Auf krummen Holzbalken geraden Dielenboden verlegen

Konze

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Hallo,

wir möchten auf einer alten Holzbalkendecke einen Dielenboden verlegen. Wir haben aus verschiedenen Gründen leider nur sehr wenig Höhe zur Verfügung, sodass eine Konterlattung (o.ä.) ausscheidet. Die Dielen müssen möglichst direkt auf die Holzbalken. Der Abstand zwischen denen ist zum Glück gering genug, sodass die Diele das mitmacht.

Das Problem ist natürlich, dass die Balken nicht gerade sind und sich zur Raummitte hin senken. Meine Idee ist, vermutlich wurde das schonmal irgendwo so gemacht:

Links und/oder rechts der Balken seitlich neue, gerade Bretter anflanschen (also parallel zu den Balken) und die so wenig wie möglich und so viel nötig über die Balken rausgucken lassen, sodass auf diesen Brettern die Dielen verlegt werden können. Diese seitlichen Bretter werden mit den Balken sofern möglich verleimt und auf jeden Fall verschraubt.

Mich würde eure Einschätzung interessieren. Machbar? Ausreichend stabil? Reichen Holzschrauben oder eher durchbohren und Gewindestange durchstecken? Sind 25-30 mm Stärke für die Anflanschbretter OK? Die Dielen werden darin verschraubt.

Gibt es ganz anderen, bessere Alternativen?

Danke und viele Grüße,
Konze
 

magmog

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Guuden,

so macht man's!
Die Bretter sollten min. 30mm stark sein, sonst halten die senkrechten Schrauben nicht so gut.
 

Michel1984

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Balken seitlich 2x aufdoppeln und dann gut verschrauben. Wenns die Fläche zulässt noch zusätzlich leimen, leider sind die Balken meistens so verwunden, dass leimen nicht viel bringt.
 

IngoS

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Hallo,

die Bohlen werden seitlich angeschraubt. Das reicht auf jeden Fall. Ich habe 40mm dicke Bohlen genommen.
Beim Nivellieren am höchsten Punkt anfangen und danach die Fläche ausrichten.

Gruß

Ingo
 

benben

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Eigentlich alles gesagt. Die Stärke der Bohlen sollte man eher dicker als dünner wählen. So ein Balken ist oft etwas verwunden, ist die Bohle zu dünn, gleicht sie das nicht so gut aus. Kommt natürlich auch auf die Balken an. Ich habe immer einen Sack Keile und diverse Unterleghölzer, Schraubzwingen und schön dicke Vollgewindeschrauben.
Laser vereinfacht das natürlich ungemein.

Gruss
Ben
 

Konze

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Danke euch! So wird's gemacht! Laser würde ich mir mieten für die Zeit. Das Geld ist vermutlich gut investiert...

Ich frag einfach mal, weil ihr das ja anscheinend schon mal gemacht habt: Welche Schrauben nehmt ihr dafür?
 

Mater1984

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odul

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mich weiß nicht was mieten kostet aber ich hab mir damals gleich den hier gekauft.
https://www.amazon.de/Bosch-Linienl...61&hvtargid=pla-388468449788&psc=1&th=1&psc=1
Reicht völlig und wenn du vermutlich nen altes Haus hast bist öfter mal froh drüber
Ich habe den gleichen seit Jahren und liebe ihn heiß und innig. Hätte ich viel früher kaufen sollen.

Sowas mieten kostet ein heidengeld. Und man hat furchtbar die Zeit im Genick sitzen wegen der kosten.

Schau Mal vielleicht kriegst du einen gebraucht.

Wenn der Boden arg schräg ist in eine Richtung ist, kann man dem Boden ein einheitliches Gefälle geben.

Leimen ist überflüssig.
 

Mater1984

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Ich habe den gleichen seit Jahren und liebe ihn heiß und innig. Hätte ich viel früher kaufen sollen.
geht Mir genauso. Besonders kann man so mit dem Stativ sauber 1 m Anzeichnen um überall dieselbe Höhe zu haben. Im Außenbereich funktionieren die leider alle nicht. Aber da kann man sich behelfen. Indem man abends den Laser nutzt und anzeichnet. So habe ich die Schalung für meine Fundamente ausgerichtet und morgens dann betoniert.
 

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mich weiß nicht was mieten kostet aber ich hab mir damals gleich den hier gekauft.
https://www.amazon.de/Bosch-Linienl...61&hvtargid=pla-388468449788&psc=1&th=1&psc=1
Reicht völlig und wenn du vermutlich nen altes Haus hast bist öfter mal froh drüber
Der ist viel zu teuer für das , was er leistet . Wenn schon billig , dann eher so einen . Der macht auch eine 3D- Linie , also rundum im Raum . Zudem ist er viel genauer . Aus China kommen beide !
Grundsätzlich haben alle Messlaser , die mit dem Pendelprinzip arbeiten , sehr mit Erschütterungen zu kämpfen :emoji_thinking: :emoji_scream: . Da wackelt die Laserlinie bei jeder kleinsten Bewegung wie wild . Ich habe mir deshalb so einen direkt aus China besorgt . Da hat man diese Wackelei (→ elektronische bzw. motorische Nivelierung) nicht und er hat auch auswechselbare Lithiumakkus (18650) , die man überall nachkaufen kann .
 

odul

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Der ist viel zu teuer für das , was er leistet . Wenn schon billig , dann eher so einen . Der macht auch eine 3D- Linie , also rundum im Raum . Zudem ist er viel genauer . Aus China kommen beide !
Grundsätzlich haben alle Messlaser , die mit dem Pendelprinzip arbeiten , sehr mit Erschütterungen zu kämpfen :emoji_thinking: :emoji_scream: . Da wackelt die Laserlinie bei jeder kleinsten Bewegung wie wild . Ich habe mir deshalb so einen direkt aus China besorgt . Da hat man diese Wackelei (→ elektronische bzw. motorische Nivelierung) nicht und er hat auch auswechselbare Lithiumakkus (18650) , die man überall nachkaufen kann .
Überteuert ist das Teil. Damals war ein Gutschein für eine Schlagbohrmaschine dabei.. die habe ich wieder auf eBay verscheuert. Das haben noch viele andere gemacht...
 

Philipp

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Welche Schrauben nehmt ihr dafür?
Wir machen gerade das gleiche wie Du und es wurde eigentlich schon alles gesagt.

Bei der Frage nach Schrauben: ich würde unbedingt Holzbauschrauben/Konstruktionsschrauben nehmen - das sind diese Dinger, die am Ende des Einschraubvorganges das benötigte Drehmoment deutlich herabsetzen. Ich nehme 6x90 mm bei 40 mm dicken seitlichen Anlaschhölzern. Bei dünneren Latten reichen vermutlich auch 70 mm.
Ich habe meine Schrauben über Ibäh gekauft, sie kommen aus Polen und sind günstig und trotz allem Gerede über schlechte Billigschrauben ist mir noch keine gerissen/gebrochen oder war in einem schlechten Zustand.
Ohne diese Schrauben wäre ich schon längst verzweifelt (es ist berauschend zu sehen, wie eine Schraube technisch noch so verbessert werden kann).
Ach so: einen kräftigen Akkuschrauber darf man für diese Arbeit voraussetzen :emoji_slight_smile:.

Berichte bitte, wie's weitergeht! Mein Eindruck ist, dass in der Zeit der politischen Einschränkungen durch Corona mehr an Haus und Hof gemacht wird und auch hier verstärkt solche Themen aufkommen, was mich persönlich sehr erfreut.

Viele Grüße
Philipp
 

odul

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Nochwas:

Wenn man jedes Brett einzeln nach Laser setzt, dann hat man von Brett zu Brett leichte Versätze und der fertige Boden wird wellig.


Ich gehe so vor:

Erstes und letztes Brett setzen. Wobei ich jedes Brett erst am Anfang und Ende nach Laser ausrichten und festmachen würde und dann eine Alulatte draufsetzen würde. Dann mit Hilfe der Alulatte das Brett ausrichten, dass es eine gerade Linie ist und dann festschrauben. Gleiches Spiel letztes Brett. Bei größeren Räumen noch welche dazwischen (so alle 2 Meter). Dann die restlichen Bretter dazwischen setzen. Diese NICHT nach Laser setzen, sondern quer über die bereits gesetzten Bretter Alulatte und danach ausrichten und fest machen.
 

Markus1204

ww-eiche
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Wenn man jedes Brett einzeln nach Laser setzt, dann hat man von Brett zu Brett leichte Versätze und der fertige Boden wird wellig.
Das kann ich so bestätigen. Habe einen Bosch GLL 3-80, als kein Billigteil und es ist fast unmöglich jedes Brett einzeln mit Laser wiederholgenau auszurichten. Ich würde auch 2 Bretter (Abstand <2m, da das die Länge meiner lägsten Wasserwaage ist) mit Laser ausrichten und dann alle anderen bretter anhand dieser beiedn und einer Wasserwaage anschrauben. Schneller und besser geht es vmtl. nicht für einen Heimwerker.
 
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