Rene94

ww-pappel
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Guten Tag,
ich muss in einer Woche eine Formverleimung herstellen in Form eines halbkreises mit 200m Innenradius und einer tiefe von 400mm Bild:
Dieses Teil soll 25mm stark werden und mit Nussbaum furniert werden.

Wie würdet ihr die Formverleimung aufbauen, meine Idee:
Sperrholz-Biegesperrholz-Biegesperrholz-Sperrholz

Welche pressmethode würdet ihr wählen, Spanngurt, gegenmodell , Vakuumsack?

Wie bekomme ich das furnier komplett blasenfrei aufgeleimt?
Hatte mir überlegt das Furnier vorher auf eine sperrholzschicht auf zu leimen die führte alerdings zu rissen im furnier und aufplatzen des Sperrholzes, funktioniert es wenn ich das Furier vorher auf eine 4mm Biegesperrholzplatte unter der Furnierpresse aufleime und dann das ganze erst Formverleime?+

Welchen Leim würdet ihr bevorzugen habe bei meinen ersten versuchen bislang Weißleim benutzt habe alerdings auch schon den rat bekommen PUR leim zu benutzen was haltet ihr davon?

Ich hoffe auf eure schnellen und hoffentlich helfenden Antworten, da man im Netz recht wenig über das Thema findet.
Ich bedanke mich schonmal im voraus und werde auch gerne von dem laufenden Projekt berichten. Mfg René
Danke schonmal im Voraus
 

magmog

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guude,

Als Außenlagen 2x Biege MDF furnieren, schleifen und grundieren, Dickfurnier um auf Endstärke zu kommen zwischenlegen und das ganze formverleimen.
 

Rene94

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Danke für die schnelle antwort, sehe ich aber gerade richtig, das ich das eingeschnittene mdf vorher furnieren soll und nachher formverleimen? Welcher leim vorzugsweise?
 

Hamburger Jung

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Dieser eingeschnittene MDF Kram ist doch nur für untergeordnete Arbeiten wie Messebau oder für Sachen die späten mit Schichtstoff belegt werden geeignet.
Wenn Du was mit Furnier machst siehst Du spätestens nach dem Lacken die Rattermarken vom MDF. Das sieht dann aus wie aus der untersten Kategorie vom Billigmöbelhaus.
Ich wil damit das eingeschnittene MDF nicht verteufeln, denn es hat auch seine Daseinsberechtigung. Die liegt aber nicht im Bereich als Furnierträger oder Decklackträger.
 

Rene94

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Da sehe ich leider auch das Problem vor allem an den kanten, da es keines falls ein billigmöbel werden soll :emoji_wink:
Funktioniert es denn mit biegesperrholz vorher furnieren? Habe es mit herkömmlichen pappelsperholz versucht, da ist dann aber so viel Spannung drauf, sodass die schichten sperrholz auseinander gehen
 

Holz-Christian

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Hallo Rene.

Immer vor dem Formverleimen das Furnier auf eine Trägerplatte leimen.
Zum Furnieren Weissleim verwenden, max 20 Min. Presszeit, raus aus der Presse fluchs schleifen, und ab damit zur Formverleimung.
Wie Justus das zwischenzeitlich auch noch grundieren will, und auf einen derart engen Radius biegen, ist mir schleierhaft.:emoji_wink:
Da ist der Leim schon so hart, das dass Ganze garantiert bricht..
Eingeschnittenes MDF ist als direkter Furnierträger absolut umgeeignet.
Da kann man spätestens nach der Oberflächenbehandlung jeden Schnitt in der Platte an der Oberfläche zählen.
Als Furnierträger geeignet ist z.B. 3 mm Pappelsperrholz, oder 3 mm MDF.
Zum Formverleimen am besten PU Leim verwenden.
Zum Spannen optimal wär eine Vakuumpresse, Spanngurte gehen auch, in ausreichender Anzahl.

Viel Spass, Christian.

Edit: Sven war schneller beim Biege MDF...:emoji_wink:
 

Micha83

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Hallo

Wir haben beim experimentieren für einen Auftrag sehr gute Erfahrungen mit dem Aufbau:
Schichtstoff, 2mm Kork und dann eingeschlitzen MDF gemacht.
Die Korklage verhindert wirkungsvoll das Markieren der Schlitze im MDF.
Vielleicht wäre das eine Möglichkeit.

mfg Micha
 

Sägenbremser

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Das mit dem Kork ist interessant,
würde ich gerne noch mehr von erfahren.

Bei solch engen Radien ist leider auch das
dünne Birkensperrholz nach dem Furnieren
recht sperrig. Ich mache das mit HPL Gegenzug
in der Presse mit PVaC Flächenleim furniert.

Wenn das nicht ganz in einem Durchgang in die
Formverleimung kommt, läßt sich der gutmütige
Leim auch wieder in der Presse anwärmen. Ob da
nun geschlitztes MDF, oder Biegesperrholz drunter
zum Einsatz kommt ist eher der späteren Befestigung
und dem Einsatzzweck geschuldet. Ich mag das MDF-
Zeugs nicht so besonders gern.

Wenn es um den Ausbau von feuchtebelasteten Bau-
teilen geht, z.b. Bootsinneausbau, Badezimmer, kann
man sich auch die lange Aushärtezeit von EP- Systemen
zunutze machen. Beim Furnieren von dünnen Deckschichten
müssen da aber erst mal einige Erfahrungen gemacht werden
um das dem Kunden mit gutem Gewissen verkaufen zu können.

Gruss, Harald
 

gleiter

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Grüßung!

Ich arbeite immer mit einer eigens angefertigten Schablone.

Träger ist meistens Sperrplatte Pappel 4mm mit Starkfurnier belegt, je nach Zweck ein- oder beidseitig. Das Furnier habe ich vor dem Verleimen zu einem Deck zusammen gefügt. Plattenstärke variiert zwischen 16 und 26 mm.

Geht genau so gut in Sperrplatte Buche, da muß man halt auf den Maserverlauf achten. Siehe Bild im Anhang.

Als Leim verwende ich Leifa PV/H, die offene Zeit reicht auch für größere Formverleimungen (Betthaupt mit 2 mal 0,9 m z.B.). Leimauftrag mittels Schütten und Verziehen mit der feinen Zahnspachtel.

Das Ganze gut vorbereitet ist eh' klar. Trockenversuch ist zu empfehlen, wenn's drauf ankommt muß jeder Handgriff sitzen. Verleimung erfolgt in einem Gang.

Gruß, André.

P.S.: Rücksprung mit einrechnen, falls das Thema ist.
 

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Rene94

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Schon viele tolle beiträge und erfahrungswerte, ich werde nun einiges davon ausprobieren und euch davon berichten!
Um kurz auf das sperrholz als trägerplatte zurück zu konmen? Maserrichtung: furnier längs und dann das drei schichtige sperrholz quer längs quer richtig?

Wie würdet ihr das runde teil vor kopf genau auf maß sägen?
 

gleiter

ww-robinie
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Hallo, René!

Furnier längs ist richtig, wenn es ein Starkfurnier ist.

Beim Sperrholz merkst Du ja eh' in welche Richtung es sich leichter biegen lässt, diese Lage nimmst Du.

Formatieren - wenn's passt, mit der Kantenschleifmaschine geht es am Schnellsten. Wenn die Bandhöhe nicht reicht mit der Stichsäge (mit Kurvenschnittblatt) am Anriss schneiden und per Hand/Handmaschine nachschleifen.

Auch machbar, wenn Du mit einer Schablone arbeitest: Schablone anzwingen und mit der Handoberfäse (mit Bündigfräser) auf's Mass bringen.

Kommt halt auch sehr darauf an wie die Kante weiter behandelt werden soll.

Gruß, André.
 
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