Dämmung eines Gartenhauses 4,5m x 6m auf Punktfundamenten

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Izzyfresh85, 11. Januar 2020.

  1. Izzyfresh85

    Izzyfresh85 ww-fichte

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    Guten Tag, ich bin Patrick aus Rheinfelden und möchte gerne mein Vorhaben absegnen lassen von Leuten die was von der Materie verstehen was das Thema Dämmung angeht. hatte die Hütte wie auf den bildern letzten sommer gebaut, jetzt soll es weiter gehen mit der dämmung und innenausbau, und dann im sommer wird das dach mit blechen und bitumenschindeln fertiggestellt.

    Ich habe Zeichnungen angefertigt von Boden,Wand und Decke wie ich es mir überlegt habe zu isolieren gegen die kälte. Die hütte soll später als rückzugsort herhalten für kleine partys, essen und verweilen es soll auch mal eine kleine küchenzeile rein mit waschbecken und ein fernseher mit ner ps4 . es kommt ein holzofen rein zum heizen mit rohrausgang durch die wand.

    Die hütte ist 4,5m x 6m groß ich füge noch ein paar bilder an damit man sich ein besseres bild machen kann.

    Der Boden besteht aus viel gestein und ist sehr hart. Auf den Zeichnungen ist hoffentlich alles gut erkennbar. habe den Boden mit unkrautflies abgedeckt und mit 3-5cm Kies überdeckt



    Zum Boden:

    Welche dämmschüttung könnt ihr empfehlen?
    Welche dampfbremse Materiel/Hersteller für den Boden?

    Zur Wand:
    Ist rockwell Steinwolle A1 50mm ok für Wände?
    Welche dampfbremse für die wand Hersteller/Marke?
    Wenn ja soll ich 60mm nehmen und sie pressen auf 48mm, oder geht das nicht und bei 50mm bleiben?

    Zur Decke:

    Selbe frage auch hier ob da 50mm reichen wie bei der Wand weil es eben sehr Praktisch ist da dachlatten günstig sind und die 48mm breite haben




    Hoffe es sind nicht zu viele Fragen, ich bin neu hier und bedanke mich schon mal in vorraus wenn sich jemand die mühe macht mir zu antworten und zu helfen. Es sollte wenn möglich nicht zu teuer werden aber natürlich schon was anständiges. für ganz andere alternativen bin ich gern offen. kenne mich eben nicht so sehr aus.



    Viele Grüße Patrick
     

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    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2020
    spiceminer gefällt das.
  2. JannikOS

    JannikOS ww-eiche

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    Moin.

    Wie willst du an den Dachlatten denn was anständig befestigen? Mit Pech platzen dir die alle auf. Ggf macht es sinn die richtigen Dachlatten zu nehmen (4x6) das ist das neue Standard Maß. Dann kannst du auch 60er Dämmung nehmen. Zu stark quetschen darfst du die nicht, sonst wirkt sie nicht. Normalerweise seitlich 1 cm Übermaß,mehr nicht.
    Mal ne andere Sache, wieso nimmst du nicht einfach ne Unterspannbahn und tackerst die in deine gefache (damit kein Wasser von außen an die Dämmung kommt, wäre so oder so gut) und dämmst die gefache voll aus. Klar, dann hast du ne Wärmebrücke wo das Ständerwerk ist aber es ist auch nur ein Gartenhaus. Dann brauchst du keine uk, sondern kannst dampfbremse und profilbretter einfach dagegen nageln. So wie du das jetzt planst musst du die dampfbremse unheimlich oft und vor allem sehr sauber ankleben, nämlich an jedem Stiel und zwar so knapp, dass das Klebeband nicht über die profilbretter innen raus guckt.
    Was für eine dampfbremse meinst du für den Boden? Ne sperrschicht, die man zum abschweißen von sohlen nimmt?
    Den Schornstein musst du natürlich entsprechend schützen bzw das holz drum herum. Vielleicht weiß da einer was schlaues bzgl f Klassen. Denke aber Minimum doppelt Gips muss den Umkleiden. Nebenbei: wie planst du das mit dem heißen Schornstein und den.bitumen schindeln? Du wirst wohl durch die Wand müssen.

    Für den Boden würde ich ehrlich gesagt ganz simpel vorgehen. Entweder du machst dir die Mühe und höhst das altmodisch alles mit der uk aus aber es gibt speziell für den terassenbau auch höhenverstellbare Füße. Da schraubst du dein holz rauf und kannst das sauber aushöhen ( brauchst natürlich immer noch ne uk ist aber sehr einfach auszuhöhen). So richtig schöner Plastik Schrott aber dafür idiotensicher und schnell gemacht.Wenn du sagst der Boden ist so uneben, dass würde ich vielleicht noch n Brett oder ne Gehwegplatte unter die Plastik Teile packen.
    Mit dem absperren nach unten (nehme an das meintest du mit dampfbremse) musst du schauen, vielleicht meldet sich noch jemand der was schlaues weiß. Ich könnte mir vorstellen, dass das so geht. Kies ist ja schon kapillarbrechend und dein Holz ist ja in der Luft.
    Wozu soll die osb Scheibe auf dem Kies sein?

    Bzgl Dach: evtl fährst du mit ziegeln besser. Gibt's immer mal wieder zu verschenken in größeren Mengen und das hält dann ewig.

    Und ich prophezeie jetzt schon, dass du dumme Sprüche bekommen wirst für: nicht so teuer aber trotzdem anständig :emoji_grin:
    Und rauschbund fand ich auch geil :emoji_slight_smile:

    Ansonsten: schöne Hütte
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2020
  3. Izzyfresh85

    Izzyfresh85 ww-fichte

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    Solly jannik

    Erstmal danke für deine ausführliche Antwort, also die dachlatten müssen ja nicht viel tragen. Hatte gedacht wenn icht sie längs verschraube würde ich sie mit einem 2. Akkuschrauber kurz vorbohren da sollte es ja nicht reißen denke ich mir. Aber klar könnte ich auch die 4x6 nehmen das kannte ich noch nicht bis jetzt.

    Dann würde ich 60mm starke dämmung nehmen. Aber ich würde gerne die Balken sichbar lassen, wie du des mit der unterspannbahn meinst versteh ich nicht so ganz muss ich ehrlich gestehn. Klar ich müsste an den wänden jeden raum mit dachlatten einen rahmen bauen und dachte ich tacker die dampfbremse einfach fest und den rest schneide ich mit nem tepichmesser ab dafür kann ich dann die nut und feder verkleidung mit kleinen schrauben befestigen.

    Ja mit dem boden müsste ich ja auch ne dampfbremse über die dämmschüttung auslegen und festtakern bevor ich die rauschbund drauf schraube oder? Dampfbremse sollte ja an decke,Boden und wände dachte ich ?!

    Ja klar die kaminrohr durchführung durch die wand weiß schon wie ich das mache muss mit kalksteinen oder so ähnlich und ausen kann man ja ein isoliertes rohr nehmen oder so, oder etwas weiter weg von dach ableiten denke nicht das ich da probleme mit den schindeln haben werde das die zu heiß werden könnten, werde mir aber wegen dem kamin noch einen vor ort herholen der mich da besser beratet.

    Also auf dem kies liegt keine osb platte, vielleicht habe ich es nicht ganz deutlich gezeichnet. Ich wollte die zwischenräume mit 60x100 kvh so aufteilen das genau ne osb platte 12mm reinpasst, wenn ich jetzt da so platten auf plastikfüssen ausrichte müss ich dann die fügen ringsrum mit silicon abdichten ? nicht das mir da die dämmschütung weg läuft mit meiner idee hätte ich ja automatisch den spalt zu gehabt und müsste nur die ecken eventuell abdichten. Kommt aber drauf an mit was ich den boden fülle. Kügelchen oder festeres material.

    Das mit den ziegeln wäre ne gute idee, aber ist mir dann zu schwer für die ganze gartenhütte. Nicht das der boden mal nachgeben sollte, und ich habe die ganzen schindeln schon hier liegen mit ortgangbleche und traufelbleche alles schon gekauft.

    Ja klar es soll nicht billig gemacht werden, aber eventuell kann man ja etwas drauf achten.

    Mfg
     
  4. JannikOS

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    Moin

    Du kannst die dampfbremse nicht einfach nur antackern, die muss verklebt werden.
    Eine Unterspannbahn sorgt dafür, dass die Dämmung nicht von außen durchfeuchtet. Man hat ja schnell mal n astloch oder so. Oder feuchte bretter oder oder oder.
    Ideal wäre noch ne luftschicht dazwischen, aber das wird ja eher nix mehr.
    Dampfbremse aufm Boden wäre mir neu, wo hast du das her? Du brauchst eigentlich nur ne sperrschicht gegen aufsteigende feuchte.
     
  5. Friederich

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    Die Gefache einzeln mit Innenschalung zu versehen, ist aber eine ziemlich aufwendige Spielerei.
    Abgesehen davon, dass wertvoller Raum verloren geht, denn man sinnvoller nutzen könnte, für dickere Dammung und/oder eine Luftschicht zwischen Dämmung und Außenschalung.
    Auf der kalten Seite sollte die Dämmung nämlich ablüften können, da hier der Taupunkt liegt.
     
  6. JannikOS

    JannikOS ww-eiche

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    Zu 90 % Zustimmung. Allerdings geht kein Raum verloren, nur sehr viel Zeit. Er hat eine Zeichnung erstellt, wie es geplant ist.

    Ich frage mich nur weshalb du das so aufwendig planst. Wenn ihr da feiern wollt und du ne halbe Stunde vorher den Ofen anschmeißt ist da bollig warm drin, oder nicht?
    Nebenbei: ich weiß nicht, wie das bei euch ist aber wenn du da n Ofen drin hast und ne Küche bist du gefährlich nah dran an Wohnraum, das würde sich ggf auf die Baugenehmigung auswirken, falls so was überhaupt von Interesse für dich ist
     
  7. HermanUser

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    Wenn du das so wie gezeichnet baust und in der Bude auch heizt, wirst du nicht lange was davon haben. Wenn die Dampfsperre nicht 100 % dicht ist und zwar auch im Bereich der Sparren wird dir die Luftfeuchtigkeit zwischen OSB und der dampfdichten Bitumenbahn kondensieren.
    Du kannst ja mal den Begriff "selbstkompostierendes Dach" googlen.

    Gruß Sven
     
  8. Spawnie

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    Interessehalber, wie bekommt man denn diesen besagten 1cm Luft zw. Außenwand und Dämmung, was hält den den Abstand?
     
  9. blueball

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    Eine Konterlattung
     
  10. Friederich

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    Wenn die Dämmung außen ablüften kann, sehe ich keinerlei Notwendigkeit für eine Dampfsperre.
    Und wenn Dämmung mit hoher kapillarer Aktivität, wie z.B. Holzweichfaserplatten, kann man auf jeden Fall darauf verzichten. Kondensationsfeuchte wird dann nämlich nach innen transportiert und trocknet dort ab.

    Durch Dmpfsperre beraubt man sich der Pufferwirkung der Dämmung für die Luftfeuchte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2020
  11. Izzyfresh85

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    Hallo Leute:emoji_v::emoji_wink:,

    und danke für die ganzen Antworten, ich habe eine Baugenehmigung für die hütte, es soll ja keine richtige küche rein sondern nur ein spüle und ein schrank mit tellern,glässer und bestäck wenn man mal im sommer draußen grillen möchte und ein kleiner kühlschrank, der ofen soll eben für winterabende herhalten wenn man mal drinnen zusammen sitzen möchte. Klar ist ein ofen nicht erlaubt aber auf meinem dorf hat jede hütte einen drinnen und da sagt auch keiner was.

    Sonst mache ich mir ne elektrische wärmequelle rein. Wäre ja auch ne idee



    Ja die zeichnungen habe ich erstmal so gemacht wie ich es im Internet zusammen gefunden habe, habe mich eben erst seid einem jahr mit der materie auseinandergesetzt wie man so ne hütte baut.

    Für das Dach:

    Von Außen nach innen: bitumenschindeln – dachpappe – rockwoll 50mm zwischen dachlatte – direkt mit nut und feder 12mm verkleiden. Würde das so passen, habe gegooglet nach ,,Selbstkompostierung und klingt logisch wenn ich oben und unten dicht mache das es schlecht ist. Würde das so gehen oder müsste ich unterlüften? Wenn ja wie….

    Für die Wände:

    Die balken nicht sichtbar zu machen wäre natürlich auch eine gute idee, da habt ihr recht. Wie müsste man den die konterlattung befestigen? Sollte ich jetzt garkeine dampfsperre nutzen?

    Hmmm…. Habe jetzt gerade die letzte Antwort von Friederich gelesen….. verstehe da nur bahnhof:emoji_nerd:. Bin eben nur ein Leihe und verliere langsam den Überblick.

    Möchte einfach das Dach, die Wand und den Boden dämmen mit einfachen materialien die leicht zu verbauen sind für Hobbybastler. Brächte konkrete ideen und Tips, Wie würdet ihr da vorgehen?

    Viele grüße Patrick:emoji_fingers_crossed:
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2020
  12. Izzyfresh85

    Izzyfresh85 ww-fichte

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    Wenn mir einer Konkret sagt wie ich was machen sollte , könnte ich auch mich dransetzten und es zeichen und nochmals anschauen lassen,

    Mfg patrick
     
  13. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Hallo Patrick, ich versuchs nochmal anders auszudrücken.

    Durch die Dämmung diffundiert ja langsam die warme Raumluft.
    Rel. weitaußen in der Dämmung kann sie dann soweit abkühlen, dass Kondensationswasser auftritt, welches im Laufe der Zeit die Hütte vergammeln lassen kann.
    Abhilfe.
    -1.Entweder verhindern, dass Raumluft in die Dämmung gelangt, durch eine luftdichte Dampfsperre

    -2.oder dafür sorgen, dass die Kondensationsfeuchte die ja nahe der Außenseite der Dämmung anfällt, ablüften kann. Also Luftschicht zwischen Dämmung und Außenschalung, die oben und unten Öffnungen nach draußen haben muss, damit Luftaustausch stattfinden kann. In diesem Fall ist o.g. Dampfsperre m.E. überflüssig

    Damit kein Regenwasser von außen auf die Dämmung gelangt, wird meist zwischen Dämmung und Außenschalung eine Unterspannbahn angebracht. Falls an der Außenschalung irgendeine Undichtigkeit auftreten sollte.
    Zwischen dieser Unterspannbahn und Dämmung muss sich die in 2. genannte Hinterlüftung befinden.

    Könntest bzw wolltet du denn überhaupt noch eine Hinterlüftung machen, unter der Außenschalung? Wie gesagt, müsste diese oben und unten Luftzutritt nach außen haben.
    Falls nicht, bliebe dir nur die Variante mit der Dampfsperre auf der warmen Seite der Dämmung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2020
  14. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    doppelt
     
  15. Izzyfresh85

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    Hallo Leute :emoji_blush: ,

    Danke Friederich für deine ausführliche Antwort:emoji_thumbsup:, so habe ich das jetzt etwas besser verstehen können. Aber trotzdem weiß ich nicht genau was ich den am besten tun sollte.


    Also hab ich das jetzt richtig verstanden wenn ich die Äusere Abdeckung von innen mit einer Unterspannbahn versehen würde müsste ich die in jeder nische dann an die balken nach innen komplett verkleben? Werde morgen dann mal ne zeichnung anfertigen heute habe ich leider nicht mehr die zeit. Könnte ich dann die isoliereung (rockwell) einfach reinlegen auf die konterlattung und dann verkleiden ohne eine dampfbremse oder dampfsperre von innen anzubringen? Und wie ist es den an der decke? Da muss ich ja was zwischen den Sparen machen. Da das dach ja dicht ist und keine feutichkeit rein kommt bräuchte ich ja keine unterspannbahn aber eine dampfsperre oder?


    Ich möchte einfach die Variante machen die mich am wenigsten Arbeit und am kostengünstigsten zu machen ist.


    Also nur mal so wie ich das verstanden habe:


    Decke Außen nach innen: Bitumenschindeln – Dachpappe – rockwoll isolierung – dampfsperre komplett abdichten - mit N&F 12mm verkleiden

    dann kommt hier keine raumluft in die dämmung und von außen kommt auch keine feuchtigkeit durch oder?



    Boden dann zwischenräume mit osb auskleiden – 60mm dämmfüllung rein ebenziehen – Dampfsperre kompletten boden – und dann rauschbund drauf verlegen.so kommt keine Raumluft in die dämmschüttung und von unter der hütte kommt ja kein direktes wasser dran nur eben feuchte luft



    Bin wirklich grad ein wenig überfragt und steh etwas auf dem schlauch. Hoffe man kann verstehen was ich in meinem Text meine… oh jeee


    das mit den luftschlitzen ist ja doch sehr schwierig fällt mir gerade auf. an den geraden nischen ist das ja kein problem, aber wie mache ich das in den ecken wo die stützbalken sind? mir raucht der kopf das mit den schlitzen lasse ich dann doch lieber weg.


    also ist es woll am einfachsten wenn ich eine unterspannbahn in die nischen an den wänden befestige. dann ne konterlattung drauf dann komplett isolierung auffülle bis die balken eben sind, und darauf dann auf die ganze wand eine dampfsperre dicht anbringe und dann darauf die nut und feder 12mm bretter befestige. denke so wäre es am einfachsten oder obwohl ich die balken gerne sichtbar hätte.


    was meint ihr so....:emoji_thinking:
     
  16. JannikOS

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    Ja ein. Also mein Vorschlag, wenn du denn unbedingt ne dampfbremse einbauen willst. Du besorgst dir normale Dachlatten 4x6. Die schraubst du innen gegen deine profilbretter. Darauf tackerst du die Unterspannbahn fest und verklebst die sauber. Dann kommt deine 60er Dämmung dagegen, dann müsstest du bündig mit deinem 100er Ständerwerk sein. Dann ziehst du die dampfbremse vollflächig rum und schalst das ganze ab. Decke ähnlich nur mit dampfsperre.

    So, jetzt aber das große große aber:

    Wenn du das so machst, dann musst du dampfbremse und dampfsperre hundert prozentig perfekt ankleben. Selbst so mancher Zimmermann tut sich da sehr schwer insbesondere dann, wenn er das ganze eh für Quatsch hält.
    Ist das alles nicht perfekt erzeugst du eine dampfschleuse, das heißt die undichte Stelle sorgt dafür dass ein großer Teil der Diffusion hier stattfindet. Stelle dir das ganze wie einen Luftballon vor, den du aufpustest und nicht verknotest, sondern wieder auflässt. Alles ist dicht, nur die eine Öffnung ist da und da geht alles durch.

    Deshalb halte ich folgendes für besser.

    Dachlatten und Unterspannbahn gegen die profilbretter. Dann die Holz Faser Dämmung und dann abschalen. Natürliche dämmstoffe haben die Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. Miwo nur bedingt.

    Hintergrund dieser Überlegung: Du heizst mit Kamin, der zieht im Normalfall raumluft, das heißt ein teil deiner feuchten Luft geht ohnehin nach Außen flöten und wird quasi verbrannt (achte auf den sauerstoffgehalt in der Hütte!)
    Die Dämmung mag kurzfristig anfeuchten, kann aber auch wieder trocknen.
    Das wäre nicht klassisch nach Schema f aber durchaus denkbar.
    Ebenfalls denkbar wäre, dass du die gefache vollflächig dämmst. Wenn deine Schalung keine großen astlöcher aufweist könnte das auch gehen. Vielleicht schießt man sich mit der Unterspannbahn ein Eigentor. Der wandaufbau sollte grundsätzlich von innen nach außen offener werden was den sd Wert angeht. Deine innenseitig angebrachten profilbretter haben wohl keinen besonders hohen. Das müsstest du mit der Unterspannbahn abgleichen. Die sind zwar Diffusionsoffen aber wie sehr weiß ich ausm Kopf nicht und habe gerade keine Lust das nachzuschauen.
    Deine äußeren profilbretter sind ja auch eher dünn, deshalb könnte ich mir vorstellen, dass auch eine vollflächige Dämmung funktioniert und der taupunkt trotzdem außerhalb der Dämmung liegt. Das ganze kannst du selber mal unter u Wert Rechner (googeln!) durchrechnen. Der zeigt dir an, ob das funktioniert. Du wählst deine Bauteile aus und das Ding macht den Rest. Kannst das Ergebnis ja hier posten und diskutieren lassen.
    Da deine ganzes bauprojekt aber derartig von der gängigen Ausführung abweicht hätte ich gerne noch andere Meinungen zu diesem Vorschlag.

    Bezüglich der Belüftungsöffnungen:
    Das wäre das geringste Problem. Du kannst einfach ein Loch unten und oben in deine Schalung (außen) bohren und Insektenschutzgitter einsetzen. Gibt so kreisrunde, die passen dann in das Loch.

    Bezüglich holzweichfaser oder holzwolle: am ofenrohr musst du natürlich trotzdem einen Gipskasten (min. Doppelt beplankt aber nochmal Experten fragen) bauen und drum herum steinwolle nehmen

    Lg
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2020
  17. DeltaLima

    DeltaLima ww-birke

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    Hallo,

    habe eine Gartenhütte in welcher ich meine Werkstatt habe vor ein paar Jahren gebaut und diese voll gedämmt. Übrigens, dass Dämmen hat mich sehr viel Recherchearbeit gekostet. Im Grunde bin ich bei den Anmerkungen von Friederich geblieben.

    Diffusion ist DAS entscheidende Thema. Abdichten oder Diffusionsoffen mit Ableitung. Hierzu wurde schon das wichtigste gesagt. Solltest dich aber ebenfalls nochmal schlau machen.

    Mein Wandaufbau siehe Foto. Von Innen: 22mm OSB Platten miteinander verklebt. OSB ist minimal Diffusionsoffen ( Wert habe ich nicht zur Hand) und somit ist eine Dampfbremse nicht notwendig. Dämmung vollflächig zwischen die Pfosten. Dann habe ich eine wärmedämmende Holzfaserplatte genommen (braune Schicht) mit 35mm von Steico. Vorteil, die Hozfaserplatte ist diffusionsoffen (nach meiner Erinnerung 10 fach offener als die OSB Werte. Wenn ich mich recht erinnere sollte auch der Wert Innen zu Aussen 1 zu 10 sein, kann mich jedoch täuschen). Nun nur noch Lattung für den Abstand und Aussenschalung.
    Fürs Dach habe ich den selben Aufbau genommen, unterschied 12 mm OSB mit einer Dampfbremse (nicht Sperre) und statt der Aussenschalung den Dachaufbau.

    Nach meinen Erfahrungen würde ich deine Aussenschalung abbauen und den oben genannten Aufbau wählen. Der Zeitaufwand für diese Methode ist gering. Das Abdichten ist schwierig, wie auch andere Teilnehmer bereits geschrieben haben.

    diffusionsoffene-effizienzwand-55.jpg

    Gruß
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2020
  18. Holz-Fritze

    Holz-Fritze ww-robinie

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    Eine gewagte These.
     
  19. Holz-Fritze

    Holz-Fritze ww-robinie

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    Meine Frage wäre, warum Du dämmen möchtest.
    Möchtest Du diese Hütte beheizen und auch schon mal da drin schlafen?
     
  20. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Ja, auf die Innenseite der Außenschalung eine Unterspannbahn. Damit kein Regenwasser an die Dämmung kommt. Und das für jedes einzelne Gefach. Ein wenig hereingezogen ins Gefach und an den Balken innen festgetackert,. Diese Unterspannbahn brauchst du nicht besonders dicht zu verkleben. Tackern reicht. Es muss ja nicht luftdicht sein, es soll nur Schutz gegen eindringenden Regen sein.

    INNEN, also auf die warme Seie der Dämmung dann die Dampfsperre. Diese muss jetzt wrklich luftdicht sein Die Dampfsperre kann aus einem Sück sein; auf die Balken über die komplette Wand hinweg. Irgendeine Luftschicht muss hier nirgends sein.
    Auf diese Dampfsperre dann die Innenschalung aus z.B. Nut- und Federbrettern.
    Ohne diese Dampfsperre würde warme Raumluft durch die Dämmung diffundieren und auf der kalten Seite der Dämmung kondensieren. Und das darf nicht sein, wenn keine Möglichkeit zum Ablüften vorhanden ist.

    Worüber ich mir nicht wirklich sicher bin: Bei ener Dampfsperre aus einbenm Stück über die gesamte Wand müsstest du ja die Nut- und Federbretter durch die Dampfbremse festschrauben. Was natürlich kleine Löcher gäbe. Ich weiß nicht ob das relevant ist.
    Im Zweifelsfall dann doch lieber jedes Gefach einzeln überspannen und die Rändern luftdicht verkleben. Sie dürfen dann nicht bis zur Mitte der Balken reichen, damit du hier schadlos deine Schrauben direkt ins Holz setzen kannst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2020
  21. esvaubee

    esvaubee ww-buche

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    Hinweis: Du wirfst Dampfbremse und Dampfsperre durcheinander

    Bezüglich Verschraubung: Meine Überlegungen, nicht erprobtes Praxiswissen oder Bauphysikalisch Freigegebenes Fachwissen:
    Wenn man zwei ebene Konstruktionselemente z.B. KVH und OSB Platte miteinander verschraubt mit der Folie dazwischen, dann ist das Loch in der Folie ja verpresst und der Dampf sollte dort stark gehemmt nur durch diffundieren.
    Wenn man die Gefache einzeln verklebt lässt man ja recht große Holzflächen offen. KVH hat auch einen recht geringen Diffusionswiderstand.
    Ich kann das jetzt nicht in Zahlen fassen, vielleicht ist aber ja jemand hier der es kann und Spaß dran hat.
    Würde mich nicht wundern, wenn am Ende die Lösung mit einzeln verkleben ohne Folie durchstechen mehr Wasserdampf durchlässt.
     
  22. stummel78

    stummel78 ww-nussbaum

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    Für eine selten genutzte Partyhütte würde ich das mit der Dämmung ganz lassen. Vor der Party rechtzeitig beginnen zu heizen und gut...alles andere halte ich für sinnfrei. Entweder ich heize immer und dann macht eine Dämmung auch Sinn...oder ich heize bei Bedarf und kann mir die Dämmung sparen! Wenn ich nicht immer heize, dann dauert es halt etwas länger, ehe der Raum durch die Dämmung wieder abkühlt, aber das wird er definitiv!
     
    JannikOS gefällt das.
  23. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Und hier noch die Variante wie ICH (bin kein Zimmermann) es für MICH machen würde:

    Für jedes Gefach zwischen Horizontalbalken und Außenschalung oben und unten Lüftungsöffnungen anbringen.
    Hierfür die entsprechenden Bretter abschrauben. Mit breitem Stemmeisen ca einen knappen Zentimeter tief wegstemmen. Auf vielleicht 20cm Länge.
    Bretter wieder anschrauben wie gehabt.
    Jetzt von innen Holzweichfaserplatten ind die Gefache einsetzen. !Aber nicht bis ganz zur Außenschalung hineindrücken! Es muss ja eine Luftschicht verbleiben. Diese kann zirkulieren wegen der wegstemmten Schlitze. Und evtl. hineinlaufendes Regenwasser käme nicht in Berührung mit der Dämmung.
    Innendrauf dann direkt die Innenschalung.

    Wäre eine Lösung komplett ohne irgendwelche Kunststoffbahnen die 100% dicht sein müssen.
    Ich hab nämlich was gegen Lösungen die perfekt sein müssen, damit sie funktionieren.

    Die genannten Holzweicherfaserplatten haben den Vorteil, dass sie sehr tolerant und gutmütig sind.
    Sie können schadlos einiges an Wasser aufnehmen, verteilen es sehr schnell, und transportieren es dann weiter zur Außenfläche wo es abtrocknen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Januar 2020 um 00:28 Uhr
  24. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Da magst du Recht haben.
    Problem könnten nur die Ritzen zwischen den Außenbrettern sein wo der Wind durchpfeift.

    Boden-Deckelschalung wäre halt gescheiter gewesen.
     
  25. JannikOS

    JannikOS ww-eiche

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    Weshalb sollte er das tun? Die holzfaserplatte hat in dem Fall keine andere Funktion, als die Unterspannbahn. Okay, sie dämmt noch minimal.
    Aber die Unterspannbahn kann er von innen ankleben. Und es ist nicht so wie Friedrich sagt, das antackern reicht. Sie soll neben dem Eindringen von Feuchtigkeit auch eine winddichtigkeit herstellen. Bei einem Gartenhaus mag das so gehen aber ich wollte es nur mal richtig stellen.

    Wirtschaftlich gesehen wäre das schlauste einfach ein bisschen mehr zu heizen. Das nimmt auch den rustikalen Charakter nicht :emoji_wink:
    Die Kohle, die du da rein haust reicht ne ganze Weile für mehr holz.
    Und evtl schießt du dir da n Eigentor, gerade mit deinem dachaufbau. Es gibt Systeme, die funktionieren auch ohne Belüftung, ist aber schwierig.

    Meld dich mal was geworden ist.
     
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