Dübel anfasen

Helibob

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Thread ist ja bei Profi fragt...
Wäre auch bei CNC, bei Riffel-Dübel würde ich jedoch zum Spannen mehrer Platten mit nur durchgängigen "strammen" Bohrungen fräsen und mind. 2.Aufnahme-Bohrungen (die Platte um 180 ° Grad drehbar).
Eine fixierte Grundplatte zur Aufnahme einer so gefrästen Platte (um wiederhol-genau alle Offsets X,Y, Z nicht zu "verlieren").
Während die Maschine fräst, kann man die nächste Platte rüsten.
Gruß Matze
 

uli2003

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Wäre auch bei CNC, bei Riffel-Dübel würde ich jedoch zum Spannen mehrer Platten mit nur durchgängigen "strammen" Bohrungen fräsen und mind. 2.Aufnahme-Bohrungen (die Platte um 180 ° Grad drehbar).
Eine fixierte Grundplatte zur Aufnahme einer so gefrästen Platte (um wiederhol-genau alle Offsets X,Y, Z nicht zu "verlieren").
Während die Maschine fräst, kann man die nächste Platte rüsten.
Ist das nicht mit Kanonen auf Spatzen...? Während du mit den Schablonen am Start bist, sind die Dübel händisch gemacht schon im Seniorenzentrum.
Prinzipiell bin ich ja auch beim Bandschleifer freihändig ohne Schablone. Sind nur arg kurz die Teile bezogen auf den Durchmesser, wenn man sie mit einem Fingerdreh komplett gefast bekommt geht's. Wenn man nochmal umfassen muss, nicht mehr. Angeschliffene Finger sind nie lohnenswert.
Von der Geschwindigkeit her bleib ich bei der OF.
 

Helibob

ww-robinie
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Ist das nicht mit Kanonen auf Spatzen...? Während du mit den Schablonen am Start bist
Habe ich nicht direkt bewertet - von @Kerstenk wurde es als etwas fummelig vermutet - kommt vielleicht auch darauf an, wie gut man mit seinen Händen (noch) kann. Dein Vorschlag klingt zumindest schlau - wenn man das auf mehrere Abende aufteilt und keine motorischen Einschränkungen hat, bestimmt eine praktikable/gut umsetzbare Lösung - keiner hat aber geschrieben, dass keine weiteren Vorschläge mehr erlaubt wären.

Und so groß ist der Aufwand mit den Platten ja wiederum auch nicht -> Grundplatte 2EA Bohrungen, 2EA Dübel reingeleimt, Dübel-Magazin mit vielleicht 20x stramme Dübel-Bohrungen + eben 2 Bohrungen für die Aufnahme-"Dorne". Wenn man alleine ist, wird eine weitere Platte zum Bestücken reichen.
Dazu ein CNC-Programm zum Fasen.
Gruß Matze
 

Pareto

ww-esche
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Von der Geschwindigkeit her bleib ich bei der OF.
Ich auch:
Fasenfräser mit Anlaufring durch eine Platte fräsen (vorher bohren, etwas größer als der Ring) - nur so weit, dass praktisch kein Spalt um den Fräser ist.
Dann aufrecht auf der Schnittkante (!) einmal um den Anlaufring fahren.
Wenn's ausreißt: Gleichlauf.
 

schrauber-at-work

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Wenn man in einem Klotz ein Loch mit 45° bohrt, so dass das Loch nicht durch geht und den Klotz dann auf der Säge so lange anschneidet, bis das Loch leicht angeschnitten ist, kann man den ganzen Klotz an den Kantenschleifer spannen.
Ist quasi das selbe wie in #2 bloß dass die Bohrung schwieriger herzustellen ist. 90° Bohren und 45° absägen geht m.m.n. schneller.
 

uli2003

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keiner hat aber geschrieben, dass keine weiteren Vorschläge mehr erlaubt wären.
Selbstverständlich sind sie das. CNC hätte ich hier aber für mich persönlich zeitlich ausgeschlossen. Stramme Bohrungen bedingen auch das Aus- und Eintreiben der Dübel (2-mal).
Ich mache für einen Kunden häufig Holzklötzchen, mit 2 Fälzen und 8 Stck. 2 mm Bohrungen im 32er Raster (je 2 Stck. auf 4 Seiten), 45x45x60 mm groß. Immer so zwischen 600 und 2000 Stck.
Ich hab da lange probiert was wohl am schnellsten geht. Am Ende sind es mit Abstand die Finger, jeder mechanische Antrieb ist zu langsam.
Ich hab eine alte Reihenlochbohrmaschine liegend eingestellt, zwei Bohrer dafür machen lassen, und drücke die Klötzchen manuell über den Tisch vor einen Anschlag - dabei wird auch gebohrt, die Bohrer stehen fest. Dauert etwa 3 Sekunden für alle Bohrungen pro Klotz inkl. wenden in 4 Dimensionen und neuen Klotz holen.
 

m4nu92

ww-ulme
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wir machen das immer so:
Unterflurfräse mit 45° Fräser, dann daneben einen Winkel als Anschlag wo der Dübel liegen soll. Dann mit einem "Gummibrett" den Dübel zum Fräser Richtung Anschlag rollen (und dann so lange rollen bis er eine ganze Umdrehung gemacht hat) und wieder zurückrollen. ~100min/1000 Stck.
 

brubu

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Ginge wohl ähnlich am Kantenschleifer mit schräg gebohrtem Loch von oben, den Dübel langsam nach unten einführen, dann dreht er sich ev. selber. Geschliffene Fasen sind eher sauberer als gefräste.
 

magmog

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Anspitzer für Holzdübel.
Klemmvorrichtung für die Dübel an der das Werkzeug anschlägt.
Oder die Holzspielzeugbauer im Erzgebirge fragen.
Die sind auf Kleinteile in Mengen spezialisiert.
 
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Kerstenk

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Die sind auf Kleinteile in Mengen spezialisiert.
das Problem ist, 400 sind keine Menge. Ich mache so das eine oder andere Kleinteil, genau für eine Firma von da. So ein Teil ist nun keine wirklich Herausforderung, aber das Einrichten bis so ein Teil richtig läuft, ist mitunter so aufwendig, das man bei einer solchen Stückzahl mehr Zeit verbringt für Einrichten, wie es mit Hausmitteln zu erledigen.
Hier zwei Videos wo es um so Kleinteile geht, Du willst wahrscheinlich nicht genau wissen wie viele Stunden da drinnen stecken bis so ein Teil fehlerfrei läuft. Die vielen Stunden, die man braucht, bis man verstanden hat, wie man sowas überhaupt angehen kann, will ich gar nicht erwähnen :emoji_slight_smile:
https://www.youtube.com/watch?v=xPETjC6Gs_I

hier geht es nur um absägen, ist auch nicht in drei Minuten fertig
https://www.youtube.com/watch?v=rD988XLdiAc

Für das Aufbauen einer Fertigung einer 2cm Kugel (Edit, die Kugel wird fertig angeliefert), mit zwei Flächen und zwei Löcher, habe ich rund 8 Stunden gebraucht, das Prinzip kannte ich schon aus der hier. Da kann man sich nun ausrechnen wie viele man fertigen muss, um die Zeit zu rechtfertigen. Der Weg bis zu der hier gezeigten, sind einige Wochen und einiges an Vorkenntnissen.

Was ich damit sagen will, bekommen kann man im Grunde alles, wenn man die Stückzahl dafür zusammen bringt, nur 400 ist keine wirkliche :emoji_slight_smile:
 
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glenwood25

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@Kerstenk
ja, das hast du gut beschrieben.
In Beitrag 7 wurde die CNC erwähnt.
Wie einige wissen, habe ich mittlerweile eine.
Kann zwar einige Sachen damit fräsen.
Aber um die Dübel zu fasen, reicht mein Kenntnisstand bei weitem nicht.
So wie es aussieht, werde ich es wohl doch an der Kantenschleife machen.
@brubu hat das ja mehrfach vorgeschlagen.
Und wenn die Fasen nicht ganz gleich werden, was solls.
Die Senioren wird es höchstwahrscheinlich gar nicht auffallen.
..........und falls meine Lehrerin meckert, werde ich ihr den Zahn schon ziehen. :emoji_wink:

Nochmals Dank an Alle.

Gruß
Gerhard
 

wirdelprumpft

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ist von der CNC abhänig. Programmieren ist ja nicht das Problem. Aber wie man die Dübel gespannt bekommt evtl. schon.
Bei Nestigmaschine etwas einfacher wie bei Konsole. Wurde ja irgenwo geschrieben Leiste 45/45 mit Lochreihe und umschlagen. evtl. kann man 2 Grundleisten machen und während dem Fräsen der einen, die zweite bestücken.
 

Kerstenk

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Wurde ja irgenwo geschrieben Leiste 45/45 mit Lochreihe und umschlagen. evtl. kann man 2 Grundleisten machen und während dem Fräsen der einen, die zweite bestücken.
wenn da nicht die eine oder andere nicht vorhersehbare Schwierigkeit auftaucht, wie Durchmesserschwankungen usw.
Woher ist das weis, dachte auch schon öfters, ach geht ganz einfach macht man so und so. Dann trat ein unerwartetes Problem auf, wie Durchmesserschwankungen, sowas kann einen schon mal ganz dumm dastehen lassen. Habe erst Teile sortiert nach Größe, hunderte mit der Messuhr vermessen. Dann kam da eine Idee auf, es Softwaretechnisch zu lösen. Da musste ich dann feststellen, dass es da einen Fehler gab, der nicht dokumentiere war in den Tiefen der Unterlagen. Bis ich es verstanden habe, woran der Fehler lag, war schon mal ein Tag vor rüber....

Aus Erfahrung, eine Lochreihe und die mal eben alle darin spannen, wird nichts :emoji_slight_smile:
 

glenwood25

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Für euch beide wäre das wohl kein unlösbares Problem.
Aber mit solchen "Feinheiten" steck ich noch RICHTIG in den Kinderschuhen ............
Deshalb lieber nochmal nach "Altväter Sitte" und wenn ich mal tiefer in der Materie drinstecke
wird das sicher mal ne Option werden.
 

Kerstenk

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oder den Freund von mir, hat zwei Eimer Kirschen geschenkt bekommen, die waren so klein das sein Entkerner nicht funktionierte. Also hat er sich dran gemacht und einen neuen gebaut, der konnte auch gleich mehrere Kirschen auf einmal entkernen, echt klasse das Teil, aber die Kirchen waren über den Bau einfach vergammelt, hat zu lange gedauert :emoji_wink:
 

brubu

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Hab jetzt ganz einfach versucht einen Kartonschutzwinkel 45° schräg von unten ans Schleifband zu halten und den Dübel darin drehen zu lassen.
Das Schleifband greift zu wenig und dreht den Dübel nicht aber mit einer einfachen Einrichtung mit einem Loch in dem sich der Dübel drehen lässt funktioniert es sicher.
Da bei euch die Anschlagbacken an Kantenschleifer nicht verbreitet sind noch einen Schutz mit dünner Platte damit man sich die Pfoten nicht schleift.
 

glenwood25

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So etwas mit einer CNC zu erledigen erinnert mich an einen Gesellen, der eine Leiste kürzen musste aber keine Kappsäge dabei hatte - und dann in die Firma zurückfuhr. Mit der Feinsäge konnte der nicht umgehen. :emoji_slight_smile:

Also, wenn ICH es mit der CNC machen würde, stünde primär der Lerneffekt im Vordergrund.
Und nicht etwaiger Zeitgewinn.
Wiederholgenauigkeit wäre damit meines Erachtens gegeben.
Wobei @Kerstenk mit seiner Erfahrung darauf hingewiesen hat, dass das nicht zwingend sein muss.
 

Kerstenk

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Wiederholgenauigkeit wäre damit meines Erachtens gegeben.
Das Problem ist das bei Holz es eben doch einige Unterschiede in der Maßhaltigkeit gibt. Wenn man also einspannt, wie auch immer, hat man meist eine feste Seite und die zweite ist beweglich. Im Falle des Rundstabes wäre es dann an der Festseite im das richtige Maß der Fase, die andere Seite variiert. Das kann man umgehen in dem ein Zentrierschraubstock zu Einsatz kommt, durch v förmige Kerben (welche die Zentrierung in der zweiten Richtung übernimmt) kann man durchaus mehrere nebeneinander spannen und erhält so eine Zentrierung, also keine Runde, denn die zentriert nicht.
Die Länge spielt natürlich auch eine Rolle, je genau sie ist, je gleichmäßiger die Fase.

Ich habe man vor Jahren eine große Anzahl rechteckiger Bauteile vor Kopf mit der CNC einen r5 Radius angebracht. Mache ich heute lieber an einer Tischfräse mit Anlaufring, geht schneller und vor allem viel gleichmäßiger.
 

weissbuche

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Wir sind jetzt seit dem 04.03. mit der Sache zugange. Ich hätte, glaube ich zumindest, die Teile mit Bohrwinde, Dübelspitzer und Kappsäge Länge fertig. 400 Stck. sind 20 Dübelstangen. In die Bank gespannt, Umdrehungszahl je nach gewünschter Fase, abschneiden mit Anschlag, fertig. Wenn man sich mehrere Stangen einspannt und mit einer Fase versieht, geht das noch schneller. Es ist ein einmaliger Auftrag, da würde ich keine Zeit für den Bau eine Vorrichtung verschwenden. Wenn das jeden Monat als Auftrag kommen würde auf jeder Fall, aber so, einfach machen und vergessen.
 

glenwood25

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Das Werk ist - zum Teil - fertig.
Also das erste Spiel mit 45 Dübeln.
Wollte die Dübel erst frei Schnauze fasen.
Dann ein Brett gerichtet, wie es ISSO beschrieben hat.
Dübel 16, Loch 17. Schräg gebohrt. Fertig. 10 Min.
Geht wirklich schnell und gleichmäßig.
 

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