mit der Kohlenzange anpacken. In der ehemaligen Täterä wurde gern ähnliches (Kombinal oder Hylotox ) verwendet, auch der Vater meines Ex- Drachens (Bauingenieur) hat vermutlich genau damit das Fachwerk gestrichen, damit da nix passiert. Jahrzehnte später hat noch das ganze Haus danach gerochen, Klamotten usw. Vorteil daran: Das Holz hält ewig, aber wehe, es muss raus. Sondermüll.
Finger weg und entsorgen, meine Meinung

Die Idee mit dem Fett halte ich grundsätzlich für gar nicht so abwegig, nur funktioniert es halt nicht. Es wird irgendwann weich, wenn Wärme drankommt, dann läuft es weg und dann ist der "Holzschutz" dahin und die Flecken unten drunter da. Dann lieber erst mal ein halbes Jahr ohne Schutz und dann gestrichen, wenn es gar nicht anders geht. Oder Dachpappe drauf. Hauptsache, das Wasser kommt entweder nicht hin oder kann weg.
 
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fragnix

ww-eiche
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Mal wieder weg von den Giften:
1) Die Wand aus Stahl bauen (ist nur ein Scherz)
2) Die Wand als nach innen herausnehmbar erstellen (Vier Ecken vier Schrauben), und alle fünf Jahre einmal freiräumen
3) Die Wand eben umständlich nachstreichen. Wenn Wetter dahin kommt, dann wahrscheinlich auch eine Rolle am langen Stiel.
4) Die Wand weglassen. Wenn das so eng am nächsten Haus steht, dann ganz an's Haus ran.
5) Die Wand wegrotten lassen und irgendwann ersetzen

Ich würde die Wand auf jeden Fall nicht tragend ausführen, damit sie eben bei Bedarf entfernt werden kann.
 

magmog

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Guuden,

Kabolineum ist seit einer gefühlten Ewigkeit verboten, genau so wie die anderen lindanhaltigen Holzschutzmittel.
BrauchtEuch nicht weiter drüber aufzuregen!
 

Sebl

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Guuden,

Kabolineum ist seit einer gefühlten Ewigkeit verboten, genau so wie die anderen lindanhaltigen Holzschutzmittel.
BrauchtEuch nicht weiter drüber aufzuregen!
Das deutlichere Stichwort bei Carbolineum ist wohl eher "PAK" das sollte man tatsächlich unbedingt meiden.
 
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