Gartenhütte: Dach, Holzschutz und Holzverzug

Felix_

ww-kastanie
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Hallo,

ich plane in den kommenden Wochen das „Projekt: Gartenhütte“. Das gute Teil steht mittlerweile etwas mehr als 25 Jahren im Garten meines Elternhauses, wurde von meinem Großvater aufgebaut - damals war ich etwa 8 Jahre, kann mich aber noch gut dran erinnern, wie ich bei kleineren Arbeiten als Kind mitgeholfen habe :emoji_slight_smile:

…die Hütte hat nun schon sicherlich 10-15 Jahre keinen Holzschutz mehr gesehen, das Dach hat die beste Zeit ebenfalls hinter sich und auch das Holz hat sich in der Zeit „etwas“ bewegt/versetzt. Daher habe ich nun vor, hier in Eigenregie Hand anzulegen und bin dankbar für alle hilfreichen Tipps & Tricks! … Ich würde mich als handwerklich nicht ganz unbegabt bezeichnen, habe aber dennoch einige Wissens- und Erfahrungslücken, die ich gern aufarbeiten will und auch hinzulernen möchte…

Es handelt sich bei der Hütte eigentlich um drei verschiedene Baustellen: Dach, Holzschutz und Verzug des Holzes. Zur besseren Vorstellungen habe ich einige Bilder samt Markieren mit angehängt.

1. Dach
Ich plane hierbei die vorhandene Dachpappe drauf zu lassen und von Schmutz und reichlich Moos zu befreien. Direkt darauf soll dann das neue Trapezblech montiert werden, mit den entsprechenden Schrauben, die direkt über eine Dichtung verfügen. An den Stirnseiten vorn und hinten sollen die Bretter erneuert werden (jetzige sind, insbesondere vorne an der Wetterseite, komplett verfault und verrottet), sodass dann an den neuen Brettern entsprechende Metallkantprofile, passend zum Dach, befestigt werden können. Eine Dachrinne soll nicht verbaut werden, stattdessen will ich die Trapezbleche auf jeder Seite ca. 10 cm überstehen lassen, sodass das Regenwasser dort weit entfernt von den Außenwänden abtropfen kann.

Meine Fragen zum Dach:
- was die effektivste Möglichkeit, die Dachpappe zu säubern ohne sie dabei zu zerstören? Spachtel? Besen? Hochdruckreiniger?
- ich lese oftmals, dass die Trapezbleche in der Hochsicke verschraubt werden sollten. Wieso ist das so? Die Schraubenlänge würde ideal ausreichen, wenn ich die Bleche neben(!) den Hochsicken direkt auf die vorhandene Dachschalung samt alter Pappe schraube und darunter (=innen) eine schmale Leiste befestige, parallel zu den Pfetten, in die die Schrauben dann greifen. Kann man das so machen - als haltbare Lösung?
- zwei einzelne Bretter der Dachschalung sind an den äußeren Enden etwas schwarz und faulig, was bis in den Innenraum hineinreicht. Kann ich diese Stellen irgendwie „ausbessern“, sodass die Faulung nicht weiter fortsetzt und ich diese Teile nicht komplett austauschen muss? Ein Austausch würde nämlich auch die Entfernung der Dachpappe bedeuten…oder?

2. Holzschutz:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich erst einmal die jetzigen obersten Schichten vom Holz abschleifen sollte. Es ist an vielen Stellen sehr (!) rau und schon regelrecht auf- und abgeplatzt. An der einen Seite war jahrelang Efeu gerankt und hat dem Holz auch ordentlich zugesetzt. Hitze, Kälte, Feuchtigkeit und Sonne haben den Rest erledigt...

Meine Fragen zum Holzschutz:
- mit was für einem Schleifgerät und welcher Körnung gehe ich hier am besten vor? Ich habe im Werkzeugkeller noch einen alten Schwingschleifer von AEG (ebenfalls noch von Großvaters Bestand, also mindestens 30 Jahre alt das Teil… funktioniert aber noch). Ist das für die Arbeit geeignet oder brauche ich anderes (gröberes/feineres?) Werkzeug?
- wenn die alte, oberste Schicht runter ist, wie gehe ich dann weiter vor? Ich möchte gern weiterhin die Maserung des Holzes erhalten und dieses wieder vor Witterung schützen - welches Schutzmittel eignet sich hierfür am Besten? Öl? Lack? Lasur? Oder etwas anderes…? Gibts effektive Möglichkeiten, das Holz wieder etwas heller zu bekommen, so wie im Innenraum?
- ich habe mal im Netz einen Artikel gelesen (finde ihn leider nicht mehr), in dem es hieß, dass das Holz der Gartenhütte auch von der Innenseite gestrichen werden sollte, damit es sich nicht so sehr verzieht… stimmt das? Und wenn ja, macht das jetzt - nach einem viertel Jahrhundert Standzeit - noch etwas aus? :emoji_slight_smile: Das Holz in den Innenseiten sieht grundsätzlich noch sehr gut aus, bis auf ein paar Spinnenweben, die besagten zwei fauligen Stellen des Dachs und einigen „Lücken“…

3. Verzug des Holzes
Die besagten „Lücken“ und lockeren Holzstücke geben mir am meisten zu bedenken… von der Vorderseite betrachtet, ist in der linkeren oberen Ecke links von der Tür am meisten Bewegung erkennbar, sie lassen sich einfach mit dem Finger hin und her bewegen. Dort liegen die Bretter auch nicht mehr bündig in Nut und Feder. Rechts von der Tür war der Spalt so groß, dass vor ebenfalls schätzungsweise 10-15 Jahren ein Brett von innen an die Wand geschraubt wurde, um den Spalt (da passte ein Finger durch…) abzu“dichten“… ob das förderlich oder hinderlich war, weiß ich noch nicht so recht… die Vorderseite zeigt zudem eine bauchige, nach außen gewölbte Form. Die anderen beiden Seiten (rechts außen und die Rückseite) sind hingegen sehr plan und auch insgesamt stabiler. Innendrin gibt es an allen vier Ecken Gewindestangen, die jeweils oben und unten mit Winkeln an den obersten und untersten Brettern verschraubt sind. Die Muttern auf den Gewindestangen sind derart locker, dass die Stangen allesamt ca 1-2cm Spiel haben…

Meine Fragen zum Verzug des Holzes - und die Reparatur:
- kann ich „einfach“ diese Platte zwischen Tür und Fenster entfernen und die Verschraubungen mit den Gewindestangen nutzen, um die Bretter wieder „aneinanderzuziehen“, damit die Lücken geschlossen werden? Oder droht bei dem Vorgehen noch mehr Verzug oder anderes großes Unheil?
- was kann ich gegen diese „bauchige“ Wölbung nach außen an der Vorderseite unternehmen? Dadurch schließt sich die Tür nicht mehr bündig ab und im geschlossenen Zustand kann allerlei Kleintier in den Innenraum gelangen… da die Tür an sich grade/plan ist und auch sauber ins Schloss greift, muss ich also „irgendwie“ die Vorderseite wieder grade bekommen. Wie kann ich das anstellen?


Viele Grüße und vielen vielen Dank vorab für jegliche Hilfe!
…Felix
 

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IngoS

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Hallo,

ich fange mal mit den Fugen an Tür und Fenster an. Solche Blockbohlenhütten ändern durch Quellen und Schwinden ihre Höhe im Jahreslauf um mehrere Zentimeter. Die Fugen ergeben sich dadurch, dass Tür- und Fensterrahmen das Schwinden verhindern. Zwischen Oberkante Türrahmen und Blockbohle muss der Abstand so groß sein, dass die Blockbohlen sich setzen können. Also oben mal die Deckbretter abnehmen und schauen. Oft wird da was festgeschraubt, was die Bewegung verhindert.

In dem Zusammenhang ist es bei den Gewindestangen in den Ecken auch wichtig, dass diese nicht einfach stramm angezogen werden. Üblicher Weise wird da jeweils eine Druckfeder Eingebaut, die diese Höhentoleranz ausgleicht.

Die bauchige Seite neben der Tür lässt sich durch ein aufrechtes Kantholz (7 x 7cm) wieder gerade ziehen. Vier Schlossschrauben (oben, unten und dazwischen) wobei man in das Kantholz Langlöcher macht, große Scheiben unterlegt und nur locker anzieht.

Zum Dach später noch was.

Gruß Ingo
 

IngoS

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Hallo,

Zum Dach. Konterlattung aufschrauben, darauf Traglattung für die Bleche, dann die Bleche selbst. So kann Kondenswasser ablaufen. Man kann die Bleche in der Tiefsicke verschrauben. Ich sehe da keine Nachteile, zumal für einen Schuppen.

Gruß Ingo
 

Felix_

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Hallo,

erst einmal vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!

Dass das Holz im Laufe der Zeit und durch die Jahreszeiten "etwas" arbeitet, habe ich mir gedacht... aber mir war nicht bewusst, dass das einige/mehrere Zentimeter betragen kann...

Also oben mal die Deckbretter abnehmen und schauen. Oft wird da was festgeschraubt, was die Bewegung verhindert.
Sehen kann ich zumindest von innen und außen nichts, dass dort etwas zusätzlich verschraubt ist. Meinst Du mit "Deckbretter" abnehmen die Bretter, die Tür und Fenster "verkleiden" oder diejenigen Bohlen, die oberhalb von Tür und Fenster liegen...? Letztere stelle ich mir etwas schwierig vor, weil dafür ja das halbe Dach runter müsste...

Was nur eindeutig verschraubt ist, ist das besagte Brett, was von innen vor einigen Jahren an die Bohlen geschraubt worden, weil dort eine große Lücke klaffe... siehe Bilder im Anhang... Wenn ich das rausnehme, wie bekomme ich denn diesen großen Spalt wieder weg? IMG_2598.jpeg 97A68170-7E29-464C-AF7E-4A73DA0F6668_1_105_c.jpeg

In dem Zusammenhang ist es bei den Gewindestangen in den Ecken auch wichtig, dass diese nicht einfach stramm angezogen werden. Üblicher Weise wird da jeweils eine Druckfeder Eingebaut, die diese Höhentoleranz ausgleicht.
Federn kann ich an den vier Gewindestangen bisher keine finden... aber das ist eine gute Idee, dann werd ich welche montieren und die dann wieder "sanft" anziehen...

Die bauchige Seite neben der Tür lässt sich durch ein aufrechtes Kantholz (7 x 7cm) wieder gerade ziehen. Vier Schlossschrauben (oben, unten und dazwischen) wobei man in das Kantholz Langlöcher macht, große Scheiben unterlegt und nur locker anzieht.
Hier kann ich mir das Vorgehen noch nicht ganz vorstellen... Meinst Du, ich sollte also innen ein Kantholz verschrauben, das die Bohlen wieder "grade zieht"? Würde ich dadurch aber nicht wieder die Bewegung des Holzes über den Jahresverlauf eingrenzen, weil ich es festschraube?


Zum Dach. Konterlattung aufschrauben, darauf Traglattung für die Bleche, dann die Bleche selbst. So kann Kondenswasser ablaufen. Man kann die Bleche in der Tiefsicke verschrauben. Ich sehe da keine Nachteile, zumal für einen Schuppen.
Wofür genau dient denn die Konterlattung? Das eventuell entstehende Kondenswasser kann doch, da die jetzige Dachpappe ja draufbleiben soll, unter den Hochsicken auf dieser ablaufen und dann am Rand abtropfen...oder? Ja, ich habe bisher auch keine Nachteile des Verschraubens in der Tiefsicke finden können, zu mal - wie Du schon sagst - es nur eine Gartenhütte ist...


Danke nochmal!

Viele Grüße und schöne Ostern
...Felix
 

IngoS

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Meinst Du mit "Deckbretter" abnehmen die Bretter, die Tür und Fenster "verkleiden"
Hallo,

ja. Zwischen Oberkante Türrahmen und der darüberliegenden Blockbohle muss ein Abstand von ca 3cm sein.
Mir kommt es vor, als wenn unten unter dem Türrahmen noch ein Brett eingebaut ist. Das ist wahrscheinlich zu viel. Sollte das unten nicht raus gehen, kannst du auch die Blockbohle über der Tür entsprechend ausschneiden und beim Fenster entsprechend. Dann das hintergeschraubte Brett wegnehmen. So sollten sich die Blockbohlen wieder ineinander fügen lassen. Der Spalt über der Tür wird durch ein Blendbrett, welches nur an den Türrahmen geschraubt wird und vor den Blockbohlen liegt, geschlossen.

Meinst Du, ich sollte also innen ein Kantholz verschrauben, das die Bohlen wieder "grade zieht"? Würde ich dadurch aber nicht wieder die Bewegung des Holzes über den Jahresverlauf eingrenzen, weil ich es festschraube?
Darum habe ich ja geschrieben Langlöcher ins Kantholz und mit großen Scheiben locker verschrauben.

Wofür genau dient denn die Konterlattung?
Du kannst durch Konterlattung und Traglattung den Dachüberstand in beide Richtungen problemlos vergrößern und den Blechen anpassen. Gerade, wo du keine Regenrinne anbringen willst, wäre ein deutlich größerer Dachüberstand wichtig (Spritzwasser). Bessere Belüftung führt zu geringerer Aufheizung der Hütte im Sommer.
Die Kondenswasserabfuhr wird besser und das Unterdach rottet nicht mehr weiter.

Gruß

Ingo
 

Felix_

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Guten Abend,

ja. Zwischen Oberkante Türrahmen und der darüberliegenden Blockbohle muss ein Abstand von ca 3cm sein.
Mir kommt es vor, als wenn unten unter dem Türrahmen noch ein Brett eingebaut ist. Das ist wahrscheinlich zu viel. Sollte das unten nicht raus gehen, kannst du auch die Blockbohle über der Tür entsprechend ausschneiden und beim Fenster entsprechend. Dann das hintergeschraubte Brett wegnehmen. So sollten sich die Blockbohlen wieder ineinander fügen lassen. Der Spalt über der Tür wird durch ein Blendbrett, welches nur an den Türrahmen geschraubt wird und vor den Blockbohlen liegt, geschlossen.
okay, so langsam verstehe ich das Problem... Das bedeutet also, dass oberhalb vom Türrahmen / Fensterrahmen gar nichts "fest" verbunden sein darf, weil es sonst die Bewegung vom Holz aufhalten würde? Das angeschraubte Brett tut ja momentan genau das...

Man sieht auf dem beigefügten Bild ja recht gut, dass sich die Lücken und Verschiebungen nur rund um die Tür ergeben... Wobei auf der rechten Seite am Rand alles grade und stabil ist.
IMG_1335.jpeg

Mir ist nur noch nicht ganz klar, weshalb ich aus den vorhandenen Bohlen etwas rausschneiden soll? Wenn ich das verschraubte Brett entferne und die jetzt vorhandenen Lücken (in der Mitte zwischen Tür und Fenster jeweils an der oberen Kante sowie links von der Tür an der oberen Kante) wieder "ineinander" stecken kann, habe ich doch keine Lücken mehr...?

Darum habe ich ja geschrieben Langlöcher ins Kantholz und mit großen Scheiben locker verschrauben.
Auch das leuchtet mir jetzt erst ein, nachdem ich recherchiert habe, was genau "Langloch" bedeutet... :emoji_slight_smile: Das hieße also, dass an der Innenseite zwischen Tür und Fenster das Kantholz quasi die gleiche Funktion erfüllt wie die Gewindestangen an den Ecken, nur dass das Kantholz dann auch als "Fläche" für die Bohlen dient, wonach sie sich ausrichten können und plan aufliegen durch das anschrauben?


Du kannst durch Konterlattung und Traglattung den Dachüberstand in beide Richtungen problemlos vergrößern und den Blechen anpassen. Gerade, wo du keine Regenrinne anbringen willst, wäre ein deutlich größerer Dachüberstand wichtig (Spritzwasser). Bessere Belüftung führt zu geringerer Aufheizung der Hütte im Sommer.
Die Kondenswasserabfuhr wird besser und das Unterdach rottet nicht mehr weiter.
Der jetzige Abstand von Dachmitte (beim Fürst) und Dachende (wo sonst die Rinne wäre) sind etwa 1,85m. Die besagten Trapezbleche gibt es in 2,00m Länge, somit hätte ich ohnehin an jedem Dachende schon 15cm Dachüberstand zum jetzigen Dach (was ja auch bereits schon etwas übersteht). Reicht das hinsichtlich des Spritzschutzes? An die Belüftung und die verminderte Aufheizung hatte ich bisher noch nicht gedacht - das wäre auf jeden Fall ein Argument für die Lattung... Bisher ist das Dach wie gesagt dicht und auch die Holzschalung sieht - mit Ausnahme der zwei Bretter - gut aus. Gibts denn Möglichkeiten und Mittel / Behandlungen / etc, mit denen ich diese zwei Bretter vor weiterer Verwitterung schützen kann, ohne eine komplette neue Lattung aufzubauen?

Vielen Dank!
 

IngoS

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Mir ist nur noch nicht ganz klar, weshalb ich aus den vorhandenen Bohlen etwas rausschneiden soll?
Hallo,

das ist ja nur nötig, wenn die Blockbohlen sich wegen des Türrahmens nicht ganz zusammenschieben lassen.

Auch das leuchtet mir jetzt erst ein, n
genau so.

somit hätte ich ohnehin an jedem Dachende schon 15cm Dachüberstand zum jetzigen Dach
da würde mir am ende die Unterstützung fehlen (Sturmsicherheit). 5 bis 10 cm von der Außenkante bis zur ersten Traglatte sind besser.
Durch die Traglattung kannst du auch die Breite der Platten besser nutzen und den Überstand vorn und hinten exakt anpassen.
Hier z.B.

Möglichkeiten und Mittel / Behandlungen / etc, mit denen ich diese zwei Bretter vor weiterer Verwitterung schützen kann,
Wenn das neue Dach drauf ist, werden die Bretter trocknen und nicht weiter verrotten.

Gruß

Ingo
 

evo_CT

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Zum Trapezblech das ist so eine Wissenschaft für sich.
Grundsätzlich die erwähnte Konterlattung würde ich ebenfalls machen.

Der Vorteil vom Verschrauben in der Hochsicke ist, dass dort weniger Wasser läuft als in der Tiefsicke und eine undichte EPDM Dichtscheibe nicht sofort dazu führt, dass Wasser eindringt.
Stahlblech verschraubt man grundsätzlich in der Tiefsicke, da sich dieses kaum ausdehnt bei Wärme.
Alublech in der Hochsicke.
Alu dehnt sich bei Wärme mehr aus und durch die Kalotten die auf die Hochsicke gesetzt werden kann das Blech besser arbeiten. Ich habe es schon erlebt, dass in der Tiefsicke verschraubtes Alu Blech nach ca. 10 - 15 Jahren die Löcher sich durch die Ausdehnung soweit aufgescheuert haben, dass die Dichtscheibe nicht mehr abgedichtet hat.
Ganz wichtig zu beachten ist, dass wenn du ein Tropfvlies hast dieses am Ende mindestens 10 eher 20 cm entfernst, da ansonsten das Wasser hoch zieht. Den Fehler sehe ich gefühlt auf jedem 2ten Trapezblech Dach.
 

Fichtenelch

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Zum Dach kann ich mich auch nur @IngoS und @evo_CT anschließen.

Konterlattung und neue Dachlatten alleine schon deshalb damit die Dichtschrauben in neues Holz greifen.
Bei der alten Schalung kann man nie sicher sein zumal das Blech nie direkt auf dem Unterdach liegen sollte.

Wenn du Trapezblech mit Anti-Tropf Schicht nimmst ist es richtig dass die ersten cm entfernt werden, das kann man zum Beispiel durch abflammen machen.
Die Beschichtung wird dadurch hart und das Wasser wird am hoch steigen gehindert.
Da du aber auf der Schalung Pappe hast kannst du auch Blech ohne Beschichtung nehmen.
Wenn du keine Rinne nehmen möchtest rate ich dir die Tiefsicken nach unten zu falzen, dann hast du eine schöne Abtropfkante.
 

Felix_

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Hallo allerseits,

vielen Dank nochmals für die vielen Tipps - ich komme damit gut Stück für Stück weiter voran und habe richtig Spaß bei dem Projekt! :emoji_slight_smile:

Mittlerweile habe ich die Bleche und das Holz bestellt, wird alles in der kommenden Woche geliefert. Werde also wie hier empfohlen eine Lattung auf die vorhandene Schalung bauen und darauf dann die Bleche montieren. Den Tipp mit der Tiefsicke nach unten falzen, um eine Abtropfkante zu haben, finde ich genial - Danke!

Wegen des verzogenen Holzes:
Ich habe hier gefühlt tagelang dran herumgedoktert, aber ich bekomme das einfach nicht wieder grade :emoji_worried: Die Tür habe ich einmal ausgebaut und dann versucht mit einer Zwinge den linken Teil (also links von der Tür bis zur linken Außenwand) wieder gerade zu bekommen... Aber trotz Gummihammer, Schraubzwinge und kräftigen Zusammendrückens bewegt sich hier kaum etwas in die richtige Richtung - Resultat: Als ich die Tür Stunden später wieder eingebaut habe, hängt sie jetzt an der Oberkante noch ein Stück mehr als zuvor... :emoji_fearful: Notfalls schleife / hobele ich auch ein Stück davon ab, damit sie wieder passt. Aber viel mehr Gedanken mache ich mir um den Spalt links von der Tür und rechts von der Tür, also das Stück zwischen Tür und Fenster (siehe Bild ganz oben...)

Ich habe das verschraubte Brett einmal herausgenommen, da kann ich mittlerweile beinahe die ganze Hand durch den Spalt durchstecken. Ich habe vom Nachbarn netterweise ein übrig gebliebenes Kantholz geschenkt bekommen (10x10cm), das war von seinem Terrassenbau übrig. Das habe ich in der Länge zurechtgeschnitten und mal provisorisch in die Hütte "eingebaut", sodass wie oben beschreiben daran dann die Langlöcher gebohrt und dann die Bohlen daran befestigt werden können. Wie man erkennen kann, ist die Vorderseite / Außenwand echt mächtig nach außen verzogen, bauchförmig. Das Kantholz auf den Bildern hab ich mir der Wasser wage ausgerichtet...

Allerdings habe ich dann doch immer noch diesen massiven Spalt, was kann ich hiergegen tun? Würde es auch helfen, wenn ich einfach ein Stück "Ersatzbohle" verwende (habe ich tatsächlich noch im Keller gefunden...), um den Spalt auszufüllen und jede einzelne Bohle an dem Kantholz festschraube, sodass sich da zukünftig gar nichts mehr bewegen kann?

In den Ecken bei den Gewindestangen habe ich übrigens tatsächlich gesehen, dass jeweils ganz unten Federn verbaut sind. Alle Stangen waren jedoch so locker, dass sie beim Anstoßen hin und her gewackelt sind, von Spannung konnte da also keine Rede sein :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye: Die Stange an der Problem-Ecke (vorn links / linksseitig von der Tür) habe ich jetzt mal etwas fester angezogen (immer noch mit Gefühl). Die losen Bretter bewegten sich dabei aber so gut wie gar nicht zueinander, gefühlt nur wenige Milimeter - Die Lücke bekomme ich dadurch also keinesfalls geschlossen... Kann ich hier auch einfach "Ersatzbohlen" zurechtschneiden und irgendwie in die Lücke "quetschen" und festschrauben? "Idealerweise" würde ich diese quasi durch den Türrahmen seitlich festschrauben, sodass sich da gar nichts mehr bewegen kann... Ist das sinnvoll oder zerstöre ich dadurch nur noch mehr?:emoji_laughing:

Oben, etwa mittig zwischen Tür und Fenster habe ich solche Metallteile im Holz gesehen, sieht aus wie irgendwas eingeschlagenes "wellenförmiges". Was kann das sein und wozu dienen die? Haben die Dinger evtl. was mit den entstehenden Spalten zu tun?

Und zu guter letzt noch eine kleine Frage zum Holzschutz: Ich möchte die gesamte Außenfläche abschleifen, bis aufs rohe Holz und mit einer Lasur wieder vor Wind und Wetter schützen.
1. Gibts gute Ideen, wie ich da in die kleinen/feinen Stellen zwischen den Bohlen (also wo Nut und Feder ineinandergreifen) hinkomme? Ich hab zwar mal testweise an einer Stelle versucht mit einem Schleifaufsatz aus Messing auf'm Akkuschrauber dran zugehen. Das ging mittelmäßig gut, aber vorallem mache ich mir Sorgen. dass der Akkuschrauber hinterher unrund läuft... Gibts hier für "passenderes" Werkzeug?
2. Welche Lasur wäre hier empfehlenswert. Nach etwas hin und her recherchieren bin ich im Internet auf die Firma Clou gestoßen. In deren Angebot gibts einmal "Clou Holzlasur" und einmal "Clousil Holzlasur". Erstere kostet im 5L Eimer grade mal die Hälfte der anderen... Gibts hier Erfahrungen? oder Tipps für evtl. ganz andere Produkte?

Vielen Dank schonmal vorab!

Beste Grüße,
Felix
 

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IngoS

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Hallo,

Du solltest doch die Bekleidung oben am Türrahmen innen (Bild 4) Mal abschrauben und nachschauen ob zwischen Türrahmen und den Blockbohlen Luft ist. Sind doch nur zwei, drei Schrauben. Dann mach da Mal ein Foto.

Gruß Ingo
 

Nesta

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Kann es sei, dass die Tür einfach höher ist als das Fenster und das Brett oben aufliegt?
Edit: jetzt fällt mir erst auf, das Ingo genau das gleiche meint :emoji_slight_smile:
 

raziausdud

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„Diese“ Stangen mit den Federn sollen die einzelnen Bohlen NICHT zusammenziehen, denn dann würden sie ja den Breitenänderungen entgegenstehen. Das sollte allein das Gewicht machen. Sie heißen aus einem bestimmten Grund Sturmsicherung … :emoji_wink:

Ich würde mal versuchen, den Türrahmen innen auszubauen und schauen, ob die Bohlen dann nachsacken (können). Wenn nicht, ist so denke ich Rahmen- und Türkürzen angesagt oder die obere Bohle (weiter) ausklinken.

Rainer
 
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raziausdud

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Und aus der Erinnerung (wir sind gerade am schönen Chiemsee) zum Vergleichen: bei unserem Gartenhaus ist die Türschwelle eine etwa halbe Ausklinkung der durchgehenden untersten Bohle, lediglich eine ca 5mm starke Metall-Schutz-Leiste ist da noch drauf. Darüber liegt bei geschlossener Tür dann also der Türfalz.

Rainer
 

raziausdud

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(Heute Regentag im Urlaub). Ich habe das Thema nochmal durchgelesen und kann jetzt etwas zu den Well-Eisen schreiben, Foto „Frontansicht Metallteile“ im Beitrag 10.

die Eisen dienen dazu, das der Giebel als Einheit zusammenhält, ist somit zusammen mit den Stangen die Sicherung, damit ein Sturm das Dach nicht abhebt. Eine Reihe höher sieht man die Eisen deshalb auch. Die obere Sturmsicherung (Stange) muss deshalb in der untersten Giebelbohle sitzen, wie man es korrekt auch im Foto im Startbeitrag sieht.

Hier muss sich ja nichts gegenüber einem anderen Bauteil verschieben können. Deshalb halten die Welleisen hier die Funktion von Klammern und halten die Giebelbohlen zusammen.

Und diese Klammern haben meines Erachtens nichts mit den Spalten zu tun. Die liegen ein-zwei Bohlenreihen tiefer.

Warten wir mal die Fotos ab, wie es um die Tür herum von innen aussieht.

Rainer
 
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Felix_

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Hallo und guten Abend,

…und vielen Dank erneut für die Rückmeldungen. So langsam komme ich immer mehr dahinter und stelle fest, dass die Technik der Gartenhütte eben doch mehr ist als „bloß ein bisschen Holz“ aufeinander :emoji_wink:

anbei die Bilder von heute, als ich innen sämtliche Verkleidungen abgenommen habe. Dahinter habe ich (außer reichlich Spinnenweben) nichts gesehen, Luft zum bewegen des Holzes war definitiv auch keine Maske gewesen…

die Tür geht zwar jetzt - seit der Aktion mit der Schraubzwinge - etwas schwerer zu, weil sie oben sehr (!) eng anliegt, aber dafür ist der Spalt unten bei geschlossener Tür nicht mehr ganz so groß wie zuvor. Nur die einzelnen Bohlen machen mir immer noch Kopf zerbrechen - denn der Spalt wird einfach nicht kleiner… :emoji_frowning2:

Liebe Grüße,
Felix
 

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Fichtenelch

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Ich glaube wenn du das schließen möchtest musst du den Türrahmen entfernen.
Ich bin nämlich der Meinung das der sperrt.
Dann hättest du vielleicht eine Chance.
So wie es jetzt ist wird sich da nicht mehr viel bewegen.
Wenn es so gehen sollte kannst du Zarge und Blatt später anpassen.
Dann schließt die Tür auch wieder vernünftig.
 

raziausdud

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p.s. vorweg: den Im folgenden geschilderten Fehler hast Du ja laut Startbeitrag selbst entdeckt, ich hatte es nicht mehr im Sinn. Somit ist das hier überflüssig. Ich lass es aber mal stehen:

Hier ist offensichtlich etwas nicht in Ordnung. Vergleiche mal Bild 4 und Bild 6. Rechts neben der Tür geht es mit den Bohlen auf, also da sind nur ganze Bohlen zu sehen. Links ist aber diese Leiste da zusätzlich, siehe Pfeil. Sieht man diese Leiste auch von außen an der Überkreuzung der Bohlen? Oder wie sieht es dort aus?

Normal sind alle Bohlen auf einer Haussseite in der gleichen Höhe. Und es werden nur ganze Bohlen (in der Höhe) verwendet. Oben um die Tür herum sieht mir das hier also nicht so aus.

Fast klar: wenn’s links höher ist, MUSS rechts eine Lücke sein.

Schau mal alle Seiten des Hauses an. Die Bohlen sollten auf gegenüberliegenden Seiten in der gleichen Höhe sein, die anderen beiden Seiten dementsprechend um ein halbe Bohlenbreite versetzt.

Steht das Haus auf ebenem Grund? Hat der Erbauer ev. „irgendwie“ einen schiefen Untergrund ausgleichen wollen/müssen?

Rainer
 

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IngoS

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Hallo,

Nun ist der Fehler endlich sichtbar. Wie ich in Beitrag 2 und 5 vor fast 6 Wochen schon vermutet und geschrieben habe, ist zwischen der Zarge oben und den Blockbohlen kein Zwischenraum. Die Blockbohlen können sich nicht setzen. Entweder muss die Zarge gekürzt werden (unten scheint mir da zuviel untergefüttert zu sein, oder über der Türzarge muss die Blockbohle entsprechend ausgesägt werden (Beitrag 5). Dann setzen sich die Bohlen auch und die Fugen sind dicht.

Gruß Ingo
 
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raziausdud

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Das was ich in #18 geschrieben habe, hast Du ja im Eingangsbeitrag schon selbst beschrieben. Ich hatte es nicht mehr im Sinn. Entschuldige.

Rainer
 

Felix_

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Hallo allerseits,

Danke nochmals für die schnellen und ausführlichen Rückmeldungen! :emoji_slight_smile:

Ja, genau das "Brett" in der Mitte (zwischen Tür und Fenster) ist, wie im Startbeitrag erwähnt, dazu da gewesen, diesen "riesigen" Spalt zumindest etwas "abzudichten"... Ich habe das vorhandene Brett jedoch bei den letzten Arbeiten abgeschraubt und jetzt nur ein kleines Stück von Außen angebracht, was (bisher) den gleichen Zweck erfüllt...

Mir stellt sich dauernd die Frage: Wenn oberhalb der Tür zwischen den Bohlen und der Zarge ein Spalt wäre, dann könnten sich die übrigen Bohlen zwar etwas ausdehnen/zusammenziehen, aber dann hätte ich doch dann erst recht oberhalb der Tür den Spalt... oder wo ist hier mein Denkfehler?

Also ringsherum steht das Haus ziemlich ebenerdig... der Garten ist nicht perfekt 100% grade, aber Gefälle würde ich das keinesfalls nennen. Alle anderen Seiten sind wesentlich stabiler und die Bohlen liegen dort dicht aufeinander auf.

Bleibt mir denn irgendeine "Alternative" als die Tür / die darüberliegende Bohle nun auszusägen? Das klingt für mich irgendwie nach ner Groß-Aktion... Zumal die Tür ja seit Anfang an so verbaut war und früher kein solcher Spalt zu sehen war...

...Da ich wie gesagt im Keller noch einige "Ersatzbohlen" gefunden habe (zumindest sehen diese genauso aus wie die im Haus verbauten...) hatte ich die Idee, mir daraus Stücke zurecht zu schneiden und diese in die Lücken einzusetzen. Dann diese seitlich mit dem Türrahmen zu verschrauben und - um die "Beule" aus der Vorderwand zu bekommen - auch frontal die Bohlen mit dem Kantholzf zu verschrauben. Nur zum Verständnis: Wenn ich hier anstatt der Langlöcher "normale" Löcher bohre und die Bohlen fest verschraube, würde das auch funktionieren? Dann dürfte sich doch eigentlich nichts mehr bewegen und die gesamte Konstruktion wieder stabil(er) werden - oder?

Ich möchte es zwar schon ordentlich und richtig machen, aber ich habe auch immer im Hinterkopf, dass es "nur" eine Gartenhütte ist, kein Penthouse :emoji_slight_smile:

Danke nochnals für alle Tipps und Infos von Euch! :emoji_slight_smile:

Lg,
Felix
 

carsten

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Hallo

naja die physikalischen Gegebenheiten von Holz sind bei der Gartenhütte die gleichen wie bei einem Penthouse. Holz arbeitet nun mal. Dem muss man in der Konstruktion Rechnung tragen. Also dem Holz Platz und die Möglichkeit geben zu Arbeiten. Wenn man das nicht macht, ist es letztendliche Pfusch am Bau, egal ob Gartenhütte oder Penthouse.
 

raziausdud

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(Wie gesagt, ich kann nicht nachsehen, bin noch im Urlaub, also aus dem Gedächtnis:emoji_slight_smile: Ich meine, über der Tür ist ja die Soll-Lücke. Diese Lücke wird aber von den beiden Seiten des Tür-Quer-Rahmens überdeckt. Beim leichten Heben und Senken der Wände gleitet die Unterseite der oberen Bohle quasi zwischen dem Türrahmen, etwa so, siehe Skizze, schraffiert die Lücke/der Spielraum (Ab Sonntag bin ich wieder zuhause, könnte dann Fotos machen).

Von „irgendwas fest machen“ würde ich auch absehen. Entweder reißen irgendwann die Schrauben raus und/oder das Holz reißt auf. Die Abhilfe ist doch gar nicht so aufwändig: Tür und Rahmen komplett raus, die Lücken schließen sich, oben Luft schaffen (am besten mit ner Stichsäge), Tür wieder einbauen. Ebenso mit dem Fenster.

Rainer
 

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raziausdud

ww-robinie
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Zumal die Tür ja seit Anfang an so verbaut war und früher kein solcher Spalt zu sehen war...
Holz quillt bei höherer Feuchtigkeit (vor allem quer zur Faser). Wenn es zB durch Fixierung oder hier allein durch das Gewicht sich NICHT ausdehnen kann, wird es gestaucht. Beim erneuten Trocknen schrumpft es unter das vorige Maß. Dieser Effekt kann sich x-mal wiederholen, die Lücken werden mit der Zeit immer größer.

Anderes Beispiel: Schrauben in bewittertem Holz, die man immer wieder nachzieht, werden auf die gleiche Weise immer wieder etwas locker.

Den Gewichtsaspekt kannst Du hier beim Gartenhaus natürlich nicht umgehen. Aber jede andere Fixierungsart sollte tunlichst unterbleiben.

Rainer
 
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