Bitte um Tipps für Werkbank (Unterkonstruktion hauptsächlich)

breschdling

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Morgen holt jemand meine alte Werkbank ab, ein Ding aus Metall von Küpper, mit dem ich nie so recht zufrieden war, ist auch zu groß für den Keller in meinem neuen Haus. Jetzt brauche ich was passendes und möchte es selbst bauen. Wie ich beim googlen herausgefunden habe, sind auch andere schon auf die gleiche Idee gekommen. Es gibt auch einige Projekte, die meinem recht ähnlich sind, aber ich möchte die Konstruktionen nicht 1:1 übernehmen. Vor allem bei den Verbindungen der Balken für das Gestell bin ich unsicher, was die beste Lösung ist.

Aussehen soll sie ungefähr so:

Werkbank skizze.jpg
Sie soll auf wegklappbaren Rollen stehen und sehr viele Schubladen haben. Auf der anderen Seite möchte ich die Makpaks reinstellen. Auf der rechten Seite bin ich noch nicht sicher, ob ich die Tischkreissäge integrieren möchte oder nicht, ich denke aber eher nicht, weil ich die perspektivisch in einen Verschlag im Garten verbannen möchte. Ich habe einen sehr ähnlichen Tisch vor 35 Jahren mal gebaut, aber mit beschichteten Spanplatten und als Verbinder Trapez und Huwil (Exzenterverbinder). Diesmal möchte ich was schöneres/stabileres bauen.

Vom Gestell habe ich mir noch eine extra Zeichnung angefertigt:

Werkbank_Gestell.png
Als Balken dachte ich an 70x70 KVH (ist das ausreichend? Viele bauen ihre Gestelle stärker, aber das nimmt dann Platz weg und ich hab auch keine Säge mit mehr Schnitttiefe. Bei den paar Hölzern kann ich das aber ggfs auch noch von Hand sägen).

Aber wie die Balken miteinander verbinden? Würde ich nur Tischbeine und einen Querbalken verbinden, würde ich es mit Überblattungen machen. Aber bei einer Ecke, auf der drei Balken sich treffen, wie macht man es dort? Oben könnte man "Castle Joints" nehmen, aber in der Mitte und unten? Überblattungen in beide Richtungen, sodass nur noch ein geringer Querschnitt im Bein verbleibt? Ist das noch stabil? Oder gibt da eine coolere Variante, die auch noch stabil bleibt?

Habt Ihr Tipps für mich?
 

Johannes

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Hallo,
bevor wir da konkrete Tipps geben können, wär erstmal zu klären was für Arbeiten du an dem Werktisch machen willst. Willst du intensiv von Hand hobeln?

Es grüßt Johannes
 

rhinelander61

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Moin,
Bei den Verbindungen würde ich auch Schlitz und Zapfen oder durchgestemmte Zapfen empfehlen, die mit Keilen gespannt werden.
Die mittleren Kanthölzer halte ich für entbehrlich, insbesondere, wenn Du Schubladen planst.
Ich hab bei meiner Hobelbank einen Schubladenschrank mit dem Gestell verbunden.
Verleiht der Bank richtig Gewicht und Stabilität.
Viel Erlolg.
HG Andreas
 

breschdling

ww-birke
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Einen heissen Tip kann ich Dir schon mal geben: Schlitz und Zapfen an der Hobelbank
Danke - das ist ja der von mir angesprochene "Castle Joint", der leider nur oben funktioniert. Meine Frage bezieht sich hauptsächlich auf die "Streben", die nicht am Ende der Beine sind, sondern mittendrin. Da fehlt mir noch die zündende Idee.

Was ich vergessen habe zu sagen: ich möchte die Werkbank möglichst nicht verleimen, sondern falls sinnvoll möglich lösbare Verbindungen haben, also kommt nur eine Verschraubung in Frage.
bevor wir da konkrete Tipps geben können, wär erstmal zu klären was für Arbeiten du an dem Werktisch machen willst. Willst du intensiv von Hand hobeln?
Isch abe gar kein Hobel. OK doch, einen vom Vater geerbten Elektrohobel, den ich bisher ein einziges Mal eingesetzt habe. Der Fokus liegt eher auf dem Sägen, Bohren, Schrauben und daneben noch etwas reparieren, sowie Fahrrad- und Elektronikbasteln. Fast wichtiger als die Arbeitsfläche ist der Stauraum, denn ich möchte mein Werkzeug überwiegend dort lagern, der Platz im Keller ist grundsätzlich etwas beengt.

Bei den Verbindungen würde ich auch Schlitz und Zapfen oder durchgestemmte Zapfen empfehlen, die mit Keilen gespannt werden.
Die mittleren Kanthölzer halte ich für entbehrlich, insbesondere, wenn Du Schubladen planst.
Das habe ich mich auch schon gefragt, ob es das wirklich braucht. Zumindest bei den Streben der langen Seite denke ich aber schon, dass es nicht ohne geht. Alternative wäre halt, das ich die Quer- und Längsbalken nicht auf der gleichen Höhe anbringe. Andererseits wäre das halt schon ein perfektes Auflager für die Bodenplatte und das obere offene Fach unter der Arbeitsplatte, wo man aktuell gebrauchtes Werkzeug ablegen kann und eine freie Arbeitsfläche hat oder eben wenigstens den durchfallenden Staub wegbekommt, wenn ich mich doch für ein 20mm Raster auf der Arbeitsfläche entscheide.

Ich hab bei meiner Hobelbank einen Schubladenschrank mit dem Gestell verbunden.
Verleiht der Bank richtig Gewicht und Stabilität.
D.h. Du hast es einfach eingesetzt? Dann brauchte es ja doch querbalken?
 

happyc

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Einen a.d. Waffel
Ein Schubladenkorpus hat i.d.R. ja Seitenwände, diese übernehmen bei der Unterkonstruktion die aussteifende Funktion in der Tiefe. Der Korpus steht auf / zwischen den Längsstreben.
 

rhinelander61

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Moin.
Wenn ich das richtig verstehe, wird es eher eine solide Werkbank als eine klassische Hobelbank.
Das sieht bei mir so aus:
20260518_221554.jpg

Stabile Arbeitsplatte aus Buche auf ein paar Kantholzböcken 70/70. Da bewegt sich nichts.

Der Werkzeugschrank in der Hobelbank sieht so aus:
20260518_221034.jpg

Der Korpus aus 21mm MPX ist mit den Beinen der Hobelbank verschraubt - auch da wackelt auch bei Hobeln widerspenstiger Materialien nix.
Die ursprünglich zwischen die Beine geschraubten "Schwingen" habe ich demontiert, um Höhe für den Schrank zu gewinnen.

Aus meiner Sicht sind die waagerechten Kanthölzer in Deinem Entwurf definitiv überflüssig, wenn Du einen Werkzeugschrank planst, der mit den Beinen verschraubt ist. Ich würde rechts und links stabile, H-förmige Beine vorsehen, die oben längs als "Zarge" mit 70er Kanthölzern verbinden und 'ne vernünftige Platte draufschrauben. Dann hinten eine Diagonalstrebe rein, um seitliche Kräfte aufzunehmen oder eben einen Werkzeugschrank drunterbauen.
Dann kannst Du bei gegebener Raumhöhe auf der Werkbank auch an dem Rad mit dem Boxermotor schrauben .

Bei Deinem geplanten Einsatz würde ich keinen Platz unter der Werkbank vorsehen, sondern die volle Höhe für Schubladen nutzen.

HG Andreas
 

breschdling

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Erstmal danke für die Tipps und Bilder. Ich bin noch etwas unsicher, bei fast 2m Spannweite mit viel Zeug in Schubladen und den Werkzeugen in den Systainern ist mir schon wohler, wenn ich den "Unterbauschrank" auf einer Balkenkonstruktion auflegen kann und er nicht nur von Schrauben gehalten wird. Da das Gestell fahrbar sein soll auf absenkbaren Rollen kommt eine extra Abstützung des "Schranks" am Boden nicht in Frage. Zumindest an den langen Seiten würde ich zwei Balken vorsehen wollen, auf denen der Boden aufliegt. Die Seitenwände könnte man natürlich innen montieren und mit den Füßen verschrauben. Vielleicht mache ich das tatsächlich so.

Ich bin noch unschlüssig, ob ich auf der Rechten Seite eine Aussparung für die Kreissäge vorsehen soll - das würde die Tischfläche aber kleiner machen und wäre eigentlich nur dafür, dass die Säge verräumt ist oder zum sägen kleinerer Dinge bei schlechtem Wetter. Vermutlich werde ich dafür einen extra Wagen bauen, von dem ich aber noch nicht weiss, wo ich ihn hinstellen soll :emoji_wink: Hat jemand von Euch sowas in einem Tisch dieser Größe realisiert und wie seid Ihr damit zurecht gekommen?

Was würdet Ihr für die Tischplatte, für den Schrank und die Schubladen an Material verwenden? Ich denke für den Rahmen an KVH 80x80, den Unterschrank in Multiplex 21mm und die Schubladen in 12mm Multiplex - oder würdet Ihr 18mm empfehlen? Oder was ganz anderes? Tischplatte Buche Leimholz 27mm - scheint aber nicht so einfach zu bekommen zu sein. Oder lieber auch Multiplex, evtl Siebdruckplatte? Was habt Ihr auf Eurer Werkbank? Die alte Werkbank hatte eine Leimholz-Buchenplatte, drum tendiere ich dazu, hab aber noch keine andere probiert.
 

inselino

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Ich finde nach wie vor, den MFT von Guido Henn in der angepassten Version super.
Hier mal Bilder von meinem Bau:
https://www.woodworker.de/forum/threads/werkbank-mft.125888/
Im Forum habe ich schon einiges dazu geschrieben muss man ein bisschen suchen.
Ich finde das ist durch die Detaillierte Anleitung in der Holzwerken und die Videos vom Kanal Klavieratelier selbst als Einsteiger sehr gut zu bauen und es braucht nicht viel mehr als einen passenden Zuschnitt, Flachdübel und einige Kleinteile. Für Löcher und Führungen eine Oberfräse, aber das kann man
a) mit jeder kleinen Fräse machen
b) ist das nicht essentiell für das gelingen des Tischs.

Ich bin noch etwas unsicher, bei fast 2m Spannweite mit viel Zeug in Schubladen und den Werkzeugen in den Systainern ist mir schon wohler, wenn ich den "Unterbauschrank" auf einer Balkenkonstruktion auflegen kann

Meine Bank ist 1,8m lang, unten sind 4 Kästen drauf teils mit Schubladen, teils mit Klappen (wie eben im Bauvorschlag). Das ganze steht auch 2 Trägern aus MPX die sind 10cm hoch und 15mm stark und auf beiden seiten mit 2 Gewindeschrauben verschraubt, da wackelt nichts und da könnte ich noch ein paar Sack Zement draufladen und es würde halten. Die Systainer sind ja auch im wesentlichen Umbaute Luft und haben wenig bis kein Gewicht. Aber selbst Schubladen mit SChraubenkartons sind unkritisch.
 
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breschdling

ww-birke
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Ich finde nach wie vor, den MFT von Guido Henn in der angepassten Version super.
Hier mal Bilder von meinem Bau:
https://www.woodworker.de/forum/threads/werkbank-mft.125888/
Danke, schaue ich mir an.
https://www.woodworker.de/forum/threads/werkbank-mft.125888/
draufladen und es würde halten. Die Systainer sind ja auch im wesentlichen Umbaute Luft und haben wenig bis kein Gewicht. Aber selbst Schubladen mit SChraubenkartons sind unkritisch.
Also in den Systainern sind Maschinen drin und das wiegt schon einiges. ich kann jeweils die Hälfte davon gerade so noch hochheben. Das Restliche Werkzeug soll auch alles in die Schubladen. Ich rechne Für Schrank mit Inhalt so mit 200-300kg, habs aber noch nicht nachgewogen.
 

Martin Graf

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Hallo @breschdling
nur mal als Anregung: Du hast neulich mal geschrieben, dass Dein effektiver Werkstattbereich nur 7m² groß ist und Dir Deine derzeitige Werkbank zu groß sei. Dann würde ich mir gut überlegen, ob ich eine Werkbank in der Größe bauen wollte. In diesem Fall lieber kleinere rollbare Elemente, die man flexibel anordnen kann und ggf. eine oder mehrere Platten, die man auflegen und schnell befestigen kann . Bei den von Dir angegebenen Tätigkeiten reicht dann eine 19 oder 22mm Platte aus MDF, die ggf. mit ein paar Leisten verstärkt wird. Und unter "Elektronikbasteln" stelle ich mir eher eine sitzende Tätigkeit vor. Aber sitzend arbeiten wird an einer Arbeitsplatte nur angenehm sein, wenn auch Platz für die Beine da ist.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich will Deine Idee an sich nicht schlecht reden, aber ich halte es in Deinem Fall für den falschen Weg.
Ansonsten hast Du ja bereits gute Tipps bekommen. Ich würde da auch eher zu einem Unterbau bzw. Korpus aus Plattenmaterial tendieren - das ist, wenn es ordentlich gebaut wird, sehr stabil und Du kannst auf die dicken Hölzer verzichten, die Dir unnötigerweise sehr viel Platz wegnehmen.

Gruß
Martin
 

inselino

ww-robinie
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Also in den Systainern sind Maschinen drin und das wiegt schon einiges. ich kann jeweils die Hälfte davon gerade so noch hochheben.
Ist mir schon klar, die Systainerstapel stehen bei mir auch. Aber die sind im Verhältnis "nicht schwer". Meine Makita-Flachdübelfräse wiegt nakpp 4kg in einem Macpac 3. Das gleiche Volumen Zement würde knapp 34kg wiegen.
Ich habe in einem Fach einen 20kg Schraubstock stehen, der nimmt auch etwa so viel Platz weg wie ein Systainer.
Aber am Ende ist es auch egal, das hält eh.
Eine M6 Schraube (ich würde vermuten die meisten nehmen eher M8 oder M10) in der geringsten Festigkeitsklasse hat eine Grenzabscherkraft von 600kg. Bei 4 Schrauben und einigermaßen gleichmäßiger Verteilung bist da über 2t und das meint nur, wenn du die Schrauben unverschraubt in die Löcher steckst. Wenn du die Schraube anziehst und die Reibung einen teil der Kräfte übernimmt noch viel mehr.
Solange du also nicht vor hast Bleistäbe einzulagern wird der Platz unter dem Tisch nicht reichen, um da irgendwas zu "überlasten".
 

rhinelander61

ww-eiche
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Was würdet Ihr für die Tischplatte, für den Schrank und die Schubladen an Material verwenden? Ich denke für den Rahmen an KVH 80x80, den Unterschrank in Multiplex 21mm und die Schubladen in 12mm Multiplex - oder würdet Ihr 18mm empfehlen? Oder was ganz anderes? Tischplatte Buche Leimholz 27mm - scheint aber nicht so einfach zu bekommen zu sein. Oder lieber auch Multiplex, evtl Siebdruckplatte? Was habt Ihr auf Eurer Werkbank? Die alte Werkbank hatte eine Leimholz-Buchenplatte, drum tendiere ich dazu, hab aber noch keine andere probiert.
Moin,

ich glaube, das wichtigste wäre eine Überlegung / Entscheidung, was Du auf dem "Tisch" machen möchtest.

Wenn Du nicht hobeln möchtest und keinen Bedarf hast, Werkstücke horizontal auf der Platte zu fixieren / zu spannen, macht ein MFT mit seinen Lochreihen in der Platte keinen Sinn. Da verschwinden die von Dir erwähnten Elektronikteile und Fahrradschräubchen schneller, als man gucken kann. Eine Siebdruckplatte wäre bei Mechanik / Elektronik die letzte Oberfläche, die ich wählen würde: zu glatt, zu dunkel .... kann man machen, wird dann halt...

Wenn es eher in Richtung "Werkbank" gehen soll, auf der überwiegend Mechanik bearbeitet wird, würde ich eine Buchenholzplatte nehmen. Gibt's ab 27 mm Stärke in jedem Baumarkt. Für die Platte würde ich bei Mechanikarbeiten / Hämmern etc. kein MPX nehmen. Wobei die Überlegung von @Martin Graf zu der Werkbankgröße in Relation zur Werkstattgröße und vor allem der Hinweis zur sitzenden Tätigkeit wichtig ist.
Damit bist Du auch bei der Frage der Höhe. Schau mal auf Maßempfehlungen bezogen auf Handwurzel, Fingerspitzen etc. in Abhängkigkeit der beabsichtigten Tätigkeiten.
Deine Skizze sieht bei 2 m Breite 3 Schubladen vor - also Schubladenbreite ca. 60 cm. Wenn Du da große Systainer (TS 75, OF 2200, Duodübler etc.) reinstellst - von denen ich jedoch ausgehe, dass die vorhanden sind, da bisher nicht so richtig erkennbar ist, was Du mit Holz machen möchtest - sind die Schubladen ruck-zuck voll ohne viel zu wiegen. Wenn Du da die Bohrmaschine im Koffer reinstellen willst werden Deine Schubladen auch eher hoch und beinhalten viel Luft.
Da könnte es mehr Sinn, mehrere eher flache Schubladen vorzusehen, in die dann Dein Mechanik-/Elektronik-Werkzeug hineinkommt.

Tipp: Überleg erst einmal, was Du machen willst. Erfahrungsgemäß ändert sich das im Laufe der Zeit. Insofern würde ich mich einer einfachen Lösung anfangen: 2 Böcke, 1 Platte Buche, einen Schrank zwischen die Böcke geschraubt. Kannst Du einen Golf draufstellen oder - geschickt gefaltet - in die Schubladen packen. Hält.

HG A
 

breschdling

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nur mal als Anregung: Du hast neulich mal geschrieben, dass Dein effektiver Werkstattbereich nur 7m² groß ist und Dir Deine derzeitige Werkbank zu groß sei. Dann würde ich mir gut überlegen, ob ich eine Werkbank in der Größe bauen wollte. In diesem Fall lieber kleinere rollbare Elemente, die man flexibel anordnen kann und
ja, der Platz zum werkeln ist begrenzt. Im Prinzip sieht der Raum so aus:
Werkstatt.jpg

Mir fällt grade auf, dass das Maß auf der linken seite nicht passt - die alte Werkbank war 2,4m breit, der Raum ist insgesamt eher 3m an der Seite. Mir war die alte Werkbank zu breit zu wenig tief (60cm - das war oft ein Problem) und zu niedrig. Zudem konnte man nirgends was festzwingen, weil die Arbeitsplatte zu wenig übersteht. Ich möchte die neue Werkbank an die kurze Seite stellen (die ist tatsächlich nur 2m breit) und bei Bedarf in die Mitte des raums rollen. Die Idee da mehrere Schränke draus zu machen klingt interessant, da muss ich nochmal drüber nachdenken. Es würde auch das "Sägenproblem" lösen, die könnte man dann separat aus dem Raum schieben, wenn man mehr Platz braucht Ich habe aber Bedenken, dass es eine zu kleine Arbeitsfläche ergeben würde. Die alte war wie gesagt oft nicht tief genug, da bin ich an Grenzen gestoßen bei größeren Werkstücken.

Das Thema sitzen kam schon zur Sprache als ich mit meiner Frau drüber gesprochen habe, vor allem auch weil die Kids ab und zu da auch was basteln oder malen wollen. Gleichzeitig komfortabel stehen und sitzen geht aber nicht und häufiger bin ich dann doch am stehen. Ich habe daher überlegt, an die Seite, an der bisher meine alte Werkbank stand (die hat gestern jemand abgeholt) einen Tisch an der Wand zu befestigen, den man bei Bedarf ausklappen kann.

Die Sache ist auch die, dass der Sekundärzweck (vielleicht sogar der primäre) das Verstauen des Werkzeugs ist. Bis gestern sah es so aus:

Werkbank_alt.jpg

Alles was an der Wand hängt soll da rein, was sich in den Schränken und Schubladen verbirgt auch und die Systainer mit den Maschinen ebenfalls (zumindest überwiegend, Die Bosch und Festo Koffer kommen an ein zusätzliches Regal unter die Decke, die Zwingen möchte ich an die Seiten hängen unter die hervorstehende Tischplatte. Ob dann irgendwas von dem Lochraster bleibt für häufig genutzte Werkzeuge muss man sehen. Ich habe noch etwas Stauraum an anderer Stelle, wo aber dann wohl die verbleibenden Kisten mit den Fahrradteilen hin kommen.
 

breschdling

ww-birke
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Wenn Du nicht hobeln möchtest und keinen Bedarf hast, Werkstücke horizontal auf der Platte zu fixieren / zu spannen, macht ein MFT mit seinen Lochreihen in der Platte keinen Sinn. Da verschwinden die von Dir erwähnten Elektronikteile und Fahrradschräubchen schneller, als man gucken kann. Eine Siebdruckplatte wäre bei
Hobeln möchte ich eher nicht, aber Fixieren von Werkstücken ist schon ein Thema, das mir bei der alten Werkbank viel Verdruss bereitet hat. Ich habe noch einen Metabo MWB100, der überwiegend auf der Terrasse zum Einsatz kommen soll, als faltbare "Aussenwerkbank". Ob der reicht muss ich sehen, der ist halt nicht sehr stabil wenn Doch mal geraspelt oder gefeilt werden soll.

Deine Skizze sieht bei 2 m Breite 3 Schubladen vor - also Schubladenbreite ca. 60 cm. Wenn Du da große Systainer (TS 75, OF 2200, Duodübler etc.) reinstellst - von denen ich jedoch ausgehe, dass die vorhanden sind, da bisher nicht so richtig erkennbar ist, was Du mit Holz machen möchtest - sind die Schubladen ruck-zuck voll
Die Schubladen habe ich mit ca. 45cm Breite geplant, 2m ist ja nur die Tischplatte, davon geht noch der Überstand weg (so 20-30cm, auch weil die wegklappbaren Rollen 15cm seitlich brauchen) und die Stärke der Beine und des Korpus des Unterschranks.

Die Systainer sollen auf die Rückseite. Bei 80cm Tiefe bzw 70 ohne Überstand sollte eine Schublade vorn und Systainerstorage hinten möglich sein. Die werden dann sicher auch nicht alle voll, weil manches Werkzeug in Schubladen oder anderweitig greifbar verschwinden soll.
 

alrx_zl

ww-pappel
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Hallo, ich beschreibe mal wie ich meine Werkbank gebaut habe, mit der ich extrem zufrieden bin.
Ich habe mir 80x80 Kanthölzer aus dem Sägewerk (im ländlichen Raum recht einfach) geholt und diese gehobelt etc.
Die Bank hat die Maße 230x70.
Rechts und Links habe ich ein Rechteck aus dem Balken mithilfe von Halbüberplattung geschaffen. Dann 2 Balken oben (für die eigentliche Arbeitsplatte) und 2 Balken unten (für Schubladen und Ablagefläche) aufgelegt.
Ich habe Schubladen aus 15mm Osb Verlegeplatten gebaut. Dazu lediglich die Stoßflächen geleimt und mit Druckluft Klammern gefestigt. Dann mithilfe von Vollauszügen im Korpus befestigt. Der Korpus steht einfach auf den unteren Balken. Bis jetzt (ca 2 Jahre) sind die Schubladen extrem stabil, obwohl sie mit recht schweren Metallwerkzeugen beladen habe.
Als Werkbank Oberfläche dient eine 25mm Osb Verlegeplatte.
Ich möchte anmerken, dass ich gezielt auf einfachere und günstigere Materialien zurückgegriffen habe, da ich noch Schüler/Abiturient bin.
Falls Interesse besteht könnte ich meine alte Sketchup Datei raussuchen.
Viele Grüße
 

odul

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Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Mal grundsätzlich:

Wenn du dich mal an Schlitz und Zapfen austoben möchtest, dann mach so eine Rahmenkonstruktion.

Wenn du eine Rahmenkonstruktion möchtest, aber es einfach halten möchtest, dann verschraubst du das einfach mit langen 6er Spax. Das hält super.

Wenn du eine gute Steifigkeit und Stabilität bei einfacher Bauweise möchtest, dann machst du einen Korpus in Plattenbauweise mit dem Material deiner Wahl. Die "Festigkeit" einer Rahmenkonstruktion gegenüber einer Plattenbauweise wird sehr überschätzt. Es hat schon einen Grund, warum sich im Automobilbau die selbsttragende Karosserie durchgesetzt hat.

Wenn du eine maximale Raumausnutzung möchtest, dann bist du auch bei einer Plattenbauweise. Der Rahmen frisst einiges an Platz weg.

Auf Wunsch kann ich ins Detail gehen.
 

bello

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Ich habe es ähnlich wie @rhinelander61 , einen Arbeitstisch aus 100/100 KVH mit Lochplatte und darunter einen Rollschrank, dadurch kann ich die Arbeitsfläche bei Montagen verdoppeln.
 

flüsterholz

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Ich habe es ähnlich wie @rhinelander61 , einen Arbeitstisch aus 100/100 KVH mit Lochplatte und darunter einen Rollschrank, dadurch kann ich die Arbeitsfläche bei Montagen verdoppeln.
Hallo Volker
Danke, gerade hat es bei mir click gemacht. Jetzt hab ich mir deine Werkstatt von vorne bis hinten angeschaut, wie konnte ich das übersehen. Jedenfalls hast du jetzt gerade eines meiner Probleme gelöst.
Gruß Michael
 

bello

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Hallo Volker
Danke, gerade hat es bei mir click gemacht. Jetzt hab ich mir deine Werkstatt von vorne bis hinten angeschaut, wie konnte ich das übersehen. Jedenfalls hast du jetzt gerade eines meiner Probleme gelöst.
Gruß Michael
Das freut mich.
Die Werkstatt hat sich sehr langsam entwickelt, in den ersten zwölf Jahren hatte ich kein Bedürfnis eine Werkstatt zu haben, damals musste alles mobil sein.
Später entstand dann eher der Versuch einer Werkstatt.
 

breschdling

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Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Mal grundsätzlich:

Wenn du dich mal an Schlitz und Zapfen austoben möchtest, dann mach so eine Rahmenkonstruktion.

Tatsächlich: ich habe schon hunderte Schränke, Regale, Schubladen und dergleichen aus Plattenmaterial (beschichtete Spanplatten) gemacht, ich weiss wie das geht

Jetzt möchte ich mal was anderes machen und in der Tat geht's auch ein bisschen ums Bauen selbst und nicht nur ums Ergebnis. Und die Optik der fetten Balken gefällt mir auch besser.

Wenn du eine Rahmenkonstruktion möchtest, aber es einfach halten möchtest, dann verschraubst du das einfach mit langen 6er Spax. Das hält super.
Hab ich auch schon überlegt, aber sieht das nicht irgendwie hingebastelt aus so Balken an Balken ohne ineinandergreifen? Verschrauben hatte ich allerdings ohnehin vor, weil nicht ausgeschlossen ist, dass das Ding mal woanders hin kommt.
Wenn du eine maximale Raumausnutzung möchtest, dann bist du auch bei einer Plattenbauweise. Der Rahmen frisst einiges an Platz weg.
Das stimmt wohl. Nehme ich aber in Kauf.
 

flüsterholz

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Dann probiere es doch einfach mal aus. Gerade bei Werkstattmöbeln finde ich, kann man mal was Neues ausprobieren. Wenn es schief geht, ist es nicht so schlimm.
Wenn du die Querbalken auf gleicher Höhe haben möchtest, brauchst du die Schlitze ja auch nicht ganz durchzustemmen und entsprechend die Zapfen kürzer machen.
 

breschdling

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Ich hab mir jetzt überlegt, dass ich die kurzen Streben gar nicht an den Beinen festmache, sondern innerhalb lang führe und nur an den langen Streben befestige. Dann kann ich eine Überblattung an den Beinen machen und an der Querstrebe sind es dann zwei:

Werkbank_Gestel.jpeg
Oder ist das besonders doof, weil dann die Querstrebe, die ja auch Gewicht tragen muss besonders belastet wird statt der Beine, die ja eigentlich gar nicht so beansprucht werden? Ich würde dann den Schubladenkasten sowohl mit den Beinen, als auch mit beiden Streben verschrauben. Seitlich wäre dann mehr Platz lange Sachen aufzuhängen (z.B. Zwingen)

Die mittlere Ebene kann vermutlich komplett wegfallen und durch den Deckel des Schubladenkorpus ersetzt werden?

Ob ich jetzt das ganze Ding schmaler mache überlege ich noch, aber es muss halt auch viel Zeug rein. Das meiste von dem was man auf dem Bild sehen kann (nicht die Kreissäge und vielleicht ein paar Sachen von unter dem Tisch nicht):

zeugs.jpg

Die Systainer wären gestapelt ca. 2m hoch, wenn ich drei nebeneinander bekomme, sollten die alle hintenrein passen - wobei ich für die Flex und die große Oberfräse eigentlich keinen Systainer brauche, die könnten im Prinzip auch in eine Schublade wandern, war bisher rein zur Aufbewahrung.

Aber das Zeug von der Wand soll schon überwiegend weg.
 
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