Grubenabdeckung -Belastung

wasmachen

ww-robinie
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Sers Männers,
plane gerade eine Grubenabdeckung. Außenmaß ca 580x114 cm, je Seite Auflage ca 6cm.
Sollen quasi einzelne "Bretter" zum rausnehmen werden. Breite so um die 25-35cm.
Stärke grundsätzlich bis 10cm möglich; dünner wäre vom Handling & Gewicht angenehmer, jedoch darf man die (theoretische) Belastung
mal nicht ganz außer acht lassen, falls da einer drauffährt.
An und für sich bin ich Materialmäßig offen, derzeit tendiere ich zu BBS, da das wohl eine der stabilsten Dinge in dem Bereich ist.....
Ich könnt auch selber was zusammenbauen, z.B. Bretter aufgestellt, Luft dazwischen und z.B. OSB drauf = kann aber nicht beurteilen, wie stabil sowas wäre bzw ob die Gewichtsersparnis in Realition zur Festigkeit und Aufwand steht....

Hat da jemand Erfahrung bzw einen guten Tip?
 

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blueball

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Könnte man denn da wirklich drauf fahren? In Garagen ist's oftmals garnicht möglich, da links und rechts ne Wand ist...
Massivholzbohlen sieht man mMn am aller häufigsten oder auch Gitterroste verstärkte Ausführung
 

wasmachen

ww-robinie
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Danke @Eiche 18

@Blue
Ja, man kann drauffahren.... Gitterrost keinesfalls, da fällt ja alles runter.
Gedacht ist z.b. so, dass wenn du n Auto an einer Achse anheben willst, quasi den Wagenheber mittig auf die Grubenabdeckung stellst. Und das Auto könnt z.b. n Sprinter sein.

Dass die Grube der Radladerparkplatz ist, lass ich mal außen vor :emoji_wink:
 

IngoS

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Hallo,

5 bis 6cm dicke Eschebohlen, 20 bis 25cm breit reichen. Kenne das aber auch aus entsprechenden Kieferbohlen.

Gruß

Ingo
 

Schreiner-Xare

ww-ulme
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Servus,

hab bei meinem Vater die Abdeckung aus Eschenbohlen gefertigt. Länge 1100mm, breite zwischen 110-150mm und das ganze 40 mm Dick. Das ganze tut seit 1990 seinen Dienst.
Ich hab da schon bei BMW X3, 5er Touring Reifen gewechselt, mit punktueller Belastung seitens Wagenheber auf den Bohlen. Das hält schon was aus.
Grüße Jürgen
 

wasmachen

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Hallo,

erstmal, wie groß ist denn deine konkret anvisierte Punktlast?

Gruß

Ingo
Mindestens 1,2t ; besser 5,5t.

Sagt mir aber immer noch nicht, wieviel ne 5cm Esche bei 20cm Breite auf n guten Meter trägt...

Versteh mich ned falsch... ich 'kenne' auch viele Grubenabdeckungen. Da ist nur eine einzigste annähernd so breit wie meine.

Von @-Xare hört sich passender an. Vermute aber auch dort, dass der Wagenheber nie mittig auf der Abdeckung stand, geschweige denn der Reifenwechsel mit der Anhebung der kompletten Achse des Fahrzeigs durchgeführt wurde...
Mach mal an nem Sprinter die Bremsen an der HA frisch, und stell insbesondere die Handbremse ein. Dann verstehst meine Anforderung eher :emoji_wink:.... und du stellst den Heber mittig unters HA-Diff...
 
Zuletzt bearbeitet:

Friederich

ww-robinie
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... den Wagenheber mittig auf die Grubenabdeckung stellst. Und das Auto könnt z.b. n Sprinter sein.
Ist schon eine erhebliche Belastung. Mittig auf einem einzelnen Brett von 103 cm.. Mir wär das zu kritisch.
Wenn irgendmöglich, würe ich die Bretter doch miteinander verbinden. Durch mind 2 untergeschraubte Kanthölzer. Dann verteilt sich die Last auf mehrere Bretter.
 

wasmachen

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Sorry Männers....
Wir kommen hier nicht weiter. Jeder schätzt irgendwas rum, meint was gehen könnte, denkt es wär kritisch, oder auch nicht.... dann wird Brettsperrholz mit Alufelgen verwechselt :-/

Hat einer konkrete Informationen, wieviel z.b. ne Eschenbohle, ne Fichtenbohle und n BBS aushält? N Tool zum ausrechnen oder sonstwas?
 

IngoS

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Hallo,

wenn du an einer Stelle den Wagenheber stellen willst, muss ja nicht die ganze Grubenabdeckung die entsprechende Stabilität haben. Da macht man sich dann eine Bohle mit nem Unterzug aus Winkelstahl oder leimt noch eine zweite Bohle a 5 cm drunter.
Das reicht dann für deine 1,5 t.

Gruß

Ingo
 

dascello

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Bei uns im Hof war mal ne Werkstatt mit Grube. Dach ist jetzt weg und die Bohlen sind raus, Grube aufgefüllt, jetzt ein Beet.
Die Bohlen waren 40 mm stark und aus Nadelholz.
Haben bis zuletzt gehalten.
Meine Aussage ist also empirisch: 50 bis 60 mm Massivdielen reichen für deine Pläne.

gruß
Michael
 

Ironwood

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Sorry Männers....
Wir kommen hier nicht weiter. Jeder schätzt irgendwas rum, meint was gehen könnte, denkt es wär kritisch, oder auch nicht.... dann wird Brettsperrholz mit Alufelgen verwechselt :-/

Hat einer konkrete Informationen, wieviel z.b. ne Eschenbohle, ne Fichtenbohle und n BBS aushält? N Tool zum ausrechnen oder sonstwas?
Immer mit der Ruhe - gut Ding will Weile haben.

  1. Ich empfehle dir, nur ein Element so auszulegen, dass man den Wagenheber darauf stellen kann. Das kannst du dann dort positionieren wo du es brauchst.
  2. Um Umwelteinflüsse etc. auszuschließen empfehle ich das Element aus Stahl (Rechteckrohr) zu planen. Um genügend Breite zu bekommen ggf. zwei Elemente seitlich miteinander verschweißen. In Gruben ist es manchmal etwas feucht und es besteht die Gefahr das Holz von unten anfault. Wenn du dann dort den Wagenheber ansetzt...
  3. Die restlichen Elemente dann aus Holz (Dicke wie das Rechteckrohr)
Also grob gerechnet:
Belastung 1,5t (gehe davon aus, dass deine Angabe 5,5t ein Tippfehler ist)
Freie Länge 114cm (worst case szenario - Auflage ganz außen)
Biegemoment Mb bei Punktlast in der Mitte = 7500N x 57cm = 427.500 Ncm
Werkstoff des Rechteckrohrs: St37 / S235
Zulässige Spannung
Sigma b S235 für Anwendungsfall: 16.000 N/cm2 (Sicherheitsfaktor 1,5)

Erforderliches Widerstandsmoment: Wb = Mb / Sigma b = 427.500 / 16.000 = 26,7 cm3

Jetzt gehst du in eine Tabelle von Rechteckrohren die auch die Widerstandsmomente angibt.
Von den zwei verschiedene Widerstandsmomenten nimmst du die Spalte mit den niedrigeren (Annahme: du verwendest das Rechteckrohr "liegend", nicht hochkant).

Tabelle z.B.:
https://www.schweizer-fn.de/festigkeit/querschnittswerte_stahlbau/rohr/rro.php
Beispiel:
1598031601692.png
Rechteckrohr 100x60x5 -> Wz = 27,9 cm3 = ok - dazu dann im restlichen Bereich Holzbohlen 60mm

Heißt: Ein Rohr würde ausreichen, ist aber wahrscheinlich zu schmal. Also ggf. 2 Stück nebeneinander. Bei der Auswahl auf die Wandstärke achten - wenn die zu dünn wird kann es Probleme mit Eindrückungen der Oberfläche durch den Wagenheber geben.

So - jetzt hast du was zu tun und kannst deine Abdeckung planen...

Gruß - Paul
 

Ironwood

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Kein Problem, bei Punktlast genau in der Mitte halbiert sich die zulässige Kraft.
Das muss man dann aber auch sagen wenn man den Rechner für Belastung mit Punktlast empfiehlt.
Die Fehlermenge ist 50% - das geht mächtig schief wenn das jemand nicht weiß.

Ich kenne das Berechnungsverfahren des Programms nicht, damit stellt sich mir die Frage:
werden bei der Berechnung von Holzträgern die Querkräfte nicht berücksichtigt ? Denn die sind ja deutlich unterschiedlich wenn man Streckenlast und Punktlast vergleicht. Spätesten bei der Berechnung der finalen Vergleichsspannung macht das einen großen Unterschied...

Gruß - Paul
 

wasmachen

ww-robinie
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Danke mal für die Rege Beteiligung...
Folgendes: die 5,5t sind kein Tipfehler, sondern ganz provokant in den Raum geworfen um klar zu machen, dass mit 'meinen, glauben, der Nachbar hat...' einfach nix los ist. Das wäre der Radlader mitten drauf.... da gehört der aber nicht hin.

Der 'Holzrechenlink' hat mir nix gebracht, da ich spätestens die Esche nicht gefunden hab..... und bei BBS auch ausgestiegen bin.

Der Formrohransatz ist nicht verkehrt. Jedoch war das primäre Ziel, den Wagenheber einfach überall hinstellen zu könnem, ohne da lang rumzusortieren.... bzw würde ich beim Formrohransatz definitiv n Grubenheber bauen. Wollt ich aber eher umgehen....

Lt meiner bisherigen Info soll BBS stabiler sein als z.b. n Leimbinder - bei gleibleibender Dimension. Versteh ich zwar ned, war aber die Aussage eines Zimmerers....

Gibts irgendwo n Rechentool, oder kann mir einer sagen bei Breite 27cm, Höhe 8 bzw 10cm, Material BBS / Esche / Fi massiv auf frei tragende Länge von 103cm maximal als Punktlast belastet werden kann?
Ich geh mal davon aus, dass Fi massiv sich nicht viel zu KVH bzw Leimbinder unterscheiden dürfte....
 
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